Frustration

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Dieser Artikel behandelt Frustration in derPsychologie. Siehe auch:Frustration Dome,Frustration Ridge bzw.Geometrische Frustration, magnetische Frustration in einem physikalischen System.
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Frustration ist nicht – wie die umgangssprachliche Verwendung dieses Wortes suggeriert – immer nur etwas Schlechtes. Im Artikel steht leider nichts über das Konzept der „optimalen Frustration“ z. B. in der Selbstpsychologie vonHeinz Kohut. Es wäre dem Artikel sehr zuträglich, wenn hier mehr Fachliteratur ausgewertet würde, denn vermutlich ist Kohut auch gar nicht der Einzige, der zum Thema beigetragen hat.
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Frustration

EineFrustration ist das Erlebnis eines unfreiwilligen Verzichts auf Erfüllung einerErwartung oder einesWunsches. Im Gegensatz zurDepression, welche eine tiefer verankerte psychische Erkrankung darstellt, handelt es sich bei der Frustration in der Regel um ein temporär begrenztes Empfinden einzelner Situationen.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Sprachgebrauch

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Das WortFrustration kommt von lat.frustra = vergeblich bzw.frustratio = „Täuschung einer Erwartung“.[1]

In der Umgangssprache wird der BegriffFrust verwandt, um ein Gefühl desMissmuts bzw. derVerdrossenheit zu benennen.

Das Eigenschaftswortfrustran wird in ärztlichen Befunden eingesetzt, um zum Beispiel die Vergeblichkeit einerTherapie darzustellen. Gemeint ist „vergeblich“, „ohne Effekt“.[2]

Perspektive der klassischen Psychoanalyse

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Ursachen der Frustration können in einer unzuträglichen Konstellation in der äußeren Welt (äußere Frustration) oder einer durch dasUnbewusste erzeugten Versagung von Triebwünschen durch dasÜber-Ich (innere Frustration) liegen. Ebenso entsteht Frustration durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen, enttäuschte Erwartungen und erlittene Ungerechtigkeiten, welche sich in einem Zustand derEnttäuschung äußern. Unmittelbare negative Folgen könnenAggressionen sein,[3] längerfristige einBurnout-Syndrom[4] oder die oben erwähnteDepression.

Frustrationszustand

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Der Frustrationszustand kann entweder alsintervenierende Variable aus seinen Folgen erschlossen oder auch direkt erfasst werden, zum Beispiel mit Hilfepsychophysiologischer Messungen. Er ist von derFrustrationstoleranz eines Individuums abhängig, das heißt von der individuellen Fähigkeit, frustrierende Bedingungen zu ertragen.

Die Frustrationsreaktionen können inextrapunitive, intropunitive undimpunitive (punitiv ~ strafend) eingeteilt werden. Der Betroffene konstruiert demnach verschiedene Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge:Bei den extrapunitiven Frustrationsreaktionen werden äußere Faktoren als Frustrationsursachen identifiziert, zum Beispiel andere Personen. Bei den intropunitiven werden die Ursachen in der eigenen Person aufgefasst. DieBagatellisierung der Frustrationsursachen ist eine impunitive Frustrationsreaktion.

Frustrationshypothesen

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InPsychologie undVerhaltensbiologie werden unterschiedlicheHypothesen diskutiert, wie dieFrustrations-Aggressions-Hypothese, dieFrustrations-Regressions-Hypothese und dieFrustrations-Fixierungs-Hypothese. Die Frustration kann sich äußern inAggression,Depression,Regression,Rationalisierung oderSublimation (siehe auchAbwehrmechanismus).

Der BegriffFrustration kennzeichnet nicht die Faktoren, die eine Zielerreichung behindern, sondern den Zustand und seine Folgen. Frustrierende Faktoren sind

  • äußere, wie z. B. eine Gewaltandrohung oder eine 'Zwickmühle' (Entscheidungs-Dilemma), Mangel an Befriedigungsgelegenheiten, oder
  • innere, wieSelbstbeherrschung oder Gewissensforderungen.

Auch unsystematischer Wechsel von Belohnung und Bestrafung oder zeitliche Verzögerung von Befriedigungszuständen gelten als Frustrationsfaktoren; sie können bei Kindern zueiner unsicheren Bindung führen.

Literatur

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Weblinks

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Wikiquote: Frustration – Zitate
Wiktionary: Frustration – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Duden. Deutsches Universalwörterbuch. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007.ISBN 3-411-05506-5
  2. Eintrag (Memento vom 4. Mai 2007 im Webarchivarchive.today) in Roche Lexikon Medizin, 4. Auflage; Urban & Fischer Verlag, München 1984/1987/1993/1999, abgerufen am 5. Oktober 2015.
  3. Uwe Henrik Peters:Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie, Ausgabe: 6 – 2007, S. 199.hier online
  4. Wolfgang Seidel (Prof. em.): Burnout: Erkennen, verhindern, überwinden. Die eigenen Emotionen steuern lernen. Wie neueste Erkenntnisse helfen. Humboldt-Verlag 2011. S. 68.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4018740-8(lobid,OGND,AKS)
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