
DasGion-Matsuri (japanisch祇園祭) wird jährlich vom 1. bis 31. Juli inKyōto gefeiert. Das Fest ist bekannt für die Parade der hohen, künstlerisch gestalteten Prunkwagen und der großen tragbaren Schreine.
Das Gion-Matsuri gehört neben demKanda-Matsuri inTōkyō und dasTenjin-Matsuri inOsaka zu den „Drei großenMatsuri Japans“ und ist unter diesen das größte und unterhaltsamste. Es findet im ganzen Juli statt, so, wie die Feierlichkeiten amYasaka-Schrein (Gion-Schrein).
Die Höhepunkte finden am 17. Juli (Erster Festtag –前祭saki [no] matsuri) und eine Woche später am 24. Juli (Zweiter Festtag –後祭ato [no] matsuri) statt. Am 17. Juli kann man 9 Prunkwagen und 14 tragbare Schreine bewundern, am 24. Juli einen Prunkwagen und 9 Schreine, von denen drei Prunkwagengröße haben. Manche Häuser entlang der Prozessionsroute sind an bestimmten Tagen für das allgemeine Publikum geöffnet,Stellschirme und andere Schätze, die über Generationen weitergereicht wurden, können dann bewundert werden. Dies wird auch als „Stellschirm-Fest“ (屏風祭byōbu matsuri) bezeichnet.
Der Ursprung: Als Kyōto dieHauptstadt Japans war, wurde im Jahr 869 das ganze Land von einer Seuche heimgesucht. Der Kaiser schickte daraufhin einen Boten zum Yasaka-Schrein, der für das baldige Ende der Plage beten sollte. Weiter wurde dem Schrein befohlen, 66 Lanzen aufzustellen, die die 66 Provinzen Japans repräsentieren sollten. Man glaubte, dass der Bruder der SonnengöttinAmaterasu im Gion-Schrein, dem alten Namen für den Yasaka-Schrein, seine letzte Ruhe gefunden hat und dass sein Geist auf die heiligen Wagen des Schreins übergegangen ist. Versehen mit diesem Geist nahm man an, dass diese Wagen auch die Pest bekämpfen können. Sie wurden daher von jungen Männern in die Mitte der Stadt gezogen, und die Plage verschwand tatsächlich. Die Bewohner von Kyōto beschlossen im Jahr 970, diese Parade der Wagen jährlich durchzuführen. Jedoch gab es aufgrund desŌnin-Kriegs und seiner Folgen eine lange, 33-jährige Unterbrechung bis zum Jahr 1500.[1]
In den friedlichen Jahren derTokugawa-Zeit wurden die Wagen größer und sehr dekorativ ausgestaltet. Man nahm bei der Gestaltung auch Einflüsse aus China, Persien, dem alten Korea, ja auch aus den Niederlanden und Frankreich auf.
Das Gion-Matsuri dauert den ganzen Juli, wobei sich größere und kleinere Darbietungen abwechseln. Die wichtigsten sind:
Prunkwagen (鉾・曳山hoko / hikiyama)
Tragbare Schreine (舁山kakiyama)
Anders als die üblichen Kakiyama haben der Iwato-yama (岩戸山), der Kita-Kannon-yama (北観音山) und der Minami-Kannon-yama (南観音山) dieselbe Struktur wie die Prunkwagen. Sie werden daher gezogen statt getragen.
(Quelle:[2])
Erster Umzug
Zweiter Umzug
2016 wurde die Veranstaltung als Teil vonYama, Hoko, Yatai, Festwagenumzüge in Japan von derUNESCO in dieRepräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[3]