Gerd Walter (*26. April1949 inLübeck) ist eindeutscherPolitiker (SPD).
Er war von 1992 bis 2000 Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und von 1996 bis 2000 zusätzlich Justizminister des Landes Schleswig-Holstein.
Nach demAbitur absolvierte Walter ein Studium derPolitologie inBerlin undHamburg, welches er alsDiplom-Politologe beendete. Danach folgte eine Ausbildung zumRedakteur in Lübeck beimLübecker Morgen und inKiel. Von 1975 bis 1979 war er als Dozent für politischeErwachsenenbildung an derGustav Heinemann Bildungsstätte inMalente tätig.
Walter war von Oktober 2000 bis Juli 2011 Geschäftsführer der SPD-eigenenDeutschen Druck- und Verlagsgesellschaft.[1]
Gerd Walter ist verheiratet und lebt in Lübeck.
Seit 1968 ist er Mitglied der SPD. Er war von 1975 bis 1985 stellvertretender Landesvorsitzender und von 1987 bis 1991 Landesvorsitzender der SPD inSchleswig-Holstein. Von 1991 bis 1993 gehörte er außerdem dem SPD-Bundesvorstand an.
Walter war von 1979 bis 1992Mitglied des Europäischen Parlaments (I. Wahlperiode).
Nach der Landtagswahl 1992 wurde er am 5. Mai 1992 als Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in die vonMinisterpräsidentBjörn Engholm geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein berufen. Dieses Amt behielt er auch unter dessen AmtsnachfolgerinHeide Simonis. Nach der Landtagswahl 1996 übernahm er zusätzlich ab dem 22. Mai 1996 die Leitung des Justizministeriums. Nachdem derKoalitionspartnerBündnis 90/Die Grünen nach der Landtagswahl 2000 das Justizressort für sich beanspruchte, schied Walter am 28. März 2000 aus der Regierung aus. Seit 2015 ist er als Stellvertreter vonWolfgang Thierse Mitglied im Kuratorium derBundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walter, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdEP |
| GEBURTSDATUM | 26. April 1949 |
| GEBURTSORT | Lübeck |