Seit 1974 war sie alsfreie Schriftstellerin unter dem Namen Ginka Steinwachs in Berlin undHamburg ansässig; daneben tritt sie seit 1982 alsPerformerin mit eigenen Texten auf. Von 1974 bis 1976 leitete sie Schreibkurse inErlangen; 1981/82 war sie als Regieassistentin an einem Theater inBarcelona tätig. 1988/89 hatte sie eine Gastprofessur für Poetik an derUniversität Hamburg inne, 1993/94 eine Dozentur an derWiener Schule für Dichtung; 1999 war sieWriter in Residence am University College inDublin. Die Autorin lebt heute in Berlin und aufMallorca.
Ginka Steinwachs’ literarisches Werk steht unter dem Einfluss des klassischenSurrealismus, jener Bewegung, mit der sie sich auch alsLiteraturwissenschaftlerin beschäftigte. In ihrenRomanen,Theaterstücken,Hörspielen undPerformances setzt sie surrealistische Techniken ein, um ihre persönliche Variante desFeminismus, dem es vor allem um die Wiederentdeckung der Sinnlichkeit geht, zu propagieren.
Mythologie des Surrealismus oder die Rückverwandlung von Kultur in Natur: eine strukturale Analyse von Bretons „Nadja“ (=Collection alternative, Band 3,Sammlung Luchterhand 40). Luchterhand, Neuwied / Berlin 1971,DNB720125251 (Dissertation FU Berlin 1970, 189 Seiten, unter dem Namen Gisela Steinwachs)
Tränende Herzen. Minna Klages und Dorothea Hörauf, ein sentimentales Frauenstück. Kiepenheuer, Berlin 1977,DNB780133676.
Knüppel aus dem Sarg. Brockmann … VHS-Workshop für Schreibende, Erlangen 75, herausgegeben von Ginka Steinwachs (=Autoren in der Plakaterie Nr. 20). Plakaterie, Galerie für Plakatkunst, Nürnberg 1976,DNB800665473.
Fernando Arrabal:Der Himmel und die Scheiße. (Originaltitel:Le ciel et la merde), Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg 1976, Uraufführung 5. Juni 1976 Théâtre de Plaisance Paris, Regie: Fernando Arrabal, deutsche Uraufführung 2. April 1986, Wien, Regie:Vintilă Ivănceanu.[2]
Benjamin Péret:Histoire naturelle / Naturgeschichte, Übersetzung und Nachwort von Gisela Steinwachs. Renner, Erlangen 1976,ISBN 3-921499-10-0.
Sonia Nowoselsky-Müller (Hrsg.):Ein Mund von Welt: Ginka Steinwachs: Text-s-orte-n. Zeichen und Spuren, Bremen 1989,ISBN 3-924588-17-1.
Karin Uecker:Hat das Lachen ein Geschlecht? Zur Charakteristik von komischen weiblichen Figuren in Theaterstücken zeitgenössischer Autorinnen. Aisthesis, Bielefeld 2002,ISBN 3-89528-338-X (Dissertation Freie Universität Berlin 2000, 216 Seiten, unter dem Titel:Zur Charakteristik von komischen weiblichen Figuren in Theaterstücken zeitgenössischer Autorinnen,Mikrofiche-Ausgabe (=Edition Wissenschaft, Reihe Theaterwissenschaft, Band 1). Tectum, Marburg 2000, 3 Mikrofiches 24x,DNB960314504).