
DieFrontenac Motor Corporation war ein gemeinsamesUS-amerikanisches Unternehmen vonLouis undGaston Chevrolet inIndianapolis. Louis kehrte 1915 zumIndanapolis-500-Rennen zurück, nachdem erChevrolet verlassen hatte. Im ersten Jahr seiner neuen Karriere fuhr er einenCornelian, aber 1916 saß er hinter dem Steuer eines von ihm gebauten Autos.
Die Gesellschaft wurdeFrontenac genannt, benannt nachLouis de Buade, comte de Frontenac et de Palluau, dem Gouverneur derfranzösischen Nordamerika-Kolonien im 17. Jahrhundert. Die Frontenac-Rennwagen konnten1916 und1917 auf den Rennstrecken beachtliche Erfolge einfahren. ImErsten Weltkrieg wurden Autorennen eingestellt; dann aber war Frontenac wieder da und war bis1921 auf den Rennstrecken zu sehen. Dann zogen sich die Gebrüder Chevrolet vom Rennsport zurück.
Im gleichen Jahr stieg der KonstrukteurCornelius van Ranst in das Unternehmen ein, dessen Präsident Louis Chevrolet wurde. Es sollte einTourenwagen mitVierzylindermotor in Serie gebaut werden, der aber auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in den USA nur alsPrototyp entstand. Bereits im Mai 1923 musste die GesellschaftKonkurs anmelden. Aber Chevrolet konstruierte einen weiteren Tourenwagen mitAchtzylindermotor und hydraulischen Bremsen an allen vier Rädern. Doch auch von diesem entstand nur ein Prototyp. 1925 wurde die Frontenac Motor Corporation endgültig aufgelöst.
| Modell | Bauzeitraum | Zylinder | Leistung | Radstand | Aufbauten |
|---|---|---|---|---|---|
| Four | 1921–1923 | 4 Reihe | 60 bhp (44 kW) | 3048 mm | Tourenwagen 5 Sitze |
| Eight | 1923–1925 | 8 Reihe | 80 bhp (59 kW) | 3556 mm | Tourenwagen 5 Sitze |
1922 entstanden vier Fahrzeuge für dieCompania Automobiles Anahuac de Mexico, die nach Mexiko exportiert werden sollten. Als Markenname warAnahuac vorgesehen. Der Plan scheiterte. Die Fahrzeuge hatten einenVierzylindermotor und einFahrgestell mit 292 cmRadstand.[1]