Geschiebelehm, auch alsBlocklehm bezeichnet, ist der Teil desGrundmoränenmaterials, der durch oberflächlicheVerwitterung aus demkalkhaltigenGeschiebemergel hervorgegangen ist. Geschiebelehm kann darüber hinaus schon primär durch die Ablagerung von kalkfreiem Moränenmaterial entstehen.
Er besteht überwiegend ausSand undSchluff. Der Gehalt anTon unterliegt starken Schwankungen. Dasglaziale, meist ungeschichteteSediment kann mitGesteinsbruchstücken,Blöcken und anderenGeschiebekomponenten durchsetzt sein.
Falls das Ausgangsmaterial des Gletschersediments keinen Kalkanteil besaß, entsteht ein kalkfreies Sediment, das aufgrund des fehlenden Kalkgehalts nicht alsMergel bezeichnet werden kann, ansonsten jedoch alle Eigenschaften des Geschiebemergels besitzt.
Im Falle des Geschiebemergels wird der ursprünglich vorhandene Kalkanteil durchVerwitterung (vor allemLösung) allmählich reduziert, in vielen Fällen bis zur völligen Entkalkung. Der Grad der Entkalkung nimmt dabei von oben nach unten ab, es kann in tieferen Bereichen sogar zur Wiederausscheidung von Kalk mitKonkretionsbildung kommen. Aufgrund der nach der Eiszeit einsetzenden Bodenbildung undDurchwurzelung mit einhergehender guter Entwässerung ist der obere Bodenbereich jedoch meist völlig kalkfrei. Die Farbe des Geschiebemergels wechselt mit der Umwandlung in Geschiebelehm von dem vorhergehenden Grau bis Blau zu Ockergelb bis Braun (Verbraunung).