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Generalmajor

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Carsten Breuer als Generalmajor der Bundeswehr (2020)

Generalmajor ist einmilitärischerDienstgrad inDeutschland undÖsterreich. Gegenstücke in anderen Streitkräften wie derSchweizer Armee sindDivisionär undDivisionsgeneral.

Etymologie

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Die Bezeichnung „Generalmajor“ (auch die entsprechenden, ähnlich- oder gleichlautendenenglischen und anderssprachigen Bezeichnungen) setzt sich aus den Begriffen „General“ und „Major“ zusammen. Bevor im 18. Jahrhundertfranzösierende Dienstgradbezeichnungen in deutschsprachige Streitkräfte Einzug hielten und die Dienstgradbezeichnung „Major“ die Bezeichnung „(Feld-)Wachtmeister“ verdrängte, war die Dienstgradbezeichnung „General(feld)wachtmeister“ üblich. Analog der Reihung Major-Oberstleutnant-Oberst ist der Generalmajor auf höherer Führungsebene dem höherrangigen General und demGeneralleutnant (seinerseits Stellvertreter des Generals) als „dritter Mann“ zugeteilt. Da dieDienstgradabzeichen eines Generalmajors in vielen Streitkräften, darunter dieBundeswehr oder dieStreitkräfte der Vereinigten Staaten, häufig zwei Sterne zeigen, wird der Generalmajorumgangssprachlich häufig auch als „Zweisternegeneral“[A 1] bezeichnet.

Siehe auch:Etymologie der Bezeichnung „General“,„Major“ undAbschnitt im Artikel „Dienstgrade der Bundeswehr“ zum (scheinbaren) Widerspruch des unter dem Leutnant rangierenden Majors

Bundeswehr

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Generalmajor
Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für HeeresuniformträgerDienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges für Luftwaffenuniformträger
Dienstgradabzeichen[1][A 2]
DienstgradgruppeGenerale[2]
NATO-RangcodeOF-7[3]
Dienstgrad Heer/LuftwaffeGeneralmajor
Dienstgrad MarineKonteradmiral[4]
Abkürzung (in Listen)GenMaj (GM)[5]
BesoldungsgruppeB 7 nachBBesO[6]

DerDienstgrad Generalmajor wird durch denBundespräsidenten mit derAnordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage desSoldatengesetzes[7] festgesetzt.

Befehlsbefugnis und Dienststellungen

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In der Bundeswehr ist der Generalmajor einOffiziersdienstgrad,[4] der gemäß derZentralen Dienstvorschrift (ZDv) A-1420/24 „Dienstgrade und Dienstgradgruppen“ zurDienstgradgruppe derGenerale zählt. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale können Soldaten im Dienstgrad Generalmajor auf Grundlage des§ 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der DienstgradgruppenMannschaften,Unteroffizierenohne undmit Portepee,Leutnanten,Hauptleuten undStabsoffizierenBefehle erteilen.[8][9]

Die Generalmajore dienen wie die meisten Generale vorwiegend aufStabsposten und in der Regel nicht in der„kämpfenden“ Truppe alsmilitärische Führer. Typisch sind Verwendungen in leitenden Funktionen alsAbteilungsleiter besonders wichtiger Abteilungen inKommandobehörden, imMinisterium oder in Einrichtungen derNATO. Generalmajore sindAmtschef oderKommandeure besonders wichtigerÄmter undhöherer Kommandobehörden, die häufig direkt unterhalb der Führungsstäbe des jeweiligenmilitärischen Organisationsbereichs oder bei der NATO angesiedelt sind. Die Kommandeure der beiden wichtigsten Lehreinrichtungen der Bundeswehr (Zentrum Innere Führung undFührungsakademie der Bundeswehr) sind ebenfalls Generalmajore. Sie sind fernerChef des Stabes imKommando Heer,Kommando Luftwaffe und imKommando Streitkräftebasis. ImKommando Einsatzverbände Luftwaffe,Multinationales Kommando Operative Führung und imEinsatzführungskommando sind Generalmajore stellvertretende Kommandeure (bzw. stellvertretende Befehlshaber) und teils Chef des Stabes. Einige wenige Generalmajore werden in der Truppe auch „klassisch“ als militärische Führer vonGroßverbänden eingesetzt. TypischeVerwendungen im Heer sindDivisionskommandeur oder stellvertretenderKommandierender General. Aufgrund der geschilderten und ähnlicher Dienststellungen können Soldaten im Dienstgrad Generalmajor in den in derVorgesetztenverordnung aufgezählten Fällen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen.[8][10] (Divisions-)kommandeure, Amtschefs usw. sind alsEinheitsführerDisziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemäßWehrdisziplinarordnung.[11]

Siehe auch:Spitzengliederung der Bundeswehr

Ernennung, Besoldung und Altersgrenze

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Gesetzliche Grundlagen für dieErnennung zum Generalmajor setzt dieSoldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend dieZentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Im Detail sind dieLaufbahnen dort aber nur bis zum DienstgradOberst reglementiert. Die Ernennung zum Generalmajor ist dagegen im Wesentlichen eine vomDienstherrn aufgrund derEignung und Leistung des Soldaten zu treffende Entscheidung, die kaum weiteren Voraussetzungen unterliegt. Zum Generalmajor werden in der Praxis üblicherweise nurBerufsoffiziere ernannt.[A 3] Nach der Soldatenlaufbahnverordnung gilt sinngemäß, dass die Dienstgrade in derAnordnung des Bundespräsidenten beschriebenen Reihenfolge regelmäßig durchlaufen werden sollten und eine Mindestdienstzeit im vorangehenden Dienstgrad von mindestens einem Jahr die Regel sein sollte;[A 4] in der Praxis waren Generalmajore zuvor mehrere Jahre Brigadegenerale. In der Praxis haben die meisten Generalmajore denLehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst an derFührungsakademie der Bundeswehr oder einen äquivalenten Lehrgang an einer entsprechenden Einrichtung eines anderen Landes absolviert.[12][13][14][A 5]

Generalmajore werden nach derBundesbesoldungsordnung (BBesO) mitB 7besoldet.[6]

Alsbesondere Altersgrenze für Generalmajore wurde die Vollendung des 62.Lebensjahres festgesetzt.[15][A 6]

Dienstgradabzeichen

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Heer
Luftwaffe
Uniformträgerbereich[A 7][1]
Hauptartikel:Dienstgradabzeichen der Bundeswehr

DasDienstgradabzeichen für Generalmajore zeigtgoldenesEichenlaub und zwei goldeneSterne alsSchulterabzeichen.[1][4] DieUnterlagen der Schulterklappen (bei Heeresuniformträgern entsprechend auch dieFlachlitzen)[A 8] sindhochrot.[1]

Siehe auch:„Waffenfarbe“ undKragenspiegel der Generale

Äquivalente, nach- und übergeordnete Dienstgrade

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Den Dienstgrad Generalmajor führen nurHeeres- undLuftwaffenuniformträger.Marineuniformträger (außerSanitätsoffiziere) derselben Rangstufe führen den DienstgradKonteradmiral. Die ranggleichen Sanitätsoffizierdienstgrade sind die nach Uniformträgerbereich unterschiedlich lautenden DienstgradeGeneralstabsarzt bzw.Admiralstabsarzt (erste Dienstgradbezeichnung für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; letzte Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[4] In denStreitkräften derNATO ist der Generalmajor zu allen Dienstgraden mit demNATO-Rangcode OF-7 äquivalent.[3]

Im Sinne der ZDv 14/5 und derAnordnung des Bundespräsidenten ist der Generalmajor über dem rangniedrigerenBrigadegeneral bzw.Flottillenadmiral und unter dem ranghöherenGeneralleutnant bzw.Vizeadmiral eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung jeweils für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; zweite Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[2][4][14] Die zum Brigadegeneral ranggleichenSanitätsoffizierdienstgrade sind die nachApprobations­richtung und Uniformträgerbereich unterschiedlich lautenden DienstgradeGeneralarzt,Generalapotheker bzw.Admiralarzt (erste beiden Dienstgradbezeichnungen für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; letzte Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[4] Die zum Generalleutnant ranggleichen Sanitätsoffizierdienstgrade sind die nach Approbation und Uniformträgerbereich unterschiedlich lautenden DienstgradeGeneraloberstabsarzt bzw.Admiraloberstabsarzt (erste Dienstgradbezeichnung für Heeres- und Luftwaffenuniformträger; letzte Dienstgradbezeichnung für Marineuniformträger).[4]

 Offizierdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad[16] Höherer Dienstgrad[16]
Brigadegeneral
Flottillenadmiral
Generalarzt
Generalapotheker
Admiralarzt
Generalmajor
Konteradmiral
Generalstabsarzt
Admiralstabsarzt
Generalleutnant
Vizeadmiral
Generaloberstabsarzt
Admiraloberstabsarzt

Dienstgradgruppe:MannschaftenUnteroffiziere o.P.Unteroffiziere m.P.LeutnanteHauptleuteStabsoffiziereGenerale

Nationale Volksarmee

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Generalmajor
(Schulterstück,Aufnäher)
Landstreitkräfte
LSK / LV
Fluganzug
(linke Brustseite)
Grenztruppen
NVA Rangabzeichen bis 1990

In derNationalen Volksarmee und den anderenbewaffneten Organen derDeutschen Demokratischen Republik war der Generalmajor (GenMaj auch GM) der niedrigste Dienstgrad in der höchsten Gruppe der Offiziersdienstgrade.[17] Der Dienstgradinhaber hatte in der Regel eine akademische Ausbildung an der Generalstabsakademie der UdSSR in Moskau (heute:Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation).Die Ranginsignien,Schulterstück,Arabesken,Lampassen, Waffenfarben etc. wurden, nach Lesart der Staats- und Parteiführung, als Fortsetzung der militärischen Traditionen der Weimarer Republik weitgehend beibehalten.

Das Schulterstück bestand aus zwei geflochtenen goldfarbenen Schnüren mit dünner Einlage aus einer etwas dünneren silbernen Doppelschnur, auf Tuchunterlage in zugehöriger Waffenfarbe. Der fünfzackige Rangstern (ø = 17,5 mm) für Generalsränge bis Armeegeneral (auch Konteradmiral bisFlottenadmiral), unterscheidet sich deutlich vom viereckigen Rangstern für Offiziere und Fähnriche (ø = 12,5 mm). Die Untergrundfarbe für Schulterstücke,Lampassen,Arabesken undPaspelierung bezeichnete die Zuordnung zur betreffendenTeilstreitkraft bzw.Truppengattung. Der dem GenMaj entsprechende Dienstgrad derVolksmarine warKonteradmiral.
GemäßNATO-Rangcode war der Generalmajor der NVA mit OF-6 eingestuft und entsprach damit demBrigadegeneral der Bundeswehr.

Waffenfarben
Dienstgrad
niedriger:
Oberst


Generalmajor
(Konteradmiral)
höher:
Generalleutnant
Siehe auch:Dienstgrade der Nationalen Volksarmee,# undWaffenfarben (NVA)

Reichsheer, Reichswehr und Wehrmacht

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Generalmajor(Deutsches Kaiserreich)
Kragenstickerei (1826)
Schulterstück
Dienstgradabzeichen bis 1918 (Bayern)

Generalmajor(NS-Staat bis 1945)
Heer
 Luftwaffe
Arabeske
OF6 bis OF9
SchulterstückTarnanzug
Heer, Waffen-SS
KragenspiegelSchulterstückFliegeranzug

Mit derReichsgründung 1871 wurden die Dienstgrade despreußischen Heeres auf dasReichsheer übertragen, die dann auch vonReichswehr undWehrmacht übernommen wurden. In den deutschen Armeen wurde bis Ende desZweiten Weltkriegs der Dienstgrad Generalmajor für die Befehlshaber der EbeneBrigade/Division, häufig auch für die Kommandeure einer militärischen Behörde oder Einrichtung verwendet.[18] Ab 1940 war die Dienstgradbezeichnung von SS-Brigadeführern, die in derWaffen-SS dienten,SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS und bildete damit das Äquivalent zum Generalmajor der Wehrmacht. In der Rangfolge her entspricht der damalige Generalmajor heute dem Brigadegeneral, folgerichtig wurden ehemalige Generalmajore der Wehrmacht bei Einstellung in die Bundeswehr als Brigadegeneral übernommen.

Dienstgrad
niedriger:
Oberst

Generalmajor
(Konteradmiral)
höher:
Generalleutnant
Siehe auch:Dienstgrade der Wehrmacht undDienstgrade der Luftwaffe (1935–1945)

Bundesheer und Wachkörper (Österreich)

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Österreichisches Bundesheer

— Generalmajor —

AufziehschlaufeRockkragenTellerkappe
Anzug 75 / 03 | Rockkragen | Tellerkappe
DienstgradgruppeStabsoffiziere
NATO-RangcodeOF-7
Dienstgrad Heer/LuftwaffeGeneralmajor
Dienstgrad Marinekeiner
Abkürzung (in Listen)Genmjr
Besoldungsgruppe

Nach der Wiedererrichtung der Republik 1945 wurde der Titel Generalmajor von der Regierung dem Unterstaatssekretär für Heereswesen Franz Winterer verliehen, der allerdings wegen des Einspruchs derBesatzungsmächte sein Amt nicht ausüben durfte.

Mit derWiedergewinnung der Souveränität 1955 wurde auch der Titel Generalmajor wieder eingeführt. Diesem nachgeordnet war bald der Titel „Brigadier“ als niedrigste Generalscharge. Zwischen 1980 und 2002 wurdenach Schweizer Vorbild anstatt „Generalmajor“ die Bezeichnung „Divisionär“ verwendet. Allerdings wurde der Rang Generalmajor während Auslandseinsätzen weiterhin vergeben. Das Rangabzeichen enthielt bis 1980 einen Stern, seitdem – angepasst an internationale Usancen – zwei Sterne. Die aktuell gültigen Dienstgrade traten mit 1. Dezember 2002 in Kraft.[19]

Außerdem wird die Verwendungsbezeichnung Generalmajor für Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich verwendet; dazu gehörenBundespolizei undJustizwache. Da es sich bei den genanntenWachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um „Polizeioffiziere“, sondern sie führen lediglich Offiziersränge als Verwendungsbezeichnung. Im Übrigen ist ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres nicht möglich, da in der Bundespolizei Aufgaben, die im militärischen Bereich einem niedrigrangigen Offizier zukommen, von hochrangigen dienstführenden Beamten (E 2a), also Angehörigen der mittleren Laufbahnebene, wahrzunehmen sind.

  • WeitereRangabzeichen Generalmajor (OF-7)
  • Paroli Feldmarschalleutnant k.u.k. Armee
    ParoliFeldmarschalleutnant k.u.k. Armee
  • Generalmajor Feldanzug Bundesheer
    Generalmajor Feldanzug Bundesheer
  • Generalmajor Aufschubdistinktion Bundespolizei
    Generalmajor Aufschubdistinktion Bundespolizei
Niedrigerer Dienstgrad
Brigadier
Dienstgrad
  Generalmajor
Höherer Dienstgrad
Generalleutnant
Einordnung:RekrutenChargenUnteroffiziereOffiziere
Alle Dienstgrade auf einen Blick:Bundesheer-Dienstgrade

Gemeinsame Armee

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K.u.k. Generalmajor

InÖsterreich wurde wie in anderen Ländern Ende des 18. Jahrhunderts die niedrigste Generalscharge „Generalfeldwachtmeister“ durch die Dienstgradbezeichnung „Generalmajor“ ersetzt. Die nunmehrige Reihenfolge lautete Generalmajor,Feldmarschalleutnant,General (Feldzeugmeister),Feldmarschall.

Siehe auch:Rangabzeichen der österreichisch-ungarischen Streitkräfte

Schweizer Armee

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Hauptartikel:Divisionär der Schweizer Armee

In derSchweizer Armee ist mit dem deutschen Generalmajor derDivisionär vergleichbar.

Französische Streitkräfte

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Hauptartikel:Général de division

Der Begriffmajor-général bezeichnet in denfranzösischen Streitkräften keinen Dienstgrad, sondern dieDienststellung des unter einem höherrangigen General oder Admiral dienendenChef des Stabes. Der dem deutschen Generalmajor entsprechende Dienstgrad ist hingegen der „Général de division“. Die oft gebrauchte wörtliche Übersetzung in „Divisionsgeneral“ ist irreführend, da diese Bezeichnung im deutschen Militär nicht existiert (hat).

Verteidigungskräfte Osttimors

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  • Major-general der F-FDTL
    Major-general der F-FDTL

In denVerteidigungskräften Osttimors (F-FDTL) hatte der militärischeOberbefehlshaberTaur Matan Ruak seit 2009 den Rang einesMajor-general. Nach seinem Abschied 2011 wurde sein NachfolgerLere Anan Timur zumMajor-general befördert.

Russische Föderation

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DieStreitkräfte der Russischen Föderation haben im Jahre 1991 den ähnlich dem deutschen Dienstgrad Generalmajor lautendengeneral-major (kyrillisch:генера́л-майо́р) derStreitkräfte der Sowjetunion übernommen. Dort bezeichnet er den niedrigsten Dienstgrad der Generäle und entspricht im westlichen Verständnis dem einesBrigadegenerals.

Dienst-
grad

Generalmajor
Streitkräfte der Russischen Föderation


Schulterstück

WT,LLT
(1994–2010)

Paradeuniform
LSK,WT,LLT
(1994–2010)

LSK
(1994–2010)

LaSK,SRR
(1994–2010)

Paradeuniform
LaSK,SRR
(1994–2010)

Felduniform
(1994–2010)

Nationalgarde
(2016 ⇒ …)

Polizei
Siehe auch:Dienstgrade der russischen Streitkräfte

Rote Armee bis 1946

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  • Generalmajor (Felduniform)
    Generalmajor
    (Felduniform)

In derRoten Armee derSowjetunion wurden am 7. Mai 1940 die Generalsränge wieder eingeführt. Der bisher als Brigadekommandeur (KomBrig) bezeichnete Dienstgrad wurde zum Generalmajor. Der Generalmajor war der niedrigste Dienstgrad in der Gruppe der Generale. Er war mit dem Generalmajor derWehrmacht vergleichbar.

Siehe auch:Sowjetische Generalsränge

Spanische Streitkräfte

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Hauptartikel:General de División

In denspanischen Streitkräften heißt der mit dem deutschen Generalmajor vergleichbare DienstgradGeneral de División.

Streitkräfte der Vereinigten Staaten

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  • Major General
    Major General

In derUnited States Army, derUnited States Air Force, derUnited States Space Force und demUnited States Marine Corps ist derMajor General ein Dienstgrad, der mit dem deutschen Generalmajor vergleichbar ist. In der Hierarchie steht dieser über demBrigadier General und unter demLieutenant General. EinMajor General führt operativ eineDivision mit vier bis sechsBrigaden und damit 15.000–20.000 Soldaten. Ansonsten sindMajor Generals ranghohe Offiziere inStäben. Die US-Soldstufe ist O-8. DerNATO-Rangcode ist OF-7.

Es ist der höchste Dienstgrad, zu dem ein Offizier in den Streitkräften der Vereinigten Staaten regulär befördert werden kann. Für alle höheren Dienstposten muss der Offizier vomPräsidenten nominiert und vomSenat mit einfacher Mehrheit bestätigt werden.[20]

Siehe auch:Dienstgrade der Streitkräfte der Vereinigten Staaten

Siehe auch

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Weblinks

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Wiktionary: Generalmajor – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Generalmajore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

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  1. vgl. auch„Einsternegeneral“,„Dreisternegeneral“,„Viersternegeneral“.
  2. Links:Dienstgradabzeichen auf derSchulterklappe der Jacke desDienstanzuges für Heeresuniformträger. Rechts: Dienstgradabzeichen auf derSchulterklappe der Jacke desDienstanzuges für Luftwaffenuniformträger.
  3. Zum Generalmajor können im GrundeSoldaten auf Zeit,Berufssoldaten undReservisten ernannt werden, wobei in der Praxis (zumal im Frieden) fast nur Berufsoffiziere zum Generalmajor befördert werden. Beispiele für die Ernennung zum Generalmajord. R. sind (im Gegensatz zu→Brigadegeneralen d. R.) in der Bundeswehr nicht bekannt. Generalea. D. sind im Übrigen auch Reservisten. Sie werden aber üblicherweise nicht weiter befördert und leisten auch keine Wehrübungen. In der Praxis ist die Beförderung eines Reservisten zum Generalmajor zudem ausgeschlossen, weil keine entsprechendePlanstellen ausgeplant wurden und daher keine im Sinne derSoldatenlaufbahnverordnung in Verbindung mit der ZDv 20/7 sinngemäß (nicht formal) geforderteBeorderung erfolgen kann. Im Sinne derSoldatenlaufbahnverordnung ist ferner die Zugehörigkeit zurLaufbahngruppe derOffiziere naheliegend, obwohl auch dies nur implizit erschlossen werden kann, denn alleGenerale werden im Sinne derAnordnung des Bundespräsidenten weiter zu den Offizieren gezählt. Im Geltungsbereich derSoldatenlaufbahnverordnung sind Beförderungen der Offiziere nur innerhalb einer Laufbahn der Laufbahngruppe der Offiziere möglich. Auch wenn die Laufbahnen der Laufbahngruppe über den Oberst hinausgehend in der Soldatenlaufbahnverordnung nicht näher beschrieben sind, erfolgt die Beförderung in einen Dienstgrad der Dienstgradgruppe der Generale sinngemäß in Fortsetzung einer der Laufbahnen der Offiziere. Praktisch ausgeschlossen ist die Beförderung vonOffizieren einer der Laufbahnen des militärfachlichen Dienstes,des Geoinformationsdienstes oder desMilitärmusikdienstes. Ihre Beförderung ist in der Praxis ausgeschlossen, da keine entsprechendenPlanstellen ausgewiesen werden. Die Laufbahn im militärfachlichen Dienst endet in der Praxis und in der Beschreibung derSoldatenlaufbahnverordnung beimStabshauptmann. Für Militärmusikoffiziere ist aufgrund der begrenzten Planstellen höchstens der Dienstgrad Oberst zu erreichen. Im Geoinformationswesen ist der oberste Fachvorgesetzte Brigadegeneral.
  4. Mindestdienstzeiten seit Ernennung zu einem vorangehenden Dienstgrad sind formal also keine Voraussetzungen. Theoretisch könnte der Dienstgrad Generalmajor auch von Obersten und Brigadegeneralen „übersprungen“ werden oder bereits kurz nach Ernennung zum Oberst bzw. Brigadegeneral erreicht werden; theoretisch möglich ist auch eine Einstellung mit dem Dienstgrad Generalmajor. Ein seltenes Beispiel für einen dieser „Sonderfälle“, das uneingeschränkt auf Heeres- und Luftwaffenuniformträger und den Dienstgrad Generalmajor übertragbar wäre, istUlrich Weisser, der 1992 zunächst zumFlottillenadmiral ernannt wurde und noch im selben Jahr zumVizeadmiral ernannt wurde. Weisser übersprang den DienstgradKonteradmiral, vgl.Hans Ehlert: Ein Leben für die Bundeswehr. Minensucher, Superhirn, graue Eminenz. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH,Werner D’Inka,Berthold Kohler,Günther Nonnenmacher,Holger Steltzner, 6. Mai 2011, abgerufen am 15. August 2014 (Erstausgabe in derFrankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. April 2011. Nr. 97 / Seite 8). 
  5. ZDv 20/7 auf Grundlage§ 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002, § 44 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). )
  6. Die Altersgrenzen wurden mit dem Dienstrechtsneuordnungsgesetz 2009 neu bestimmt, vgl. insbes. Änderungen betreffend§ 45 SG und Übergangsbestimmungen gem.§ 96 SG. Vgl.Gesetz zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz – DNeuG). In:Bundesanzeiger Verlag (Hrsg.):BGBl. Teil 1, G 5702.Band 2009,Nr. 7.Bonn 11. Februar 2009,S. 160–275 (BGBl. 2009 I Nr. 7 [abgerufen am 14. November 2014]). 
  7. Aus Platzgründen verkürzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweilsHeeresuniformträger undLuftwaffenuniformträger. Die neben der Aufschiebeschlaufe für Heeresuniformträger abgebildetehochroteFlachlitze ist bei Heeresuniformträgern stets das Kennzeichen für die Zugehörigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale. Neben den hier auf denSchulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen für dieFeldbluseim fünffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel→„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.
  8. Beachte zur vorschriftswidrigen Trageweise der Waffenfarbe die Anmerkungen im→ Kapitel zur Waffenfarbe der Generale im Artikel „Waffenfarbe“

Einzelnachweise

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  1. abcdHartmut Bagger,Führungsstab der Streitkräfte I 3,Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen,S. 539 (Digitalisat [PDF;3,5 MB] Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996). Digitalisat (Memento vom 19. September 2014 imInternet Archive)
  2. abDer Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr,S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit demGesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)). 
  3. abAgreed English texts. STANAG 2116.NATO standardization agreement (STANAG).NATO codes for grades of military personnel. 5. Auflage. 1992 (englisch,NATO Rank Codes – 1992 [abgerufen am 25. März 2014]). 
  4. abcdefghDerBundespräsident (Hrsg.):Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (gesetze-im-internet.de [PDF] Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 14. Juli 1978 (BGBl. I S. 1067), die zuletzt durch Artikel 1 der Anordnung vom 31. Mai 1996 (BGBl. I S. 746) geändert worden ist). 
  5. Bundesminister der Verteidigung;Führungsstab der Streitkräfte IV 1 (Hrsg.):Abkürzungen für den Gebrauch in der Bundeswehr – Deutsche Abkürzungen –ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (ucoz.de [PDF] Stand 17. September 1999). 
  6. abAnlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1)Bundesbesoldungsordnungen A undB. (Online [abgerufen am 25. März 2014]Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur fürBerufs- undSoldaten auf Zeit und sind Anlage zumBundesbesoldungsgesetz (BBesG)). 
  7. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 4 Abs. 3 (2) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730). 
  8. abDer Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung,S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit demVerordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV)). 
  9. Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.):Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129). 
  10. Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.):Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung – VorgV). 4. Juni 1956 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129). 
  11. Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: www.gesetze-im-internet.de. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist). 
  12. Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (Online [abgerufen am 25. März 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). 
  13. Beachte auch:Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere
  14. abDer Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.):ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (PDF (Memento vom 26. Oktober 2014 imInternet Archive) [abgerufen am 26. März 2014] DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008). [[Zentrale Dienstvorschrift|ZDv]] 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten (Memento vom 26. Oktober 2014 imInternet Archive)
  15. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz,juris GmbH (Hrsg.):Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz – SG). Bonn 19. März 1956, § 45 Abs. 2 (3) – (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 10. November 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730). 
  16. abDie äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl.Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.):ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr,S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit demGesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in derSoldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in derVorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne einesVorgesetztenverhältnisses). 
  17. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, 1. Auflage (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0), Militärverlag der DDR (VEB) – Berlin, 1985, S. 231 General ...
  18. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage.Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1985, Generalmajor,S. 232 (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0). 
  19. BGBl. II Nr. 418/2002: 418. Verordnung: Führen militärischer Dienstgrade hier – §5
  20. 10 U.S. Code § 601 - Positions of importance and responsibility: generals and lieutenant generals; admirals and vice admirals
Normdaten (Sachbegriff):GND:4664235-3 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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