GIMP (englischGNUImageManipulationProgram, GNU-Bildbearbeitungsprogramm) ist ein pixelbasiertesGrafikprogramm. MitGIMP als Bildbearbeitungs-Werkzeug auf dem Rechner lassen sich die meisten der Retusche- und Optimierungs-Aufgaben für die gewünschte Bearbeitung von selbst erstellten Bildern und digitalen Fotos erledigen, indem es zahlreiche Funktionen zurBildbearbeitung und zumdigitalen Malen vonRastergrafiken bereitstellt. Das Programm ist einefreie Open-Source-Software und seit Jahren als kostenlose Alternative zum kostenpflichtigen Software-Angebot im Grafikbereich etabliert.
Die erste öffentliche Testversion von GIMP wurde von Peter Mattis am 21. November 1995 in derNewsgroupcomp.os.linux.development.apps angekündigt.[6] Zusammen mit seinem Kommilitonen Spencer Kimball hatte er das Programm als Studienarbeit entwickelt. Die erste Betaversion wurde für Linux (1.2.13),Solaris (2.4),HP-UX (9.05) undIRIX bereitgestellt. Die erste offizielle Version 0.54 erschien im Januar 1996. Die Version 1.0 wurde am 5. Juni 1998 veröffentlicht.[7]
Schon damals war GIMP ein umfangreiches Programm, das unter anderem mit einemPlug-in-System, beliebigem Rückgängigmachen und Wiederholen, intelligenter Schere,Dithering, Unterstützung von 8, 15, 16 und 24 BitFarbtiefe pro Bild, Zoom und Verschieben inEchtzeit gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Bilder, Unterstützung der FormateGIF,JPEG,PNG,TIFF undXPM sowie zahlreiche Auswahl- und Bearbeitungswerkzeuge. Allerdings galt das Programm anfangs als fehlerbehaftet und absturzfreudig. Zudem verwendete es damals noch dasproprietäre ToolkitMotif für die Benutzeroberfläche, für das die notwendigenHeader-Dateien nicht frei und kostenlos verfügbar waren. Daher konnte es von vielen Anwendern nur alsstatisch gelinktes und fertigeskompiliertes Programm verwendet werden; selbst an GIMP zu arbeiten und das Ergebnis sofort zu nutzen, war für sie nur schwer oder gar nicht möglich.
Als Peter Mattis von Motif auf eine freie Lösung umsteigen wollte, entwickelte er sein eigenes ToolkitGTK, das inzwischen als offenes Projekt ein Eigenleben führt und beispielsweise in der Desktop-UmgebungGnome verwendet wird. Dadurch war es möglich, GIMP komplett ohne Motif-Aufrufe zu implementieren und das Programm relativ einfach auf andere Systeme zu portieren.
GIMP hat vor allem unter Linux eine große Verbreitung gefunden und sich dort im Laufe der Zeit als Marktführer für digitale Bildbearbeitung etabliert. Das Programm ist Bestandteil vieler Linux-Distributionen, die nicht konsequent auf GTK-basierte Programme verzichten. Allerdings wurde auf demUbuntu Developer Summit nach der Veröffentlichung vonUbuntu 9.10 beschlossen, in Ubuntu 10.04 GIMP nicht mehr vorzuinstallieren, da es „zu kompliziert“ sei, es zu viel Platz auf der Installations-CD benötige und bereitsF-Spot mitgeliefert werde. Außerdem könne man es weiterhin über die Software-Repository nachladen.[8]
Plug-in, Undo, Farbkanäle, u. a. (Vorbild Photoshop 3)[9]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0
5. Juni 1998
NeueProgrammierschnittstelle mit der SkriptspracheSkript-Fu, GIMP-eigenes DateiformatXCF. Neue Speicherverwaltung, mit der das Laden großer Bilddateien kein Problem mehr ist.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2
25. Dez. 2000
Fehlerbereinigungen, Überarbeitung der grafischen Oberfläche
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0
24. März 2004
Erstmals einfachesCMYK,SVG-Import und -Export, rudimentäreDruckvorstufe, bessere Pfad- und Text-Werkzeuge, weitere Änderungen an der grafischen Oberfläche[10]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2
19. Dez. 2004
Vorschaufunktion für zahlreiche Werkzeuge, Anpassung der grafischen Oberfläche an dieGNOME Human Interface Guidelines, Vorschaufunktion,
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.4
24. Okt. 2007
Grafische Oberfläche überarbeitet, verbesserte Werkzeuge zur Freistellung, Skalierung und Text an Pfaden; einzelnes, unabhängiges Rückgängig-Machen länger zurückliegender Bearbeitungsschritte, Nutzung vonICC-Profilen, Skalierung mitLanczos-Filters
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.6
1. Okt. 2008
Umstieg auf neueGrafikbibliothekGeneric Graphics Library (GEGL) begonnen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.8
3. Mai 2012
Optionaler Ein-Fenster-Modus, Ebenengruppen, Texteingabe direkt auf der Leinwand, Speichern und Exportieren überarbeitet, Layercomposing mit GEGL[11]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.8.22
11. Mai 2017
Bugfix, zusätzliche Hilfedatei in Deutsch 2.8.2
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.9
27. Nov. 2015
Als unstabil gekennzeichnete Vorabversion für 2.10. Größere Farbtiefen pro Farbkanal (HDR: max. 16 bit, Gleitkomma 32 bit), simpleOpenEXR-Integration, mehr Direkt-Vorschau-Filter, experimentelle Integration von Hardware-Beschleunigung viaOpenCL, GEGL-Ziel 100 %[12][13][14]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.9.8
12. Dez. 2017
Neue Features und Bugfix mit öffentlichen 2.9.2, 2.9.4, 2.9.6 und 2.9.8[15][16] mit xcf-Dateigröße über 4 GB,[17] Gradienten, Clips, Importe,[18] nächste Version 2.10.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.10.0[19]
27. Apr. 2018
Neue Funktionen der Version 2.9 weiter ausgebaut, verbesserte und vereinfachte Bildtransformationen, stark ausgebaute Skalierungsmethoden,GEGL komplett, Geschwindigkeitsverbesserungen durch Multicore-Nutzung und Hardware-Beschleunigung über OpenCL (so viele wie möglich der bestehenden Filter werden portiert), weitere Detailverbesserungen.[20][21]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.10.28
18. Sep. 2021
Einige „Blockerbugs“ waren in Version 2.10.0 noch vorhanden und wurden in 2.10.2 gelöst;[22] auf Windows-System-Minimum: Windows 7 und höher. Ab 2.10.4 Beta für MacOS verfügbar.[23] In 2.10.6 wurde vertikaler Text eingeführt.[24] In 2.10.8 war vor allem die Behebung von Fehlern und Optimierung Update-Inhalt.[25] Neben der Behebung von vielen Fehlern und Limitierungen wurden einige neue Features in 2.10.10, 2.10.12 und 2.10.14 realisiert. Viele Filter wurden an GEGL angepasst.[26][27][28] Version 2.10.16 wurde aufgrund eines kritischen Fehlers zurückgezogen und nicht offiziell veröffentlicht, stattdessen folgte 2.10.18 mit deutlich überarbeiteter Benutzeroberfläche, verbesserten Werkzeugen, Optimierungen und Fehlerkorrekturen.[29] Version 2.10.20 hat im PSD-Support mit 16-Bit-Export und PDF-Plugin mit Mehr-Seiten-Support bedeutende Verbesserungen.[30] Version 2.10.22 hat verbesserte HEIF-, neue Avif- und verbesserte psp-Unterstützung.[31] Version 2.10.24: Geotiff Metadata support, „negative Darkroom“ für Negative[32][33][34]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.10.34
27. Feb. 2023
2.10.30: Diverse Fehler wurden behoben, verbesserte PSD-Unterstützung und Plugin-Anpassungen[35], 2.10.32 im Microsoft Store verfügbar[36], 2.10.34 mit einigen Backports von 2.99[37]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.99.18
21. Feb. 2024
Umstieg von GTK2- zum GTK3-Toolkit, voller Support für HiDPI-Displays, neues Plugin-API, verbesserte Unterstützung von Grafik-Tablets, vereinfachtes Theming, Multi-Layer-Support, 2.99.4: bugfix und Doku für Plugins, 2.99.6: bugfix, geänderte API für Filter.[38][39][40][41][42][43] Graues Thema und vieles mehr in 2.99.14.[44] In 2.99.16 über 100 Verbesserungen und Bugfixes[45]
Mit der am 1. Oktober 2008 erschienenen Version 2.6 wurde der Umstieg vom bisherigen Grafik-Kernel auf die neue unabhängige Bibliothek GEGL (Generic Graphics Library) begonnen. Zum Freigabetermin waren noch nicht alle Funktionen portiert, sodass die erhoffte Unterstützung höherer Farbtiefen fehlte. Diese folgte in Version 2.10, welche vollständig auf GEGL aufbaut. GEGL arbeitetnicht-destruktiv und unterstützt weitere Dateiformate, zum BeispielRohdatenformate von Digitalkameras.[46] Die Auslagerung der Bildbearbeitung in eine eigene Bibliothek ermöglicht die Nutzung der Funktionen in anderen Programmen – entsprechend gibt es bereits Anbindungen fürC#,[47]Ruby[48] undPython.[49] (Gegl-Sharp, GEGL-Vala, Pygegl obsolet seit April 2012)
Die aufwendige Migration auf GEGL – überwiegend durch nur eine Person umgesetzt – blockierte über viele Jahre die Entwicklung und war der Hauptgrund für die langen Entwicklungsdauern von Version 2.8 auf 2.10 (6 Jahre).[50][51]
Eng verwandt und ebenfalls Bestandteil von GIMP ist die Bibliothek babel welche zwischen verschiedenen Pixelformaten, Farbtiefen, Farbmodellen, Farbräumen, Speicherformaten etc. konvertiert.[52]
Die Benutzeroberfläche wurde wiederholt verändert. So wurde mit Version 2.6 ein permanentes Bildfenster implementiert, was vor allem den Anwendern mit weniger ausgefeilten Fenstermanagern zugutekommen sollte. Ab Version 2.8 gibt es einen optionalen Ein-Fenster-Modus. Die klassische, besonders bei Mehrmonitorbetrieb bewährte, aber auch oft kritisierte, Mehrfenstervariante bleibt als Standard erhalten.[53]
GIMP speichert ab Version 2.8 standardmäßig nur noch in das eigeneXCF-Format, für das Speichern in anderen Formaten existiert seitdem eine Export-Funktion. Diese Änderung sorgte für große Diskussionen.
In GIMP haben stabile Versionen immer eine gerade Versionsnummer, ungerade Versionsnummern sind Vorabversionen der folgenden Version. So war GIMP 2.9 die Entwicklungsversion für die aktuelle stabile Version GIMP 2.10. Bis Version 2.10 wurden in den Versionsupdates mit Änderungen in der dritten Versionsnummer (Sogenannte „Dot-Releases“, beispielsweise 2.9.2) nur Fehler korrigiert (semantic versioning). Mit der Version 2.10 änderte das Team die Versionierungsstrategie, nun werden auch kleinere, neue Funktionen in die alle paar Monate erscheinenden dot-Releases eingebaut. Damit sollen neue Funktionen schneller beim Anwender ankommen und GIMP für freiwillige Entwickler attraktiver werden.[51]
Version GIMP 3.0 benötigt GTK 3.24, da die Version 2 von GTK nicht mehr weiterentwickelt wird. Die Windows- und Mac-Versionen werden von den neuen Möglichkeiten wie Wacom-Tablet-Support inGTK3 profitieren. Das Plugin-System von GIMP wird darüber hinaus vonPython 2 auf Python 3 umgestellt, da Python 2 seit 2020 keine Updates mehr erhält. Plugins sollen daneben auch inLua undJavaScript geschrieben werden können.[54] Die „Gimp Registry“ – eine Seite auf welcher Erweiterungen für GIMP zu finden waren, wurde vom Netz genommen, da ihre Software veraltet war und Sicherheitsprobleme hatte und sich kein Freiwilliger fand, der sie auf eine neue Software migrierte. Stattdessen soll GIMP zukünftig einen eingebauten Plugin-Browser erhalten. Vorbild dafür ist der Plugin-Manager ausMozilla Firefox.[55]
Die Hauptentwickler von GIMP sind derzeit (Stand 2020) Michael Natterer, Jehan Pagès und Ell, Michael Natterer istMaintainer,[56] Hauptentwickler der zentralen Grafikbibliothek ist Øyvind Kolås.[57][51] Während GIMP als Projekt zurzeit keine Gelder verwaltet und deshalb keine Spenden sammelt, ruft es zu Spenden für die Hauptentwickler Jehan Pagès und Øyvind Kolås, sowie für dasGnome-Projekt auf.[58]
GIMP 3.2 soll dann nicht destruktives Editieren voll unterstützen und damit anspruchsvollesUndo und Redo beherrschen.[59]
Der Status der Entwicklung kann in Gitlab eingesehen werden, inklusive offener Fehler, Fehlerbehebungen und Verbesserungen.[60]
Die Bearbeitungsfunktionen sind über Werkzeugleisten, Menüs und dauerhaft eingeblendetePaletten (in GIMP „Dialog“ genannt) zu erreichen. Diese enthalten sogenannteFilter für grafische Effekte, zudem Pinsel sowie Umwandlungs-, Auswahl-,Ebenen- und Maskierungsfunktionen. Zum Standardumfang gehören eine Reihe von Pinseln, zudem sind alle bezüglich Kantenschärfe und Deckung einstellbar. Weitere können als Plugin installiert oder selbst erstellt werden, auch Photoshop-Pinsel können genutzt werden.[61] Der Standardumfang von GIMP kann mit Erweiterungen und weiteren Pinseln von Drittanbietern erweitert werden. Weiterhin hat GIMP eine druckempfindliche Sprühdose (fürGrafiktabletts). GIMP unterstützt mehr als dreißig Dateiformate.[62]
Ab Version 2.10 werden mehrere Prozessorkerne (zurzeit max. 64 Threads) unterstützt.[63] Außerdem wird auch die GPU für die Berechnungen herangezogen, dafür haben die Entwickler OpenCL integriert, auf die GEGL zugreifen kann. Die Wirkung von Filtern wird ab Version 2.10 nicht mehr in einem kleinenVorschaubild im Filterfenster gezeigt, sondern ist live im Hauptfenster zu sehen.[64]
GIMP hat Farbpaletten fürRGB,HSV,CMYK, ein Farbrad sowie Funktionen, um Farben aus einem Bild zu entnehmen (Pipette). Auch wenn das Programm eine CMYK-Palette anbietet, arbeitet es immer in RGB mit einer Farbtiefe bis 32 Bit (Ganzzahl oderGleitkomma). Intern arbeiten alle auf GEGL portierten Funktionen mit 32 Bit Gleitkommazahlen. Durch die Umstellung auf GEGL sind mit CMYK undLab die Unterstützung weiterer Farbräume geplant.
Palette (in GIMP „Dialog“ genannt) für Ebenen, Farbkanäle, Pfade und „Rückgängig“
GIMP besitzt Auswahlfunktionen für rechteckige, runde und freiförmige Bereiche sowie nach Farbe und nach starken Farbkanten. Daneben kennt das Programm Ebenen, die sich ausblenden oder in der Deckung verändern lassen. Auch eine direkte Beeinflussung der einzelnen Farbkanäle ist möglich.
Nahezu alle Vorgänge in GIMP können durch sogenannteGIMP-Skripte automatisiert werden. Diese Art von Programmen kann durch den eingebautenScheme-Interpreter (Skript-Fu) sowie über eine externe Anbindung vonPerl,Python oderTcl verarbeitet werden. Die Unterstützung von inRuby geschriebenen GIMP-Skripten befindet sich noch in einem experimentellen Stadium.Makros können daher mit den oben genanntenProgrammiersprachen erstellt werden, entsprechendeSchnittstellen bzw.Bindings sind vorhanden. Auf diese Weise erstellte Skripte undPlug-ins für GIMP könneninteraktiv sowie imBatch-Modus ausgeführt werden, das heißt ohne Interaktion eines Benutzers. Wiederkehrende (auch komplexe) Bildbearbeitungsvorgänge können so automatisiert werden. Grafiken für eineWebseite können beispielsweise direkt überCGI-Skripte erzeugt werden, man kann bei einer großen Anzahl an Bilddateien eineFarbkorrektur vornehmen oder dasGrafikformat ändern. Hinweise zur Verwendung solcher Skripte finden sich imGIMP-Wikibook.
GimpML ist ein Plugin für Filter mitMaschinellem Lernen für GIMP 2.10. Bei Nvidia-Grafikkarten wird die TechnologieCUDA genutzt.[65] Dazu steht auch eine Entwicklungsversion für GIMP 2.99.6 zur Verfügung.
Um den Umstieg für Benutzer von Adobe Photoshop zu erleichtern, gab es die inzwischen eingestellten Projekte GimpPs[66] und PhotoGIMP.[67] Bei beiden Projekten wurde die Benutzeroberfläche so umgebaut, dass sie Photoshop ähnlicher ist. Außerdem werden einige Shortcuts angeglichen.
CinePaint (früherFilm Gimp) ist ein professionellerAbleger von GIMP, der sich durch größereFarbtiefen und einFarbmanagement auszeichnet. Diese Version wird in der Filmindustrie verwendet und hat dort die eingestellteIRIX-Version vonAdobe Photoshop ersetzt.
GIMPshop ist eine Modifikation von GIMP, die v. a. in Erscheinungsbild und BedienungAdobe Photoshop angeglichen ist. Der ursprüngliche Entwickler Scott Moschella wollte damit langjährigen Nutzern des kommerziellen Photoshops den Umstieg erleichtern. Die Entwicklung ist seit 2006 und der Version 2.2.11 (auf GIMP 2.2.11 bezogen) ausgesetzt. Zuletzt wurde die Version 2.8 freigegeben (vorerst nur für Windows und macOS). Unter der ursprünglichen Downloadadresse wird mittlerweileMalware verbreitet.[68] Einer der Hauptansatzpunkte von GIMPshop wurde zwischenzeitlich in Form des „Ein-Fenster-Modus“ in die Hauptversion von GIMP übernommen.
In der Tradition von GIMPshop steht GimPhoto,[69] das ebenfalls mit einer Photoshop-ähnlicheren Bedienung aufwartete und über die kleine AnwendungGimPad noch mehr an individuelle Bedürfnisse im Erscheinungsbild angepasst werden konnte. Die letzte Version von GimPhoto 24.1 (Windows und Linux) und 26.1 (macOS) wurden 2014 veröffentlicht.[70]
Glimpse ist ein GIMP-Ableger, der 2019 – nach einer einmonatigen Diskussion aufGitLab – ins Leben gerufen wurde.[71] Grund dafür war der Name GIMP gewesen; „gimp“ beschreibt im Englischen auch einenKrüppel oder eine Ganzkörper-Latexkleidung, die beiBDSM-Spielen verwendet wird.[72] DieUpstream-Bibliothek von GIMP sollte auch für Glimpse weiterhin genutzt werden, allerdings wollte das Team neben dem Namen auch die Oberfläche ändern.
Am 23. Mai 2021 wurde das Projekt eingestellt, nachdem der Entwickler Bobby Moss, der das Projekt zusammen mit Christopher Davis und Clipsey leitete,[73] seinen Rücktritt bekanntgab.[74]