Friedhelm Hoffmann (*12. Mai1966 inMoers) ist ein deutscherÄgyptologe.
Hoffmann begann nach dem Abitur in Moers 1985 und dem anschließenden Wehrdienst im Wintersemester 1986/1987 ein Studium der Ägyptologie,Latinistik undGermanistik an derJulius-Maximilians-Universität Würzburg. Dieses schloss er 1991 mit der Magisterarbeit „Ägypter und Amazonen, eine Neubearbeitung zweier demotischer Papyri“ ab. Anschließend erarbeitete er seineDissertation zum „Papyrus Krall“ und dessen Stellung im sogenannten „Inaros-Petubastis-Zyklus“ und absolvierte von 1992 bis 1993 ein Aufbaustudium in Linguistischer Informations- und Textverarbeitung. DiePromotion erfolgte 1994.
1994 bis 1996 bearbeitete Friedhelm Hoffmann im Rahmen von Forschungs- und Ausbildungsstipendien desDeutschen Archäologischen Instituts (DAI) und derDeutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) diedemotischsprachigenOstrakafunde der DAI-Ausgrabung inElephantine und die demotischenPapyri in der Sammlung des Carsten-Niebuhr-Instituts inKopenhagen. Im Anschluss war er bis Januar 2002 als wissenschaftlicher Assistent (danach bis Juli 2002 als wissenschaftlicher Oberassistent) am Institut für Ägyptologie der Universität Würzburg angestellt. Dort entstand auch seine Habilitationsschrift „Wort und Bild. Texte und Untersuchungen zur ägyptischen Statuenbeschreibung“, aufgrund derer er 2002 dieLehrberechtigung für dieLudwig-Maximilians-Universität München erhielt. Dort war er bis 2007 alsPrivatdozent tätig und erhielt ein Stipendium desHeisenberg-Programms der DFG. Anschließend erfolgte die Umhabilitierung an dieRuprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo Hoffmann 2008 bis 2010 auch Mitarbeiter desExzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ war.
Im Wintersemester 2009/2010 vertrat er die Professur für Wissenschaftsgeschichte an derJohann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, im Sommersemester 2010 die für Ägyptologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zum 1. September 2010 wurde er dort als Nachfolger vonGünter Burkard zum Inhaber der zuvor von ihm vertretenen Professur berufen.[1] In dieser Funktion ist er Vorsteher des Instituts für Ägyptologie undKoptologie der Universität. Seit dem Wintersemester 2013/2014 ist Hoffmann außerdem Vorstand und Sprecher des ArchaeoBioCenters der Universität München,[2] seit dem Wintersemester 2014/2015 Vorstand und stellvertretender Sprecher desMünchner Zentrums für Antike Welten.
Nachstehende Liste umfasst lediglich die publizierten Monographien. Eine vollständige Liste, die auch die Herausgeberschaften, Aufsätze und sonstigen Publikationen umfasst, findet sich auf Hoffmanns Website an der LMU München.[3]
Hoffmann ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift fürDemotistik und Koptologie „Enchoria“ (seit Band 28, der 2002/2003 erschien), der Fachzeitschrift „Münchner Ägyptologische Studien“ (MÄS, seit Band 57 „Ugarit-Verlag“), sowie der Publikationsreihen „Fotografie und Archäologie“ (seit Band 2, der 2012 erschien) und „Tuna el-Gebel“ (seit Band 3, der 2011 erschien).
| Personendaten | |
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| NAME | Hoffmann, Friedhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ägyptologe |
| GEBURTSDATUM | 12. Mai 1966 |
| GEBURTSORT | Moers |