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Giorgi Assanidse

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Giorgi Assanidse
Persönliche Informationen
Name:Giorgij Leonidowitsch Assanidse
Nationalität:Georgien Georgien
Geburtsdatum:30. August1975
Geburtsort:Satschchere,Sowjetunion 1955 Sowjetunion
Größe:173 cm
Medaillenspiegel
Olympische Spiele1 ×Goldmedaille0 ×Silbermedaille1 ×Bronzemedaille
Weltmeisterschaften5 ×Goldmedaille2 ×Silbermedaille0 ×Bronzemedaille
Europameisterschaften3 ×Goldmedaille1 ×Silbermedaille0 ×Bronzemedaille
Medaillen
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Bronze2000 Sydney-85 kg
Gold2004 Athen-85 kg
Logo der IWF
 Weltmeisterschaften
Gold1998 LahtiReißen -77 kg
Silber1999 AthenReißen -85 kg
Gold2001 AntalyaZweikampf -85 kg
Gold2001 AntalyaReißen -85 kg
Gold2001 AntalyaStoßen -85 kg
Silber2002 WarschauZweikampf -85 kg
Gold2002 WarschauReißen -85 kg

Giorgij Leonidowitsch Assanidse (georgischგიორგი ასანიძე, russisch Георгий Леонидович Асанидзе; *30. August1975 inSatschchere) ist ein georgischerGewichtheber. Er warOlympiasieger im Jahre 2004 inAthen im Leichtschwergewicht (bis 85 kg Körpergewicht).

Werdegang

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Giorgi Assanidse begann als Jugendlicher inTiflis mit dem Gewichtheben. Schon mit 17 Jahren kam er in die georgische Junioren-Nationalmannschaft der Gewichtheber und wurde als außergewöhnliches Talent von Nationaltrainer Iwan Grikurovi betreut.

1994 startete er erstmals bei einer internationalen Meisterschaft, der Junioren-Europameisterschaft inRom, und belegte dabei im Leichtschwergewicht mit 340 kg im Zweikampf gleich einen hervorragenden 2. Platz. Im selben Jahr wurde er bei der Weltmeisterschaft der Senioren inIstanbul eingesetzt. Er steigerte sich dabei im Leichtschwergewicht auf 347,5 kg, die jedoch bei der starken Konkurrenz nur zum 16. Platz reichten.

1995 wurde er bei der Junioren-Europameisterschaft inBe’er Scheva inIsrael im Leichtschwergewicht mit 350 kg wieder Zweiter und danach belegte er bei der Europameisterschaft der Senioren inWarschau mit 347,5 kg den 8. Platz. Im Herbst des Jahres 1995 feierte er bei der Weltmeisterschaft der Junioren, die ebenfalls in Warschau stattfand, seinen bis dahin größten Erfolg. Er wurde mit 360 kg (165 kg Reißen, 195 kgStoßen) im Zweikampf Junioren-Weltmeister. Bald darauf kam jedoch das böse Erwachen für ihn, denn die bei dieser Veranstaltung genommene Doping-Probe war positiv. Der Weltmeistertitel der Junioren wurde ihm aberkannt und er wurde wegenDopings für zwei Jahre gesperrt.

1998 startete er nach Ablauf seiner Sperre inRiesa bei der Europameisterschaft. Er hatte in das Mittelgewicht (bis 77 kg Körpergewicht) abtrainiert und erreichte mit 360 kg den 2. Platz. hinterSlatan Wanew ausBulgarien, der die gleiche Last zur Hochstrecke brachte, selbst jedoch etwas leichter war.

Bei der Weltmeisterschaft 1999 in Athen startete Giorgi Assanidse wieder im Leichtschwergewicht. Er steigerte sich dabei auf 377,5 kg. Diese Leistung reichte jedoch nur zum 6. Platz. In ganz hervorragender Form stellte er sich bei der Europameisterschaft 2000 inSofia vor. Er erreichte im Leichtschwergewicht im Zweikampf 390 kg und schaffte imReißen mit 181 kg auch einen neuen Weltrekord. Als Mitfavorit fuhr er deshalb zu den Olympischen Spielen dieses Jahres nachSydney. In Sydney lieferte er sich mit dem zweifachen OlympiasiegerPyrros Dimas ausGriechenland undMarc Huster ausDeutschland einen mitreißenden Dreikampf. Diese drei Heber erreichten im Zweikampf jeweils 390 kg. Die Medaillen mussten also nach dem Körpergewicht vergeben werden.

Dimas war der Leichteste und erhielt seine dritteGoldmedaille, Marc Huster, der 160 g schwerer als Dimas war, bekam dieSilbermedaille und Giorgi Assanidse erhielt, als der schwerste dieser drei Sportler, dieBronzemedaille. Dabei hatte es Giorgi Assanidse in der Hand gehabt, die Goldmedaille zu gewinnen. Er hatte die 390 kg im Zweikampf nämlich schon nach seinem ersten Stoßversuch mit 210 kg erreicht. Er steigerte danach auf 215 kg, die er zweimal nicht schaffte. Hätte er 212,5 kg genommen, die er wohl eher geschafft hätte als 215 kg, wäre er Olympiasieger gewesen.

In den Jahren 2001 und 2002 war Giorgi Assanidse nach dem Rücktritt von Pyrros Dimas und Marc Huster die dominierende Figur auf der Heberbühne im Leichtschwergewicht. Er wurde 2001 inTrenčín Europameister und inAntalya Weltmeister. 2002 kam in Antalya ein weiterer Europameistertitel in Zweikampf hinzu. Lediglich bei der Weltmeisterschaft 2002 in Warschau wurde er von dem BulgarenSlatan Wanew überrascht. Wanew, im Grunde ein Mittelgewichtler, lag vor seinem letzten Versuch im Stoßen im Zweikampf um 10 kg hinter Assanidse und schaffte das schier unmögliche und stieß mit 217,5 kg Weltrekord. Damit hatte er im Zweikampf wie Assanidse 385 kg und wurde aufgrund seines leichteren Körpergewichtes vor diesem Weltmeister.

Im Jahre 2003 war Giorgi Assanidse verletzt und konnte das ganze Jahr über bei keiner internationalen Meisterschaft starten. Mit großem Trainingsrückstand nahm er 2004 an der Europameisterschaft inKiew teil und erreichte im Leichtschwergewicht mit 360 kg im Zweikampf nur den 12. Platz. In den wenigen Monaten bis zu den Olympischen Spielen in Athen schaffte er es jedoch, sich wieder in Form zu bringen. Er erzielte in Athen 382,5 kg im Zweikampf, die zum Olympiasieg vonAndrej Rybakou ausBelarus und dem ein Comeback versuchenden Pyrros Dimas reichten.

Giorgi Assanidse erklärte danach seinen Rücktritt vom aktiven Hebersport. 2007 versuchte er überraschenderweise bei der Weltmeisterschaft inChiang Mai inThailand ein Comeback, das danebenging. Er schaffte im Reißen 160 kg (12. Platz) und hatte im Stoßen drei Fehlversuche mit 187 kg. Er blieb deshalb unplatziert.

Neben den Meistertiteln und Medaillengewinnen gewann Giorgi Assanidse auch in den Einzeldisziplinen Reißen und Stoßen eine Vielzahl an Titeln und Medaillen. SieheEinzelmedaillen.

Giorgi Assanidse schloss bereits 1996 ein Hochschulstudium an der Georgischen Staatsakademie für Leibeserziehung und Sport in Tiflis ab. Nach seiner aktiven Zeit arbeitete er vorübergehend im georgischen Verteidigungsministerium. Jetzt ist er als parteiloser Abgeordneter Mitglied des Parlamentes von Georgien und Mitglied des Wissenschafts-, Kultur- und Sportkomitees.

Internationale Erfolge (Zweikampf)

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(Mi = Mittelgewicht, Ls = Leichtschwergewicht, bis 77 kg beziehungsweise 83 kg/85 kg Körpergewicht)

  • 1994,2. Platz, Junioren-EM in Rom, Ls, mit 340 kg (155 kg/185 kg), hinterIbragim Elmursajew,Russland, 350 kg (160 kg/190 kg) und vorOleksij Obukow,Ukraine, 335 kg (150 kg/185 kg);
  • 1994,16. Platz, WM in Istanbul, Ls, mit 347,5 kg (157,5 kg/190 kg), Sieger:Marc Huster, Deutschland, 382,5 kg (172,5 kg/210 kg) vorSergo Chakhoyan,Armenien, 380 kg (175 kg/205 kg) undSunay Bulut,Türkei, 375 kg (165 kg/210 kg);
  • 1995,2. Platz, Junioren-WM in Beerscheba, Israel, Ls, mit 350 kg (162,5 kg/187,5 kg), hinterSwjatoslaw Nikolow, Bulgarien, 352,5 kg (155 kg/197,5 kg) und vorPawel Basuk, Belarus, 340 kg (155 kg/185 kg);
  • 1995,8. Platz, EM in Warschau, Ls, mit 347,5 kg (160 kg/187,5 kg), Sieger:Pyrros Dimas, Griechenland, 387,5 kg (177,5 kg/210 kg) vorAndrzej Cofalik,Polen, 372,5 kg (167,5 kg/205 kg) undDursun Sevinç, Türkei, 365 kg (165 kg/210 kg);
  • 1995,1. Platz, Junioren-WM in Warschau, Ls, mit 360 kg (165 kg/195 kg) vorQuin Quang,China, 347,5 kg (157,5 kg/190 kg) undTadeusz Drzazga, Polen, 340 kg (160 kg/180 kg); Giorgi Assanidse wurde nachträglich wegenDopings disqualifiziert, der WM-Titel wurde ihm aberkannt;
  • 1998,2. Platz, EM in Riesa, Mi, mit 360 kg (165 kg/195 kg), hinterSlatan Wanew, Bulgarien, 360 kg (160 kg/200 kg) und vorChatschatur Kjapanakzjan, Armenien, 355 kg (165 kg/190 kg);
  • 1998,6. Platz, WM inLahti, Mi, mit 357,5 kg (168 kg/190 kg), Sieger:Slatan Wanew, mit 365 kg (162,5 kg/202,5 kg) vorPetar Tanew, Bulgarien, 362,5 kg (160 kg/202,5 kg) undMehmet Yılmaz, Türkei, 360 kg (165 kg/195 kg);
  • 1999,6. Platz, WM in Athen, Ls, mit 377,5 kg (177,5 kg/200 kg), Sieger:Shahin Nasirinia,Iran, 390 kg (175 kg/215 kg) vor Pyrros Dimas, 387,5 kg (180,5 kg/207,5 kg) und Marc Huster, 382,5 kg (177,5 kg/205 kg);
  • 2000,1. Platz, EM in Sofia, Ls, mit 390 kg (181 kg/205 kg) vorGeorgi Gardew, Bulgarien, 285 kg (175 kg/210 kg) undJuri Myschkowez, Russland, 375 kg (170 kg/205 kg),
  • 2000,Bronzemedaille, Olympische Sommerspiele inSydney, Ls, mit 390 kg (180 kg/210 kg), hinter Pyrros Dimas, 390 kg (175 kg/215 kg) und Marc Huster, 390 kg (177,5 kg/212,5 kg);
  • 2001,1. Platz, EM in Trencin, Ls, mit 380 kg (175 kg/205 kg) vor Georgi Gardew, 372,5 kg(172,5 kg/200 kg) undSergei Schukow, Russland, 367,5 kg (165 kg/202,5 kg);
  • 2001,1. Platz, WM in Antalya, Ls, mit 390 kg (180 kg/210 kg) vorAljaksandr Anischtschanka, Belarus, 385 kg (177,5 kg/207,5 kg);
  • 2002,1. Platz, EM in Antalya, Ls, mit 380 kg (175 kg/205 kg) vorMariusz Rytkowski, Polen, 380 kg (172,5 kg/207,5 kg) undAslambek Edijew, Russland, 367,5 kg (165 kg/202,5 kg);
  • 2002,2. Platz, WM in Warschau, Ls, mit 385 kg (177,5 kg/207,5 kg) hinter Slatan Wanew, 385 kg (167,5 kg/217,5 kg) und vorRuslan Nowikau, Belarus, 380 kg (172,5 kg/207,5 kg);
  • 2004,12. Platz, EM in Kiew, Ls, mit 360 kg (170 kg/190 kg), Sieger:Isset Ince, Türkei, 380 kg (175 kg/205 kg) vorZaur Takuschew, Russland, 377,5 kg (177,5 kg/200 kg) undErdal Sunar, Türkei, 377,5 kg (172,5 kg/205 kg);
  • 2004,Goldmedaille, Olympische Sommerspiele inAthen, Ls, mit 382,5 kg (177,5 kg/202,5 kg) vor Andrej Rybakou, Belarus, 380 kg (180 kg/200 kg) und Pyrros Dimas, 377,5 kg (175 kg/202,5 kg);
  • 2007,unpl., WM in Chiang Mai/Thailand, Ls, nach 160 kg im Reißen (12. Platz) drei Fehlversuche im Stoßen mit 187 kg; Sieger: Andrej Rybakou, 393 kg (187 kg/206 kg) vor Aslambek Edijew, 372 kg (172 kg/200 kg) undWadsim Stralzou, Belarus, 370 kg (170 kg/200 kg).

Einzelmedaillen

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  • 1994, Silbermedaille, Junioren-EM, Ls, mit 155 kg im Reißen,
  • 1994, Bronzemedaille, Junioren-EM, Ls, mit 185 kg im Stoßen,
  • 1995, Goldmedaille, Junioren-EM, Ls, mit 162,5 kg im Reißen,
  • 1995, Silbermedaille, Junioren-EM, Ls, mit 187,5 kg im Stoßen,
  • 1998, Silbermedaille, EM, Mi, mit 165 kg im Reißen,
  • 1998, Goldmedaille, WM, Mi, mit 168 kg im Reißen,
  • 1999, Silbermedaille, WM, Ls, mit 177,5 kg im Reißen,
  • 2000, Goldmedaille, EM, Ls, mit 181 kg im Reißen,
  • 2000, Silbermedaille, EM, Ls, mit 210 kg im Stoßen,
  • 2001, Goldmedaille, EM, Ls, mit 175 kg im Reißen,
  • 2001, Goldmedaille, EM, Ls, mit 205 kg im Stoßen,
  • 2001, Goldmedaille, WM, Ls, mit 180 kg im Reißen,
  • 2001, Goldmedaille, WM, Ls, mit 210 kg im Stoßen,
  • 2002, Goldmedaille, EM, Ls, mit 175 kg im Reißen,
  • 2002, Silbermedaille, EM, Ls, mit 205 kg im Stoßen,
  • 2002, Goldmedaille, WM, Ls, mit 177,5 kg im Reißen

Weltrekorde

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  • 1998 in Lahti, 168 kg im Reißen, Mi,
  • 2000 in Sofia, 181 kg im Reißen, Ls

Literatur

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Weblinks

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Olympiasieger im Gewichtheben (Halbschwergewicht)

1920–1992: 75–82,5 kg, 1996: 76–83 kg, 2000–2016: 77–85 kg
1920:Dritte Französische RepublikErnest Cadine |1924:Dritte Französische RepublikCharles Rigoulot |1928:Agypten 1922Sayed Nosseir |1932:Dritte Französische RepublikLouis Hostin |1936:Dritte Französische RepublikLouis Hostin |1948:Vereinigte Staaten 48Stanley Stanczyk |1952:Sowjetunion 1923Trofim Lomakin |1956:Vereinigte Staaten 48Thomas Kono |1960:Polen 1944Ireneusz Paliński |1964:Sowjetunion 1955Rudolf Pljukfelder |1968:Sowjetunion 1955Boris Selizki |1972:NorwegenLeif Jensen |1976:Sowjetunion 1955Waleryj Scharyj |1980:Sowjetunion 1955Jurik Wardanjan |1984:Rumänien 1965Petre Becheru |1988:SowjetunionIsrail Arsamakow |1992:GriechenlandPyrros Dimas |1996:GriechenlandPyrros Dimas |2000:GriechenlandPyrros Dimas |2004:GeorgienGiorgi Assanidse |2008:China VolksrepublikLu Yong |2012:PolenAdrian Zieliński |2016:IranKianoush Rostami |2024:BulgarienKarlos Nassar

Personendaten
NAMEAssanidse, Giorgi
ALTERNATIVNAMENგიორგი ასანიძე (abchasisch)
KURZBESCHREIBUNGgeorgischer Gewichtheber
GEBURTSDATUM30. August 1975
GEBURTSORTSatschchere
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