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Freudenstadt

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt. Zu weiteren Bedeutungen sieheFreudenstadt (Begriffsklärung).
WappenDeutschlandkarte
Freudenstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Freudenstadt hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:48° 28′ N,8° 25′ O48.4633333333338.4111111111111732Koordinaten:48° 28′ N,8° 25′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk:Karlsruhe
Landkreis:Freudenstadt
Höhe:732 m ü. NHN
Fläche:87,54 km²
Einwohner:24.464 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:279 Einwohner je km²
Postleitzahl:72250
Vorwahl:07441
Kfz-Kennzeichen:FDS,HCH, HOR,WOL
Gemeindeschlüssel:08 2 37 028
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
72250 Freudenstadt
Website:www.freudenstadt.de
Oberbürgermeister:Adrian Sonder (CDU)
Lage der Stadt Freudenstadt im Landkreis Freudenstadt
Karte
Karte
Logo der Stadtverwaltung Freudenstadt
Wiederaufgebautes Zentrum von Freudenstadt

Freudenstadt ist eineMittelstadt sowieGroße Kreisstadt mit 24.464 Einwohnern (31. Dezember 2024)[2] imRegierungsbezirk Karlsruhe inBaden-Württemberg. Sie ist Sitz des Landratsamtes Freudenstadt als Verwaltungsbehörde desLandkreises Freudenstadt. Freudenstadt ist ein anerkannterheilklimatischer undKneippkurort sowie ein traditionell beliebter Urlaubsort. Daneben ist Freudenstadt bekannt für seinen sehr großen, fast quadratischenMarktplatz. Für die umliegenden Gemeinden bildet es einMittelzentrum im Bereich desOberzentrumsPforzheim. Mit den GemeindenBad Rippoldsau-Schapbach undSeewald besteht einevereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Die Stadt wurde 1599 von HerzogFriedrich I. von Württemberg gegründet. Scharfe Einschnitte in die Stadtentwicklung verursachten der Stadtbrand von 1632, die großen Bevölkerungsverluste imDreißigjährigen Krieg und die weitgehende Zerstörung der Innenstadt imZweiten Weltkrieg.

Geographie

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Lage Freudenstadts im Schwarzwald (ungefähr mittig)
Blick vomFriedrichsturm auf die Innenstadt
Nächtlicher Blick über den Marktplatz mit hell erleuchtetem Stadthaus, dahinter das Rathaus
Wittlensweiler, die Sankt Galluskirche

Lage

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Freudenstadt liegt im nordöstlichenSchwarzwald. Es befindet sich rund 70 Kilometer südwestlich vonStuttgart und rund 60 Kilometer südlich vonKarlsruhe auf einemHochplateau am Ostrand desNordschwarzwalds auf 591 bis968 m ü. NN in derRegion Nordschwarzwald. Das Hochplateau liegt am Rande einer nach Osten flach abfallenden schiefen Ebene. Diese ist Einzugsgebiet derGlatt, die dann in denNeckar mündet. Gleich westlich des Stadtzentrums fällt das Gelände steil zum tief eingeschnittenen Tal desForbachs ab, der zurMurg fließt. Sechs Kilometer in Richtung Süden, im LuftkurortLoßburg, entspringt die Kinzig, die bei Kehl in den Rhein mündet. Das größtenteils waldbedeckte westliche Stadtgebiet steigt zur Passhöhe amKniebis an und von dort weiter bis auf968 m ü. NN bei derAlexanderschanze. Südlich des Ortsteils Kniebis entspringt der FlussWolf.

Nachbargemeinden

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Die folgenden Städte und Gemeinden grenzen imUhrzeigersinn, beginnend im Norden, an die Stadt Freudenstadt:Baiersbronn,Seewald,Dornstetten,Glatten,Loßburg,Alpirsbach undBad Rippoldsau-Schapbach (alleLandkreis Freudenstadt).

Geologie

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Die Stadt befindet sich in einemDeckgebirge derTrias, das auf einem älteren Grundgebirgssockel liegt. Die vorherrschendenBuntsandstein-Ablagerungen wurden im Verlauf desTertiärs vomFreudenstädter Graben gestört, einem zwölf Kilometer langen und sieben Kilometer breitenGraben mitVerwerfungen von bis zu 140 Meter Sprunghöhe. Die Grabensohle besteht wie in dem östlich benachbartenGäu aus Muschelkalk. Vor allem an den Grabenrändern, zum Beispiel imChristophstal unweit des heutigen Stadtzentrums, habenhydrothermale LösungenQuarz-Schwerspat-Gänge gebildet.

Einen ersten, wenn auch schwachen Hinweis auf historischen Bergbau im Freudenstädter Revier enthält eine Urkunde von 1267. Weitere Hinweise aus dem Mittelalter fehlen, Hauptphase des Bergbaus war im Zeitraum vom 16. bis 18. Jahrhundert. Wie im württembergischen Schwarzwald die Regel, traf dieser auch hier auf große wirtschaftliche Schwierigkeiten und war häufig unterbrochen.[3] Abgebaut wurden vor allem Silber- und Kupfer- sowie Eisenerze. Zur Eisengewinnung wurde der oberflächennah reichlich auftretendeLimonit gefördert und zur Silber-, später auch KupfergewinnungarsenreichesFahlerz abgebaut. Die Fahlerze der Reviere im Deckgebirge weisen einen erhöhtenWismutgehalt auf.[3] Der Abbau führte zur Erstbesiedlung des Christophstals rund 30 Jahre vor der Gründung von Freudenstadt.

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau stellte 2008 bei Bohrungen ein im Vergleich zu anderen deutschen Gangrevieren „erhebliches“ Potential anBaryt fest.[4] Ein Probeabbau erfolgt derzeit beim Dorothea-Untersuchungsstollen nahe der Talstraße im Forbachtal.

Stadtgliederung

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Das Stadtgebiet von Freudenstadt gliedert sich in die Kernstadt Freudenstadt mitChristophstal undZwieselberg (zusammen 16.159 Einwohner[5]) und die StadtteileDietersweiler undLauterbad (2256 Einwohner),Grüntal und Frutenhof (1027 Einwohner),Igelsberg (254 Einwohner),Kniebis (947 Einwohner),Musbach (761 Einwohner) undWittlensweiler (2186 Einwohner). Die Stadtteile wiederum sind in Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser untergliedert.

Siehe auch:Liste der Orte im Landkreis Freudenstadt

Die offizielle Benennung der Stadtteile erfolgt in der Form „Freudenstadt, Stadtteil …“ Bei den Stadtteilen handelt es sich mit Ausnahme von Kniebis um ehemals selbständige Gemeinden. In Freudenstadt ist dieunechte Teilortswahl eingeführt, das heißt, das Stadtgebiet gliedert sich in sechs Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischenGemeindeordnung. Die Kernstadt und der Stadtteil Igelsberg sind zu einem Wohnbezirk zusammengefasst, die restlichen Wohnbezirke sind identisch mit den Stadtteilen. In den Stadtteilen bestehenOrtschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenemOrtschaftsrat und einemOrtsvorsteher als dessen Vorsitzenden. In den Ortschaften gibt es Verwaltungsstellen desBürgermeisteramts.

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften undBurgen sind die Burg Hofstätten und die Siedlung Burgberg auf dem Schwarzwald im Stadtteil Dietersweiler,Schöllkopf, ein imDreißigjährigen Krieg abgebranntes Gehöft, die Siedlungen und Einzelhöfe Wolfhaus im Stadtteil Grüntal, Slunwag im Stadtteil Igelsberg sowie Gallushütte und Hilpertshöfle im Stadtteil Musbach.[6][7]

Raumplanung

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Freudenstadt ist einMittelzentrum innerhalb derRegion Nordschwarzwald, in der Pforzheim als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelzentrum Freudenstadt gehören die Städte und GemeindenAlpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach, Baiersbronn, Dornstetten, Glatten, Grömbach, Loßburg, Pfalzgrafenweiler,Schopfloch, Seewald,Waldachtal undWörnersberg.

Klima

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Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gab es regelmäßige Messungen der Regenmenge, der Sonnenscheindauer und anderer Klimawerte. Im Jahr 1925 hieß es in einer Anzeige: „Die durchschnittlich größte Zahl der jährlichen Sonnentage in Deutschland entfällt auf die Stadt Freudenstadt in Württemberg mit 64,2 Tagen (Feststellung des Preußischen Meteorologischen Instituts)“.[8]

Die Jahresdurchschnittstemperatur lag zwischen 1990 und 2007 bei 7,9 °C. Die höchste durchschnittliche Maximaltemperatur ergab sich mit 21,2 °C im August, die niedrigste durchschnittliche Minimaltemperatur im Januar bei −2,2 °C. Analog dazu sind die höchste und die niedrigste Tagesdurchschnittstemperatur verteilt. Die zwischen 1961 und 1990 gemessene Jahresniederschlagsmenge ist aufgrund der Gebirgsrandlage der Stadt mit 1681,4 Millimeter für Deutschland überdurchschnittlich hoch. Über das Jahr wurden dabei recht konstante Werte verzeichnet, wobei das Maximum mit 189,9 Millimetern im Dezember verzeichnet wurde. Für die Regentage ergibt sich ein ähnliches Bild mit einer recht homogenen Verteilung von 15,2 Tagen im Juni und Juli und 19,7 Tagen im Dezember. Im Jahr gab es im Mittel 205,6 Regentage. Bei den durchschnittlichen täglichen Sonnenscheinstunden zwischen 1990 und 2007 erreichte Freudenstadt mit 4,6 einen hohen Wert, der vermutlich auf die weitgehende Nebelfreiheit zurückzuführen ist. Die meisten Sonnenstunden wurden im Juni verzeichnet (7,1 Stunden), die geringsten im Dezember mit 1,8 Stunden. Wetterdaten für Freudenstadt werden von der Warte desDeutschen Wetterdienstes auf dem erhöht liegendenKienberg gesammelt. Die FirmaMeteomedia unterhält Wetterstationen auf dem Marktplatz und in Freudenstadt-Langenwald.

Ausführliche Klimatabelle
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Freudenstadt (Kienberg, 797 m ü. NN)
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Temperatur (°C)−0,20,63,76,711,514,716,616,712,48,73,10,17,9
Mittl. Tagesmax. (°C)1,93,27,010,815,819,221,021,216,311,95,31,911,3
Mittl. Tagesmin. (°C)−2,2−2,00,42,67,210,212,112,28,55,51,0−1,64,5
Niederschlag (mm)173,7151,7150,1124,3128,3137,0114,9112,1104,7121,2172,8189,9Σ1.680,7
Sonnenstunden (h/d)2,43,04,25,46,17,16,96,85,23,62,11,84,6
Regentage (d)17,417,217,516,517,216,417,115,215,217,219,019,7Σ205,6
Luftfeuchtigkeit (%)88858177757674767983868680,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,9
−2,2
3,2
−2,0
7,0
0,4
10,8
2,6
15,8
7,2
19,2
10,2
21,0
12,1
21,2
12,2
16,3
8,5
11,9
5,5
5,3
1,0
1,9
−1,6
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
173,7
151,7
150,1
124,3
128,3
137,0
114,9
112,1
104,7
121,2
172,8
189,9
 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle:
  • DWD für Monatsniederschlags-Mittelwerte (Erhebungszeitraum: 1961–1990)
  • wetteronline.de für alle anderen Mittelwerte (Erhebungszeitraum: 1990–2007)
  • wetterkontor.de für die Luftfeuchtigkeits-Mittelwerte

Geschichte

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Spätere Stadtteile und Bergbau im St. Christophstal

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Ruinen desKlosters Kniebis
Neujahrs-Geschenkmedaille der Stadt Freudenstadt (Inv. Nr. MK 6935 und MK 3915)[9]Landesmuseum Württemberg

Der heutige StadtteilGrüntal-Frutenhof wurde erstmals 1100 alsGrindelen urkundlich erwähnt. Das Gehöft Frutenhof fand dagegen erst 1470 schriftliche Erwähnung. 1583 bekam Grüntal eine eigene Pfarrei.[10] Die Existenz von Igelsberg ist alsIlligsberg um das Jahr 1230 gesichert, als es vom Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen zu Lehen an dasBistum Straßburg ging. Seit 1381 gehörte Igelsberg zumBenediktiner-Kloster Reichenbach und kam erst 1595 zu Württemberg.[11]

Im heutigen Kniebis stand um 1250 eine Kapelle einesHerrenalber Mönchs, die 1278 zu einemFranziskanerkloster umgebaut wurde, das 1320 zu Württemberg kam. Um sich gegen mögliche Angriffe des habsburgischen Bischofs von Straßburg zu schützen, ließ der von den Habsburgern unterFriedrich dem Schönen zum KaiserLudwig dem Bayern übergelaufene GrafEberhard Schanzen auf dem Kniebis errichten.[12] Der Stadtteil Musbach, namentlich das gegenwärtige Untermusbach, fand 1274 alsMuosbach Eingang in Schriftstücke und war von Beginn an württembergisch. Wohl 1291 kam das heutige Untermusbach vom Pfalzgrafen von Tübingen zum Kloster Reichenbach. Erst 1595 wurde es württembergisch.[13] Dietersweiler fand 1347 erstmals alsDietrichsweiler urkundlich Erwähnung. Zusammen mit dem bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts alsWitelineswilare bestehenden Stadtteil Wittlensweiler wurde es von denHerren von Lichtenfels an dieHerren von Neuneck veräußert. Wittlensweiler ging 1473 an Württemberg, Dietersweiler folgte 1511.[14][15]

1520 bis 1534 gab es unter österreichischer Herrschaft Erzförderung in der Nähe des ehemaligen Gehöfts Schöllkopf. 1544 wurde das Kloster auf dem Kniebis aufgelöst.[12] Viele kleine Bergwerke, derenStollen waagrecht in den Berg führten, entstanden, darunter um 1560 der nach Herzog Christoph bzw. seinem Namenspatron benannte „St.-Christoph-Erbstollen“, dessen Name auch auf den Talabschnitt und die Siedlung,[16] die kurz darauf entstand, überging. Die steilen Talhänge des Christophstal begünstigten die Anlage von Stollen, senkrechteSchächte blieben in Zahl und Bedeutung deutlich zurück. Aber nicht nur im Christophstal wurden Gruben angelegt. In der Nähe von Lauterbad entstand die Charlottengrube, auf dem Kienberg der Georgsstollen sowie die Grube „Schweitzer Treu“. Auch in den späteren Ortsteilen wurde geschürft: In Wittlensweiler wurde zwischen 1812 und 1824 eine Grube in der Pfarrgasse („Friedrich- und Wilhelmina-Fundgrub in der Kirchgaß“) betrieben, die Schwerspat und Brauneisen förderte.[17]

Bereits im Jahr 1536 wurden die Bergleute mit besonderen Privilegien ausgestattet. Im Jahr 1598 wurden 87 Tonnen Erz gefördert, das je Tonne bis zu 1.800 Gramm Silber und 140 Kilogramm Kupfer enthielt. Die Silberschmelze wurde mit Holzkohle aus den Wäldern der Umgebung beheizt.[18] 1603 betrug die Förderung 94 Kilogramm Silber.[3] Daraus entstanden die sogenanntenChristophstaler. Später konzentrierte sich der Abbau auf Kupfer und Eisen.

Am 23. Januar 1572 wurde unter HerzogLudwig der Bau einesHüttenwerkes angeordnet. Sein NachfolgerFriedrich I. sorgte im Hinblick auf eine weitgehende Rohstoff-Autarkie des Herzogtums für die Gründung weiterer Verarbeitungsbetriebe. 1595 plante BaumeisterHeinrich Schickhardt eine Eisenschmiede, aus der der spätere obere Großhammer entstand. 1606–1610 kam eine Messingfaktorei mit Brennöfen und Schmiede hinzu. 1616 wurde der obereDrahtzug eingerichtet, 1621 der untere. Es entstanden ein Kupferhammer, ein Pfannenhammer, ein weiterer Großhammer, der spätere Wilhelmshammer. Zwischen Kupferhammer und (unterem) Pfannenhammer wurde eine zweite Schmelze errichtet. An einem heute unbekannten Ort stand auch eine Glockengießerei. Zwischen 1622 und 1628 wurde im Christophstal eine der vier verschiedenen württembergischenMünzprägeanstalten betrieben, in der erst Münzen aus derKipper- und Wipperzeit, so derHirschgulden mit demMünzzeichen „CT“ oder „C“ und später dann reguläre Münzen geprägt wurden.[19][20]

Stadtplanung

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Friedrich I., Gründer von Freudenstadt

Herzog Friedrich I. betrieb als Vertreter des frühenAbsolutismus eine aktive Macht- und Wirtschaftspolitik. Die Förderung des Bergbaus in Christophstal und die Ansiedlung vonExulanten sollten immerkantilistischen Sinne die Einnahmen des Landesherren sichern. Die bestehenden Landesfestungen wurden ausgebaut. An der Westflanke, nahe dem strategisch wichtigen Kniebis-Pass, sollte mit Freudenstadt eine neue befestigte Residenz weitere geplante Territorialerwerbungen im Westen als Brückenschluss zu den westrheinischen Besitzungen sichern. 1595 hatte der HerzogBesigheim undMundelsheim von Baden erworben. Im selben Jahr setzte er mit Gewalt seine Ansprüche aufReichenbach durch. Sein weiteres Ziel war der Erwerb desHochstifts Straßburg. 1604 erlangte er zumindest auf dreißig Jahre befristet die PfandschaftOberkirch von diesem Hochstift.[21] Friedrich beauftragte seinen BaumeisterHeinrich Schickhardt um das Jahr 1598, das Gebiet um das heutige Freudenstadt zu untersuchen. Rückblickend berichtet Schickhardt 1632 in der Zusammenfassung seines Lebenswerkes („Inventar“):

Da hab ich, alß es noch ein wald gewesen, den ersten augenshein ein genommen, den Boden an vilen undershidlichen orten zemlich tief ersuochen lassen, aber wenig guots gefunden, dero wegen ich in underthonigkhait darfür gehalten, das nit Rhatsam ein Stat dahen zu bauwen […][22]

Dennoch bestand der Herzog auf den Bau der Stadt. Schickhardts quadratischer Grundriss für Freudenstadt geht wahrscheinlich auf ZeichnungenAlbrecht Dürers in seinerFestungslehre zurück.[23] Schickhardt entwarf Freudenstadt auf Geheiß Friedrichs I. amReißbrett. Zunächst legte er dem Herzog den alsBaublockplan bekannten Entwurf vor, bei dem jeweils mehrere Häuser in Zeilen oder rechteckig, teils mit Innenhof, angelegt sind. Die massive Festung mit dem Schloss war in diesem ersten Plan in einer Ecke der Anlage vorgesehen, der Marktplatz im Zentrum der Stadt war verhältnismäßig klein geplant. Schickhardts zweiter Entwurf ist eine Fortentwicklung des Baublockplans. Es sind bereits deutliche Ansätze der später realisierten Häuserzeilen zu erkennen. Das Schloss in der damals üblichen Bauweise war abermals in einer Ecke der Anlage in die Festungsmauern eingebettet. Tatsächlich wurde Freudenstadt dann nach demDreizeilenplan erbaut, wobei das nun in der Mitte der Stadt geplante Schloss und die Festung erst später entstehen sollten. Diese Entscheidung ließ zu, die Stadt flexibel zu vergrößern, bis eine konstante Einwohnerzahl erreicht war. Das Schloss war im Dreizeilenplan mittig und um 45° zur geometrischen Stadt gedreht auf dem Marktplatz vorgesehen. Die geplante massive Konstruktion der Festung wurde zurückgenommen und gleicht mehr einer Stadtmauer, was darauf hindeutet, dass dem Herzog bereits zu diesem Zeitpunkt doch nicht mehr so viel an der militärischen Funktion seiner Stadt gelegen war. Gleichwohl ist ein Plan Schickhardts bekannt, der den Dreizeilenplan um eine mächtige Festung erweiterte. Ob es sich dabei mehr um eine „Spielerei“ oder um eine echte Planung handelte, ist allerdings nicht bekannt. Umgeben wird das Zentrum auf dem Plan von drei Häuserzeilen, die an einMühlebrett erinnern. Selbst die Namen der ersten Bewohner, vornehmlich Handwerker, die vom Bau der neuen Stadt profitieren wollten, sind eingetragen. Diese Anmerkungen dürften vonElias Gunzenhäuser, dem örtlichen Bauleiter, stammen.

  • Erster Entwurf („Baublockplan“)
    Erster Entwurf („Baublockplan“)
  • Zweiter Entwurf (Baublockplan mit deutlichen Elementen der Zeilenpläne)
    Zweiter Entwurf (Baublockplan mit deutlichen Elementen der Zeilenpläne)
  • Dritter, endgültiger Entwurf („Dreizeilenplan“)
    Dritter, endgültiger Entwurf („Dreizeilenplan“)
  • Entwurf für Dreizeilenplan erweitert um Festung
    Entwurf für Dreizeilenplan erweitert um Festung
  • „Giebelhaus“ im typischen Fachwerkstil mit „Arkaden“
    Giebelhaus im typischen Fachwerkstil mitArkaden
  • Anordnung der „Giebelhäuser“ am Marktplatz
    Anordnung der Giebelhäuser am Marktplatz
  • Entwurf zur Erweiterung der Stadt 1604 („Fünfzeilenplan“)
    Entwurf zur Erweiterung der Stadt 1604 („Fünfzeilenplan“)
  • Skizze der geplanten Befestigung um 1612
    Skizze der geplanten Befestigung um 1612

Stadtgründung

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Der 22. März 1599, als die ersten Häuser und Straßen von Schickhardt in Anwesenheit des Herzogs abgesteckt wurden, gilt als Gründungsdatum der Stadt. Die Häuser am Marktplatz hatten zum Platz hin ausgerichtete Dachgiebel und wurden daherGiebelhäuser genannt. Es handelte sich um typischeFachwerkhäuser. Ein vom Zimmermann aufgestelltes Gerüst aus Balken wurde mit Mauerwerk ausgefüllt und hell verputzt, während die Balken, die zum Teil sichtbar blieben, dunkel angestrichen wurden. Heute sind im Stadtkern keine solchen Häuser mehr erhalten. Im wenig entfernten Dornstetten ist diese Bauweise im historischen Ortskern noch sichtbar.

Am 1. Mai 1601 erfolgte die Grundsteinlegung für die wohl von Elias Gunzenhäuser entworfeneStadtkirche, die am Marktplatz alsWinkelkirche gebaut wurde.[24] Ab 1602 wurden in der Nordwestecke – ebenfalls durch Gunzenhäuser – das Kaufhaus, in den 1660er-Jahren in der Nordostecke das Rathaus erbaut, beide ebenfalls als Winkelbauten. Am 6. Mai 1601 wurde die „Stadt ob Christophstal“ erstmals urkundlich als „Freudenstadt“ erwähnt. Wie es zu dieser Namensgebung kam, ist nicht geklärt. Am 3. November erfolgte dann eine Ausschreibung, mit der gezielt Ansiedlungswillige angesprochen wurden, denen Bauplatz, Holz und Felder versprochen wurden.[25] Auf diese Art wurden vor allem von der habsburgischenGegenreformation betroffeneprotestantische Glaubensflüchtlinge aus den österreichischen KronländernSteiermark,Kärnten undKrain in die junge Stadt gelenkt. Da viele Flüchtlinge aus Krain nurslowenisch sprachen, predigte bald auch ein slowenischer Pfarrer. 1603 erhielt die junge Stadt einWappen und den erstenBürgermeister, zwei Jahre später ihreGemarkung. Hierzu wurden Teile des Dornstetter Waldgedings und der Nachbargemeinde Baiersbronn abgetrennt. Freudenstadt wurde Sitz eines kleinenAmtes.

Da sich die Einwohnerzahl gut entwickelte, ordnete Herzog Friedrich I. die Vergrößerung der Stadtanlage an. Schickhardt erstellte daraufhin denFünfzeilenplan. Zwei zusätzliche Häuserreihen sollten zusammen mit den drei bestehenden etwa 2.500 Einwohnern Wohnplatz bieten. 1608 starb Herzog Friedrich I. von Württemberg. Da die bisherigen Parzellen der nunmehr vierzeiligen Stadt zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig bebaut waren, baten die Bürger seinen Sohn und Nachfolger,Johann Friedrich von Württemberg, zumindest die Erweiterung um eine fünfte Häuserzeile aufzugeben; dem Gesuch wurde stattgegeben. Nach dem Tod von Herzog Friedrich wurden auch die Pläne für das Schloss in „Friedrichs Stadt“ nicht mehr berücksichtigt. Die freie Fläche im Zentrum blieb somit ein riesiger Platz, der heute als ‚größter bebauterMarktplatz‘ Deutschlands gilt (siehe dazu weiter unten: Städtebeziehung u. a. zuHeide mit dem ‚größten unbebautenMarktplatz‘ Deutschlands). Außerdem besaß die Stadt lange Zeit keine Stadtmauer. Zwar gab es hierfür immer wieder Pläne (beispielsweise Schickhardts Plan von 1612, siehe oben); teils wurden auch Arbeiten begonnen, tatsächlich fertiggestellt wurden sie aber nicht.

Der Freudenstädter Bürgermeister batHerzog Johann Friedrich im Jahr 1619 vergeblich um eine Stadtmauer. Die Stadt war zu arm, um eine Befestigung selbst zu finanzieren, deshalb wurde in den folgenden Jahren ein Bretterzaun rund um die Stadt gebaut. Auf dem Merianstich von 1643 ist dieser Zaun gut erkennbar. 1616 erfolgte mit dem Weiler St. Christophstal die erste Eingemeindung in die junge Stadt.

Elendsjahre und Wiederaufblühen

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Freudenstadt auf einem Stich von Merian aus dem Jahr 1643

Nur wenige Jahre nach der Gründung, als Freudenstadt schon fast 3.000 Einwohner gezählt haben soll, brach 1610/11 diePest aus; sie soll 800 Menschen hinweggerafft haben, weitere 900 seien daraufhin abgewandert. Viehkrankheiten und Missernten verschlimmerten die Situation. 1632 brach im GasthausZum Güldenen Barben am unteren Marktplatz ein Brand aus, der sich wegen der Anordnung der Fachwerkhäuser in Häuserzeilen schnell ausbreitete. Heinrich Schickhardt vermerkt zu dem Ausmaß des Schadens:

Auff den 24. Maii anno 1632 ist in der Fredenstatt eine ershröckhliche brunst außgangen, [darin sind 3 Personen gestorben und 144 Häuser abgebrannt. Das Feuer ist in der Herberge zum Güldenen Barben ausgebrochen, welches das erste Haus überhaupt in dieser Stadt war. Es ist ein Überschlag gemacht worden, dass sie zu Erbauung der abgebrannten Häuser samt 8 Scheuern bedürfen an Eichen- und Tannenbauholz: 18.577 Stämme, Bretter 44.125 und Latten 44.350.][22]

Nach der verlorenenSchlacht bei Nördlingen imDreißigjährigen Krieg wurden durchkaiserlich-habsburgische Truppen erneut Gebäude in Brand gesetzt und die wenigen verbliebenen Einwohner beinahe gänzlich ermordet und geplündert. Die Einwohnerzahl in jenen Tagen dürfte im unteren zweistelligen Bereich gelegen haben. Die Pest brach 1635 zudem erneut aus und vernichtete wiederum nahezu jegliches Leben. Freudenstadt blieb über Jahre weitgehend verödet. Selbst 1652, fast zwanzig Jahre nach den tragischen Ereignissen, ist in Aufzeichnungen von nur etwa 300 Bürgern die Rede.[26]

Festungsanlage

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Der Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs veranlasste HerzogEberhard III., sich erneut mit der Stadtentwicklung und den Festungsplänen zu befassen. Eberhard III. galt als den Freudenstädtern sehr zugeneigt, er half der Bevölkerung in mancherlei Weise. Damit die Einwohner in der Stadt blieben, wurde ihnen sechs Jahre Steuerfreiheit zugesagt. Neue Bürger brauchten zwölf Jahre lang keine Steuern zahlen. Es gab verbilligte Bauplätze, das Bauholz wurde verschenkt. Erstmals nach der langen Kriegszeit wurden die Ämter wieder besetzt. Auch die Lateinschule, ein Eckbau hinter der Stadtkirche, wurde wieder eröffnet. In Freudenstadt fing das Leben wieder an zu gedeihen.

Im Jahr 1667 ließ Herzog Eberhard III. endlich nach den Ideen des Ingenieurs d’Avila[27] mit dem Bau einer gewaltigen Festungsanlage beginnen. Die Bauleitung hatte Matthias Weiß (1636–1707),[28] unterstützt von dem später als Kartograf bekannt gewordenenGeorg Ludwig Stäbenhaber. Bis 1674 wurde gebaut. Die Festung bedeckte inzwischen eine gut doppelt so große Fläche, wie die bewohnte Stadt. Sie bestand aus achtBastionen mit denKurtinen (Verbindungswällen) und vier Stadttoren. Bedingt durch den steilen Geländeabfall zum Christophstal waren die drei westlichen Bastionen wesentlich kleiner als die anderen fünf Bastionen.

Stadttore

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Das Königliche Statistisch-Topographische Bureau[29] beschreibt die damals erbauten vier „massiven, sehr festen, gewölbeartigen“ Stadttore 1858 genauer. DasStuttgarter Thor im Osten war mit „aus Stein gehauenen Kanonen- und Mörserläufen verziert“ und trug die herzogliche InschriftE.H.Z.W. 1668 (fürEberhard Herzog zu Württemberg) sowie das württembergische und dettingische Wappen. Es beherbergte außerdem oberamtsgerichtliche Gefängnisse. DasStraßburger Tor im Süden war „weniger reich verziert“ und erhielt dieselben Wappen und die Inschrift1678. Über dem Torbogen befand sich eine vermietete Wohnung und jeweils ein Gefängnis des Oberamts und des Oberamtsgerichts. DasMurgthal-Thor im Westen umfasste die Wohnung des Oberamtsdieners und zwei Gefängnisse des Oberamts Freudenstadt. Die Inschriften lautetenE.H.Z.W. 1631 auf der Außenseite undF.C.H.Z.W. 1681 auf der Innenseite. Dies entspricht den Initialen des AdministratorsFriedrich Carl, dem Vormund von HerzogEberhard Ludwig. DasHirschkopf-Thor im Norden, mit der Jahreszahl 1622 beschriftet, war das älteste Stadttor. Dort waren die Wohnung des Oberamtsgerichtsdieners sowie drei Gefängnisse des Oberamtsgerichts untergebracht.

Festungsplan

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Grundriss der Festung Freudenstadt

Bis auf die links dargestellte Zitadelle auf dem Kienberg – sie wurde nicht gebaut – entspricht der Plan dem Stand der Festung bei Beendigung der Bauarbeiten 1674.

Verfall der Festung

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Im Jahr 1674 – die Festung war noch nicht ganz fertiggestellt – starb HerzogEberhard III.; der Bau wurde sofort eingestellt. Sein Nachfolger, HerzogWilhelm Ludwig, ließ durch OberstleutnantAndreas Kieser ein Gutachten über die Festung erstellen. Dieses Gutachten[28] enthält ausschließlich Argumente, die gegen die Festung sprachen; damit fiel es Herzog Wilhelm Ludwig leicht, das ungeliebte, teure Projekt zu beenden.

Die Bevölkerung nutzte das Desinteresse der Obrigkeit an der Festungsanlage und versorgte sich über Jahrzehnte mit Baumaterial aus den Festungsmauern. Die behauenen Steine fanden sich in privaten Gebäuden wieder, aus Gräben und Wällen wurden Gärten und Weiden für das Kleinvieh. Die Stadt trug dem Rechnung und verpachtete einzelne Teile der Festung an die Bürger. Die landwirtschaftliche Nutzung und später die Überbauung veränderte das Bild der Festung.

1820 wurde geplant, die Reste der Festung Freudenstadt zurBundesfestung auszubauen. DieBundesversammlung entschied hingegen, inUlm undRastatt Bundesfestungen zu errichten.[27] Ab 1870 wurden die Stadttore zum Abriss verkauft und die Festung endgültig dem Verfall preisgegeben. Im Jahr 1880 waren nur noch die Festungsanlagen im Bereich des heutigen Stadtbahnhofs und östlich davon gut erhalten.[30]

  • Wall Friedenskirche
    Wall Friedenskirche
  • Wall Friedenskirche
    Wall Friedenskirche
  • Wappen Herzog Eberhards III. (links) und das seiner zweiten Ehefrau Maria Dorothea Sophia von Oettingen (rechts)
    Wappen Herzog Eberhards III. (links) und das seiner zweiten EhefrauMaria Dorothea Sophia von Oettingen (rechts)
  • Pfeiler vom Loßburger Tor
    Pfeiler vom Loßburger Tor

Heute sind nur noch sehr wenige Reste der Festung vorhanden, so z. B.:

  • Zwischen Blaicherstraße und Musbacher Straße, hinter der Friedenskirche liegt ein kurzer, recht gut erhaltener Teil des „östlichen Bollwerks“, er ist heute noch etwa fünf Meter hoch.
  • In der Nähe des Stadtbahnhofs, an der Ecke Dammstraße/Wallstraße sind noch Wallreste erkennbar.
  • Ein Wappenstein mit Fratze als einzigem Rest des früheren Loßburger Tors (abgerissen 1865) ist in die Wand des Kurhauses eingesetzt. Es zeigt links das Wappen von Herzog Eberhardt (württembergische Hirschstangen, Rauten von Teck,Reichssturmfahne und die Barben vonMömpelgard), rechts das Wappen seiner Frau,Maria Dorothea Sofie, geb. Gräfin von Öttingen.
  • In der Stuttgarter Straße, an der Toreinfahrt zum ehemaligen Finanzamt, stehen zwei Pfeiler mit Ziersteinen und Gucklöchern, die vom Loßburger Tor stammen.

Auf dem Kniebis entstanden 1674 bis 1675 Befestigungswälle für denReichskrieg gegenLudwig XIV., denSonnenkönig. HerzogCarl Alexander ließ diese zumFort Alexander ausbauen, heute gemeinhin bekannt alsAlexanderschanze. Sie war von 1799 bis 1801 in denKoalitionskriegen Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Österreichern und Franzosen. Diesen fiel auch das Klostergebäude Kniebis durch einen Brand zum Opfer.[12]

Von der Garnisonsstadt zum Oberamt und Kurort

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1721 entstand mit dem von Christoph Wilhelm Dietrich gegründeten und namensgebenden Gut Lauterbad eines der ersten Gebäude in dem heute zum Stadtteil Dietersweiler gehörenden WeilerLauterbad.

Siehe auch:Lauterbad

1737 wurde Freudenstadt Standort einer kleinen Garnison. 1759 wurde das Amt Freudenstadt zumOberamt erhoben. 1784 wurde der Bergbau mit der Schließung des StollensDorothea im Christophstal gänzlich eingestellt. DasOberamt Freudenstadt war eines der kleinsten ÄmterAltwürttembergs. 1807, ein Jahr nach der Gründung desKönigreichs Württemberg und den damit einhergehenden Umwälzungen in derVerwaltungsgliederung, gewann der Freudenstädter Amtsbezirk jedoch deutlich an Umfang.1833 wurde das Stadtgebiet um etwa 2.300 Hektar Wald des ehemaligen Waldgedings vergrößert. 1837 eröffnete eine „Siechstation“ mit vier Betten. Freudenstadt wurde zusehends zu einer Stadt des Handwerks, was durch den Anschluss an das Streckennetz derWürttembergischen Eisenbahn mit derGäubahn 1879 begünstigt wurde. 1864 wurden die Freudenstädter Stadttore abgerissen. 1876 gab der damalige Stadtschultheiß Hartranft die Absicht bekannt, Freudenstadt mit seiner reinen Luft zumKurort zu machen. Das Vorhaben gelang, und gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte ein stetig wachsenderKurbetrieb ein. Zu den bekanntesten Hotels jener Zeit gehörten das Hotel Rappen, dasHotel Waldlust der Hotelier-Familie Luz und dasKurhaus Palmenwald des Stuttgarter UnternehmersPaul Lechler. Insgesamt gab es um 1930 rund 20 Hotels in der kleinen Stadt, davon fünf der höchsten Kategorie. Freudenstadt war als Kurort weltweit bekannt und zog Gäste wie den englischen KönigGeorg V., die schwedische Königin,John D. Rockefeller,Mark Twain oder den Sultan vonSelangor an.

1888 wurde dasBezirkskrankenhaus in der Herrenfelderstraße eröffnet. Zwei Stadtärzte und zwei Diakonissen nahmen ihren Dienst auf.[31] Die Stadt wurde zum beliebten Urlaubsort für Großstadtbewohner. 1899 wurde anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums derHerzog-Friedrich-Turm als Aussichtsturm auf dem Kienberg eröffnet.[32]

  • Stadtkirche und Marktplatz vor der Zerstörung der Stadt um 1900
    Stadtkirche und Marktplatz vor der Zerstörung der Stadt um 1900
  • Interieur des Schwarzwaldhotels Waldlust um 1900
    Interieur des SchwarzwaldhotelsWaldlust um 1900
  • Das Hotel Palmenwald zeugt von der vergangenen Größe als mondäner Kurort.
    Das HotelPalmenwald zeugt von der vergangenen Größe als mondäner Kurort.

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

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Hauptartikel:Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus

1933 stand die Bevölkerung von Freudenstadt relativ geschlossen hinter der NSDAP. Die Wahlergebnisse waren wie folgt:

Wahlergebnisse derReichstagswahl am 5. März im Landkreis (Oberamt) Freudenstadt[33]
ParteiStimmen
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)11.141
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)2.855
Christlich-Sozialer Volksdienst (CSVD)1.581
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)1.236
andere Parteien1.084
Deutschnationale Volkspartei (DNVP) (Kampffront Schwarz-weiß-rot)1.065
Zentrum475
Deutsch-Hannoversche Partei (DHP),
Deutsche Demokratische Partei (DDP) (Deutsche Staatspartei)
268
Deutsche Volkspartei (DVP)222
Deutsche Bauernpartei (DBP)29
Wahlbeteiligung von 79,1 Prozent, abgegebene gültige Stimmen insgesamt: 19.956

Als namhafte „Söhne der Stadt“ galten damals:

  • Theodor Bauder (1888–1945), Bauingenieur und SA-Führer (u. a. bis 1945 Generalbevollmächtigter für Bauwesen imGeneralgouvernement Polen und Verbindungsmann zu GeneralgouverneurHans Frank)
  • Theo-Helmut „Theobald“ Lieb (1889–1981), Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg (u. a. Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 1944)
  • Gerhard Pfahler (1897–1976), Psychologe und Erziehungswissenschaftler, beteiligt an der Rassenpsychologie des Nationalsozialismus (u. a. Antisemitischer Herausgeber; Professor an den Universitäten Göttingen und Tübingen)
  • Albert Schmierer (1899–1974), Reichsapothekerführer (u. a. Gründer des Reichsapotheker-Registers, des Instituts für Arzneimittelprüfung und einer Akademie für pharmazeutische Fortbildung)
  • Helmut Kunz (1910–1976), Zahnarzt, NSDAP-Mitglied und Mitglied der Waffen-SS (u. a. als SS-Untersturmführer dem Pionierbataillon derSS-Division Totenkopf imKonzentrationslager Dachau zugeordnet und beteiligt an der Ermordung der sechs Goebbels-Kinder).

Lieb, Pfahler, Schmierer und Kunz wurden entweder nach kurzer Gefangenschaft oder Haftzeitentnazifiziert oder vor Gericht freigesprochen und arbeiteten bis zu ihrem Tod weiterhin unbehelligt.

1938 wurde aus dem Oberamt der Landkreis Freudenstadt. Im Zweiten Weltkrieg entstand auf dem bis zu971 m ü. NN hoch gelegenen Kniebis, unweit der Alexanderschanze, eine Befehlszentrale derWehrmacht zur Verteidigung der Westfront: dasFührerhauptquartier Tannenberg (nahe der Gemarkungsgrenze auf dem Gebiet der Gemeinde Baiersbronn). In der Umgebung, vor allem auf dem Schliffkopf und der Hornisgrinde, wurden als Teil derLVZ West (Luftverteidigungszone West)[34] schwere Flak-Stellungen mit den dazugehörigen Versorgungs- und Unterkunftsgebäuden gebaut. Im Freudenstädter Lazarett wurden viele Verwundete behandelt.Hitlers einwöchiger Besuch in Tannenberg und Freudenstadt 1940 (nach demFrankreichfeldzug) anlässlich der Einweihung des Hauptquartiers wurde inWochenschauberichten propagandistisch dargestellt. Damit wurde Freudenstadt samt Umland in Frankreich zu einem Symbol des Naziregimes und derfranzösischen Niederlage, was 1945 noch eine gewichtige Rolle spielen sollte.

1933 wurden in ganz Freudenstadt nur acht Bürger mit jüdischer Abstammung gezählt.[35] Zu ihrer Situation während derNS-Zeit ist wenig bekannt.Namentlich bekannt sind:

  • Paul Pick, 1894 in Freudenstadt geboren, Inhaber eines kleinen Kaufhauses, im Juni 1944 imKZ Riga-Kaiserwald ermordet, Emma Pick geb. Baum, 1896 in Stuttgart geboren, im Dezember 1944 imKZ Stutthof ermordet. Richard L. Pick, Sohn der beiden, konnte im Juli 1941 Deutschland verlassen.
  • Carl Beer (* 19. Februar 1885, verheiratet mit Fanny geb. Reichert aus Freudenstadt). Die beiden lebten in Freudenstadt (Lauterbadstraße 73). Nach denNovemberpogromen 1938 wurde er in das KZ Dachau deportiert und bis Mitte Dezember 1938 dort festgehalten. 1944/45 war Beer „Krankenbehandler“ für die noch in Nürnberg und Fürth ansässigen jüdischen Einwohner. Ein schwerer Luftangriff auf Nürnberg am 2. Februar 1945 verhinderte, dass Carl Beer und die anderen in „Mischehe lebenden Nürnberger Juden“ noch insGhetto Theresienstadt deportiert wurden. Nach demEinmarsch vonUS-Truppen in Nürnberg war Beer in Nürnberg der erste Internist für Nürnberg und Fürth. Er kehrte später nach Freudenstadt zurück und war noch einige Jahre als Arzt tätig. Die Bevölkerung wählte ihn 1946 mit der zweithöchsten Stimmenzahl auf der Liste der SPD in den Gemeinderat. Fanny Beer starb 1964, Carl Beer 1969. Nach ihm ist in Freudenstadt eine Straße benannt. Aussagen aus der Bevölkerung: „Dr. Beer hat in Freudenstadt Minderbemittelte stets ohne Honorar behandelt, ja sogar Lebensmittel Notleidenden gebracht …“[36]

Stolpersteine sind nicht verlegt.[35]

Kriegsende

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Am 16. April 1945, nur wenige Wochen vor Kriegsende, wurde die Stadt unerwartet von Truppen der französischen1. Armee unter Generalde Lattre angegriffen, wobei es durch Bombenabwurf und Artilleriebeschuss zu großflächigen Zerstörungen kam. Freudenstadt war Knotenpunkt des französischen Vordringens in Richtung Stuttgart wie zum Hochrhein, während die US-Truppen im Rhein-Main-Gebiet nach Osten vorgingen.[37] Die Wehrmacht hatte vier Stunden vor dem Einmarsch der Franzosen in Freudenstadt die drei Fachwerkviadukte derBahnstrecke Eutingen im Gäu–Freudenstadt gesprengt,[38] damit der Feind die Bahnstrecke nicht nutzen konnte. Der französische Heeresbericht nennt eine Abteilung der SS (nach deutschen Quellen ein Dutzend sogenannterWerwölfe[37]), die vor der Stadt eine Sperre errichtet hatten. Freudenstadt wurde, mit Unterbrechungen, etwa 16 Stunden lang von Artillerie beschossen. Kein Einwohner wagte es, den französischen Truppen zur Übergabe der Stadt entgegenzugehen; umgekehrt rechneten diese mit erheblichem militärischen Widerstand.[39] Da die Hauptwasserleitung durch US-amerikanische Luftangriffe[40][A 1] und die wichtigsten Feuerwehrwagen durch Artilleriebeschuss zerstört worden waren, konnten sich Feuer nahezu ungehindert ausbreiten. Teilweise wurde Gülle zum Löschen verwendet.[39] Eine Übergabe fand erst statt, als die französischen Truppen bis zum Rathaus vorgerückt waren.[37] Es gab einige Dutzend zivile Opfer; etwa 600 Gebäude, 95 Prozent der gesamten Innenstadt, wurden in der Nacht vom 16. auf den 17. April direkt oder indirekt zerstört und 1400 Familien obdachlos. Beim Einmarsch der französischen Truppen und in den folgenden drei Tagen begingen marokkanische Einheiten zahlreiche heftige Übergriffe.[41] Nach Angaben der Ärztin Renate Lutz seien allein bei ihr über 600vergewaltigte[42] Frauen in Behandlung gewesen.[43] Auf Vorhaltungen habe die Zivilbevölkerung laut Berichten vonZeitzeugen auch die Antwort erhaltenes sei Krieg, Freudenstadt müsse drei Tage brennen.[44]

Viele der verschont gebliebenen Bauten wurden dann von derfranzösischen Besatzung requiriert. Zahlreiche Familien hausten in notdürftig überdachten Kellerräumen. Insgesamt reduzierte sich der durchschnittliche Wohnraum je Einwohner auf unter acht Quadratmeter. Die Not war groß und das Aufräumen der Trümmer erfolgte zunächst nur schleppend.

  • Zerstörte Gebäude in der Kaufhausstraße
    Zerstörte Gebäude in der Kaufhausstraße
  • Überreste der Stadtkirche
    Überreste der Stadtkirche

Das „Wunder von Freudenstadt“

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Arkadengang am Marktplatz

Der neue Stadtplan lehnt sich an die geschichtlichen und natürlichen Begebenheiten an und entwickelt den alten Plan [Schickhardts] mit modernen Mitteln weiter. Damit ist er freilich ein neuer Plan geworden. Aber er berücksichtigt liebgewordene Tradition, vor allem dadurch, daß er nicht nur den großen Marktplatz beibehält, sondern die in ganz Deutschland berühmten, einzigartigen Arkaden. Die Stadt wird ein neues Gesicht und eine neue Atmosphäre erhalten, nachdem das Alte uns unwiederbringlich verloren ist. Aber sie ist nicht nur Neuentwicklung, sondern Fortentwicklung.

Ludwig Schweizer[45]

Es setzte eine lange Diskussion über den Wiederaufbau der Stadt ein (Luftbild siehe Artikelanfang). Dazu wurden Modelle einheimischer Architekten sowie renommierter Stadtplaner jener Zeit begutachtet. Es galt, eine ausgewogene Mischung zwischen Tradition und Moderne zu finden. Der Wohnraum sollte beim Wiederaufbau den veränderten Lebensgewohnheiten angepasst werden. Bereits 1945 wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Pläne von Paul Heim, Hermann Gabler,Adolf Abel,Paul Schmitthenner und anderen vorgelegt.

In manchen Konzepten war die Verkleinerung des als übergroß empfundenen Marktplatzes vorgesehen.[A 2] Fraglich war auch der trauf- oder giebelständige Wiederaufbau am Marktplatz. Die „Abgebrannten“ forderten einen Wiederaufbau ihrer Häuser auf den alten Parzellengrenzen. Andererseits waren der zunehmende Verkehr und eine moderne Stadtplanung zu berücksichtigen. Bei den Konflikten setzte sich unter anderemCarlo Schmid vermittelnd ein.[46] Am Ende konnte sich die traditionelle Minderheit umLudwig Schweizer und dessen Lehrer Schmitthenner gegen die sonst vorherrschende[A 3] modernistische Fachmeinung durchsetzen.[47] Beide waren Vertreter der Formensprache derStuttgarter Schule mit ihrerHeimatschutzarchitektur. Schweizer wurde zum Stadtbaumeister ernannt. Zusammen mit der Stadtverwaltung unter BürgermeisterHermann Saam entstand ein detailliertes und einheitlich durchgeplantes Konzept zum Wiederaufbau. Freudenstadt entstand so innerhalb von nur fünf Jahren abermals alsPlanstadt.

Begünstigt wurde der schnelle Wiederaufbau dadurch, dass Freudenstadt nebenFriedrichshafen inWürttemberg-Hohenzollern die einzige Stadt mit derart starken Zerstörungen war und deshalb großzügige Unterstützung erhielt. Art und Ausmaß des ganzheitlichen Freudenstädter Wiederaufbaus sowie das damit verbundene enorme bürgerliche Engagement brachte der Stadt viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. Insbesondere Stimmen aus derDeutschen Demokratischen Republik (DDR) lobten das Zurückgreifen auf „nationale Traditionen“[46] als vorbildlich, wohingegen die lokaleKommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1949 als einzige Partei im Stadtrat gegen den traditionellen Wiederaufbau mit Giebelhäusern gestimmt hatte. In Zusammenhang mit dem schließlich gelungenen Wiederaufbau wird auch vom „Wunder von Freudenstadt“ gesprochen.[A 4] Er gilt heute noch alsGesamtkunstwerk, das (wie in nur wenigen anderen Städten) den Zeitgeist der 1950er-Jahre ausdrückt.[46] Zur Wahrung des einheitlichen Erscheinungsbildes gilt bis zum heutigen Tage eine sehr strengeGestaltungssatzung für die Innenstadt.[48]

Neuere Geschichte

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Kongresszentrum amKurhaus
Stadtbahnen am Stadtbahnhof

Württemberg-Hohenzollern ging 1952 im Bundesland Baden-Württemberg auf. Der000009IX. Internationale Bürgermeisterkongress derInternationalen Bürgermeisterunion[49] 1958 in Freudenstadt leitete eine Wende in dendeutsch-französischen Beziehungen auf kommunaler Ebene ein[50] und führte zu einer Vielzahl vonStädtepartnerschaften. Freudenstadt ging 1961 eine Partnerschaft mit der StadtCourbevoie imGroßraum Paris ein. Bei derKreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der Landkreis Freudenstadt seine heutige Ausdehnung, Freudenstadt blieb Amtssitz des vergrößerten Kreises. Dieser wurde gleichzeitig Teil der neu gegründetenRegion Nordschwarzwald, die damals dem neu umschriebenenRegierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wurde das ehemals württembergische Freudenstadt nunmehr von der ehemaligen badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet.

1965 beschloss der Kreistag den Neubau des Freudenstädter Krankenhauses auf dem GebietZehnmorgen in der Nordstadt. Der Bau wurde 1976 fertiggestellt. Seit 1977 ist das renovierte Gebäude des alten Krankenhauses Sitz des Landratsamts. In den 1980er-Jahren widersetzten sich viele Freudenstädter den Plänen vonBund undLand, den ausufernden Verkehr der Ost-West-AchseStraßburg–Freudenstadt–Tübingen mithilfe eines Tunnels aus der Innenstadt zu verbannen und damit der Stadtentwicklung neue Wege zu ebnen. Insbesondere Einzelhändler fürchteten Umsatzeinbußen durch den verminderten Durchgangsverkehr. DerBürgerprotest war erfolgreich, gilt jedoch heute als die größte Fehlentscheidung der Nachkriegszeit. 1983 wurde das städtische HallenbadPanoramabad eröffnet. Ebenfalls in den 1980er-Jahren wurde das bestehende Kurhaus um ein Kongresszentrum erweitert (sieheKurhaus und Kongresszentrum Freudenstadt, es wurde 1989 eingeweiht). 1986 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 20.000. Auf Antrag der Stadtbeschied dieLandesregierung von Baden-Württemberg Freudenstadt mit Wirkung vom 1. Januar 1988 die BezeichnungGroße Kreisstadt. 1989 entstand unter dem oberen Marktplatz eine großräumige Tiefgarage, so dass der Marktplatz weitgehend autofrei und zur Fußgängerzone erklärt wurde.

Anlässlich der 400-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 1999 fand ein Festumzug statt. Der Umbau des unteren Marktplatzes zum Stadtpark wurde mit fünfzig beleuchteten Fontänen vollendet und ein neu entdecktes früheres Bergwerk in unmittelbarer Nähe des heutigen Facharztzentrums alsBesucherbergwerk für den Publikumsverkehr freigegeben. 2003 erhielt Freudenstadt mit den Linien S31 und S41 Anschluss an dasKarlsruher Stadtbahnnetz. Die gelben Fahrzeuge gaben dem Tagestourismus einen kräftigen Impuls und prägen seitdem das Stadtbild. Im Oktober 2008 wurde mit dem vierspurigen Ausbau der Stuttgarter Straße (dieBundesstraße 28 innerorts) als Hauptschlagader der Stadt begonnen.[51]

Stadtentwicklung

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Eingemeindungen

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Bereits kurz nach der Stadtgründung wurde Christophstal, das ursprünglich zu Dornstetten gehörte, eingemeindet. Erst 1926 folgte mit Zwieselberg (zuvor Gemeinde Reinerzau) die nächste Eingemeindung. Die einschneidendste Änderung brachte dieGebietsreform des Landes Baden-Württemberg in den 1970er-Jahren, der zufolge am 1. Juli 1971Igelsberg und am 1. Januar 1972Grüntal (mit Frutenhof) eingegliedert wurden.[52] Am 1. Januar 1975 folgten Dietersweiler (mit Lauterbad), Untermusbach (mit Obermusbach) und Wittlensweiler sowie die zuvor zu Baiersbronn und Bad Rippoldsau gehörenden Teile des WeilersKniebis, der bereits überwiegend zu Freudenstadt gehörte.[53]

Einwohnerentwicklung

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Einwohnerentwicklung von Freudenstadt; oben von 1603 bis 2016, unten ein Ausschnitt ab 1871

Nach der Gründung im Jahr 1599 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt bis Anfang 1610 auf 2.000 bis 3.000 an und gehörte damit zum Kreis der schwäbischen Städte. Nach der Pest, einem Stadtbrand, Hungersnöten und demDreißigjährigen Krieg lebten 1652 kaum noch Menschen im Ort. Es dauerte über 200 Jahre, bis sich die Stadt hinsichtlich ihrer Bevölkerungszahl erholt hatte. 1849 wurden bei einerVolkszählung 5.154 Einwohner ermittelt, um 1930 war die Zehntausendermarke überschritten, die seitdem nur in den Kriegsjahren 1939 bis 1945 unterschritten wurde. 1970 waren 14.375 Bürger mit Hauptwohnsitz in Freudenstadt gemeldet. Durch die baden-württembergische Gebietsreform in den frühen 1970er-Jahren wuchs die Einwohnerzahl durch Eingemeindungen auf 19.454 an. 1986 wurde die 20.000-Einwohner-Schwelle überschritten. Seit 1995 hält sich die Einwohnerzahl recht konstant bei knapp unter 24.000.

DatumEinwohner
1603255 (Bürger)
1609etwa 2.000
167601.057
174401.461
180302.270
184905.154
1. Dez. 187105.145
1. Dez. 1880 106.026
1. Dez. 1890 106.271
1. Dez. 1900 107.076
1. Dez. 1910 108.456
16. Jun. 1925 109.785
16. Jun. 1933 110.575
17. Mai 1939 110.999
194609.634
DatumEinwohner
13. Sep. 1950 110.689
6. Jun. 1961 114.213
27. Mai 1970 114.375
31. Dez. 197519.454
31. Dez. 198019.348
31. Dez. 198620.058
27. Mai 1987 121.090
31. Dez. 199022.935
31. Dez. 199523.809
31. Dez. 200023.557
31. Dez. 200523.910
31. Dez. 201023.551
31. Dez. 201522.579
31. Dez. 202023.760

Politik

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Gemeinderat

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DieKommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu dem Ergebnis, das in den Diagrammen dargestellt ist.[54]

Gemeinderatswahl Freudenstadt 2024
Wahlbeteiligung: 52,52 % (2019: 49,8 %)
 %
40
30
20
10
0
32,7
28,2
15,7
15,0
7,2
1,3
BA/Grünec
ULFf
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+1,8
+3,0
−5,0
−2,7
+7,2
+1,3
−5,5
BA/Grüne
ULF
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Freie Wählervereinigung Freudenstadt e. V.
c BA: Bürgeraktion Freudenstadt e. V.
f ULF: Unabhängige Liste Freudenstadt
4
4
9
7
2
Insgesamt 26 Sitze
Rathaus
Partei/ListeSitze+ / −
Christlich Demokratische Union Deutschlands7− 1
Sozialdemokratische Partei Deutschlands4− 1
Alternative für Deutschland AfD2+ 2
Freie Wähler Vereinigung9± 0
Bürgeraktion/Grüne4− 2
Summe26

Bürgermeister

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Die Stadt Freudenstadt wurde nach ihrer Gründung nach württembergischem Muster verwaltet, das heißt, es gab einenMagistrat mit mehrerenBürgermeistern, die anfangs die BezeichnungStadtschultheiß trugen (die BezeichnungBürgermeister wurde in Württemberg 1930 eingeführt). Seit der Erhebung zurGroßen Kreisstadt 1988 trägt das Stadtoberhaupt die AmtsbezeichnungOberbürgermeister.

Am 14. April 2024 wurdeAdrian Sonder (CDU) mit 60,1 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeister gewählt. Er trat das Amt am 2. Juli 2024 an.[55]

Bürgermeister von Freudenstadt:

Hoheitszeichen

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AlsHoheitszeichen führt die Stadt Freudenstadt einDienstsiegel, ein Wappen und eine Flagge. Ferner verwendet die Stadt ein Logo.

Wappen der Stadt Freudenstadt
Wappen der Stadt Freudenstadt
Blasonierung: „In Rot unter goldenem Schildhaupt, darin eine schwarzeHirschstange, ein goldenes ‚F‘, begleitet von zwei pfahlweisen, abgekehrten silbernen Fische (Barben).“
Wappenbegründung: Das Wappen wird seit 1603 geführt. Die Hirschstange symbolisiert dasHerzogtum Württemberg, die Barben sind dem Wappen derGrafschaft Mömpelgard entnommen, die damals zu Württemberg gehörte, das „F“ verweist auf den Stadtgründer, Herzog Friedrich I. von Württemberg. Die heutigeBlasonierung des Wappens – ursprünglich hatte es gänzlich eine rote Feldfarbe – wurde vermutlich erst um 1926 festgelegt.
Siehe auch:Liste der Wappen im Landkreis Freudenstadt

Die Stadtflagge hat die Farben Rot und Weiß und wurde 1950 vom StaatsministeriumWürttemberg-Hohenzollern verliehen.

Städtebeziehungen

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Gedenktafel imPark Courbevoie in Freudenstadt

DiePartnerschaft mit der französischen StadtCourbevoie (im engeren Ballungsraum von Paris) stand am Anfang der Ausweitung der deutsch-französischen Städtepartnerschaften Anfang der 1960er-Jahre und wird seit 1961 intensiv betrieben.[59] Es finden regelmäßig Schüleraustausche sowie kulturelle und kommunalpolitische Besuche statt.

Zusätzlich unterhält Freudenstadt drei Städtefreundschaften.

  • Die Freundschaft mitMännedorf in derSchweiz besteht seit 1959.
  • Die Freundschaft mitHeide inSchleswig-Holstein gibt es seit 1989. Sie beruht darauf, dass Heide ebenfalls den Anspruch erhebt, dengrößten Marktplatz Deutschlands zu besitzen. Die Städte einigten sich mittlerweile darauf, dass beide Marktplätze gleich groß sind, wobei Heide dengrößten unbebauten und Freudenstadt dengrößten bebauten Marktplatz Deutschlands hat.
  • Eine weitere Städtefreundschaft besteht seit 1990 mitSchöneck im sächsischen Vogtland.

Einige Freudenstädter Schulen und Vereine pflegen einen regen Austausch mit dem polnischen Partner-LandkreisTomaszów Lubelski. Mit dem Fremdsprachengymnasium inLowetsch/Bulgarien findet ebenfalls ein regelmäßiger Schüleraustausch statt.

Ein Fahrzeug derOrtenau-S-Bahn trägt den Namen Freudenstadt.

Kultur und gesellschaftliches Leben

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Soziales

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Unter anderem sind folgende vernetzte soziale Einrichtungen in der Stadt präsent: DieKinder- und Jugendwerkstatt Eigen-Sinn soll in sozialen Gruppenarbeiten die persönlichen, sozialen und schulischen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen fördern und entwickeln, damit diese selbst neue und eigene Handlungs- und Konfliktlösungsstrategien und letztlich eine eigene zukunftsfähige Lebensstrategie entwickeln können. DieErlacher Höhe, die auch in sechs weiteren Landkreisen in Baden-Württemberg vertreten ist, setzt sich dafür ein, dass Menschen in sozialen Notlagen respektiert und geachtet werden und soziale Ausgrenzung abgebaut wird. DieDiakonie setzt sich für Arme, Ausgegrenzte und sozial Benachteiligte ein. DasMehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt e. V. stellt „sozialen Raum“ bereit, in dem Menschen, v. a. Mütter und ältere Menschen, sich (wieder) als Teil einer Gemeinschaft begreifen können. ImKinder- und Jugendzentrum Freudenstadt (KiJuz) wird für Grundschulkinder und Jugendliche offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten. Des Weiteren bietet dieKatholische Junge Gemeinde (KjG) Freudenstadt Aktionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit an. DieFrauenHilfe Freudenstadt betreibt eine Beratungsstelle für Frauen, die von Gewalt betroffen sind oder Gewalt befürchten und dringend Hilfe suchen.

Dialekt

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Freudenstadt liegt an der Grenze zwischen denschwäbischen undalemannischen Dialekten und ist somit die westlichste schwäbischsprachige Stadt. Innerhalb der Raumgliederung der schwäbischen Mundart befindet sich die Stadt imFreudenstädter Raum, der sich von Alpirsbach über Freudenstadt bis in dieAltensteiger Gegend erstreckt. Im Westen grenzt dasBaiersbronner Gebiet, im Norden dasObere Enzgebiet und im Osten derObere Neckarraum an. Im Süden schließt sich das Oberrheinalemannische an. Der Gebrauch des Dialekts ist, wie im gesamten schwäbischen Raum, immer noch sehr lebendig. Die Mundart wird für gewöhnlich sowohl in der Freizeit als auch im Betrieb, in öffentlichen Ämtern wie auch in den Schulen gesprochen und akzeptiert. Allerdings geht der Trend, besonders in der Kernstadt und bei jüngeren Menschen, zu einer ArtRegiolekt, einer dialektal geprägten Hochsprache.

Religionen

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Konfessionsstatistik

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Gemäß demZensus 2022 waren am 25. Mai 2022 38,1 % der Einwohner evangelisch, 18,6 % katholisch, und 43,3 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Seit demZensus 2011 sinkt der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung jährlich um einen Prozentpunkt.[60]

Evangelische Kirche

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Stadtkirche im Winter

DasKloster Kniebis hatte eine seit 1535 ungenutzte Klosterkirche, die 1799 von denFranzosen niedergebrannt wurde. Infolge der württembergischen Gründung war Freudenstadt lange Zeit eine fast gänzlichprotestantische Stadt mit einer dem Neubau-Stadtgrundriss angepassten sogenanntenWinkelhakenkirche (siehe AbschnittSehenswürdigkeiten). Zunächst gehörte die junge Gemeinde zumDekanat beziehungsweiseKirchenbezirk Herrenberg innerhalb derEvangelischen Landeskirche in Württemberg. 1672 wurde Freudenstadt Sitz eines eigenen Dekanats (→ Kirchenbezirk Freudenstadt), das das gesamte Freudenstädter Umland umfasst. Zunächst gab es nur die evangelische Stadtkirchengemeinde, 1960 entstand dazu die Martinskirche. Beide Kirchen bilden mit der Gemeinde Kniebis die Gesamtkirchengemeinde Freudenstadt.

Auch in den anderen Stadtteilen gibt es evangelische Kirchen beziehungsweise Kirchengemeinden. In Dietersweiler, das zunächst eine Filialgemeinde von Glatten war, wurde 1901 eine eigene Pfarrei eingerichtet. Die dortige Kirche istgotischen Ursprungs und wurde 1745 umgebaut. Grüntal war zunächst eine Filialgemeinde von Dornstetten, wurde aber bereits 1583 eigene Pfarrei. Die Pfarrkirche mit romanischem Turm wurde 1592 vonHeinrich Schickhardt errichtet und 1871 erneuert. In Igelsberg gibt es eine evangelische Kirche im ummauerten Friedhof. Die Gemeinde Untermusbach ist eine Filialgemeinde von Grüntal. Wittlensweiler ist seit 1899 Pfarrei. Die alte Kirche wurde 1968 erneuert.

Im 19. Jahrhundert entstand in Freudenstadt eine christliche Gemeinschaft, die sich später alsAltpietistische Gemeinschaft bezeichnete. Ihre Mitglieder nennen sichApis und gehören zur Evangelischen Kirche von Württemberg.

Katholische Taborkirche

Katholische Kirche

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Im 19. Jahrhundert zogen vermehrtKatholiken nach Freudenstadt. Bereits 1859 gründeten sie eine eigene Pfarrei. Ihre Kirche Christi Verklärung (Taborkirche genannt) ist jedoch ein Neubau von 1931. Die Pfarrgemeinde Christi Verklärung Freudenstadt ist zusätzlich für die Katholiken des Umlands zuständig und bildet zusammen mit der katholischen Pfarrgemeinde Alpirsbach eine Seelsorgeeinheit innerhalb desDekanats Freudenstadt derDiözese Rottenburg-Stuttgart.

Evangelisch-methodistische Friedenskirche

Freikirchen

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Freikirchen sind außerdem zwei Gemeinden und Teile des Sozialwerks Süd (unter anderem die Klinik Hohenfreudenstadt) derevangelisch-methodistischen Kirche, dieVolksmission entschiedener Christen, dieHeilsarmee, dieSiebenten-Tags-Adventisten, die demMülheimer Verband angehörende Christus-Gemeinde, die Vineyard-Gemeinde und die Crossroads International Church, die zurGemeinde Gottes Deutschland gehört. Eine freie christliche Gemeinde hat sich den NamenGOTOP gegeben.

Weitere Religionen

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Dieneuapostolische Kirche, die zum Apostelbereich Tübingen gehört, ist ebenfalls mit drei Gemeinden vertreten. Diese befinden sich in Freudenstadt sowie in den Stadtteilen Dietersweiler und Wittlensweiler.

Einejüdische Gemeinde konnte sich nie wirklich etablieren. Um 1870 lebten nur zweijüdische Personen in der Stadt, 1910 waren es 13. Eher kamen noch Kurgästejüdischen Glaubens inkoschere Hotels, wie die 1907 eröffneteVilla Germania oder das 1911 eröffneteHotel Teuchelwald. Die wenigen ortsansässigen Juden schlossen sich der nächstgelegenen jüdischen Gemeinde in Horb an.[61]

Der Türkisch-Islamische Kulturverein e. V. unterhält dieFatih-Moschee. Ferner gibt es ein Gebäude für religiöse Zeremonien derAleviten.

Sehenswürdigkeiten

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Marktplatz

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Nordseite des Marktplatzes mit Rathaus
Stadthaus mit Heimatmuseum
Schickhardtbau am Marktplatz (heute Sitz der Polizei)

Bekannt ist Freudenstadt vor allem durch den größten bebauten Marktplatz Deutschlands, auf dem eigentlich ein Schloss stehen sollte (siehe Abschnitt zur Geschichte). Er gilt als dasWahrzeichen der Stadt und ist circa 4,5 Hektar groß und mit den Maßen 219 × 216 Meter fast quadratisch. Charakteristisch sind die umlaufendenLaubengänge,Arkaden genannt. Drei Zierbrunnen auf dem Marktplatz überstanden den Zweiten Weltkrieg unversehrt.[62] Der Markt wurde nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg 1950 imHeimatschutzstil wiederaufgebaut.

In der Mitte des Marktplatzes steht auf einem hohen Sockel seit 1954 in einer dynamischen Pose dieVenus-Skulptur des Bildhauers David Fahrner als Symbol für den Wiederaufbau. "Mit ihrer rechten Hand schiebt die Venus die Schrecken der Vergangenheit fort, mit ihrer linken reckt sie sich nach einer besseren Zukunft."[63] Unter Anspielung auf die Finanzierung des Wiederaufbaus wurde das Denkmal im Volksmund auchHypothekenvenus genannt.

Stadtkirche

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Gewinkelter Innenraum der Stadtkirche

An der südwestlichen Ecke des Platzes steht dieevangelischeStadtkirche Freudenstadt von 1608. Sie ist eine der seltenenWinkelkirchen, ihr Grundriss ist L-förmig. 1945 schwer beschädigt, wurde sie äußerlich wieder aufgebaut und im Innern vereinfacht wieder hergestellt. Sie besitzt eine Reihe wertvoller Ausstattungsstücke.

Rathaus und Stadthaus

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An der gegenüberliegenden nördlichen Ecke des Marktplatzes steht das Rathaus, das Teile der Stadtverwaltung beherbergt sowie zweiAussichtsplattformen bietet.[64] Im Zentrum des Platzes befindet sich dasStadthaus, in dem dasMuseum im Stadthaus mit den Abteilungen Volkskunde, Stadtgeschichte, Handwerk und Fremdenverkehr sowie die Stadtbücherei und ein Café untergebracht sind.

Friedrichsturm

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Der Friedrichsturm auf dem Kienberg bietet einen guten Blick auf die Stadt

DerFriedrichsturm ist ein im Jahr 1899 anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums auf dem Freudenstädter HausbergKienberg erbauter 25 m hoherAussichtsturm mit 148 Stufen.[65] Er wurde vomSchwarzwaldverein und dem Verschönerungsverein geplant und bei seiner Einweihung zu Ehren des StadtgründersHerzog-Friedrich-Turm genannt.[66]

Weiteres

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Der Wald zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Lauterbad wird „Palmenwald“ genannt. Der Name ist ein Hinweis auf dieStechpalmen, die hier vor hundert Jahren in großer Anzahl verbreitet waren.[67]

Eine kulturhistorische Sehenswürdigkeit ist dasBesucherbergwerk Freudenstadt.

DieSchwarzwaldhochstraße, Teil derBundesstraße 500, ist die ältesteFerienstraße Deutschlands und verbindet Freudenstadt mit Wander- und Skigebieten des Nordschwarzwalds und der StadtBaden-Baden. Freudenstadt liegt an derDeutschen Alleenstraße, die vonRügen nachKonstanz führt.Die Schwarzwald-FernwanderstreckenMittelweg undOstweg verlaufen durch die Stadt. Des Weiteren führt derSchwarzwald-Panorama-Radweg und derNaturpark-Radweg durch Freudenstadt.

Freizeit

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Seit 1929 besteht einGolfclub.[68] Die Anlage gilt als eine der ältesten in Deutschland.

Über den Landkreis hinaus bekannt ist dasPanoramabad in der Nordstadt mit einem Wellness-Bereich und einer „Saunalandschaft“. Erreichbar ist das Bad auch mit der Stadtbahn (HaltestelleSchulzentrum/Panoramabad). Für den Mannschaftssport stehen in der Kernstadt drei Turnhallen, ein Stadion und mehrere Ballsportplätze zur Verfügung. Am Schierenberg gibt es mehrere Tennisplätze. Ebenfalls in der Nordstadt gelegen ist ein Reitverein.[69] Eine Fußballschule hat ihren Sitz bei den Stadionanlagen. Größter Sportverein ist derTSV Freudenstadt. Für Wanderungen undNordic Walking stehen zahlreiche gut ausgebaute und beschilderte Wanderwege zur Verfügung. Bei ausreichender Schneelage bieten sich Loipen oder der Skilift amStokinger-Hang im Stadtteil Lauterbad an. Noch besser sind die Wintersportmöglichkeiten im höher gelegenen Ortsteil Kniebis.

Die Stadt verfügt über zwei Kinos. DasSubiaco im Kurhaus ist nicht-kommerziell und auf alternative Filme ausgerichtet. DasCentral beim Amtsgericht deckt aktuelle Kinofilme ab. Zahlreiche Kneipen in der Loßburger und der Straßburger Straße, am Marktplatz und am Stadtbahnhof sorgen abends für Kurzweil. Beliebt ist dieFreudenstädter Kneipennacht. Eine Diskothek befindet sich außerhalb des Zentrums in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Regelmäßige Veranstaltungen

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Die Umzüge der Narrenzunft Freudenstadt, vor allem derGroße Fasnetsumzug, der am Tag nach demFackelumzug stattfindet, lockt tausende Hästräger und Zuschauer in die Stadt. Im März und Oktober veranstaltet derZentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) denZAEN-Kongress im Kongresszentrum. Die Veranstaltung ist mit ihren Seminaren ein Forum zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch. In der Stadtkirche findet traditionell Ende April bis Anfang Mai das Eröffnungskonzert desSchwarzwald-Musikfestivals statt. Die Veranstaltungsserie dauert bis in den August und ist darüber hinaus in Stadtteilen zu Gast.

Die Fontänen sind Kulisse beimFontänenzauber
Stadtfest 2016 mit Hochseilakt

Anfang Juli verwandelt an einem Wochenende dasStadtfest den gesamten Marktplatz in den Schauplatz eines Volksfests, das am Samstagabend in einem großen Feuerwerk gipfelt. Seit 2002 unterhalten Mitte Juli örtliche Vereine beimFontänenzauber am Unteren Marktplatz das Publikum musikalisch und artistisch vor der Kulisse der Freudenstädter Fontänen. Das üblicherweise mehrtägigeAfrikafest findet gewöhnlich in der letzten Juliwoche auf dem Oberen Marktplatz statt. Die Darbietungen reichen von Tanz- und Musikvorführungen über Artistik, Kino, Ballspiele, Workshops, Ausstellungen und Basare bis zu Gottesdiensten.

Größter Beliebtheit erfreut sich im Juli und August dasFreudenstädter Sommertheater, eine jährlich wechselnde Open-Air-Aufführung durch ortsansässige Amateurschauspieler. Das Publikum folgt den Akteuren dabei zu verschiedenen natürlichen Bühnen im Stadtgebiet. Für Tennisfans waren dieBlack Forest Open eine feste Größe imATP-Kalender, die jährlich von 1999 bis 2009 parallel zu denUS Open ausgetragen wurden. Spieler wieMagnus Norman,Gustavo Kuerten undMarat Safin kämpften bereits amSchierenberg um Weltranglistenpunkte.

Von Frühjahr bis Herbst finden auf dem Marktplatz wechselnde Veranstaltungen statt. Am ersten Oktoberwochenende findet auf dem Oberen Marktplatz derKunsthandwerkermarkt des Handels- und Gewerbevereins Freudenstadt (HGV) parallel zu einem verkaufsoffenen Sonntag statt. Den Jahresausklang besiegelt der Ende November beginnende zehntägigeFreudenstädter Weihnachtsmarkt des HGV. Zahlreiche Handwerkslädchen und Einzelhändler bieten in einem Dorf aus rund 100 Hütten ihre Waren an. Der Auftritt derTurmbläser auf dem Rathausturm zählt zu den Höhepunkten des Marktes.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft

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Auf denDienstleistungssektor entfielen im Jahr 2006 54,2 Prozent derWertschöpfung, auf dasproduzierende Gewerbe 45,0 Prozent. DieLandwirtschaft spielte mit 0,8 Prozent eine kleine Rolle. Die Stadt bindet in der Region Nordschwarzwald überdurchschnittlich vielKaufkraft. 2005 betrugen die Gesamteinnahmen je Einwohner 25.785 Euro, die ungebundenen Einnahmen beliefen sich auf 16.730 Euro, 4 Prozent über dem Landesschnitt. Die Stadt wies im Jahr 2007 einen Einpendlerüberschuss von 1.653 Arbeitnehmern auf. In Freudenstadt gab es im Jahr 1993 205 Ladengeschäfte. 2007 standen im Stadtgebiet 2.832 Gästebetten zur Verfügung. Die Anzahl der Übernachtungen betrug 339.292.[70]

Das verarbeitende Gewerbe ist zum größten Teil in den Industriegebieten angesiedelt. Erwähnenswert sind insbesondere dieGebr. Schmid GmbH + Co. (Photovoltaik, Leiterplatten, Flachbildschirme), dieRobert Bürkle GmbH (Maschinen zur Oberflächenveredlung), die FirmaGeorg Oest Mineralölwerk GmbH & Co. KG (Mineralölwerk, Tankstellen, Maschinenbau) sowie dieHermann Wein GmbH & Co. KG (Schwarzwälder Schinken). Auch dieKreissparkasse Freudenstadt zählt zu den größten Arbeitgebern. Der ehemals größte Arbeitgeber der Stadt, dieSchlott Gruppe AG (Druckerzeugnisse), hatte 2011 Insolvenz angemeldet. Der Freudenstädter Betrieb wurde stillgelegt und fast alle Mitarbeiter entlassen.

Verkehr

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Straßenverkehr

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Es führen vier Bundesstraßen durch Freudenstadt.

Am Marktplatz treffen sich die BundesstraßenB 28 (KehlUlm) undB 462 (RastattRottweil); zusätzlich endet hier die gegen Ende deckungsgleich mit der B 28 verlaufendeB 500 (Baden-Baden–Freudenstadt). Diese Straßen führen danach in West-Ost-Richtung auf einer gemeinsamen Trasse durch das Stadtgebiet.

Seit 1985 führt die in Nord-Süd-Richtung verlaufendeB 294 (BrettenGundelfingen) als Ortsumgehung östlich an Freudenstadt vorbei.[71]

Nach dem endgültigen Scheitern der Pläne für die „Schwarzwaldautobahn“A 84 Anfang der 1980er-Jahre wurden andere Lösungen projektiert, um dem hohen Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken, die gegenwärtig in die Umsetzungsphase gelangen. Dazu gehört der vierspurige Ausbau der B 28 in der Kernstadt mit dem Baubeginn Ende 2008 sowie eine Unterfahrung der Innenstadt in einem V-förmigen Tunnel (vordringlicher Bedarf imBundesverkehrswegeplan).

Bus und Bahn

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Einbindung ins Stadtbahnnetz
Stadtbahn nach Karlsruhe und Regional-Express nach Stuttgart amHauptbahnhof

Im Jahr 1879 erhielt die Stadt durch den Bau der von Stuttgart überHerrenberg undEutingen im Gäu nach Freudenstadt führendenGäubahn Anschluss an den Eisenbahnverkehr. Da deren Weiterführung ins Tal derKinzig damals bereits geplant war (und 1886 ausgeführt wurde), wurde derHauptbahnhof im Südosten der Stadt, relativ weit vom Zentrum entfernt, errichtet. 1901 wurde der württembergische Teil derMurgtalbahn nach Klosterreichenbach gebaut. Dabei entstand der 60 Meter höher gelegeneStadtbahnhof nördlich des Zentrums, einEinheitsbahnhof von Typ IIIb.[72] Eine durchgehende Verbindung nachRastatt (Baden) wurde 1928 eingerichtet. Somit ist Freudenstadt Ausgangspunkt dreier Bahnstrecken.

Die Murgtalbahn wird von derStadtbahn Karlsruhe befahren. Die Linien S8 und S81 derAlbtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) verbinden Freudenstadt über Rastatt mitKarlsruhe. Dabei fährt die S8 stündlich bis in die Karlsruher Innenstadt, die Linie S81 hingegen nur in Tagesrandlagen, dafür direkt zumKarlsruher Hauptbahnhof. Die Stationen innerhalb Freudenstadts sind derHauptbahnhof, derStadtbahnhof sowie die HaltepunkteSchulzentrum-Panoramabad undIndustriegebiet. Alle werden tagsüber im Halbstundentakt von Stadtbahnen bedient. Die S8 verkehrt hierbei bis in die frühen Morgenstunden.

DieLandeshauptstadt Stuttgart wird über dieBahnstrecke Eutingen im Gäu–Schiltach und weiter über dieBahnstrecke Stuttgart–Horb erreicht. Beide werden auch alsGäubahn bezeichnet. Es besteht ein Stundentakt mit Verdichtungen im Schülerverkehr. Die von Karlsruhe kommende S8 fährt alle zwei Stunden über die seit 2006 elektrifizierte Strecke bis Eutingen; dort ist Anschluss an denRegional-Express (RE) Stuttgart–Singen. Dazwischen gibt es mit dem RE ab Freudenstadt eine Direktverbindung zumStuttgarter Hauptbahnhof. Wie auf der Murgtalbahn fährt die S8 hier bis frühmorgens.

Richtung Kinzigtal verkehren Züge derSüdwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG), die Freudenstadt stündlich überAlpirsbach,Schiltach undHausach mitOffenburg verbinden.

Fernverkehr gibt es in Freudenstadt seit der Jahrtausendwende nicht mehr. In Hausach, Horb, Karlsruhe, Offenburg und Rastatt bestehen Umsteigemöglichkeiten aufIntercity (IC) oderIntercity-Express (ICE).

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) mit über 40 Buslinien ist zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Stadtbahnhof mit den Stadtbahnlinien S81 und S8 einer der Hauptverkehrsknoten im Schwarzwald.Stadtbusse fahren Ziele in der Kernstadt an. Die meisten Gemeinden im Landkreis sind umsteigefrei oder über den Knoten Horb zu erreichen. Ebenso werden touristische Ziele, wie derMummelsee und derSchliffkopf, angefahren, und es gibt jahreszeitabhängige Angebote wieSkibusse. Öffentliche Verkehrsverbindungen zu Städten in den Nachbarlandkreisen, wieOberndorf,Wolfach,Altensteig oderDornhan, bestehen; doch haben viele Buslinien, insbesondere in kleinere Gemeinden, keinen dichten Fahrplan. In den Nächten auf Samstage, Sonn- und Feiertage fährt dasNachtbusangebotNachtexpress, in Ergänzung des nächtlichen Schienenverkehrs.

Im gesamten Landkreis gelten der Verbundtarif derVerkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt (VGF) und das TicketangebotRegioX desKarlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Radverkehr

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Durch Alltagsrouten aus demRadnetz Baden-Württemberg[73] ist Freudenstadt

Durch Freudenstadt verlaufen die folgenden Landes-Radfernwege:

Luftverkehr

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DasSegelfluggelände Musbach liegt etwa 6,5 km nordöstlich des Zentrums im Stadtteil Musbach.

Medien und Telekommunikation

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Als regionaleTageszeitungen berichten sowohl derSchwarzwälder Bote als auch dieNeckar Chronik derSüdwest Presse über das Geschehen vor Ort. Kostenfreie Wochenzeitungen sind derWOM der Schwarzwälder-Bote-Mediengesellschaft sowie derAnzeiger. Ansässig ist zudem derRadiosenderFreies Radio Freudenstadt (FRF).

Das HotelPalmenwald sowie verschiedene Objekte wie das Rathaus sind Drehorte derARD-FernsehserieDer Schwarzwaldhof, die seit 2008 ausgestrahlt wird.[74]

Auch Szenen der ZDF-ReiheEin Schwarzwaldkrimi wurden in Freudenstadt gedreht.[75]

Das 2005 geschlosseneHotel Waldlust diente als Kulisse für die SerieHaunted – Seelen ohne Frieden und den FilmBela Kiss: Prologue.[76]

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

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Freudenstadt ist Sitz desAmtsgerichts, das zu den Bezirken desLandgerichts Rottweil und desOberlandesgerichts Stuttgart gehört. Die Stadt ist Sitz des Landratsamts desgleichnamigen Landkreises und beherbergt den Großteil seiner Verwaltungsbehörden. Ferner gibt es einFinanzamt.

Die Stadt ist Sitz desKirchenbezirks Freudenstadt derEvangelischen Landeskirche in Württemberg. Der evangelische Schuldekan für die Kirchenbezirke Freudenstadt undSulz am Neckar hat seinen Dienstsitz in Freudenstadt, das römisch-katholischeDekanat Freudenstadt jedoch inHorb am Neckar. DieIndustrie- und Handelskammer Nordschwarzwald unterhält eine Geschäftsstelle im Industriegebiet Freudenstadt-Wittlensweiler.

Bildung

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Die Schulen in Trägerschaft der Stadt sind zum einen dasKepler-Gymnasium und dieKepler-Werkrealschule, die beide in einem Gebäudekomplex nördlich des Zentrums und unweit der Sportanlagen untergebracht sind. Südöstlich in Richtung des Hauptbahnhofs liegt dieFalken-Realschule, unweit davon entfernt dieHartranft-Grundschule, eineoffene Ganztagsschule mit einer Außenstelle im Stadtteil Kniebis. DieTheodor-Gerhard-Grundschule als zweite Grundschule der Kernstadt befindet sich gegenüber den oben genanntenKeplerschulen. Die Stadtteile Dietersweiler und Wittlensweiler haben jeweils eine eigene Grundschule.

Zu den Schulen in Trägerschaft desLandkreises zählen dieEduard-Spranger-Schule, eine kaufmännische Schule mit wirtschaftswissenschaftlichem Gymnasium, dieHeinrich-Schickhardt-Schule als gewerblich-technische Schule mit technischem Gymnasium sowie dieLuise-Büchner-Schule als hauswirtschaftliche Schule mit ernährungswissenschaftlichem Gymnasium. Alle drei Schulen sind in einem Gebäudekomplex im Nordosten des Zentrums nahe dem Hauptfriedhof untergebracht und verfügen über eine eigene S-Bahn-Haltestelle. DieChristophorus-Schule, eine Förderschule, findet sich nördlich in der Nähe des Schwarzwald Centers.

Die untereSchulaufsichtsbehörde für die Grund-, Haupt-, (Werk-)Real- und Sonderschulen in Freudenstadt ist seit dem 1. Januar 2009 dasStaatliche Schulamt Rastatt.[77] Die Gymnasien unterstehen zunächst demRegierungspräsidium Karlsruhe.

In Freudenstadt sind mit der nordwestlich gelegenen evangelischen Berufsfachschule für KinderpflegeOberlinhaus und der freienWaldorfschule unweit des Hauptbahnhofes zweiPrivatschulen ansässig.

Nachdem die Stadt ihre Jugendmusikschule im Jahr 2005 aus finanziellen Gründen nicht weiter betreiben konnte, bildete sich ein Trägerverein aus Musiklehrern des Kepler-Gymnasiums, den Kirchenmusikern der beiden großen Kirchen und anderen engagierten Bürgern, die im Jahr 2006 dieMusik- und Kunstschule Region Freudenstadt e. V. ins Leben riefen. Ihre Arbeit wurde inzwischen mit zahlreichen Preisen beiJugend musiziert und anderen Wettbewerben ausgezeichnet.[78]

In der Stadt gibt es zudem ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grundschulen). DasEduard-von-Hallberger-Institut bietet angehenden ausländischen Studenten deutschsprachiger Hochschulen Sprach- und Studienvorbereitungskurse. Außerdem ist Freudenstadt Sitz desHochschulinstituts für Psychologie und Seelsorge (IPS) derGustav-Siewerth-Akademie. DasEuropäische Theologische Seminar im Stadtteil Kniebis bietet Studienmöglichkeiten in Theologie.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Weitere Persönlichkeiten

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  • Friedrich I. (1557–1608), Gründer von Freudenstadt
  • Heinrich Schickhardt (1558–1635), Baumeister von Freudenstadt
  • Eberhard Gmelin (1751–1809), Begründer derHeilbronner Hypnose
  • Karl Burger (1883–1959), Fußball-Nationalspieler
  • Georg Lindemann (1884–1963), Generaloberst im Zweiten Weltkrieg
  • Wolfgang Kohlrausch (1888–1980), Begründer der deutschen Krankengymnastik und Leiter des Sanatoriums Hohenfreudenstadt
  • Hans Rommel (1890–1979), Oberstudienrat, Stadtarchivar und Gründer der „Freudenstädter Heimatblätter“
  • Martin Haug (1895–1983), Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
  • Hanns Vogts (1900–1976), Schriftsteller
  • Klaus Mehnert (1906–1984), politischer Journalist, Publizist und Autor
  • Ludwig Schweizer (1910–1989), Architekt, Stadtbaurat
  • Margret Hofheinz-Döring (1910–1994), Malerin, Wohnung in Freudenstadt 1953 bis 1974
  • Friedrich Schlott (* 10. Juni 1914 in Kirchbach; † 21. Dezember 1997 in Freudenstadt), Unternehmer, Mäzen und Wohltäter der Stadt
  • Joseph Abileah (ursprünglich Wilhelm Niswiszki) (1915–1994), israelischer Violinist und Friedensaktivist, 1948 erster verurteilter israelischer Kriegsdienstverweigerer, starb in Freudenstadt
  • Wolfgang Altendorf (1921–2007), Schriftsteller, Verleger und Maler
  • Elisabeth Nill (* 1932), Landtagsabgeordnete, Stadträtin, Lehrerin
  • Werner J. Egli (* 1943), Schweizer Schriftsteller
  • Wolfgang Tzschupke (* 1945), Forstwissenschaftler, Gemeinderat
  • Costa Cordalis (1944–2019), deutschsprachiger Schlagersänger; wohnte im Stadtteil Kniebis
  • Jürgen Klopp (* 1967), Fußballspieler und -trainer, absolvierte in Freudenstadt sein Abitur an der Eduard-Spranger-Schule
  • Kevin Kurányi (* 1982), Fußballspieler; absolvierte ab 1997 seine Schulausbildung an der Kepler-Hauptschule

Literatur (alphabetisch sortiert)

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  • Wolfgang Altendorf, Gerhard Hertel:Freudenstadt. Dt./Engl./Franz. 1991,ISBN 3-88366-165-1. 
  • Jan Ilas Bartusch:Der Freudenstädter Taufstein und das Bietenhausener Tympanon – Zwei frühe Steinmetzarbeiten der Alpirsbacher Klosterhütte, in: (Hrsg.) Hohenzollerischer Geschichtsverein e. V.:Zeitschrift für Hohenzollerische Landesgeschichte, 51./52. Band, Sigmaringen 2015/2016.
  • Hans-Günther Burkhardt:Stadtgestalt und Heimatgefühl – der Wiederaufbau von Freudenstadt 1945–1954. Christians, Hamburg 1988,ISBN 3-7672-1005-3. 
  • Gerhard Hertel:Freudenstadt in alten Ansichtskarten. Flechsig, Frankfurt am Main 1979,ISBN 3-88189-080-7.
  • Gerhard Hertel: FREUDENSTADT (Schwarzwald) – Bilder aus den Jahren 1850–1950. Horb am Neckar 1987
  • Gerhard Hertel:Die Zerstörung von Freudenstadt. Das Inferno am 16./17. April 1945. 4. Auflage. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1997,ISBN 3-924932-02-6 (132 Seiten). 
  • Erich Keyser:Württembergisches Städtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1961. 
  • Nils Krüger:Ludwig Schweizer, Architekt zwischen Tradition und Moderne – Der Wiederaufbau von Freudenstadt. Das Wunder im Quadrat. Freudenstadt 2019,ISBN 978-3-00-062806-1.
  • Ruth Schima, Gerhard Hertel, Karl H. Glocker:Freudenstadt zum Kennenlernen. Wissenswertes über die Kurstadt mit Umgebung. Ullstein Quadriga, Berlin 1991,ISBN 3-88366-160-0. 
  • Adolf J. Schmid:Der Kniebis und seine katholische Kirche St.Josef. Schillinger Verlag, Freiburg 1999,ISBN 3-89155-243-2. 
  • Stadtarchiv Freudenstadt:Freudenstadt – Chronik 1599–1999. Braun Verlag, Karlsruhe 1999,ISBN 3-7650-8219-8. 

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  3. abcDas Bergbaurevier Freudenstadt-Dornstetten-Schönegrund. mineralienatlas.de, abgerufen am 1. Februar 2009. 
  4. Lagerstättenerkundung durch Bohrungen im Jahr 2008. Basisdaten für eine nachhaltige Rohstoffversorgung. (PDF; 1,4 MB) Regierungspräsidium Freiburg.Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, abgerufen am 16. November 2014. 
  5. Stand: 30. September 2008Zahlen-Fakten. (PDF) Stadt Freudenstadt, S. 14, abgerufen am 4. März 2014 (7,8 MB). 
  6. Regierungsbezirk Karlsruhe. In:Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden.Band V.. Kohlhammer, Stuttgart 1976,ISBN 3-17-002542-2,S. 623–629. 
  7. Hauptsatzung der Stadt Freudenstadt. (PDF) Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014 (81,9 KB). 
  8. Anzeige zu Freudenstadt. In:Vossische Zeitung, 8. Juli 1925, Abendausgabe, S. 14.
  9. DK Details. Archiviert vom Original am 23. Juni 2025; abgerufen am 17. Dezember 2025. 
  10. Stadtteile – Grüntal-Frutenhof. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  11. Stadtteile – Igelsberg. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  12. abcStadtteile – Kniebis. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  13. Stadtteile – Musbach. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  14. Stadtteile – Wittlensweiler. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  15. Stadtteile – Dietersweiler. Stadt Freudenstadt, abgerufen am 4. März 2014. 
  16. „ … Christophs-Thal, welches zu einem geseegneten Angedenken den Namen und Ursprung Herzog Christophen zu Würtenberg zu danken hat.“ Christian Friedrich Sattler:Historische Beschreibung des Herzogthums Würtemberg. Band 2, Stoll und Mäntler, Stuttgart/Eßlingen 1752, S. 224 f. = Cap. XLVIII, § 5.
  17. Kurt F. Kunzmann:Der Bergbau und die Mineralien des Freudenstädter Revieres. In:Freudenstädter Beiträge. 8/1992.
  18. Statistisch-Topographisches Bureau Württemberg:Friedrich I. In: W. Nitzschke (Hrsg.):Das Königreich Württemberg: Eine Beschreibung von Land, Volk und Staat. 1863,S. 848. 
  19. Albert Raff:Die Bedeutung von Christophstal für die württembergische Münzgeschichte. In:Freudenstädter Beiträge. 9/1999.
  20. Hirschgulden Herzog Johann Friedrichs von Württemberg aus der Münzstätte Christophstal 1623 – Detailseite – LEO-BW. Abgerufen am 4. Januar 2023. 
  21. Dieter Stievermann:Friedrich I. In:Sönke Lorenz … In Zusammenarbeit mit Christoph Eberlein … und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Hrsg.):Das Haus Württemberg – ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart / Berlin / Köln 1997,ISBN 3-17-013605-4,S. 139–142. 
  22. abHeinrich Schickhardt:Inventar. 1632, Stätt von Newem erbautt. (Landesbildungsserver Baden-Württemberg (Memento vom 19. Juli 2011 imInternet Archive) [PDF; abgerufen am 4. März 2014]). Inventar (Memento vom 19. Juli 2011 imInternet Archive)
  23. Albrecht Dürer:Etliche underricht, zu befestigung der Stett, Schloß, und flecken. Nürnberg 1527. Für die entsprechende Zeichnung lieferte möglicherweise ein Plan der aztekischen StadtTenochtitlán die Grundlage. In: Hanno-Walter Kruft:Geschichte der Architekturtheorie. Von der Antike bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2004,ISBN 3-406-34903-X,S. 124. 
  24. Zwar wird oft behauptet, die Kirche sei von Schickhardt erbaut worden, die wenigen historischen Quellen sprechen aber dagegen; siehe Christoph Seeger:„Es muß nicht immer Schickhardt sein!“ Zur Bedeutung Heinrich Schickhardts für den Kirchenbau in Württemberg zu Beginn des 17. Jahrhunderts. In: Robert Kretzschmar (Hrsg.):Neue Forschungen zu Heinrich Schickhardt (= Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, B 151). Kohlhammer, Stuttgart 2002, S. 111–143.
  25. Heinrich Schickhardt und die Gründung von Freudenstadt. Landesbildungsserver Baden-Württemberg, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2011; abgerufen am 1. Februar 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schule-bw.de 
  26. Zur Geschichte des Amts-/Oberamts Freudenstadt vor 1807. Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 17. September 2008. 
  27. abFreudenstädter Heimatblätter, Heimatgeschichtliche Beiträge zum „Schwarzwälder Boten“, Band XXIII Nr. 11, November 1992.
  28. abFreudenstädter Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde zwischen Neckar, Murg und Kinzig, Festung Freudenstadt, Walter Kull, Hrsg. Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt, 1985.
  29. Königliches statistisch-topographisches Bureau:Beschreibung des Oberamts Freudenstadt. Verlag von Karl Aue in Stuttgart, 1858. 
  30. Postverwalter Ernst Luz:Führer durch Freudenstadt und Umgebung. 1881,S. 16. 
  31. Geschichte. Krankenhäuser Landkreis Freudenstadt gGmbH, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juli 2011; abgerufen am 20. Oktober 2013. 
  32. Foto der Inschrift am Friedrichsturm, auf commons.wikimedia.org.
  33. Michael Rademacher: Freudenstadt. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 12. Mai 2021. 
  34. F. Wein:Die Luftverteidigungszone West. Explorate Verlag, 2010,ISBN 978-3-937779-25-6. 
  35. abSchwarzwälder Bote 19. November 2015:Recherchen werden eingestellt
  36. https://www.alemannia-judaica.de/freudenstadt_juedgeschichte.htm#Aus%20der%20Geschichte%20der%20j%C3%BCdischen%20Einwohnern%C2%A0 abgerufen am 12. Mai 2021
  37. abcGenerallandesarchiv Karlsruhe:Der deutsche Südwesten zur Stunde Null. Zusammenbruch und Neuanfang im Jahr 1945 in Dokumenten und Bildern. Harschdruck, Karlsruhe 1975.
  38. schwarzwaelder-bote.de:Droht Eisenbahnviadukten das Aus? Hartmut Breitenreuter 13. September 2014.
  39. abHans Rommel:Vor zehn Jahren 16./17. April 1945 – Wie es zur Zerstörung von Freudenstadt gekommen ist. In:Freudenstädter Heimatblätter. Beiheft 1. Oskar Kaupert, Freudenstadt 1955, S. 56.
  40. Raimund Weible: Das Wunder von Freudenstadt. Haller Tagblatt, 26. Juli 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2009; abgerufen am 4. März 2014. 
  41. Volker Koop:Besetzt. Französische Besatzungspolitik in Deutschland. be.bra-Verlag, Berlin 2005. 
  42. Annette Bruhns:Der Krieg gegen die Frauen. In:Spiegel Special.Nr. 2, 2005, Der Ostfeldzug,S. 84 (spiegel.de). 
  43. Margarete Dörr:„Wer die Zeit nicht miterlebt hat …“ Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und in den Jahren danach. Campus Verlag, 1998,ISBN 3-593-36095-0,S. 575. 
  44. Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte:Dokumente deutscher Kriegsschäden. 1960,S. 181. 
  45. Ludwig Schweizer:Die alte und die neue Stadt. In:Der Grenzer (Zeitung). 1950. 
  46. abcWerner Durth,Niels Gutschow:Träume in Trümmern. Friedr. Vieweg und Sohn Verlag, 1988,ISBN 3-528-08706-4. 
  47. Die Zeit nach dem Krieg: Städte im Wiederaufbau in der Google-Buchsuche
  48. Gestaltungssatzung für die Innenstadt von Freudenstadt. (PDF) Stadt Freudenstadt, abgerufen am 3. Februar 2009 (734 KB). 
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  50. Antonia Stock:Städtepartnerschaft und interkulturelle Begegnung – ausgewählte deutsche Städte und ihre Partner im Ausland. Hrsg.: Stiftung Universität Hildesheim. 2005 (Magisterarbeit). 
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  52. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 528 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]). 
  53. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 492 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]). 
  54. Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2024 – Stadt Freudenstadt, Amtliches Endergebnis
  55. Markus Beschorner: Neuer Rathauschef in Freudenstadt. In: swr.de. 14. April 2024, abgerufen am 15. April 2024. 
  56. Manfred Eimer:Geschichte der Stadt Freudenstadt, Verlag Oskar Kaupert, Freudenstadt (1937), Seite 21
  57. Manfred Eimer:Geschichte der Stadt Freudenstadt, Verlag Oskar Kaupert, Freudenstadt (1937), Seite 46
  58. Manfred Eimer:Geschichte der Stadt Freudenstadt, Verlag Oskar Kaupert, Freudenstadt (1937), Seite 169
  59. Stadtinformation. Stadt Freudenstadt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. März 2014; abgerufen am 4. März 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freudenstadt.de 
  60. Bevölkerung kompakt (Gebietsstand 15.05.2022, Religion), abgerufen am 19. Oktober 2024
  61. Freudenstadt (Kreisstadt) – Jüdische Geschichte. Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum, abgerufen am 1. Februar 2009. 
  62. Hans Huth:Die Restaurierung der Brunnen am Marktplatz in Freudenstadt. In:Denkmalpflege in Baden-Württemberg. 5. Jg. 1976, Heft 3, S. 90–93(PDF) (Memento vom 8. März 2014 imInternet Archive)
  63. Broschüre "Historischer Stadtrundgang", Freudenstadt Tourismus, 2025
  64. Freudenstadt (Kurort) > Sehenswürdigkeiten (Memento vom 19. November 2015 imInternet Archive) auf der Webseitedooyoo.de.
  65. Friedrichsturm Freudenstadt auf der Webseitealemannische-seiten.de.
  66. Foto der Informationstafel neben dem Friedrichsturm, auf commons.wikimedia.org.
  67. Schild an der Palmenwaldhütte am Unteren Palmenwaldweg
  68. Porträt. Golf-Club Freudenstadt, abgerufen am 20. Oktober 2013. 
  69. Anfahrt und Lage des Schwarzwälder Reiterverein (Memento vom 23. August 2010 imInternet Archive). Website des Schwarzwälder Reiterverein Freudenstadt e. V. Abgerufen am 4. April 2010.
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  71. Straßenbaubericht 1985 (PDF; 4,5 MB).
  72. Rainer Stein:Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In:Eisenbahn-Journal Württemberg-Report.Band 1,Nr. V/96. Merker, Fürstenfeldbruck 1996,ISBN 3-922404-96-0,S. 80–83. 
  73. Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de
  74. Die ARD mischt die Serienklassiker neu auf. In: Die Welt. 18. Januar 2008, abgerufen am 20. Oktober 2013. 
  75. Hinter den Kulissen des Schwarzwaldkrimi-Drehs mit Max von Thun. Abgerufen am 25. März 2024. 
  76. Cian Hartung: TV: Filmdrehorte am Bodensee und im Schwarzwald. 26. Mai 2023, abgerufen am 25. März 2024. 
  77. Staatliches Schulamt Rastatt.
  78. Flyer zum zehnjährigen Bestehen der Musik und Kunstschule (Memento desOriginals vom 29. Mai 2018 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muk-fds.de (PDF), abgerufen am 29. Mai 2018.
  79. Biographie Eugen Mahler auf eugen-mahler.de (Stand: 17. September 2018).

Anmerkungen

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  1. Im Jahr 2006 wurden so auch zwei amerikanische Zehnzentnerbomben bei Bauarbeiten am Hauptbahnhof gefunden und entschärft. Siehe dazu@1@2Vorlage:Toter Link/www.tagblatt.deSchwäbisches Tagblatt (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) (aufgerufen am 5. Februar 2009).
  2. So schrieb Abel an Schmitthenner: „Ich sehe nicht ein, warum ein Schwarzwaldstädtchen einen Platz braucht, beinahe so groß wie diePlace de la Concorde inParis“, siehe auchHaller Tagblatt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2009; abgerufen am 4. März 2014. 
  3. Diese wiederum ging auf Architekten aus einer im Krieg gegründeten ArbeitsgruppeAlbert Speers zurück, Näheres bei Durth u. a.
  4. Leitthema einer Ausstellung zum Wiederaufbau vom 15. Mai 2004 bis 19. September 2004 im Stadthaus von Freudenstadt,@1@2Vorlage:Toter Link/www.freudenstadt.infoweitere Informationen der Stadt Freudenstadt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2014.Suche in Webarchiven).
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Dieser Artikel wurde am 16. September 2008 indieser Version in die Liste derexzellenten Artikel aufgenommen.
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