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Havanna (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
TitelHavanna
OriginaltitelHavana
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch,Spanisch
Erscheinungsjahr1990
Länge144 Minuten
Altersfreigabe
Stab
RegieSydney Pollack
DrehbuchJudith Rascoe,
David Rayfiel
ProduktionSydney Pollack,
Richard Roth
MusikDave Grusin
KameraOwen Roizman
SchnittFredric Steinkamp,
William Steinkamp
Besetzung

Havanna ist einUS-amerikanischesFilmdrama vonSydney Pollack aus dem Jahr1990.

Handlung

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Der Film spielt am Vorabend derKubanischen Revolution: Der Profi-Pokerspieler Jack Weil befindet sich im Dezember 1958 auf einer Überfahrt von denUSA nachKuba. Er reist nach Kuba, um dort eine Pokerrunde zu organisieren. Aus einer impulsiven Handlung heraus übernimmt er die Verantwortung für gefundene Waffen in einem der Autos im Parkdeck des Schiffs. Die unfähigen und korrupten kubanischen Polizisten lassen sich bestechen und geben Ruhe. Er lernt daraufhin die schöne Roberta Duran kennen und erklärt sich für Geld bereit, für diese militärisches Gerät nach Kuba zu schmuggeln. In Kuba angekommen, treffen sich die beiden wieder. Er hat Interesse an ihr, sie jedoch nicht an ihm. Sie ist mit Arturo Duran, einem der Anführer der Revolutionäre verheiratet.

Jack bittet Joe Volpi, einen befreundeten Kasinomanager und Handlanger des MafiabossesMeyer Lansky, eine Pokerrunde zu organisieren. Vor dem Spiel erfährt Jack aus der Zeitung, dass Roberta und Arturo festgenommen wurden. Zeitungen berichten über den Tod des Mannes. Jack kann einen seiner Spielpartner, der bei ihm Schulden hat, dazu bewegen, Robertas Freilassung zu erwirken.Roberta, diegefoltert wurde, ist Jack dankbar, verlässt diesen jedoch wieder und taucht unter.Der Geheimdienstoffizier Menocal warnt Jack und dieser kann sich gerade noch herausreden, ohne verhaftet zu werden. Volpi offenbart Jack, dass er nicht mehr daran glaube, dass sich die DiktaturBatistas noch lange halten könne.Am 29. Dezember 1958 fälltSanta Clara. Jack fährt in das umkämpfte Gebiet, findet Roberta und versteckt sie in seiner Wohnung in Havanna. Dort beginnen beide eine Affäre. Als er erfährt, dass Arturo noch lebt, sieht er sich in einem moralischen Dilemma. Einerseits liebt er Roberta leidenschaftlich, andererseits will er ihre Ehe nicht zerstören. Er verkauft einen Diamanten, den er immer bei sich trägt, um auch Arturos Freilassung zu erwirken. Er behauptet gegenüber Menocal, er würde für die CIA arbeiten. Er besticht diesen und bietet ihm politisches Asyl in den USA an.Als Roberta die Nachricht erreicht, dass ihr Mann doch noch am Leben ist, entscheidet sie sich dafür, bei ihm zu bleiben.

Kurz darauf übernehmen die Revolutionäre die Macht in Kuba. Jack verabschiedet sich von Roberta und kehrt in die USA zurück. Doch seither fährt er jedes Jahr zu denFlorida Keys, wo er aufs Meer hinausstarrt in der Hoffnung, Roberta wiederzusehen.

Kritiken

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Desson Howe schrieb in derWashington Post vom 14. Dezember 1990, Robert Redford spiele wirkungsvoll, offenbare jedoch die Motivation der von ihm gespielten Figur nicht. Der Regisseur beweise allerdings ein Gespür für die Atmosphäre der politischen Veränderungen in Kuba„(Pollack achieves a counterfeit sense of this atmosphere)“.[1]

Positif stelltHavanna in die Tradition großer Spektakel vor einem politischen Hintergrund; es sei ein ergreifendes Melodram von klassischem Zuschnitt, dem Moden – wie den besten Beispielen des Genres – nichts anhaben könnten. Die Ähnlichkeit mitCasablanca wird konstatiert, aber nicht verurteilt. Die meisterhafte Schauspielerführung verschaffe insbesondere Lena Olin eine große Intensität.[2]

epd Film schrieb, die Hauptfigur und der sie verkörpernde Redford seien„das Beste an dem Film Havanna. Es ist das Porträt eines hilflosen Mannes, der der Stimme des Herzens folgt, eines Verliebten. Der Rest des Films ist nicht empfunden, sondern behauptet (…) Der Film erstickt an seinen Schauwerten.“[3]

DasLexikon des internationalen Films lobt die handwerkliche Seite, kritisiert aber die Ähnlichkeit mit dem FilmCasablanca sowie die „allzu oberflächliche Opulenz“.[4]

Auszeichnungen

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Dave Grusin war für seineFilmmusik 1991 für einenOscar und einenGolden Globe sowie 1992 für einenGrammy nominiert.

Hintergrund

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Der Film wurde in derDominikanischen Republik (unter anderem inSanto Domingo) und inKey West gedreht.[5] Er spielte in den Kinos der USA insgesamt ca. 9,2 MillionenUS-Dollar bei ca. 40 Millionen Produktionskosten ein.[6]

Quellen

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  1. Kritik von Desson Howe
  2. Positif Nr. 361, März 1991, Paris, S. 44–46 (fr)
  3. epd Film Nr. 3/1991, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt a. M., S. 41–42
  4. Havanna. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017. 
  5. Filming locations für Havana
  6. Box office / business für Havana

Weblinks

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Filme vonSydney Pollack

Stimme am Telefon |Dieses Mädchen ist für alle |Mit eisernen Fäusten |Der Schwimmer |Das Schloß in den Ardennen |Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß |Jeremiah Johnson |So wie wir waren |Yakuza |Die drei Tage des Condor |Bobby Deerfield |Der elektrische Reiter |Die Sensationsreporterin |Tootsie |Jenseits von Afrika |Havanna |Die Firma |Sabrina |Begegnung des Schicksals |Die Dolmetscherin |Sketches of Frank Gehry |Aretha Franklin: Amazing Grace

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