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Gérard Debreu

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Gérard Debreu (1977)

Gérard Debreu (*4. Juli1921 inCalais,Frankreich; †31. Dezember2004 inParis) war ein französisch-amerikanischerWirtschaftswissenschaftler und Träger desAlfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften von 1983.

Werdegang

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Kurz vor Beginn desZweiten Weltkriegs beendete er das College, aber anstatt an die Universität zu wechseln, nahm er an einem improvisierten mathematischen Curriculum inAmbert teil. Später zog er nachGrenoble und wurde 1941 an derÉcole normale supérieure angenommen. Kurz vor seinem Abschluss trat er 1944 nach demD-Day freiwillig in diefranzösische Armee ein. Er wurde inAlgerien ausgebildet und diente danach bis Juli 1945 bei den französischen Besatzungstruppen in Deutschland.

Schließlich graduierte er Ende 1945 und interessierte sich zunehmend für Ökonomie, im Besonderen für dieAllgemeine GleichgewichtstheorieLéon Walras’. Er wurde Assistent amCentre national de la recherche scientifique und erhielt ein Rockefeller-Stipendium, das es ihm ermöglichte, mehrere amerikanische Universitäten zu besuchen, ebenso wie jene vonUppsala undOslo in den Jahren 1949 und 1950. Nachdem er von derUniversität von Chicago ein Angebot bekommen hatte, dort als Forschungsmitarbeiter zu arbeiten, trat er diese Stelle im Sommer 1950 an. Dort blieb er, abgesehen von kurzen Aufenthalten inParis, für fünf Jahre. 1955 zog es ihn an dieYale University, wo er 1959 seine erste MonographieTheory of Value publizierte. 1960 bis 1961 arbeitete er an derStanford University, ab 1962 an derBerkeley-Universität, wo er als emeritierter Professor der Ökonomie und Mathematik einen Lehrstuhl innehatte. Während der späten 1960er und 1970er Jahre besuchte er die Universitäten vonLeiden,Cambridge,Bonn undParis.

Im Jahr 1990 stand Debreu derAmerican Economic Association als gewählter Präsident vor.[1]

Forschung

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1954 veröffentlichte er gemeinsam mitKenneth Arrow den weitbeachtetenAufsatzExistence of an Equilibrium for a Competitive Economy in der FachzeitschriftEconometrica, auf welchen dasArrow-Debreu-Gleichgewichtsmodell zurückgeht. Seine späteren Arbeiten behandelten hauptsächlichdifferenzierbareNutzenfunktionen und minimal-konkave Nutzenfunktionen.

MitHugo F. Sonnenschein undRolf Mantel legte er Anfang der 1970er Jahre die Grundlage für dasSonnenschein-Mantel-Debreu-Theorem.[2][3][4]

1983 erhielt er denAlfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Leistungen auf dem Gebiet der allgemeinen Gleichgewichtstheorie. 1976 wurde ihm der französischeOrdenLégion d’honneur verliehen. 1974 hielt er einen Plenarvortrag auf demICM inVancouver (Four Aspects of the Mathematical Theory of Equilibrium). 1970 wurde er in dieAmerican Academy of Arts and Sciences gewählt, 1977 in dieNational Academy of Sciences und 1984 in dieAmerican Philosophical Society.

Weblinks

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Commons: Gérard Debreu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Past and Present Officers. aeaweb.org (American Economic Association), abgerufen am 27. Oktober 2015 (englisch). 
  2. Gérard Debreu:Excess demand functions. In:Journal of Mathematical Economics 1.1, S. 15–21, 1974,doi:10.1016/0304-4068(74)90032-9.
  3. Wayne Shafer, Hugo Sonnenschein:Market demand and excess demand functions. In: Kenneth J. Arrow and Michael D. Intrilligator (Hrsg.):Handbook of Mathematical Economics. Bd. 2. North Holland, Amsterdam 1982,ISBN 978-0-444-86127-6, S. 671–693,doi:10.1016/S1573-4382(82)02009-8.
  4. S. Abu Turab Rizvi:The Sonnenschein-Mantel-Debreu Results after Thirty Years. In:History of Political Economy 38, S. 228–246, Duke University Press, 2006,doi:10.1215/00182702-2005-024.
Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften

1969: Ragnar A. K. Frisch,Jan Tinbergen |1970: Paul A. Samuelson |1971: Simon S. Kuznets |1972: John R. Hicks,Kenneth J. Arrow |1973: Wassily Leontief |1974: Gunnar Myrdal,Friedrich August von Hayek |1975: Leonid W. Kantorowitsch,Tjalling C. Koopmans |1976: Milton Friedman |1977: Bertil Ohlin,James E. Meade |1978: Herbert A. Simon |1979: Theodore W. Schultz,Sir Arthur Lewis |1980: Lawrence R. Klein |1981: James Tobin |1982: George J. Stigler |1983: Gérard Debreu |1984: Richard Stone |1985: Franco Modigliani |1986: James M. Buchanan Jr. |1987: Robert M. Solow |1988: Maurice Allais |1989: Trygve Haavelmo |1990: Harry M. Markowitz,Merton H. Miller,William F. Sharpe |1991: Ronald H. Coase |1992: Gary S. Becker |1993: Robert W. Fogel,Douglass C. North |1994: John C. Harsanyi,John F. Nash Jr.,Reinhard Selten |1995: Robert E. Lucas |1996: James A. Mirrlees,William Vickrey |1997: Robert C. Merton,Myron S. Scholes |1998: Amartya Sen |1999: Robert A. Mundell |2000: James J. Heckman,Daniel L. McFadden |2001: George A. Akerlof,A. Michael Spence,Joseph E. Stiglitz |2002: Daniel Kahneman,Vernon L. Smith |2003: Robert F. Engle III,Clive W. J. Granger |2004: Finn E. Kydland,Edward C. Prescott |2005: Robert J. Aumann,Thomas C. Schelling |2006: Edmund S. Phelps |2007: Leonid Hurwicz,Eric S. Maskin,Roger B. Myerson |2008: Paul Krugman |2009: Elinor Ostrom,Oliver E. Williamson |2010: Peter A. Diamond,Dale T. Mortensen,Christopher A. Pissarides |2011: Thomas J. Sargent,Christopher A. Sims |2012: Alvin E. Roth,Lloyd S. Shapley |2013: Eugene F. Fama,Lars Peter Hansen,Robert J. Shiller |2014: Jean Tirole |2015: Angus Deaton |2016: Oliver Hart,Bengt Holmström |2017: Richard H. Thaler |2018: William D. Nordhaus,Paul Romer |2019: Abhijit Banerjee,Esther Duflo,Michael Kremer |2020: Paul Milgrom,Robert B. Wilson |2021: David Card,Joshua Angrist,Guido Imbens |2022: Ben Bernanke,Douglas W. Diamond,Philip Dybvig |2023: Claudia Goldin |2024: Daron Acemoğlu,Simon Johnson,James A. Robinson |2025: Joel Mokyr,Philippe Aghion,Peter Howitt

Personendaten
NAMEDebreu, Gérard
KURZBESCHREIBUNGfranzösischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger
GEBURTSDATUM4. Juli 1921
GEBURTSORTCalais,Frankreich
STERBEDATUM31. Dezember 2004
STERBEORTParis
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