Der Dienst ist aufAndroid-Geräten sowie seit dem 2. Februar 2011 überWebbrowser erreichbar. Am 6. März 2012 wurde derAndroid Market inGoogle Play Store umbenannt und vereinte damit die früheren EinzelangeboteGoogle Play Musik,Google Play Filme & Serien undGoogle Play Bücher.[2]Google Play lässt sich nur mit einemGoogle-Konto nutzen.[3] Die AppGoogle Play ist auf Android-Geräten meist vorinstalliert.
Google Play Store ist einApp-Marktplatz, über den Apps (inklusive Spielen) und elektronische Medien auf Android-Smartphones, -Tablets, -Smartwatches und-TV-Geräten installiert werden können. Die angebotenen Apps stammen zumeist von Drittunternehmen und freienSoftwareentwicklern. Es werden kostenlose als auch kostenpflichtige Apps angeboten, wobei der Anteil an kostenlosen Apps überwiegt.
Ab Version 3.3.11 kann der ehemaligeAndroid MarketAktualisierungen automatisch einspielen, wenn dies keine neue Berechtigung erfordert.[4] Apps können mit einem Webbrowser von einem anderen Gerät aus installiert werden. Zu installierende Programme werden dabei an das Android-Gerät gesendet und dort installiert.[5] Apps in Google Play werden von derInternational Age Rating Coalition Alterskategorien zugeordnet.[6]
Im August 2014 wurde der Erstattungszeitraum für Apps auf 2 Stunden (zuvor 15 Minuten) nach dem Kauf erhöht.
Seit Mai 2018 könnenSpiele direkt im Play Store über den DienstGoogle Play Instant ohne eine permanente Installation angespielt werden. Dazu werden bis zu 15 MB großeAPKs heruntergeladen.[7] Der Dienst wurde auf derGoogle I/O 2016 angekündigt und startete 2017 in die Beta-Phase. Zu den Spielen gehören vor allemDemo-Versionen zum Test vor einem Download und kleinere Spiele, um Speicherplatz zu sparen.[8] Bisher unterstützen wenige Spiele im Play Store diese Funktion.[9] Ebenfalls werden interaktive Instant-Demo-Spiele über den DienstAdMob alsWerbebanner in einigen Apps verwendet.[10]
Anfang 2012 waren imAndroid Market rund 360.000 Apps verfügbar,[11] die insgesamt über 10 Mrd. Mal heruntergeladen wurden. Die Anzahl aller bisher hochgeladenen Anwendungen ist höher, da Apps auch wieder entfernt werden. Der Umsatz betrug 2010 circa fünf Mio.US-Dollar pro Monat.[12] Etwas mehr als 15 Prozent der Apps in Google Play sind Spiele.[13] Kostenfreie Software macht etwa 65 Prozent der Software des Stores aus.[14] Im Mai 2013 wurden weltweit 48 Milliarden Apps von Google Play heruntergeladen.[15] Anfang 2013 waren über 800.000 Inhalte verfügbar. Google Play überholte damit ApplesApp Store.[16]
Der Umsatz von Google Play im Jahr 2016 betrug circa 12 Milliarden US-Dollar. In Google Play waren im März 2018 circa 3,67 Millionen Apps verfügbar. Bis zum November 2018 sank diese Zahl auf circa 2,53 Millionen Apps.[17] Der Rückgang ist durch veränderte Qualitätskriterien seitens Google bedingt: Google nahm circa 1,2 Millionen Apps aus dem App Store.[18]
Ab dem 1. November 2022 müssen Entwickler für Apps eine Android-Minimum-Version und eine Target-Version angeben. Das hat auf die Listung im Play Store und auf verfügbare APIs Auswirkungen. Mindestens eine Target-Version darf nicht älter als zwei Android-Generationen sein. Ist im November 2022 Android 13 verfügbar, müssen Apps mindestens Android 11 bedienen.Andernfalls wird der Google Play Store die App für neue Nutzer nicht anzeigen und bei Nutzung eines Direktlinks die Installation nicht erlauben. Es ist eine Vertriebs-Blockade für Nutzer, die jene App noch nicht installierten.[19]
Google kann Apps ohne Nachfrage des Nutzers löschen und installieren.[35] Falls Google eine kostenpflichtige App löscht, erhält der Kunde den Kaufpreis zurück. Im Juni 2010 löschte Google erstmals Apps auf Endgeräten der Anwender durch einen Fernzugriff, nachdem Sicherheitsexperten demonstriert hatten wie einfachSchadprogramme mit Android zu verbreiten sind.[36]
Die Anmeldung für Entwickler in Google Play kostet einmalig 25 US-Dollar. Das Anbieten kostenpflichtiger Apps in Google Play ist Entwicklern mit Wohnsitz in ausgewählten Staaten, darunter seit dem 13. Mai 2009 Deutschland und Österreich, vorbehalten.[37][38] Zusätzlich stellt Google dieAndroid Developers Platform zur Verfügung. Dort stellt GoogleTutorials,Code-Beispiele, technische Artikel sowie Tipps und Tricks zur Verfügung.[39] Der Verkaufspreis kann in den meisten Ländern vom Entwickler frei bestimmt werden.[40]
Bis 2015 verzichtete Google auf inhaltliche Prüfungen jeder App – abgesehen von automatischen Prüfungen auf korrektes Starten und Beenden. Seit Februar 2012 werden Apps vor der Freigabe auf interneMalware überprüft.[41] Seit 2015 werden Apps zudem von Mitarbeitern überprüft.[42] Der App-Prüfungsprozess wurde 2024 ausgeweitet und strenger.[43]
Den Google Play Store nutzen Entwickler nur kostenlos für kostenfrei angebotene Apps. Für kostenpflichtige Apps erhielt Google 30 Prozent Provision (abgesehen von Abos), wie Apple und Microsoft.[44]Auch In-App-Käufe werden im Play Store bezahlt – wiederum mit 30 % Provision. Seit dem 1. Juli 2021 wurden für die erste Million US-Dollar in einem gegebenen Jahr nur 15 % Provision fällig.[45] Ab dem 1. Juni 2022 verbot Google App-Entwicklern alternative Bezahlmethoden anzubieten, wenn die App vom Play Store bezogen wurde, nachdem dies bereits bei Apple galt. Entwickler verloren dadurch Umsätze, da alternative Abwickler geringere Gebühren einbehalten.Nach einer gerichtlichen Einigung mit dem Unternehmen Epic senkte Google die Provision im Jahre 2025 erdenweit bis mindestens Juni 2032 auf 9,0 %.[46]
Unter dem AngebotsnamenGoogle Play Bücher sind seit dem 14. Juni 2012E-Books in Deutschland erhältlich.[47] Seit 2018 werdenHörbücher in 45 Ländern (darunter Deutschland, Österreich und Schweiz) und neun Sprachen angeboten.[48]
Auf derGoogle I/O 2013 wurde der DienstGoogle Play Spiele vorgestellt. Er unterstützt den Abgleich von Punkteständen zwischen Spielen auf Android, iOS und webbasierten Anwendungen. Entwickler können mit einerProgrammierschnittstelleMehrspieler, Ranglisten und sogenannte „Erfolge“ implementieren.
2013 bis 2016 wurden Informationen aus Play Spiele mit einem Profil aufGoogle+ synchronisiert, sodass Spiele und Spielstände mit Freunden geteilt werden konnten.[49][50]
Seit 2023 steht ein namensgleicher Android-Emulator für Windows zur Verfügung, mit dem Spiele aus dem Google Play Store gespielt werden können.[51][52]
Google Play Musik (davorGoogle Music) war ein am 16. November 2011 in den USA eröffneterMusikstreaming-Dienst und Musik-Onlineshop. Er unterstützte die Musikwiedergabe auf PCs, auf Smartphones und Tablets mit Android oder iOS. Ab Dezember 2020 ersetzteYouTube Music das Angebot vonGoogle Play Music.
Google Play Musik wurde auf der EntwicklerkonferenzI/O 2010 angekündigt.[53] Am 11. Mai 2011 wurde auf der I/O-Konferenz Google Play Musik alsMusic Beta by Google offiziell vorgestellt und ging in den USA mit eingeschränkten Funktionen in die Beta-Phase.[54] Die Veröffentlichung in Deutschland erfolgte am 12. November 2012.[55] Bis zu seiner Einstellung war Google Play Musik in 63 Ländern verfügbar.
Musik konnte auf einemEndgerät gespeichert werden, um sie ohne Verbindung zu Google Play Musik anzuhören und mittels App abzuspielen.[56] Kostenlos konnten bis zu 50.000 eigene Musikstücke in derCloud mit der SoftwareGoogle Play Musik-Manager speichern.
Um eine kommerzielle Vermarktung von Musik über die neue, eigene Plattform zu ermöglichen und Google Play Musik am Markt zu etablieren, ging Google ab 2011 vertragliche Kooperationen mit dreiMajor-Labels (Universal Music,EMI undSony Music) sowie einigenIndependent-Labels ein. Im Rahmen des Starts von Play Musik veröffentlichten mehrere Künstler dort kostenlose Songs und exklusive Alben. So debütierten beispielsweiseThe Rolling Stones mit exklusiven Live-Aufnahmen.[57]
Am 15. Mai 2013 kündigte Google auf der I/O 2013Google Play Music All Access an.[58] Genauso wie bei anderenStreaming-Diensten, wie zum BeispielSpotify oderApple Music, konnte der Nutzer unbegrenzt Musik aus großen Teilen des Katalogs von Play Musik hören. Zu Beginn wurde der Dienst lediglich in den USA angeboten,[59] war später aber auch in vielen Ländern Europas verfügbar, darunter seit Dezember 2013 auch in Deutschland.[60] In den Vereinigten Staaten war bei demAbonnement zudem der Zugang zuYouTube Red (heute YouTube Premium) enthalten.[61]
Im Jahr 2018 kündigte Google an, dassGoogle Play Musik geschlossen wird, da dessen Funktion zuYouTube Music undGoogle Podcasts verlagert wird.Hierzu bot Google Transfer-Dienste an.[62][63] Ab Oktober 2019 wurden Smartphones mit dem Betriebssystem Android 9 oder 10 ab Werk nicht mehr mit Google Play Music ausgestattet. Google setzte auf die hauseigene AlternativeYouTube Music.[64][65] Im Jahr 2020 gab Google bekannt, die Plattform Google Play Music bis Ende des Jahres schrittweise einstellen zu wollen. Ab Oktober 2020 war die Nutzung der Google-Play-Music-App nicht mehr möglich.[66] Nutzer konnten ihre Musiksammlungen und Kontoinformationen jedoch bis Dezember 2020 kostenlos zu YouTube Music migrieren.[67][68]
Google Play Filme & Serien (ersetzt durch: Google TV)
Google Play Filme & Serien war ein im August 2012 in Deutschland gestarteterVideo-on-Demand-Dienst. Zuvor war dieser bereits in den USA und einigen anderen Ländern verfügbar. 2021 ersetzteGoogle TV das Angebot und die App. Dieses zeigt jetzt auch Inhalte von anderen Streaming-Diensten an.
Filme und Fernsehserien konnten inSD- undHD-Qualität ausgeliehen oder gekauft werden. Ebenfalls waren Filme und Fernsehserien in4K UHD erhältlich.[69] Seit November 2015 werden von Google auch in Deutschland Serien angeboten.[70]
2013 startete Google denGoogle Play Kiosk (englischer Name:Google Play Newsstand).[71] Dieser bot neben Nachrichten undWeb-Feeds kostenlose und kostenpflichtigeZeitschriften.[72] Damit vereinigte Google die vormaligen AngeboteGoogle Play Magazine undGoogle Currents in einer App. Das Angebot wurde zum 6. November 2018 zugunsten vonGoogle News eingestellt.[73]
Seit dem 3. April 2009 unterstützt die deutsche Ausführung von Google Play das Bezahlen kostenpflichtiger Angebote.[74] Zuvor war dies nur für Nutzer aus denUSA undGroßbritannien möglich.
Anfangs konnten nur mit dem BezahlsystemGoogle Wallet kostenpflichtige Medien erworben werden. Innerhalb dieses Systems gibt es die Möglichkeit, perKredit- beziehungsweiseDebitkarte zu bezahlen.
In Deutschland können Mobilfunkkunden vonTelekom Deutschland,O2 undVodafone über ihre Telefonabrechnung bezahlen.[75] Seit Juli 2013 gibt esGuthabenkarten im Wert von 15, 25 oder 50 €, welche an verschiedenen Verkaufsstellen erhältlich sind.[76] Seit Mai 2014 kann mitPayPal bezahlt werden.[77] Dies ist in Deutschland und 20 anderen Ländern möglich, darunter Österreich, Schweiz und den USA.[78]