Grandfontaine JU

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JU ist das Kürzel für denKanton Jura in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des NamensGrandfontainef zu vermeiden.
Grandfontaine
Wappen von Grandfontaine
Staat:Schweiz Schweiz
Kanton:Kanton JuraJura (JU)
Bezirk:Porrentruyw
BFS-Nr.:6792i1f3f4
Postleitzahl:2908
Koordinaten:562481 / 24925747.3930596.941682529Koordinaten:47° 23′ 35″ N,6° 56′ 30″ O; CH1903: 562481 / 249257
Höhe:529 m ü. M.
Höhenbereich:503–747m ü. M.[1]
Fläche:8,97 km²[2]
Einwohner:381(31. Dezember 2023)[3]
Einwohnerdichte:42 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
5,0 %
(31. Dezember 2023)[4]
Website:www.grandfontaine.ch
Lage der Gemeinde
Karte von Grandfontaine
Karte von Grandfontaine
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Grandfontaine ist einepolitische Gemeinde imDistrikt Porrentruy desKantonsJura in derSchweiz. Der frühere deutsche NameLangenbrunn wird heute nicht mehr verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Luftbild (1950)

Grandfontaine liegt auf529 m ü. M., elf Kilometer westlich des BezirkshauptortsPorrentruy (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in einer Talmulde der westlichenAjoie an der Grenze zuFrankreich.

Die Fläche des 8,9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst im zentralen Teil die weite Talmulde des Trockentals von Grandfontaine. Im Norden reicht das Gebiet auf die leicht gewellteTafeljurahochfläche der Ajoie, die im Westen (ausserhalb der Schweiz) steil in das Talsystem desGland abfällt. Nach Süden erstreckt sich die Gemeinde bis auf die bewaldeten Höhen vonLa Clef (644 m ü. M.) undLe Perchet sowie in einem schmalen Zipfel über das Trockental von Réclère bis an den Nordhang von Roche d’Or, an dem mit740 m ü. M. der höchste Punkt von Grandfontaine erreicht wird. Das Gebiet von Grandfontaine ist verkarstet und weist keine oberirdischen Fliessgewässer auf. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 30 % auf Wald und Gehölze und 65 % auf Landwirtschaft.

Zu Grandfontaine gehören mehrere Einzelhöfe. Die Gemeinde ist auf zwei Seiten von französischem Staatsgebiet umgeben. Nachbargemeinden von Grandfontaine sindHaute-Ajoie undFahy im Kanton Jura sowieAbbévillers,Glay undDannemarie in Frankreich.

Bevölkerung

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Mit 381 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2023) gehört Grandfontaine zu den kleineren Gemeinden des Kantons Jura. Von den Bewohnern sind 91,2 % französischsprachig und 8,5 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Grandfontaine belief sich 1850 auf 471 Einwohner, 1900 auf 424 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl bis 1980 um weitere 28 % auf 306 Personen ab. Seither wurde wieder ein leicht steigender Trend verzeichnet.

Wirtschaft

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Grandfontaine ist dank der fruchtbaren Böden in der Umgebung noch vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Ausserhalb derLandwirtschaft gibt es im Dorf lokales Kleingewerbe, eine Sägerei und Herstellung von Uhrengehäusen. Viele Erwerbstätige sind aber Wegpendler und arbeiten in der RegionPorrentruy.

Eine Probebohrung derRheinsalinen stellte 2016 ein etwa 80 m dickes Salzvorkommen bei Grandfontaine fest, das für einen wirtschaftlichen Abbau aber zu tief liegt.[5]

Verkehr

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Die Gemeinde liegt etwas abseits der Kantonsstrasse von Porrentruy über den Grenzübergang von Damvant nachPont-de-Roide-Vermondans in Frankreich. Durch den Postautokurs auf der Strecke von Porrentruy nachDamvant, der einen Abstecher nach Grandfontaine macht, ist der Ort an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Geschichte

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Das Gebiet von Grandfontaine war schon zurRömerzeit besiedelt, was die Funde von Münzen bestätigten. Der Ort wird 1136 erstmals alsGranfontana erwähnt; der Name leitet sich von dergrande fontaine, einer Karstquelle im Dorf, ab. Grandfontaine gehörte zur HerrschaftRoche-d’Or und kam gegen Ende des 15. Jahrhunderts an dasFürstbistum Basel. Das Dorf unterstand vom 16. bis zum 18. Jahrhundert dem MeieramtChevenez. Wegen ihrer Mithilfe bei der Vertreibung des Reformators Farel haben die Frauen die seltene Ehre, auf der rechten Seite des Kirchenschiffes sitzen zu dürfen.[6] Drei Dorfbrände (1756, 1765 und 1785) richteten grosse Schäden an. Von 1793 bis 1815 gehörte Grandfontaine zuFrankreich und war anfangs Teil desDépartement du Mont-Terrible, ab 1800 mit demDépartement Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid desWiener Kongresses kam der Ort 1815 an denKanton Bern und am 1. Januar 1979 an den neu gegründeten Kanton Jura.

Sehenswürdigkeiten

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Die Pfarrkirche Saint-Étienne steht an leicht erhöhter Stelle nördlich des Dorfkerns. Im Ortskern befinden sich noch einige charakteristische Bauernhäuser der Haute-Ajoie aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen ein Waschhaus und ein grosser Brunnen.

  • Pfarrkirche Saint-Étienne
    Pfarrkirche Saint-Étienne
  • Kirchenfenster
    Kirchenfenster
  • Dorfmitte, Route de Fontenais
    Dorfmitte, Route de Fontenais
  • Grande Fontaine (Grosser Brunnen)
    Grande Fontaine (Grosser Brunnen)
  • Musée agricole (Museum)
    Musée agricole (Museum)

Literatur

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Weblinks

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Commons: Grandfontaine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fussnoten

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  1. Generalisierte Grenzen 2024.Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024.
  2. Generalisierte Grenzen 2024.Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023.Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023.Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
  5. Sinan Hastorun:The Mineral Industry of Switzerland. In:2016 Minerals Yearbook. Band III. United States Geological Survey, Washington 2019.
  6. Max Rieple, DER JURA, 2. Aufl., 1968, S. 97.
Politische Gemeinden imDistrikt Porrentruy
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