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Fremdatom

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AlsFremdatome (auchFremdbeimengungen) bezeichnet man in derFestkörperphysik einzelneAtome eines anderenchemischen Elements imKristallgitter des Wirtskristalls. Fremdatome gehören zur Gruppe derPunktdefekte und können in Abhängigkeit ihrer Größe und desthermischen Gleichgewichts

Fremdatome können die chemischen und physikalischen Eigenschaften des ursprünglichen Kristalls stark beeinflussen und verändern. Sie werden daher einem Wirts-Element bzw. einer Wirts-Verbindung oft mit dieser Absicht zugefügt, können aber auch unabsichtlich hineingelangen wie z. B. der alsReduktionsschädling betrachtete Schwefel bei derVerhüttung von Eisen.

Bekannte Beispiele für eine gezielte Nutzung von Fremdatomen für technische Anwendungen sind die Änderungen der elektrischen Eigenschaften vonHalbleiterkristallen, also dieDotierung, oder die Veredelung vonMetallen beimLegieren.

Viele bekannte Beispiele für eine zufällige Einlagerung von Fremdatomen finden sich u. a. bei denMineralen, wo diese Beimengungen oft für eine große Farbenvielfalt bei ansonsten farblosen Mineralen sorgen, z. B. beimFluorit (CaF2) oder beimKorund (Al2O3), dessenSchmucksteinvariantenRubin undSaphir durch Beimengungen von Chrom bzw. Eisen, Titan und Vanadium ihre begehrte rote bzw. bläuliche Farbe erhalten.

Literatur

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Normdaten (Sachbegriff):GND:4155363-9 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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