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Gleichstrom

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Arten des Gleichstroms:
oben: gemäß Definition, mitunter als „reiner Gleichstrom“ verdeutlicht;
darunter: Mischstrom aus Gleichrichtung, auch als „pulsierender Gleichstrom“ bezeichnet

AlsGleichstrom wird einelektrischer Strom bezeichnet, dessenAugenblickswerte derStromstärke sich zeitlich nicht ändern. Ihr Verlauf über der Zeit ergibt sich in einemLiniendiagramm als Gerade parallel zur Zeitachse – wie in nebenstehendem Bild im oberen Teil.[1][2] In elektrotechnischen Anwendungen wird in erweiterter Bedeutung auch periodisch schwankenderMischstrom mit einer überlagertenRestwelligkeit als Gleichstrom bezeichnet, wenn sich zwar zeitlich die Stärke ändert, aber nicht ihr Vorzeichen und dabei die Schwankungen für die beabsichtigte Wirkung unwesentlich sind.[3][4] In diesem Fall wird als Stärke des Gleichstroms derGleichwert der Stromstärke angesehen.

Der zeitliche Verlauf der Stromstärke ist das Charakteristikum einer ihn abgebendenelektrischen Energiequelle, meistens einerSpannungsquelle; dann entsteht Gleichstrom ausGleichspannung. Der Zusammenhang zwischen Gleichstromstärke und Gleichspannung an einemohmschen Widerstand wird über dasohmsche Gesetz beschrieben. Schwankungen der Stromstärke infolge von Belastungsschwankungen sind der Bezeichnung Gleichstrom nicht abträglich.[3]

Dieenglische Bezeichnung istdirect current mit dem KürzelDC, welches synonym auch für Gleichspannung verwendet wird (genauso wieAC füralternating currentWechselstrom/Wechselspannung).

Die geschichtliche Entstehung ersterStromnetze im nordamerikanischen Raum ist unterStromkrieg dargestellt.

  • Schaltzeichen für Gleichstrom
  • „Gleichstrom“ (international)[5]
    „Gleichstrom“ (international)[5]
  • „Direct current“ (angelsächsisch)[6]
    „Direct current“ (angelsächsisch)[6]
  • „Gleichgerichteter Strom mit Wech­sel­anteil“[5][Anm 1]
    „Gleichgerichteter Strom mit Wech­sel­anteil“[5][Anm 1]

Als Kennzeichen für Gleichstrom (auch Gleichspannung) dienen die nebenstehenden Schaltzeichen.

Erzeugung, Anwendung

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Gleichstrom wird in erheblichem Umfang durchGleichrichter ausWechselstrom erzeugt. Vielfach muss der bei der Gleichrichtung auftretende Wechselanteil durchGlättungskondensatoren oderGlättungsdrosseln reduziert werden. Daneben gibt es verschiedeneelektrische Energiequellen, die an eine angeschlossene Last unmittelbar Gleichstrom liefern, wieSolarzellen, elektrochemischeAkkumulatoren,Batterien und auchGleichstromgeneratoren. Umgekehrt kann aus Gleichstrom mit Hilfe einesWechselrichters Wechselstrom erzeugt werden.

Im Haushaltsbereich wird Gleichstrom vielfach verwendet, z. B. in Computern, Audio- und Videogeräten. Gleichwohl gibt es keinen Gleichstrom aus der Steckdose. Vielmehr wird jedes Gerät individuell aus einemNetzteil versorgt, eventuell mit Zwischenspeicherung in einem Akkumulator.

Im industriellen Bereich wird Gleichstrom z. B. für dieElektrolyse und in derGalvanotechnik eingesetzt. Diese Anwendungen setzen Gleichstrom voraus, da bei Wechselstrom nicht die gewünschtenelektrochemischen Prozesse ablaufen würden. Ferner wird Gleichstrom alsBahnstrom für Straßenbahnen, U-Bahnen und andere Bahnen mit kürzeren Streckenlängen verwendet.

Bei der elektrischen Energieübertragung über größere Entfernungen hat Wechselstrom wesentliche Vorteile gegenüber Gleichstrom, da durch die Transformation auf hohe Spannungen die Leitungsverluste deutlich geringer sind. Deshalb fahren die meisten Fernverkehrsbahnen mit Wechselstrom.

Mit der Beherrschung vonStromrichterstationen bekommt inzwischen dieHochspannungs-Gleichstrom-Übertragung zunehmend Bedeutung.

Weblinks

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Wiktionary: Gleichstrom – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Gleichstrom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Wilfried Weißgerber:Elektrotechnik für Ingenieure 1: Gleichstromtechnik und elektromagnetisches Feld. Springer Vieweg, 9. Aufl., 2013, S. 12.
  2. Marlene Marinescu, Nicolae Marinescu:Elektrotechnik für Studium und Praxis. Springer Vieweg, 2016, S. 4.
  3. abDIN 5483-1:Zeitabhängige Größen – Benennung der Zeitabhängigkeit, 1983.
  4. IEC 60050, deutschsprachige Ausgabe beiDKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE:Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch, IEV-Nummer 131-11-22.
  5. abIEC 60617-2:1996; deutsche Fassung: DIN EN 60 617-2:1997:Graphische Symbole für Schaltpläne, Teil 2: Symbolelemente, Kennzeichen und andere Schaltzeichen für allgemeine Anwendungen.
  6. IEC 60417:2002 DB:Graphical symbols for use on equipment.Link to Symbol 5031. Zumindest DIN EN 60417 (IEC 60417) ist zurückgezogen.

Anmerkungen

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  1. Dieses Zeichen wird empfohlen, falls eine Unterscheidung zu geglättetem Gleichstrom erforderlich ist.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4021242-7 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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