
EinTrog ist ein großer offener länglicher Behälter, der hauptsächlich der Aufnahme von Tiernahrung (Futtertrog) oder Trinkwasser für Mensch und Tier (Wassertrog) dient. InAltbayern und im österreichischen Alpenraum werden diese Tröge – insbesondere bei Brunnen und Wasserbecken – alsGrand(er) bzw.Wassergrand(er) bezeichnet.[1]
Ein Trog steht – im Unterschied zu einem transportablenEimer – im Allgemeinen an einem festen Platz direkt auf dem Boden. Abgrenzungen zum Begriff „Wanne“ sind manchmal schwierig (z. B. „Mörtelwanne“ etc.)
Technisch gesehen sind auchSarkophage nichts anderes als Tröge; sie sind allerdings durch einenDeckel geschlossen.
Tröge konnten – je nach Funktion – sowohl aus Stein, als auch aus Keramik, Holz und Metall (Kupfer, Zink) gefertigt werden. In vielen Fällen war ihre Wasserdichtigkeit von Bedeutung.
Die ältesten bekanntenmonolithischen Steintröge stammen ausGöbekli Tepe, Ostanatolien, und dienten sowohl zur Aufbewahrung als auch zur Wässerung und Gärung von Getreide zwecks der Herstellung vonBier. Beispiele aus jüngerer Zeit sindViehtränken oder die Wasserauffangbecken im Gebirge oder anBrunnen. Seit dem ausgehenden Mittelalter wurden Tröge auch gemauert und fanden ihren Platz inWaschhäusern.
Ein für Heu und Stroh geeigneter Futterbehälter in Rinder-, Esel- oder Pferdeställen oder für das Wild im Wald wird alsKrippe (typisch: Holzlattenbauweise) oderRaufe (Baustoff Holz, Metall oder Plaste) bezeichnet (vgl. auchWeihnachtskrippe).