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Hürtgenwald (Forst)

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Eifel, u. a. mit Hürtgenwald (oben links nahe deutsch-belgischer Grenze)

DerHürtgenwald ist ein etwa 20 km langer, überwiegend bewaldeter und bis586,37 m ü. NHN[1] hoherHöhenzug 15 km südöstlich vonAachen in derStädteregion Aachen und imKreis Düren inNordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geographische Lage

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Der Hürtgenwald und umliegende Ortschaften

Der Hürtgenwald liegt geografisch im Norden derRureifel, östlich desHohen Venns.[2] Er ist Teil desNaturparks Nordeifel, dem Nordteil des grenzüberschreitenden deutsch-belgischenNaturparks Hohes Venn-Eifel. Er befindet sich im Viereck der OrtschaftenEschweiler im Norden,Düren im Nordosten,Simmerath im Süden undRoetgen im Südwesten. Die GemeindeHürtgenwald liegt – unter anderem mit dem OrtsteilHürtgen – östlich seines Hauptkamms.

Der Hürtgenwald steigt nach Südwesten an, wo er rund 640 m südsüdwestlich vonLangschoß (583,1 m<!-mit naher Höhenangabe: „582,4“-->) auf einer namenlosen Kuppe (50.6611666666676.28425) direkt neben einem im Wald stehendenWasserbehälter mit586,37 m[1] seine höchste Stelle erreicht; somit erhebt sich der Höhenzug etwa 400 m über sein Vorland. An dem oben erwähnten Wasserbehälter ist auftopographischen Karten die Höhenangabe587,34 m[1] verzeichnet, die möglicherweise nicht für die höchste Stelle des Hürtgenwaldes, sondern für jene des Behälters steht. Die am Behälter vorbeiführendeBundesstraße 399 erreicht in der Nähe des Behälters ihren Scheitelpunkt bei585,2 m[3] Höhe. Die höchste Erhebung in seinem Nordteil ist der371,1 m hoheKatzenknipp.

Der oberirdische Abfluss aus dem Hürtgenwald erfolgt überwiegend in Richtung Norden über den durch die nordöstlicheWehebachtalsperre aufgestautenWehebach, der beiLamersdorf in dieInde mündet. Auch der in seinem Südwestteil durch dieDreilägerbachtalsperre fließende Dreilägerbach fließt über denVichtbach in die Inde. Der Wald liegt damit im Einzugsgebiet derMaas.

Klima

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Der Hürtgenwald erhält hohe Niederschlagsmengen von den aus westlichen Richtungen herandrängendenatlantischen Tiefausläufern. Die mittleren Jahresniederschläge betragen zwischen 800 mm im Nordosten und 1.000 mm im höher gelegenen Südwesten.

Geologie

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Der oberflächennahe geologische Untergrund des Hürtgenwalds besteht überwiegend ausdevonischenSandsteinen,Tonsteinen undGrauwacke sowie ausSchiefern karbonischen Alters.

Geschichte

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US-Soldaten der Einheit 517th PRCT

Der Hürtgenwald war Bestandteil der Verteidigungslinie desWestwalls. Bekannt wurde er daher während desZweiten Weltkrieges durch dieSchlacht im Hürtgenwald im November 1944, die bis Februar 1945 dauerte. Diese forderte auf beiden Seiten Tausende Todesopfer. Zur Erinnerung an die verheerenden Schlachten findet jedes Jahr seit 1983 am zweiten Samstag im Oktober derHürtgenwaldmarsch statt, der von Reservisten der Bundeswehr organisiert wird und an dem oft auch viele Zivilisten teilnehmen.

Vegetation

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Hürtgenwald: typisches Waldbild
Bachläufe im Hürtgenwald

Der Höhenzug des Hürtgenwalds ist überwiegend bewaldet. Hauptbaumart ist dieFichte, die dort von Natur aus jedoch nicht vorkommt. Aufgrund der umfangreichen Waldzerstörung durch die Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg, aber auch wegen großflächigerReparationshiebe wurden ab den 1960er Jahren große Flächen aufgeforstet. Der größte Teil der Waldungen im Hürtgenwald ist daher nicht älter als 50 Jahre. Für dieAufforstungen stand zunächst nur die schnellwüchsige Fichte zur Verfügung. Mit dem Schwenk der Forstpolitik in Nordrhein-Westfalen hin zu naturnaherWaldbewirtschaftung wurde ab den 1990er Jahren vor allem mit Laubholz und speziell mitRotbuche wiederaufgeforstet. Rotbuchenwälder stellen auf nahezu allen Standorten des Hürtgenwalds die potenzielle natürlicheVegetation. Die Rotbuche findet unter den gegebenen hohen Niederschlägen optimale Wuchsbedingungen. Die Wuchskraft zeigt sich beispielsweise darin, dass sie im Offenland für die Heckenpflanzungen herangezogen und mehrmals zurückgeschnitten werden kann, ohne dabei einzugehen. Im Offenland und in den Dörfern am Rand des Hürtgenwalds prägen zahlreiche alte und hoch aufgewachsene Rotbuchen das Landschaftsbild. Die kühleres Klima vertragende Rotbuche hat hier die wärmeliebendeSommerlinde verdrängt, die in niederen Lagen das Dorfbild prägt.

Wirtschaftliche Nutzung

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Wirtschaftsfaktor holzverarbeitende Industrie: Sägewerk in Zweifall

Der „Forst Hürtgenwald“ hat eine Gesamtwaldfläche von 300 km² und liegt sowohl auf dem Gebiet des Kreises Düren als auch des Kreises Aachen. Er war identisch mit dem ehemaligenForstamtsbezirk Hürtgenwald, der sich aus Privat-, Kommunal- und Staatswald zusammensetzte. Der „Staatsforst Hürtgenwald“ ist 110 km² groß. Eigentümer ist das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. Der etwa 90 bis 100 km² große Kernbereich desStaatsforsts liegt zwischen Wehebachtalsperre und Dreilägerbachtalsperre. Beide Talsperren sind demWasserverband Eifel-Rur angegliedert und versorgen den Raum Aachen mit Trinkwasser.

In den Ortschaften am Westabfall des Hürtgenwalds befinden sich mehrere Sägewerke. Die holzverarbeitende Industrie hat dort ihren angestammten Platz. Standortprägend waren der Holzreichtum des Waldgebiets und die Möglichkeit der Ausnutzung der Wasserkraft am Fuß des Höhenzugs. Die vielen Bäche mit dauerhafter Wasserführung ermöglichten die Ansiedlung von Sägemühlen.

Tourismus

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Grenzüberschreitender Themenwanderweg: Toni Torfmoos, das Maskottchen des Weges, führt Wanderer und Radler durch den Naturpark Nordeifel

Der Hürtgenwald gehört zumNaturpark Nordeifel. Eine Sehenswürdigkeit in seinem Nordteil ist die Ruine vonKloster Schwarzenbroich. Vielerorts ergeben sich weite Ausblicke in dieKölner Bucht und in dieZülpicher Börde.

Der Hürtgenwald selbst ist durch zahlreiche Wanderwege erschlossen. Ein von einem eigens dazu gegründeten Verein betreuterWaldlehrpfad erschließt auf mehreren Tafeln Informationen zur Waldgeschichte der Nordeifel. Er ist der älteste Lehrpfad im Naturpark Nordeifel und führt durch das Gieschbach- und das Solchbachtal beiZweifall. Der Weg ist Teil der „Moor-Route“, des deutsch-belgischen Rad- und Wanderweges durch den grenzüberschreitenden Naturpark. Auf Forststraßen kann auch Rad gefahren werden.

Verkehrsanbindung

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Die Bundesstraßen264 im Norden und Nordosten,399 im Osten und Südosten und258 im Südwesten und Westen führen am Hürtgenwald vorbei. Von diesen Straßen zweigen mehrere durch das Waldgebiet verlaufendeLandesstraßen ab.

Einzelnachweise

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  1. abcTopographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. [1] Ewald Glässer:Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten, auf Blatt 122/123 Köln/Aachen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1978.
  3. Karten und Daten desBundesamtes für Naturschutz (Hinweise)

Weblinks

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Commons: Hürtgenwald (Forst) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.6611111111116.2838055555556Koordinaten:50° 39′ 40″ N,6° 17′ 1,7″ O

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