Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Afrokubanische Rumba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet vonGuaguancó)

Der BegriffRumba bezeichnet ursprünglich, wieMilonga,Bachata oderTimba, ein geselliges Zusammensein, zu dem auch Musik gehört. Als Komplex ausTanz,Gesang undPerkussion entstand sie im 19. Jahrhundert in den Schwarzenvierteln der kubanischen HafenstädteHavanna undMatanzas, wurde aber auch in denZuckerrohrplantagen praktiziert. Es ist ein rein weltliches Genre, dessen Trommelbegleitung undMelodik aus afrikanischen Wurzeln genährt werden, während die Texte, von Einsprengseln aufYoruba besonders in denAbakuá-Hochburgen abgesehen, auf Spanisch, teilweise sogar in der Form der spanischendécima espinela abgefasst sind. Ihre Einheit von Gesang, Tanz undInstrumentalmusik ist inafrikanischer Musik nicht unbekannt, verweist aber insbesondere auch auf denFlamenco, dessen Rumba zu dencantes de ida y vuelta gehört, als Wurzel. Gemäß dem namhaften und grammy-gekrönten Rumba-PerkussionistenMongo Santamaría entstand derGuaguancó, alsAfrokubaner versuchten, Flamencomusik zu singen. Die älteren Guaguancó-Lieder werden auch alsGuaguancó del tiempo de España (Guaguancó aus der spanischen Zeit) bezeichnet, eine Kategorie, die auf die spanische Kolonialzeit auf Kuba verweist.

Im November 2016 wurde der Rumba in dieListe des immateriellen Kulturerbes alsUNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.[1][2]

Besetzung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Stimmen: ein gemischter Chor, oft identisch mit dem Publikum, und ein Solist.

Instrumente: in der Grundbesetzung dreiCongas oderCajones,Claves und ein weiteres schärfer klingendes Perkussionsinstrument („Palitos“, Löffel oder auch ein Stock auf dem Korpus einer Conga). Die größte und tiefste der Trommeln heißt Tumba und legt ein eintaktiges Fundament, die mittlere, Segundo, ein zweitaktiges Muster, jeweils mit Variationen. Die höchste, Quinto, ist völlig frei und reagiert auf diese Variationen und das dritte Element der Rumba, nämlich je nach Untergenre ein oder zwei Tänzer.

Form

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Oft beginnen die Claves, auf die nach und nach die Trommeln folgen. Es kann aber auch sein, dass Sänger und Chor eine Titelzeile voraussingen und die Schlaginstrumente zusammen beginnen.

Der Gesang setzt mit Nonsens-Silben des Solosängers, genannt „Diana“, ein. Zu einigen traditionellen Dianas gehört eine Beantwortung durch den Chor, die auch aus Text bestehen kann.

Der Vorsänger singt nun traditionelle, improvisierte (der Anlass des Fests ist ein beliebtes Thema) oder selbstgeschriebene Texte: octosillabische Vierzeiler oder Décimas.

Am Ende wird dem Chor eine zu wiederholende Zeile vorgegeben. Diese wechselt im Weiteren mit Improvisationen des Solisten ab, und die Tänzer kommen dazu.

Genres, Tanz

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei traditionelle Genres in der Rumba, die sich im Tempo, der verwendetenClave und dem Tanz unterscheiden.

Yambú

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Tänzer im Yambú, Mann und Frau, ahmen alte Leute nach. Das rhythmische Grundgerüst ist einSon-Clave. Obwohl der Yambú als älteste Form der Rumba gilt, gibt es den Spruch „En el yambú no se vacuna“ (etwa: „Beim Yambú gibt's kein Gepimper“), der auf den Guaguancó Bezug nimmt.

Guaguancó

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Auch der Guaguancó ist ein pantomimischer Tanz. Mann und Frau verkörpern Hahn und Henne, wobei der Mann durch Flügelschlagen oder Staubaufscharren Avancen auf das Geschlechtsteil der Frau macht, die sich durch ihren Rock, ein Tuch oder simples Abwenden schützt. Der Tanz gipfelt im „Impfen“ der Frau („vacunao“) mit entsprechenden Hüftbewegungen.

Columbia

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Columbia ist im68-Takt und der entsprechenden Clave. Statt Mann und Frau sind es hier der (typischerweise männliche) Solotänzer und der Spieler der Quinto, die miteinander in Dialog treten. Schnell, bisweilen akrobatisch und mit Einflüssen aus anderen Tänzen der Abakuá.

Interpreten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Alberto Zayas (1908–1983) nahm 1957 für diePanart erstmals eine Rumba,El vive bien, auf Tonträger auf.
  • Los Muñequitos (de Matanzas). Sie vertreten im Gegensatz zu den anderen Gruppen aus Havanna den Rumba-Dialekt von Matanzas.
  • Los Papines. Gegründet 1957 von den Brüdern Luis, Alfredo, Jeus und Ricardo Abreu.
  • Conjunto de Clave y Guaguancó. In den 60er Jahren von Mario Alán mit Agustín Piña, Andres Gutiérrez Malanga und Miguel Ángel Mesa gegründet und heute unter Leitung von Amado Dedeu. Verwendete ursprünglich nur Cajones.
  • Rumberos de Cuba. Eine All-Star-Band unter Leitung von Rodolfo Chacón Tartabull. Die Mitglieder sind oder waren mit dem Conjunto de Clave y Guaguancó oder dem Conjunto Folklorico Nacional verbunden.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Belgische Bierkultur wird Weltkulturerbe. Die Welt, 30. November 2016, abgerufen am 20. März 2017. 
  2. Cinco nuevas inscripciones en la Lista representativa del patrimonio cultural inmaterial de la humanidad. UNESCO, 30. November 2016, abgerufen am 20. März 2017 (spanisch). 
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Afrokubanische_Rumba&oldid=254104352
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2025 Movatter.jp