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Historisches Wörterbuch der Philosophie

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HWPh (vollständige Ausgabe)

DasHistorische Wörterbuch der Philosophie (HWPh) ist ein mehrbändiges deutschsprachigesbegriffsgeschichtliches Wörterbuch philosophischer Begriffe, das von 1971 bis 2007 unter den HauptherausgebernJoachim Ritter,Karlfried Gründer undGottfried Gabriel imSchwabe Verlag,Basel, erschienen ist. Es versteht sich als „völlig neubearbeitete Ausgabe“ desWörterbuchs der philosophischen Begriffe (1899 ff) vonRudolf Eisler.

Konzeption und Bedeutung

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Das Historische Wörterbuch der Philosophie ist das weltweit erfolgreichste Großprojekt der deutschen akademischen Philosophie. Es bildet eine der wichtigsten Arbeitsgrundlagen philosophischer und geisteswissenschaftlicher Ausbildung und Forschung.

Das HWPh wurde ursprünglich in den 1960er-Jahren, basierend auf Eislers Wörterbuch und dessen begriffsgeschichtlichen Ansätzen, durch Joachim Ritter initiiert. Eine Vielzahl von Mitherausgebern koordinierte die Arbeit an den ihnen jeweils übertragenen Artikeln. Im HWPh wird die „Mitwirkung von mehr als 1500 Fachgelehrten“ angegeben, die „in 17.144 Spalten 3.670 Begriffe“ bearbeitet haben. Die Artikel verteilen sich laut Registerband auf 47 verschiedene Sachgruppen, die neben den im engeren Sinn philosophischen Teildisziplinen auch Astronomie, Biologie, Geographie, Geologie, Islam, Judentum, Kulturtheorie, Linguistik, Literaturtheorie, Mathematik, Medizin, Mystik, Ökonomie, Pädagogik, Physik, Psychiatrie, Psychoanalyse, Psychologie, Soziologie und Theologie umfassen. Seit dem 1. September 2017 existiert die Online-Version des HWPh als durchsuchbarer Volltext.

Aufgrund des ursprünglich relativ neuen begriffsgeschichtlichen Ansatzes und der langen Laufzeit des Projekts sind einige Besonderheiten zu beobachten:

  • Der Artikelstil entwickelt sich in den späteren Bänden stark weiter. Vor allem in den ersten Bänden finden sich zum Teil einige Artikel, die wenig begriffsgeschichtlich orientiert geschrieben sind.
  • Die Artikellänge nimmt in späteren Bänden stark zu (von durchschnittlich zwei Spalten pro Lemma auf über sechs).
  • Der letzte Band ist mit einer „Verspätung“ von fast einem Vierteljahrhundert gegenüber den ursprünglichen Planungen erschienen.
  • Für Mitglieder derWissenschaftlichen Buchgesellschaft ist eine Lizenzausgabe erhältlich.

Der im gleichen Verlag erscheinendeGrundriss der Geschichte der Philosophie ist das systematisch angelegte Gegenstück zu dem alphabetisch angeordneten Wörterbuch.

Bibliographische Angaben

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Übersicht der einzelnen Bände

Die Bände 1–3 wurden von Joachim Ritter, die Bände 4–10 von Karlfried Gründer, Band 11–12 von Gottfried Gabriel, der Registerband vonMargarita Kranz herausgegeben.

  • 1. Band (A–C) 1971
  • 2. Band (D–F) 1972
  • 3. Band (G–H) 1974
  • 4. Band (I–K) 1976
  • 5. Band (L–Mn) 1980
  • 6. Band (Mo–O) 1984
  • 7. Band (P–Q) 1989
  • 8. Band (R–Sc) 1992
  • 9. Band (Se–Sp) 1995
  • 10. Band (St–T) 1998
  • 11. Band (U–V) 2001
  • 12. Band (W–Z) 2005
  • 13. Band (Register) 2007

Der 13. Band enthält einRegister und eineCD-ROM mit dem Volltext aller Bände sowie einerSoftware fürWindows undmacOS, die es ermöglicht, den Volltext zudurchsuchen. Die Software enthält, ungewöhnlich für solche Werke, keinDRM-Verfahren.

Gesamtausgabe

Literatur

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  • Walter Tinner:Das Unternehmen Historisches Wörterbuch der Philosophie. In: Riccardo Pozzo, Marco Sgarbi (Hrsg.):Eine Typologie der Formen der Begriffsgeschichte (=Archiv für Begriffsgeschichte. Sonderheft 7). Felix Meiner Verlag, Hamburg 2010,ISBN 978-3-7873-1917-6, S. 9–13.

Weblinks

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