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Hasse & Wrede

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Hasse & Wrede GmbH

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RechtsformGmbH
Gründung1897
SitzBerlin,Deutschland
LeitungBjörn Bethke[1]
Mitarbeiterzahl300[2]
BrancheSchwingungstechnik
Websitewww.hassewrede.de
Firmenschrift der Carl Hasse & Wrede GmbH, um 1921

DieHasse & Wrede GmbH mit Sitz inBerlin ist ein Hersteller vonDrehschwingungsdämpfern fürDieselmotoren und gehört zumKnorr-Bremse-Konzern.

Geschichte

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Von der Gründung bis zum Umzug nach Marzahn

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Die 1897 vom Kaufmann Carl Hasse inBerlin-Neukölln gegründeteWerkzeugmaschinenfabrik Carl Hasse & Wrede wurde 1921 aus einerOffenen Handelsgesellschaft in eineGmbH umgewandelt. Das Unternehmen war auf die Ausrüstung metallverarbeitender Unternehmen mit kompletten Maschinenarsenalen spezialisiert. Es lieferte zunächst Spezialmaschinen fürNähmaschinen- und Fahrradfabriken, später fürRüstungsbetriebe. 1938 wurde ein Musterwerk inBerlin-Britz in Betrieb genommen, außerdem wurden Zweigstellen inBerlin-Pankow undBerlin-Wedding unterhalten. ImZweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen auf Betreiben desOberkommandos des Heeres zur größten Spezial-Werkzeugmaschinenfabrik Europas ausgebaut und bezog 1941/42 inBerlin-Marzahn ein neu errichtetes Werk.

Die Fabrik im Dritten Reich

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Auf dem neuen Werksgelände in Marzahn (damalsBerliner Chaussee, heute Georg-Knorr-Straße) befanden sich auch zwei Zwangsarbeiterlager. Von den hier etwa 4000 Beschäftigten der Hasse & Wrede war etwa ein Drittel Kriegsgefangene und Zwangsarbeiterinnen aus West- und Osteuropa, die in der Rüstungsproduktion arbeiten mussten. Unter den Zwangsarbeitern formierte sich unter der Leitung des KommunistenWerner Goethert eine kleineWiderstandsgruppe, die auch in Verbindung mit der Gruppe umAnton Saefkow stand. Ihre Tätigkeit umfasste gezielt verlangsamtes Arbeiten, Warnung vor Spitzeln und Sammlung von Lebensmitteln und Kleidung für untergetauchte Verfolgte.[3]

Die Werkzeugfabrik nach dem Zweiten Weltkrieg

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Nach der Demontage und Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht nahm die Carl Hasse & Wrede GmbH inBerlin-Britz wieder den Betrieb auf. Ab 1955 wurden neben Werkzeugmaschinen auchDrehschwingungsdämpfer fürDieselmotoren in Lizenz gefertigt. 1972 begann die eigene Entwicklungsarbeit auf diesem Gebiet, auf das sich das Unternehmen später ausschließlich spezialisierte. Der Werkzeugmaschinenbau wurde 1985 eingestellt.

Die Fabrikanlagen in Berlin-Marzahn gingen dagegen in das Volkseigentum über, aus ihnen entstand dieWerkzeugmaschinenfabrik Marzahn, die ihre Anlagen bald wieder in das Ausland lieferte.

Teilansicht der Gebäude in Berlin-Marzahn

Mit derWende wurde der Großbetrieb abgewickelt. Die inzwischen unter Denkmalschutz gestellten Backsteingebäude standen einige Jahre leer. Das Berliner Hauptwerk zog im Jahr 2001 wieder an den früheren Standort nach Berlin-Marzahn. Hasse & Wrede war nun ein Tochterunternehmen derKnorr-Bremse AG und ließ die Immobilie sanieren. Hier entstanden Teile für Dieselmotoren. Im Februar 2017 hatte der Knorr-Konzern angekündigt, diesen letzten deutschen Standort vonHasse & Wrede schließen zu wollen, da „der Markt sich verändert habe, eine Produktion in Marzahn sei wirtschaftlich nicht sinnvoll“. Die Teileproduktion sollte in dastschechischeLiberec verlagert werden. Nach Protesten der von Arbeitslosigkeit betroffenen 109 Arbeiter und Angestellten und nach Verhandlungen zwischen der Konzernleitung und dem Betriebsrat wurde im Dezember 2017 verkündet, dass der Standort in derGeorg-Knorr-Straße erhalten bleiben soll.[4]

Im Jahr 2000 eröffnete Hasse & Wrede ein Montagewerk in den USA, und seit 2005 werden im Rahmen einesJoint Venture in China Drehschwingungsdämpfer produziert.

Verwaltungsrechtliches

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Hasse & Wrede gehört infolge von Kapitalbeteiligungen seit 1921 zum Knorr-Bremse-Konzern. Nach der Verschmelzung der Carl Hasse & Wrede GmbH auf dieKnorr-Bremse AG im Jahr 1988 wurde die Hasse & Wrede GmbH 1994 als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Knorr-Bremse AG gegründet.

Literatur

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  • Helmut Engel (Hrsg.):Standort Berlin-Marzahn. Historische Knorr-Bremse. Industriekomplex im Wandel. Berlin 2001
  • Manfred Pohl:Sicherheit auf Schiene und Straße. Die Geschichte der Knorr-Bremse AG. (engl. Ausgabe: Safety First by Road and Rail. The History of Knorr-Bremse AG.) München 2005.

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Impressum
  2. Karriere bei der Knorr-Bremse
  3. Hans-Rainer Sandvoß:Widerstand in Lichtenberg und Friedrichshain. Hrsg. von derGedenkstätte Deutscher Widerstand 1998; S. 177f:Hasse & Wrede
  4. Jochen Knoblach:Knorr-Bremse stoppt Verlagerung. In:Berliner Zeitung, 15. Dezember 2017, S. 12.
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