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Frickenhausen am Main

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WappenDeutschlandkarte
Frickenhausen am Main
Deutschlandkarte, Position des Marktes Frickenhausen am Main hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:49° 40′ N,10° 6′ O49.67055555555610.093611111111180Koordinaten:49° 40′ N,10° 6′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Unterfranken
Landkreis:Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft:Eibelstadt
Höhe:180 m ü. NHN
Fläche:10,55 km²
Einwohner:1161 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:110 Einwohner je km²
Postleitzahl:97252
Vorwahl:09331
Kfz-Kennzeichen:, OCH
Gemeindeschlüssel:09 6 79 131
LOCODE:DE FAA
Marktgliederung:2Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Babenbergplatz 7
97252 Frickenhausen
Website:www.frickenhausen-main.de
Erster Bürgermeister:Günther Hofmann[2] (SPD/Freie Wähler)
Lage des Marktes Frickenhausen am Main im Landkreis Würzburg
Karte
Karte
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Frickenhausen am Main
Spätmittelalterliches Rathaus mit barockem Bürgerhaus und Mariensäule
Unteres Tor, westliches Haupttor der im 15. Jahrhundert erbauten Befestigung mit Renaissancegiebel von 1518
Die Valentinskapelle im Frickenhäuser Weingarten im Besitz der Familie Pfeuffer
Schwarzenberg Palais
Frühere Weinkellerei des Domkapitels zu Würzburg, 1475 unter Wilhelm Herr zu Limburg errichtet von dem Baumeister Jorg von Elrichhausen
Pfarrkirche St. Gallus
Luftaufnahme von Frickenhausen am Main (im Hintergrund Stadt Ochsenfurt)

Frickenhausen am Main (amtlich:Frickenhausen a.Main) ist einMarkt imunterfränkischenLandkreis Würzburg und Mitglied derVerwaltungsgemeinschaft Eibelstadt. Es handelt sich um einen der ältesten mittelalterlichen Weinorte inMainfranken, dessen historisches Erscheinungsbild weitgehend erhalten ist. Unter der Herrschaft desDomkapitels zuWürzburg entstanden zahlreicheFachwerk- undBarockgebäude. Die Weingüter sind seitsalischer Zeit bekannt.[3]

Geographie

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Die Gemeinde liegt im Regierungsbezirk Unterfranken, in der Region Mainfranken, im Landkreis Würzburg an der südlichen Spitze des Maindreiecks.

Frickenhausen hat zweiGemeindeteile (in Klammern ist derSiedlungstyp angegeben):[4][5]

Nachbargemeinden sind Ochsenfurt und Segnitz.

Geschichte

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Babenberger

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Bis zum 9. Jahrhundert gehörte die Siedlung zum Herrschaftsbereich derBabenberger. Der örtliche Weinbau und die Errichtung einer eigenen Kirche dürfte auf dieses Adelsgeschlecht zurückgehen. Frickenhausen gelangte dann an dasHochstift Würzburg im Wege einerSchenkung, nachdem der gräflich babenbergische Besitz infolge derBabenberger Fehde dem Reich verfallen war. Diese Schenkung ist dokumentiert in einer Urkunde von KönigLudwig dem Kind aus dem Jahr 903. Der König schenkte dem Bistum Würzburg Kirche und Königsgut in Frickenhausen.[6] Damit sollte es für die Verwüstungen durchAdalbert von Babenberg entschädigt werden.

Hochstift Würzburg

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Die Würzburger Bischöfe erhoben Frickenhausen zum bischöflichenTafelgut. Sie förderten das örtlicheGewerbe und die Landwirtschaft, insbesondere denWeinbau. Am 12. Mai 1182 bestätigte PapstLucius III. dem Hochstift die „villa, que dicitur Frickenhusen.“[7] BischofBerthold II. von Sternberg inkorporierte 1276 mit Zustimmung des Domkapitels die bischöfliche Patronatspfarrei „Frickenhusen“ mit ihren Kapellen dem Hochstift zur Aufbesserung derPfründe.[8] Im 14. Jahrhundert sammelte das Hochstift immer mehr Schulden an, was zu Anfang des 15. Jahrhunderts den damaligen BischofJohann I. von Egloffstein dazu veranlasste, durch Verkäufe die Verschuldung des Hochstifts zu reduzieren.

Domkapitel zu Würzburg

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So kam Frickenhausen durch einen Verkauf im Jahr 1406 für 10.000Gulden an das WürzburgerDomkapitel, das den Ort weiter förderte. Es kann nicht mit Bestimmtheit nachgewiesen werden, wann der Ort dasMarktrecht erhielt. Wenn kein Datum der Marktrechtverleihung überliefert ist, deutet dies auf ein hohes Alter des Marktgeschehens hin. Da aber KönigRuprecht von der Pfalz (1400–1410) am 14. November 1406 vom Domkapitel die schriftliche Bitte vorgelegt wurde, den Jahrmarkt amGallustag (16. Oktober) um drei Tage zu verlängern, müssen schon früher regelmäßig Märkte stattgefunden haben. Im Jahre 1642 wurde mit dem Jahrmarkt auch ein Viehmarkt verbunden. Allen Besuchern, die sich am Frickenhäuser Markt beteiligten, wurde des Hl. Römischen Reichs Schirm und Geleit zugesichert.

Im Jahre 1475 baute das Domkapitel eine große Weinkellerei. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde außerdem eine massive Befestigung mit Mauer und Türmen angelegt. Der spätmittelalterliche Mauerring umfasst den Ort in einem etwa rechteckigen Umriss und ist in seinem ganzen Umfang erhalten. Im 16. Jahrhundert wurden die Pfarrkirche St. Gallus, eine dreischiffige Hallenkirche, und das angrenzende Rathaus im Stil der Spätgotik errichtet.

Insbesondere gedieh der Weinbau auf denMuschelkalkböden an den Hängen zum Main. Zahlreiche adlige Geschlechter und geistliche Grundherren erwarben Weinkeller in Frickenhausen. Es wurden prächtige Fachwerkhäuser gebaut. In der Zeit des Barock entstanden dann auch einige repräsentativePatrizierhäuser.

Zwischen 1500 und 1806 lag Frickenhausen imFränkischen Reichskreis.

Bayern

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Im Rahmen der durch denReichsdeputationshauptschluss geregeltenSäkularisation wurde 1803 dasHochstift Würzburg aufgelöst. Frickenhausen fiel damit an dasKurfürstentum Bayern.

Einwohnerentwicklung

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  • 1970: 1511 Einwohner
  • 1987: 1236 Einwohner
  • 1991: 1247 Einwohner
  • 1995: 1308 Einwohner
  • 2000: 1321 Einwohner
  • 2005: 1277 Einwohner
  • 2010: 1250 Einwohner
  • 2015: 1229 Einwohner
  • Bevölkerungsdichte:
117Einwohner je km²

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1221 auf 1248 um 27 Einwohner bzw. um 2,2 %. 1999 hatte der Markt 1321 Einwohner.Quelle: BayLfStat

Politik

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Bürgermeister

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  • Ludwig Hofmann (SPD,[9] 1990–2014)
  • Reiner Laudenbach (CSU, 2014–2020)
  • Günther Hofmann (SPD/Freie Wähler) ist seit dem 1. Mai 2020 Bürgermeister.[10] Er wurde am 15. März 2020 mit 53,4 % der Stimmen gewählt.

Wappen

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Wappen von Frickenhausen am Main
Wappen von Frickenhausen am Main
Blasonierung: „In Silber ein aufrechter goldenerKrummstab, dem ein waagrechtes grünesRebstück unterlegt ist; daran beiderseits je ein nach oben gerichtetes grünes Blatt und eine herabhängende goldene Traube.“[11]
Wappenbegründung: Frickenhausen ist seit alters her bekannt für seine gute Weinlage. Dies kommt durch das Rebstück mit den Trauben zum Ausdruck. Der Bischofsstab erinnert an das Hochstift Würzburg, das seit dem frühen 10. Jahrhundert in Frickenhausen belegt ist. 1406 kam der Markt an das Würzburger Domkapitel. Aus dem Jahr 1537 ist der Abdruck eines Siegels mit den nebeneinander hängenden Trauben und dem Bischofsstab überliefert. Gleiches Bild steht auch in zwei späteren Siegeln. In der Bürgermeistermedaille von etwa 1820 und in Abbildungen des 19. Jahrhunderts fehlt der Bischofsstab bisweilen.

Dieses Wappen wird seit dem 16. Jahrhundert geführt.

Gemeindepartnerschaften

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Kultur und Sehenswürdigkeiten

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  • Historisches Ortsbild
  • Befestigungsanlage mit Mauer, Toren und Türmen
  • SpätgotischesRathaus
  • Mariensäule von 1710
  • Pfarrkirche St. Gallus
  • Domkapitelsche Kellerei, heute Weingut Meintzinger
  • Patrizierhäuser Hufnagel und Gresser
  • Schwarzenberg-Palais
  • Valentinskapelle im Weinberg
Siehe auch:Liste der Baudenkmäler in Frickenhausen am Main

Infrastruktur

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Bildung

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Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2016):

  • Kindergarten des Bezirksverbandes der AWO Unterfranken
  • Grundschule in Frickenhausen (aufgelöst zum 1. August 2016)

Der Gemeinderat beschloss am 6. Oktober 2015, bei der Regierung von Unterfranken eine Schulsprengeländerung zu beantragen, so dass ab dem Schuljahr 2016/17 die Frickenhäuser Schüler, welche die Klassen 1 bis 4 besuchen, unter dem Dach des Grundschulverbandes Eibelstadt unterrichtet werden.

Die Grundschule in Frickenhausen wird in den Schuljahren 2016/17 sowie 2017/18 von der Grundschule Eibelstadt mitgenutzt, da die dortige Schule saniert wird.

Verkehr

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Durch den Osten des Gemeindegebietes verläuft dieBundesautobahn 7; die nächste Anschlussstelle istMarktbreit, einige Kilometer südöstlich auf der anderen Mainseite gelegen.

Die Gemeinde liegt im Gebiet des VerkehrsverbundsNahverkehr Mainfranken. Die Buslinie 554 verbindet Frickenhausen stündlich und sonntags zweistündlich mit der kreisfreien StadtWürzburg.Der nächste Bahnhof,Ochsenfurt an derStrecke Ansbach–Würzburg, liegt auf der anderen Mainseite, etwa drei Kilometer vom Ortszentrum entfernt.

Durch Frickenhausen verläuft der FernwanderwegFränkischer Marienweg.

Persönlichkeiten

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Weblinks

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Commons: Frickenhausen am Main – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Frickenhausen am Main – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis:Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu). 
  2. Verwaltung und Gemeindeinformationen. Gemeindeverwaltung Frickenhausen, abgerufen am 22. März 2021. 
  3. Denis André Chevalley u. a.:Unterfranken. 1985, S. 326
  4. Gemeinde Frickenhausen a.Main in der Ortsdatenbank derBayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. März 2021.
  5. Gemeinde Frickenhausen a.Main,Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile imBayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 4. Dezember 2021.
  6. Monumenta Germaniae Historica DD Kar. Germ. I 23; Karl Puchner, Die Ortsnamen auf -hausen in Unterfranken, in: BllOberdtNamenforsch 5 (1962/64) Heft 1/2, S. 15 Nr. 38
  7. Staatsarchiv Würzburg, Würzburger Standbücher 122, fol. 16r;Enno Bünz, Gründungsausstattung und Güterteilung des Würzburger Kollegiatstiftes Haug im Spiegel der ältesten Papsturkunden (1182–1195), in: Würzburger Diözesan-Geschichtsblätter 57 (1995), S. 33–78, Editionsanhang Nr. 1
  8. Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg IX: Urkundenregesten zur Geschichte der kirchlichen Verwaltung des Bistums Würzburg im hohen und späten Mittelalter (1136–1488), bearb. von Wilhelm Engel, 1954, S. 31 Nr. 22
  9. Hofmann gegen Üttinger – CSU fordert den SPD-Kandidaten heraus. mainpost.de, 24. Januar 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2016; abgerufen am 6. April 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mainpost.de 
  10. Günther Hofmann – WürzburgWiki. Abgerufen am 1. Mai 2020. 
  11. Wappen vonFrickenhausen am Main in der Datenbank desHauses der Bayerischen Geschichte
Gemeinden imLandkreis Würzburg

Städte:Aub |Eibelstadt |Ochsenfurt |Röttingen

Märkte:Bütthard |Eisenheim |Frickenhausen am Main |Gelchsheim |Giebelstadt |Helmstadt |Höchberg |Neubrunn |Randersacker |Reichenberg |Remlingen |Rimpar |Sommerhausen |Winterhausen |Zell am Main

Gemeinden:Altertheim |Bergtheim |Bieberehren |Eisingen |Erlabrunn |Estenfeld |Gaukönigshofen |Gerbrunn |Geroldshausen |Greußenheim |Güntersleben |Hausen bei Würzburg |Hettstadt |Holzkirchen |Kirchheim |Kist |Kleinrinderfeld |Kürnach |Leinach |Margetshöchheim |Oberpleichfeld |Prosselsheim |Riedenheim |Rottendorf |Sonderhofen |Tauberrettersheim |Theilheim |Thüngersheim |Uettingen |Unterpleichfeld |Veitshöchheim |Waldbrunn |Waldbüttelbrunn

Gemeindefreie Gebiete:Gramschatzer Wald |Guttenberger Wald |Irtenberger Wald

Normdaten (Geografikum):GND:4018501-1 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:240775491
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