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Giangiacomo Guelfi

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Giangiacomo Guelfi, auchGian Giacomo Guelfi, (*21. Dezember1924 inRom; †8. Februar2012 inBozen[1]) war einitalienischerOpernsänger (Bariton).

Leben

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Guelfi studierte zunächstRechtswissenschaften an derUniversität Florenz, entschloss sich jedoch dann, seine Stimme professionell ausbilden zu lassen. Seine Gesangslehrer inFlorenz waren unter anderem die berühmten SängerTitta Ruffo undMario Basiola. 1950 gewann er denConcorso del Teatro Sperimentale di Spoleto.[2] Sein Debüt als Opernsänger gab er 1950 anschließend, kurz nach Gewinn des Wettbewerbes, in der Titelrolle der OperRigoletto am Teatro Nuovo inSpoleto; der Dirigent warOttavio Ziino.[2]

1950 debütierte er amTeatro Comunale di Firenze und amTeatro La Fenice inVenedig. 1952 sang er erstmals an derMailänder Scala; dort trat er im weiteren Verlauf seiner Karriere immer wieder auf. Sein Debüt an der Scala erfolgte am 17. März 1952 als Lo Straniero (Titelrolle) in der OperProserpina e lo Straniero vonJuan José Castro. An der Scala wirkte er in mehreren Uraufführungen von heute weitgehend vergessenen Opern mit, so unter anderem im März 1954 als Herodes (Erode) in der OperLa Figlia di Diavolo vonVirgilio Mortari. 1977 trat er an der Mailänder Scala in der Rolle des Neri Chiaramantesi in der selten gespielten OperLa cena delle beffe vonUmberto Giordano auf. 1978 nahm er inLivorno Abschied von der Bühne.[1]

In Italien gastierte er amTeatro Bellini inCatania (1952), beimMaggio Musicale Fiorentino (1954 als Kaiser inAgnese di Hohenstaufen vonGasparo Spontini, 1956 als Don Carlo di Vargas inLa forza del destino), amTeatro Comunale di Bologna (1958; als Telramund inLohengrin und Escamillo inCarmen), amTeatro Massimo inPalermo (1959, als Escamillo) und an derOper Rom (1959, 1974). Seit 1952 trat er regelmäßig bei den Opernfestspielen in denCaracalla-Thermen auf. Mehrfach wirkte Guelfi auch bei den Festspielen in derArena di Verona mit (1955–1956, 1958, 1960, 1962–1969 und 1975), vor allem als Amonasro inAida.

Guelfi gastierte im europäischen Ausland unter anderem amDrury Lane Theatre inLondon (1957–1958 als Gérard inAndrea Chénier; 1971 als Nelusco inDie Afrikanerin), amGran Teatre del Liceu inBarcelona (1963), am Opernhaus vonMonte Carlo (1965 als Jack Rance inLa fanciulla del West; 1973 als Michele inIl tabarro und Alfio inCavalleria rusticana), amTeatro Nacional de São Carlos inLissabon (1965, Titelrolle inGuglielmo Tell), an derBayerischen Staatsoper inMünchen (1970), an derDeutschen Oper Berlin (1972) und an derCovent Garden Opera (1975, als Scarpia inTosca).

1965 erfolgte Guelfis Debüt an derWiener Staatsoper als Gérard. Er sang dort auch die Rollen Amonasro (1974), Scarpia (1974) und Jack Rance (1976).[3]

Internationale Gastspiele in Übersee gab er an derLyric Opera of Chicago (1954), am Opernhaus vonRio de Janeiro (1956; 1964 in der Titelrolle der OperMacbeth und als Scarpia inTosca), am Opernhaus inKairo (1961) und an derMetropolitan Opera inNew York City (Spielzeit 1969/1970 als Scarpia und als Jack Rance).

Giangiacomo Guelfi war seit 1953 mit derGeigerin undSopranistinLaura Carol (* 1923, eigentlichCagol) verheiratet.[1] Guelfi lebte mit seiner Frau in Bozen.[2] Er starb im Alter von 87 Jahren im Krankenhaus von Bozen; dort war er zuvor eine Woche behandelt worden.[2]

Repertoire

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Guelfi sang auf der Opernbühne ein umfangreiches Repertoire.[1] Hauptsächlich interpretierte er das italienische Opernfach. Er übernahm schwerpunktmäßig die Rollen fürHeldenbariton undCharakterbariton in den Opern vonGiuseppe Verdi,Giacomo Puccini und desVerismo.[1][2] Außerdem übernahm er einige Glanzpartien für Bariton aus dem französischen Opernfach (Escamillo).

Wichtige weitere Opernrollen waren Don Carlos inErnani, Musikus Miller inLuisa Miller, Conte di Luna inIl trovatore, die Titelrollen inNabucco (1966, Mailänder Scala) und inSimone Boccanegra, Jago inOtello, Marcello inLa Bohème, Sharpless inMadama Butterfly und die Bösewichter Lindorf/Coppelius/Dapertutto/Dr. Mirakel inHoffmanns Erzählungen. VonRichard Wagner sang Guelfi lediglich den Friedrich von Telramund inLohengrin; diesen allerdings nur in italienischer Sprache. Sein Telramund ist in einer Live-Aufnahme von 1954 aus demTeatro San Carlo inNeapel zu hören. Guelfis Partnerinnen warenRenata Tebaldi undElena Nicolai; es dirigierteGabriele Santini.[1]

Tondokumente

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Die Stimme von Giangiacomo Guelfi ist in zahlreichen Tondokumenten festgehalten. Es liegen zahlreiche Opern-Gesamtaufnahmen, unter anderem in Studioaufnahmen, bei der italienischen SchallplattenfirmaFonit Cetra vor, so als Scarpia (1955), Amonasro (1956) und als Phanuel inNerone vonArrigo Boito (1957, live). Bei derDeutschen Grammophon nahm Guelfi 1965 unter der Leitung vonHerbert von Karajan die Rolle des Alfio inCavalleria rusticana auf; seine Partner warenFiorenza Cossotto undCarlo Bergonzi.

Außerdem wurden in den letzten Jahren zahlreiche Live-Mitschnitte aufCD veröffentlicht. Guelfis Hauptrollen sind somit nahezu umfassend, teilweise auch in mehreren Aufnahmen, aufSchallplatte oder anderen Tonträgern dokumentiert.

Literatur

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abcdefGiangiacomo GUELFI Kurzbiografie, Rollenverzeichnis und Tondokumente
  2. abcdeScomparso il baritono Giangiacomo Guelfi, aveva debuttato a Spoleto con il Rigoletto (Memento desOriginals vom 12. Februar 2012 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spoletocity.com Nachruf vom 9. Februar 2012 (ital.)
  3. Rollenverzeichnis von Giangiacomo Guelfi in:Chronik der Wiener Staatsoper 1945–2005, S. 443. Löcker Verlag, Wien 2006.ISBN 3-85409-449-3
Personendaten
NAMEGuelfi, Giangiacomo
ALTERNATIVNAMENGuelfi, Gian Giacomo
KURZBESCHREIBUNGitalienischer Opernsänger (Bariton)
GEBURTSDATUM21. Dezember 1924
GEBURTSORTRom
STERBEDATUM8. Februar 2012
STERBEORTBozen
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