| Goldfuß-Bürstenhaarmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lophuromys chrysopus | ||||||||||||
| Osgood, 1936 |
DieGoldfuß-Bürstenhaarmaus (Lophuromys chrysopus) ist ein mit zweidisjunkten Populationen inÄthiopienendemisches Nagetier in der Gattung derBürstenhaarmäuse. DasTaxon wurde ursprünglich als Unterart derDunklen Bürstenhaarmaus (Lophuromys aquilus) beschrieben. Zwischen den beiden Populationen bestehen kleinere Abweichungen in der Fellfarbe, in den Körpermaßen und in dengenetischen Eigenschaften. Eine Unterteilung in Unterarten wurde nicht vorgenommen.[1]
Die Tiere erreichen eineKopf-Rumpf-Länge von 100 bis 130 mm, eine Schwanzlänge von 72 bis 87 mm und ein Gewicht von 32 bis 59 g. Die Hinterfüße sind 19 bis 23 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei 16 bis 19 mm. Es besteht eine deutliche Grenze zwischen der gesprenkelten schwarzbraunen Oberseite und der gelbroten Unterseite. Die sechsZitzen der Weibchen sind paarig angeordnet. Derdiploide Chromosomensatz besteht aus 54Chromosomen (2n=54).[2]
Die Populationen imHochland des südwestlichen Äthiopien werden durch den nördlichen Teil desOstafrikanischen Grabens getrennt. Sie leben zwischen 1200 und 2750 Meter Höhe. Diese Bürstenhaarmaus bewohnttropische Regenwälder und besucht angrenzende höhergelegeneHeideflächen. Dort kommt sie zusammen mit derKurzschwanz-Bürstenhaarmaus (Lophuromys brevicaudus) vor.[3]
Das Nagetier kann tag- und nachtaktiv sein. In Gefangenschaft gehaltene Exemplare sind nicht aggressiv zueinander. Ob sie sich, wie andere Gattungsvertreter, von Insekten, Fröschen und selten von Pflanzen ernähren, ist nicht bekannt. Aufgefundene Weibchen waren beim Übergang von der Trockenperiode zur Regenzeit mit zweiEmbryos trächtig.[2]
Intensive Waldrodungen könnten sich in Zukunft negativ auswirken. Im Wald von Harenna war diese Art mit 32 Prozent eines der am häufigsten dokumentierten Nagetiere. DieIUCN listet die Goldfuß-Bürstenhaarmaus als nicht gefährdet(least concern).[3][2]