Hasnon [anɔ̃] ist eine Kleinstadt mit 3.849 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Nord und derRegionHauts-de-France (bis 2015Nord-Pas-de-Calais). Sie gehört zumArrondissement Valenciennes und zumKanton Saint-Amand-les-Eaux.
DieGemeinde Hasnon liegt zehn Kilometer nordwestlich vonValenciennes und neun Kilometer südlich der Grenze zuBelgien. An der nördlichen Gemeindegrenze verläuft die kanalisierteScarpe, knapp nördlich davon quert derCanal du Décours das Gemeindegebiet, im Süden auch dieGrande Traitoire. Die Gemeinde gehört zumRegionalen Naturpark Scarpe-Schelde (französischParc naturel régional Scarpe-Escaut).
DieAbtei Hasnon wurde 670 als Doppelbenediktinerkloster von Johann und Eulalia, den Kindern des Grafen vonOstrevant gegründet. 842 heiratete Karl, noch Unterkönig von Neustrien und späterer Kaiser Karl II., hier die Grafentochter Irmentrud (Reg.Imp.I.,341). 867 zog sichIrmentrud noch vor der Kaiserkrönung ihres Gemahls in die Abtei Hasnon zurück, wo sie 869 starb. Ihre gleichnamige Tochter war hier Äbtissin.880 wurde die Abtei von denNormannen zerstört und 1065 von GrafBalduin VI. vonFlandern wieder aufgebaut.Im September 1792 widersetzten sich die Bewohner der Abtei einemösterreichischen Angriff, was ihnen eine Erwähnung im Tagesbefehl des Konvents einbrachte; die Armee bewahrt das Andenken daran unter dem Namen „Gardes nationaux, flanqueurs d'Hasnon“.
- Irmintrud (Ermentrud) (* 27. September wohl 830, † 6. Oktober 869 in der Abtei Hasnon), Tochter der Grafen Odo vonOrléans (Matfriede); ⚭ 14. Dezember 842Karl der Kahle, König des Westfrankenreichs, Kaiser (Karolinger)
- Irmintrud (Ermentrude) von Hasnon († nach 11. Juli 877), deren Tochter, Äbtissin von Hasnon, katholischer Gedenktag: 29. April
- Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001,ISBN 2-84234-119-8, S. 1436.