Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Halwart Schrader

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Halwart Schrader (*24. Februar1935 inBraunschweig) ist eindeutscherJournalist, Automobilhistoriker, Autor und Publizist. Schrader gilt als Begründer der deutschsprachigen Oldtimer-Publizistik.[1]

Werdegang

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Schrader lebte mit seiner Familie in seinen Kinderjahren in Braunschweig,Halberstadt,München undBerlin. In Berlin wurde er 1941 eingeschult. Er besuchte bis 1954 auch Schulen inWernigerode undKirchberg an der Jagst. Von 1954 bis 1957 besuchte Schrader die Meisterschule für das Kunsthandwerk in Berlin und studierte dortGebrauchsgrafik undKunstgeschichte.[2]

Nach dem Abschluss seines Studiums lebte Schrader zwei Jahre auf einem Kutter inHamburg, bevor er 1957 eine Anstellung als Werbeassistent im Verlag Augstein & Jahr (später Spiegel Verlag) bekam.[1] Nach einem kurzzeitigen Studienaufenthalt 1959 inFrankreich wurde er 1960 Mitgründer der Werbeagentur F. W. Heye mit Geschäftsstellen inOberursel,Düsseldorf und München. Im gleichen Jahr wurde er in München Chefredakteur der Auto-Union-/Audi-Kundenzeitschriften. 1961 wurde er zudem Chefredakteur des von ihm mitgegründeten BMW Journals. Von 1964 bis 1972 arbeitete Schrader parallel als Redakteur der Automobilsparte der Zeitschrifttwen.[3][1]

Zwischen 1965 und 1973 war er alsKommanditist im Schrader-Verlag inUnterhaching tätig. 1966/1967 betreute er auch das Marketing für den Fremdenverkehr inGriechenland.

Ab 1970 übersetzte erKfz-Literatur für den VerlagOrell Füssli inZürich. Als freier Mitarbeiter arbeitete Schrader ab 1972 zehn Jahre lang für dieAuto Zeitung sowie ab 1973 als Vertragsautor für 16 Jahre beimBLV Verlag in München. Drei Jahre lang zwischen 1973 und 1976 verfasste er als freier Autor auch Artikel für die Zeitschrift ER und den deutschenPlayboy.

Neben seiner Tätigkeit als Gesellschafter im VerlagSchrader & Partner GmbH in München von 1973 bis 1988 arbeitete Schrader von 1974 bis 1979 als Berater fürEurotaxSchwacke. Von 1974 bis 1985 war er Herausgeber der ZeitschriftAutomobil-Chronik.

1974 wurde er Mitglied imAntique Automobile Club of America (AACA) in denVereinigten Staaten. Elf Jahre später war er eines der Gründungsmitglieder desMichael Sedgwick Memorial Trust inBeaulieu. Im gleichen Jahr trat er demVerband der Motorjournalisten (VdM) bei und veröffentlichte ab 1986 als Herausgeber dieSchrader Motor-Chronik. Von 1986 an war Schrader als Redakteur des Oldtimer-Katalogs beimHeel Verlag inKönigswinter tätig und wurde 1987 auch Vertragsautor für denArchiv Verlag. Für zwei Jahre war er zudem als Deutschland-Redakteur fürAutos International inParis tätig.

1986 veröffentlichte erDie große Automobil-Enzyklopädie als ein Lexikon aller Automarken, in einer Auflage von etwa 100.000 Exemplaren.[1]1988 zog Schrader von München nachHösseringen. Dort gründete er noch im selben Jahr den Schrader-Verlag und war für sieben Jahre als Gesellschafter in diesem aktiv. Ab 1992 schrieb Schrader fürAuto Focus. 1995 wurde er Vertragsautor bei denPaul Pietsch Verlagen, zu der auch der Motorbuch-Verlag gehörte. Im gleichen Jahr wurde der Schrader-Verlag durch die Paul-Pietsch-Gruppe übernommen und das Verlagsprogramm schließlich 2004 in den Motorbuch-Verlag eingegliedert.[4]

1997 wurde er in dieGuild of Motoring Writers aufgenommen und war ein Jahr später Gründungsmitglied[5] derAutomobilhistorischen Gesellschaft (AHG). Ab 1999 arbeitete er an derArt of the Motorcycle derGuggenheim Collection mit und schrieb 2000 fürThe Beaulieu Encyclopaedia of the Automobile. Von 2000 bis 2003 war er Mitglied der Historischen Kommission derFIA.

2002 veröffentlichte Schrader sein erstes Buch in der Serie „Schrader-Auto-Chronik“. 2003 legte der Motorbuch-Verlag den Namen Schrader als Publikationsbezeichnung ab. 2004, im Jahr von Schraders Aufnahme in dieSociety of Automotive Historians, verlegte er seinen Dienstsitz nachHonfleur. Vier Jahre später kam er zurück nach Deutschland und lebt heute wieder in Hösseringen.

Werke (Auswahl)

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Was, wenn: gute Tips für Autofahrer. Hrsg.: Texaco-Service-Stationen der DEA und TEXACO, Hamburg. Präsentverlag Peter, Gütersloh 1968,DNB 730521230 (154 S.). 
  • Seltene alte Automobile. Welsermühl, Wels 1978,ISBN 3-85339-150-8. 
  • Die grosse Automobil-Enzyklopädie, 100 Jahre Geschichte, 2500 Marken aus 65 Ländern.BLV, München 1985,ISBN 3-405-12974-5. [6]
  • Mercedes-Benz-Silberpfeile, die legendären Rennwagen der Epoche 1934–1955. BLV, München 1987,ISBN 3-405-13380-7. 
  • Die besten Champagnerlagen, für Kenner und Genießer entdeckt.Hoffmann, Gerlingen 2005,ISBN 3-935834-18-7. 
  • Irland für Aussteiger, von Dublin bis Killarney, von der Dingle Bay bis Tipperary. Gentlemen's Digest, Berlin 2006,ISBN 3-939338-14-1. 
  • Südfrankreich für Aussteiger, von Carcassonne bis Les Issambres, von Sisteron bis Perpignan. Gentlemen's Digest, Berlin 2006,ISBN 3-939338-15-X. 
  • Oldtimer-Lexikon, Geschichte, Marken, Technik. Motorbuch, Stuttgart 2007,ISBN 978-3-613-02734-3. 
  • Motor Men. Menschen, Mythen und Motoren der Automobilgeschichte. Motorbuch, Stuttgart 2011,ISBN 978-3-613-03202-6. 
  • Bunty – Erinnerungen an einen Gentleman aus bester schottisch-irischer Familie.Monsenstein und Vannerdat, Münster 2014,ISBN 978-3-942153-24-9. 
  • Zusammen mit Volker Christian Manz:Alternativ mobil. Die Geschichte der E-Mobilität von 1891 bis morgen. Georg Olms Verlag, Hildesheim 2022,ISBN 978-3-487-08650-7.

Auszeichnungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • 1980: Kodak-Preis für Gestaltung des BuchesBMW Automobile
  • 1982: Kodak-Preis für Gestaltung des BuchesAutomobil Faszination
  • 1988:McKean Award des AACA für dasBuch Rolls-Royce Automobile
  • 2000:Award of Distinction der Society of Automotive Historians für das BuchDeutsche Autos 1885–1920
  • 2003:Award of Distinction, Society of Automotive Historians, USA
  • 2005:Award of Distinction, Society of Automotive Historians, USA
  • 2007: Auszeichnung durch den Motor-Presse-Club für Halwart Schraders Gesamtwerk
  • 2011:Award of Distinction, Society of Automotive Historians, USA
  • 2020: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bemerkungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. abcdJürgen Pander:Halwart Schrader: Der Doyen der deutschen Oldtimer-Presse wird 80. In:Der Spiegel. 24. Februar 2015,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Juni 2023]). 
  2. „Mit der alten Karre kommste nicht weit …“ In: wipperau-kurier.de. Januar 2015, abgerufen am 8. Juni 2023: „Schrader wollte Grafiker werden und studierte daher Kunstgeschichte und Gebrauchsgrafik.“ 
  3. „Mit der alten Karre kommste nicht weit …“ In: wipperau-kurier.de. Januar 2015, abgerufen am 8. Juni 2023. 
  4. Uwe Jantke: Paul Pietsch Verlage. In: motorbuch.de. Abgerufen am 1. September 2019. 
  5. Die AHG gibt auf ihrerHomepage jedoch den 22. November 1997 als Gründungsdatum an.
  6. Mitautor neben Harald H. Linz
Personendaten
NAMESchrader, Halwart
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Journalist, Automobilhistoriker, Autor und Publizist
GEBURTSDATUM24. Februar 1935
GEBURTSORTBraunschweig
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Halwart_Schrader&oldid=263652512
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp