Die Gemeinde Gottenhouse liegt am Rand der Nordvogesen, unmittelbar südlich der StadtSaverne. Das Gemeindegebiet wird vom FlüsschenMossel durchquert. Nachbargemeinden sind Saverne im Norden,Otterswiller im Nordosten,Marmoutier im Südosten,Thal-Marmoutier im Süden undHaegen im Südwesten.
Gottenhausen gehörte zurHerrschaft Ochsenstein. Als die Familie derer vonOchsenstein im Mannesstamm mit Georg von Ochsenstein 1485 ausstarb, gelangte das Erbe über dessen Schwester an die Grafen vonZweibrücken-Bitsch.
1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der Gottenhausen zurGrafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: GrafJakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener BruderSimon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob,Margarethe (* 1540; † 1569), war mitPhilipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die Herrschaft Ochsenstein. In der Verwaltungsstruktur der Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Gottenhausen demAmt Westhofen zugeschlagen. Philipp V. von Hanau-Lichtenberg führte in den ererbten Gebieten sofort dieReformation durch, die wie sein übriges Herrschaftsgebiet nunlutherisch wurden.
Mit derReunionspolitik Frankreichs unter KönigLudwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Gottenhausen unter französische Oberhoheit. Im 18. Jahrhundert gehörten sie nicht mehr zum Amt Westhofen, das nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen,Johann Reinhard III., 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter,Charlotte, den Erbprinzen und späteren LandgrafenLudwig (IX.) vonHessen-Darmstadt fiel.