Grumman G-44

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springenZur Suche springen
Grumman G-44Widgeon
Eine Grumman Widgeon G44, (Seriennummer 1360, N17481) am Frazier Lake an der Südwestspitze von Kodiak Island, Alaska. Sie wird dort hauptsächlich für Fracht-, Post- und Touristenflüge eingesetzt.
TypzweimotorigesAmphibienflugzeug
Entwurfsland

Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten

HerstellerGrumman Aircraft
Erstflug28. Juni 1940
Indienststellung21. Februar 1940
Produktionszeit

bis 1949

Stückzahl345

DieGrumman G-44 Widgeon (deutschPfeifente) ist ein zweimotorigesAmphibienflugzeug des US-HerstellersGrumman Aircraft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Konstruktion

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der kommerzielle Erfolg derGrumman G-21 Goose sowie der Bedarf an einer kleineren und billigeren Variante waren der Anstoß zur Konstruktion der G-44 Widgeon.

Der Prototyp der Widgeon wurde am 28. Juni 1940 von Roy Grumman und Bud Gillies inBethpage,New York getestet. Am 21. Februar wurde die erste Serienmaschine eines geplanten 44-Stück-Serienblocks ausgeliefert. Vier Stück wurden vomUnited States Army Air Corps (USAAC) requiriert, wo sie die Bezeichnung OA-14 erhielten. Der zweite Produktionsblock wurde für dieUnited States Coast Guard reserviert, dort erhielten sie die Bezeichnung J4F-1. Die verbesserte J4F-2 wurde in 131 Exemplaren zwischen Juli 1942 und Februar 1945 an dieUnited States Navy ausgeliefert. Sie diente als fünfsitziges Gebrauchsflugzeug für die Küstenpatrouille und dieU-Boot-Abwehr.

An dieRoyal Navy wurden 15 J4F-2 verliehen, wo sie zunächst den Namen Gosling erhielten, später jedoch wieder die US-Bezeichnung verwendeten.

Grumman stellte 1944 eine verbesserte G-44A vor, die bis Januar 1949 in weiteren 76 Exemplaren ausgeliefert wurde. In Frankreich wurden 41 Maschinen des Typs G-44A unter der BezeichnungS.C.A.N. 30 inLa Rochelle von derSociété de Construction Aéronavale (S.C.A.N.) in Lizenz gebaut.

Viele Widgeon wurden in späteren Jahren mit moderneren Motoren des Typs Continental W-670 oder AVCO-Lycoming 90-453A aufgerüstet. McKinnon Enterprises führte einen Umbau zur Super Widgeon aus, von der mehr als 70 Stück fertiggestellt wurden. Dieses Modell verfügte über bessereAVCO-Lycoming-GO-480-B1D-Motoren mit 201 kW (270 PS) sowie über Verbesserungen der Rumpfstruktur und eine größere Reichweite.

Produktion

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bauzahlen der Grumman Widgeon:[1]

Version1940194119421943194419451946194719481949SUMME
XG-441         1
G-44 349       43
J4F-1 823       31
J4F-2  1756447    124
XG-44A     1    1
G-44A     293673 75
SCAN-30         4242
SUMME14249564437367342317

Militärische Nutzer

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Brasilien Brasilien
Israel Israel
Portugal Portugal
Thailand Thailand
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Uruguay Uruguay

Zwischenfälle

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Technische Daten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Eine restaurierte Grumman J4F-1 mit Markierungen der US Coast Guard desNational Museum of Naval Aviation inPensacola, Florida 2002
KenngrößeDaten
TypAmphibienflugzeug
Spannweite12,19 m
Länge9,47 m
Höhe3,48 m
Leermasse1447 kg
Startmasse2041 kg
TriebwerkzweiSechszylinder-ReihenmotorenRanger L-440C-5, je 149 kW (ca. 200 PS)
Höchstgeschwindigkeit246 km/h in 1330 m Höhe
Reichweite1481 km
Dienstgipfelhöhe4450 m
Bewaffnungkeine

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Grumman G-44 Widgeon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Knight, Fred J.: The Grumman Amphibians - Goose, Widgeon & Mallard, Dorchester 2013
  2. Air-Britain Archive: Casualty compendium part 67 (englisch), Dezember 1997, S. 97/111.
  3. Joe Baugher: USAF serials (englisch), abgerufen am 4. Februar 2020.
Zivile Baureihen:

AlphaBetaGammaDeltaG-21G-44G-63G-72G-73G-81G-164Gulfstream IGulfstream II

Jagd- und Torpedobomber:

XSBFAFTBF/TBMXTB2FYA-13XA-16A-17A-6YA-9

Bomber:

YB-35YB-49BTB2TB-2B-21

Transportflugzeuge:

HU-16YC-19C-100UC-103YC-125JFJ2FJ3FJ4FJRFXJR2FRTC-1C-2KC-45

Elektronische Kampfflugzeuge:

E-1E-2EA-6E-8E-10E-11EF-111

Jagdflugzeug:

FFSFXFTF2FF2TF3FF4FXF5FF6FF7FF8FF9FXF10FF11FXF12FXP-56P-61XP-79F-89F-5F-9F-11F-14YF-17F-20YF-23

Drohnen (UAVs):

RQ-4RQ-5MQ-8RQ-180

Aufklärungsflugzeuge:

F-15RF-61RF-5OV-1

Seepatrouillenflugzeuge:

S-2

Trainer:

T-38T-X

Versuchsflugzeuge und abgebrochene Projekte:

Experimental No.1HL-10N-1MN-3PBN-9MFirebirdLEMVTacit BlueMX-324X-4X-21X-29X-47Shaped Sonic Boom DemonstrationNutcracker

1927 bis 1930 (Transport)

TA

1926 bis 1931 (Transport)

JA (Super Universal) •JR

1931 bis 1955 (General Utility)

JA (Norseman) •JB •JD •JE •JF •J2F •J3F •J4F •JH •JK •J2K •JL •JM •JO •JQ •J2Q •JW •J2W

1935 bis 1955 (Utility Transport)

JRB •JRC •JRF •JR2F •JRK •JRM •JRS •JR2S

1939 bis 1941 (Transport, einmotorig)

GB •GH •GK •GQ

1931 bis 1962 (Transport)

RA (RA-1 bis RA-3 •RA-4) •RB •RC •R4C •R5C •RD •R2D •R3D •R4D •R5D •R6D •RE •XRK •XR2K •RM •XRO •R2O •R3O •R4O •R5O •RQ •R2Q •R3Q •R4Q •RR •RS •RT •R6V •R7V •R8V •RY •R2Y •R3Y •R4Y-1 •R4Y-2

Beobachtungsflugzeuge derUSAAS/USAAC/USAAF von 1924 bis 1942:

O-1 •O-2 •O-3 •O-4 •O-5 •O-1 •O-6 •O-7 •O-8 •O-9 •O-10 •O-11 •O-12 •O-13 •O-14 •O-15 •O-16 •O-17 •O-18 •O-19 •O-20 •O-21 •O-22 •O-23 •O-24 •O-25 •O-26 •O-27 •O-28 •O-29 •O-30 •O-31 •O-32 •O-33 •O-34 •O-35 •O-36 •O-37 •O-38 •O-39 •O-40 •O-41 •O-42 •O-43 •O-44 •O-45 •O-46 •O-47 •O-48 •O-49 •O-50 •O-51 •O-52 •O-53 •O-54 •O-55 •O-56 •O-57 •O-58 •O-59 •O-60 •O-61 •O-62 •O-63

Amphibium-Beob.flgz. derUSAAS/USAAC/USAAF von 1925 bis 1947:

OA-1 •OA-2 •OA-3 •OA-4 •OA-5 •OA-6 •OA-7 •OA-8 •OA-9 •OA-10 •OA-11 •OA-12 •OA-13 •OA-14 •OA-15 •OA-16

Verbindungsflugzeuge derUSAAF von 1942 bis 1962:

L-1 •L-2 •L-3 •L-4 •L-5 •L-6 •L-7 •L-8 •L-9 •L-10 •L-11 •L-12 •L-13 •L-14 •L-15 •L-16 •L-17 •L-18 •L-19 •L-20 •L-21 •L-22 •L-23 •L-24 •L-25 •L-26 •L-27 •L-28

Beobachtungsflugzeuge derUS-Streitkräfte seit 1962:

O-1 •O-2 •O-3 •O-4 •O-5

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Grumman_G-44&oldid=247635616
Kategorien: