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Gerderest

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Gerderest
Gerderest (Frankreich)
Gerderest (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementPau
KantonTerres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh
GemeindeverbandNord Est Béarn
Koordinaten43° 25′ N,0° 11′ W43.4114-0.175833333333Koordinaten:43° 25′ N,0° 11′ W
Höhe219–341 m
Fläche6,56 km²
Einwohner141(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte21 Einw./km²
Postleitzahl64160
INSEE-Code64239

Gerderest ist einefranzösischeGemeinde mit 141 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Die Gemeinde gehört zumArrondissementPau und zumKantonTerres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh (bis 2015:Kanton Lembeye).

Der Name in dergascognischen Sprache lautetJarderest.[1] Die Einwohner werdenGerderestais undGerderestaises genannt.[2]

Geographie

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Gerderest liegt ca. 25 km nordöstlich vonPau in der Region Vic-Bilh in der historischen ProvinzBéarn am nordöstlichen Rand des Départements.

Umgeben wird Gerderest von den Nachbargemeinden:

Simacourbe
Monassut-AudiracqKompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtMaspie-Lalonquère-Juillacq
AbèreAnoye

Gerderest liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Ein Zufluss desLées, der Ruisseau de Mondane, entspringt im Gemeindegebiet.[3]

Geschichte

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Am Fuß der ehemaligenMotte nordöstlich des Ortszentrums sind zahlreiche Gegenstände (Tongefäße, Mauerblöcke,Amphoren) aus dem zweiten und dritten Jahrhundert gefunden worden und belegen eine Besiedelung bereits während dergallorömischen Zeit. Unter Beibehaltung von Überresten der Erdhügelburg entwickelte sich die Gemeinde als sogenanntescastelnau. Ein Castelnau (deutschNeuburg,okzitanischcastèl nòu, imVulgärlateincastellum novum) ist ein Dorf oder eine Stadt, die imMittelalter in der Nähe einer Erdhügelburg gegründet wurde. DieGrundherrschaft von Gerderest, die auch die Gemeinde Monassut umfasste, wurde im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt, ebenso wie ein gleichzeitig existierendes Laienkloster in der Nähe der Pfarrkirche ein Jahrhundert später. In derVolkszählung des Béarn im Jahre 1385 wurden in Gerderest und Monassut zusammen 25 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Dörfer zurBailliage vonLembeye gehören. Diese für die damalige Zeit bedeutende Größe führte sicherlich dazu, dass die Grundherrschaft über die Gemeinde bei zahlreichen adeligen Familien begehrt war. Zusammen mit Monassut,Saint-Laurent und Audiracq bildete Gerderest in der Folge das fünftgrößteBaronat im Béarn, das zusammen mit dem Laienkloster 1710 an Jean de Noguès verkauft wurde, der die Titel bis zurFranzösischen Revolution behielt.[2][4][5]

Toponyme und Erwähnungen von Gerderest waren:

Einwohnerentwicklung

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Nach Höchstständen der Einwohnerzahl von über 300 in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich die Zahl bei kurzen Wachstumsphasen bis zu den 1970er Jahren um über zwei Drittel auf rund 100 Einwohner reduziert. Seitdem hat die Bevölkerung wieder leicht zugenommen und die Zahl bewegt sich auf einem Niveau von rund 120 Einwohnern.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner120104103106124108122127141
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[7]INSEE ab 2006[8][9]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche, gewidmetMartin von Tours. Der ursprüngliche Bau geht vermutlich wie bei den meisten Kirchen im Vic-Bilh auf die Zeit derSpätromanik zurück, wie ein kleinerDreipass belegt, der bei einer der letzten Restaurierungen in der Südwand zutage trat. Nach den Verwüstungen während derHugenottenkriege wurde die Kirche in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die heutige Kirche präsentiert sich im Stil derNachgotik mit ihrem einfachen Aufbau vonLanghaus mit einemKirchenschiff,Chor und derSeitenkapelle aus dem 15. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurden derGlockengiebel mit zwei Glocken in bogenförmigen Maueröffnungen und der Eingangsvorbau angefügt. Sehenswert ist im Kircheninnern derAltaraufsatz des Künstlers Claverie aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und dasAntependium, das denSchutzpatron der Kirche, den heiligen Martin, alsrömischen Legionär zeigt. WeitereAusstattungsgegenstände der Kirche stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und sind als nationale Kulturgüter registriert.[10][11]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Landwirtschaft ist traditionell einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[12]
Gesamt = 11

Verkehr

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Gerderest wird durchquert von derRoute départementale 207.

Weblinks

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Commons: Gerderest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gerderest. Gasconha.com, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  2. abConseil régional d’Aquitaine: Gerderest. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 13. September 2016; abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  3. Ma commune : Gerderest. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  4. Conseil régional d’Aquitaine: Motte de Gerderest. Visites en Aquitaine, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  5. abPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 70, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  6. David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 2. Juni 2017 (englisch). 
  7. Notice Communale Gerderest. EHESS, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  8. Populations légales 2006 Commune de Gerderest (64239). INSEE, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  9. Populations légales 2014 Commune de Gerderest (64239). INSEE, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  10. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Martin de Gerderest. Visites en Aquitaine, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  11. église paroissiale Saint-Martin. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch). 
  12. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Gerderest (64239). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis. 

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Gemeinden imArrondissement Pau (L–V)

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