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Hagelslag

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Hagelslag
Weißbrotscheiben mit Butter und Hagelslag
Weichbrötchen mitchocoladevlokken aus Vollmilchschokolade und weißer Schokolade

Hagelslag (wörtl. „Hagelschlag“) ist einniederländischerBrotbelag ausSchokolade oder gefärbtemZucker. Hagelslag kann direkt aus derVerpackung auf ein mitButter bestrichenesBrot oder anderes Gebäck gestreut werden. Die Körner aus Schokolade werden im Deutschen meistensSchokostreusel genannt.[1]

Nur Hagelslag mit mindestens 32 %Kakaoanteil darf nach niederländischem Rechtchocoladehagelslag genannt werden;[2] mit geringerem Anteil wird ercacaofantasie genannt. Durch den geringeren Kakao- und höheren Zuckeranteilschmelzen die Körner schlechter, sind in der Herstellung aber dadurch günstiger.

Geschmacksrichtungen

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Hagelslag ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Die bekanntesten sind:

Die Schokoladenvarianten gibt es auch in der Form von Flocken und werdenchocoladevlokken genannt.Chocoladevlokken gibt es in den Variantenmelk (Vollmilchschokolade),puur (Zartbitterschokolade),wit (Weiße Schokolade) undgemengd (Mischung aus zwei verschiedenen Sorten).

Hersteller

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Der erste Hagelslag zur nahrhaften Verschönerung von Speisen kam etwa kurz nach der Jahrhundertwende 1900 auf, bestand aber aus weißem Zucker, bzw. gezuckerten Anissamen.[3]

Die Schokoladenfabrik Erven H. de Jong aus Wormerveer brachte im März 1913 erstmals Streusel aus Schokolade auf den Markt und ließ den Begriff 'Hagelslag' in Verbindung mit 'Chocolade' eintragen.[4][5] Jedoch bald danach fingen auch andere Hersteller an, das Produkt, unter Umgehung der eingetragenen Begriffe, unter den Bezeichnungen Chocoladekorrels (Schokoladegranulat), Chocoladestrooisel (Schokoladenstreusel) oder Chocolade-Hagelkorrels (Schokoladen-Hagelkörner) die kulinarische Neuerung nachzuahmen.

Um 1919 erkannteB.E. Dieperink, Direktor der (Lakritz-)fabrikVenco, dass weiße Krokantkörner mitAnis-Geschmack vielleicht als Brotbelag dienen könnten. Laut einem Bericht des Amsterdamer Stadtarchivs kam ihm diese Idee an einem trüben Herbsttag, als es draußen hagelte. So entstand, wenn auch neuerlich, „Hagelslag“ außerhalb der Verwendung von Schokolade.[6] Venco lieferte dieses Produkt dann an Konditoren und Lebensmittelhändler.

1936 begann auch der niederländische SchokoladenherstellerVenz Schokolade als Brotbelag einzuführen. Da der Name Hagelslag von der Firma Venco als Marke eingetragen war, nannte Venz sein Produkt einfach „Chocoladehagel“. Die älteren Venz-Verpackungen tragen daher noch den Namen „Chocoladehagel“ auf der Verpackung. In Belgien werden diese Streusel im Volksmund auch „Muizenstrontjes“ (etwa „Mäusekörnchen“) genannt. Ein weiterer bekannter Hersteller von Hagelslag istDe Ruijter.

Bekanntheit

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Hagelslag zählt zu den bekanntesten niederländischenBrotbelägen. Es wird außerhalb derNiederlande,Belgiens und der ehemaligenniederländischen KolonienIndonesien undSuriname meist nur als Dekor für die Verzierung von Kuchen oder Süßspeisen angeboten.

Durch die Nähe zu den Niederlanden sind Schokostreusel als Brotbelag besonders in Nordwestdeutschland bekannt.

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Entri
  2. Artikel 11 Warenwetbesluit Cacao en chocolade. In: Overheid.nl. Abgerufen am 3. Juli 2020 (niederländisch). 
  3. hagelslag - (broodbeleg) in einer niederländischenetymologischen Datenbank
  4. „Zaanse uitvindingen: iets nieuws voor op de boterham“, inNoordhollands Dagblad vom 2. Juli 2016
  5. Werbung für „Hagelslag-Chocolade“ in derProvinciale Drentsche en Asser Courant vom 19. April 1913
  6. Stadtarchiv Amsterdam
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hagelslag&oldid=254367275
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