Freistadt
Stadtgemeinde Freistadt | ||
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Wappen | Österreichkarte | |
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Basisdaten | ||
Staat: | Osterreich![]() | |
Land: | Oberösterreich![]() | |
Politischer Bezirk: | Freistadt | |
Kfz-Kennzeichen: | FR | |
Fläche: | 12,88 km² | |
Koordinaten: | 48° 31′ N,14° 30′ O48.51166666666714.506111111111560Koordinaten:48° 30′ 42″ N,14° 30′ 22″ O | |
Höhe: | 560 m ü. A. | |
Einwohner: | 8.187 (1. Jän. 2024) | |
Bevölkerungsdichte: | 636 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 4240 | |
Vorwahl: | 07942 | |
Gemeindekennziffer: | 4 06 01 | |
NUTS-Region | AT313 | |
UN/LOCODE | AT FSD | |
Adresse der Gemeinde- verwaltung: | Hauptplatz 1 4240 Freistadt | |
Website: | freistadt.at | |
Politik | ||
Bürgermeister | Christian Gratzl (SPÖ) | |
Gemeinderat:(Wahljahr: 2021) (37 Mitglieder) | ||
Lage von Freistadt im Bezirk Freistadt | ||
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Freistadt vom Bergfried in Richtung Süden gesehen | ||
Quelle:Gemeindedaten beiStatistik Austria |
Freistadt (anhörenⓘ/?,tschechischCáhlov) ist eineoberösterreichischeStadtgemeinde mit 8187 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2024) imUnteren Mühlviertel und seit 1849 Sitz derBezirkshauptmannschaft desBezirkes Freistadt. Die Stadt liegt rund 38 Kilometer nordöstlich der LandeshauptstadtLinz und rund 17 Kilometer südlich der Staatsgrenze zuTschechien.
Freistadt wurde ab 1220 planmäßig angelegt und erlebte seine Blütezeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. Nach demDreißigjährigen Krieg verlor Freistadt sämtliche Privilegien aus der Gründungszeit. Daraus resultierte ein wirtschaftlicher Abschwung und im 19. Jahrhundert die Entwicklung zur Schul- und Verwaltungsstadt. In den beiden Weltkriegen fanden im Raum Freistadt keine kriegerischen Auseinandersetzungen statt. Nach dem Ende desZweiten Weltkriegs lag Freistadt in dersowjetischen Besatzungszone.
Freistadt ist das schulische, kulturelle, medizinische und wirtschaftliche Zentrum des gleichnamigen Bezirks. Die gotischeAltstadt mit der mittelalterlichen Stadtbefestigung, den Wehrtürmen und den barocken Fassaden der Bürgerhäuser zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Freistadt ist eine der wenigen Städte in Österreich, deren Befestigungsanlagen fast vollständig erhalten sind.
Geografie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Freistadt liegt im nordöstlichen Teil desMühlviertels (unteres Mühlviertel) südlich desFreiwalds in einer weitläufigen Talsenke, dem so genanntenFreistädter Becken. Im Westen, Norden und Osten wird Freistadt von rund 650 bis 700 Meter hohen bewaldeten Hügeln umschlossen, die nur durch dasThurytal unterbrochen sind. Nach Süden hin umschließen kleinere Hügel das Stadtgebiet. Das Stadtgebiet erstreckt sich über 12,88 Quadratkilometer. Damit ist Freistadt flächenmäßig die zweitkleinste Gemeinde des Bezirks. Die größte Ausdehnung in Ost-West-Richtung beträgt 4,9 km, in Nord-Süd-Richtung 5,7 km.
Die Stadt liegt auf einer Höhe von560 m ü. A., gemessen beim Rathaus am Hauptplatz. Der höchste Punkt des Gemeindegebietes ist mit einer Höhe von732 m ü. A. der Trölsberg im Südwesten, der niedrigste befindet sich an derFeldaist im Südosten (rund544 m ü. A.).[1]
Die LandeshauptstadtLinz liegt rund 38 km südwestlich von Freistadt entfernt, die tschechische StadtČeské Budějovice (Budweis) etwa 60 km nördlich von Freistadt. Die BundeshauptstadtWien ist in östlicher Richtung zwei Autostunden entfernt (circa 180 km). DieStaatsgrenze zu Tschechien (bei Wullowitz) befindet sich annähernd 17 km nördlich der Stadt.
Geologie und Gewässer
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Freistadt liegt auf demGranit- und Gneisplateau, dem österreichischen Anteil derBöhmischen Masse und gehört zur oberösterreichischen RaumeinheitZentralmühlviertler Hochland. Im Raum Freistadt ist derFreistädterGranodiorit zu finden, der in zwei Varianten auftritt, dem mittelkörnigenRandtyp (Randfazies) und dem feinkörnigenKerntyp (Kernfazies). Ab der Hafnerzeile entlang des Grabens (nordöstlich der Altstadt, entlang der Feldaist) kommt derGrabengranit vor, ein mittelkörniger Zweiglimmergranit mit dem Hauptanteil anPlagioklas und auffallend großen, runden Quarzkörnern. DerBiotitgehalt beträgt circa 7 %, derHellglimmergehalt 3 bis 4 %. Obwohl der Grabengranit Ähnlichkeiten mit dem Freistädter Granodiorit hat, hebt er sich durch seine Helligkeit ab. Im Bereich der Altstadt herrscht vor allem grober Granodiorit vor.
Entlang des GewässersJaunitz im Bereich des Bahnhofs stehenTertiärsedimente an, die entlang der Bahnlinie in Richtung Norden verlaufen. Dieglimmer- undfeldspatreichenSedimente lassen sich im Wesentlichen in rostbrauneSande undKiese sowie blaugraue Sande,Schluffe undTone aufteilen. Immer wieder werden Stücke von verkieseltem Holz in diesen Sedimenten gefunden. Im Talbereich der Jaunitz bestehen diese Sedimente in geringer Mächtigkeit, nach Norden beziehungsweise Nordosten ziehen sie über einen Höhenrücken zumGehöft Prandl. Der einzige gute Aufschluss ist die Kies- und Sandgrube rund 500 Meter nordöstlich des Gehöftes Lengauer (Gemeinde Waldburg).[2]
Durch Freistadt fließt dieFeldaist von Norden nach Süden in RichtungDonau. Die Jaunitz, von Westen kommend, bildet im Süden teilweise die Gemeindegrenze und mündet in die Feldaist. Weitere Fließgewässer (Bockaubach und Scherbenbach), die ebenfalls in die Feldaist münden, sind unbedeutend. Die Bäche im Raum Freistadt lagerten kaum nennenswerte Mengen vonAlluvionen ab. An namhaftenStillgewässern existiert der Frauenteich beimBöhmertor, der Pregartenteich beim Brauhaus sowie der Weihteich im Ortsteil Galgenau.
Stadtgliederung und Flächennutzung
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Die Stadt liegt in der gleichnamigenKatastralgemeinde und gliedert sich in vier folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2024[3]):
- Freistadt (7654)
- Galgenau (5)
- Sankt Peter (314)
- Trölsberg (214)
Der Ortsteil Freistadt umfasst das gesamte bebaute Gebiet rund um die Altstadt samt der Böhmer Vorstadt im Norden und der Linzer Vorstadt im Süden. Der Ortsteil Galgenau liegt im Süden der Stadt im Bereich der Landwirtschaftsschule, der Ortsteil Trölsberg umfasst die Gebäude rund um den Bahnhof im Südwesten und der Ortsteil St. Peter liegt nördlich des Ortsteils Trölsberg auf einer Anhöhe. Die zuletzt genannten drei Ortsteile kamen am 1. November 1938 zum Gemeindegebiet hinzu, als die GemeindeZeiß aufgelöst wurde[4] bzw. am 1. Oktober 1939 als Gebiete von den Gemeinden Waldburg und Grünbach abgetreten wurden.[5]
Der größte Anteil der Gemeindefläche von 12,88 Quadratkilometern wird von landwirtschaftlichen Nutzflächen eingenommen, die mehr als 48 % des Gemeindegebietes umfassen (Oberösterreich 49,3 %). 24,1 % entfallen auf Wälder (Oberösterreich: 36,9 %), 15,5 % auf Bauflächen und Gebäude, 6,7 % auf Verkehrsflächen, 2,2 % auf Gärten, 0,9 % auf Gewässer und 2,6 % auf sonstige Flächen.[6][7]
Klima
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DasKlima in Freistadt ist rau, bedingt durch die Lage in einer Talsenke (Kaltluftseebildung). In seltenen Fällen kann daher schon im September Morgenfrost eintreten. Das Freistädter Becken unterscheidet sich klimatisch vom südlichen Mühlviertel und vom oberösterreichischen Zentralraum durch mehrSchnee und eine etwas geringere Nebel- und Hochnebelhäufigkeit. Der Niederschlag ist geringer als in ähnlicher Seehöhe am Alpennordrand Oberösterreichs. Das Becken zählt zu den klimatischkontinentalsten Teilen Oberösterreichs.
Die Lufttemperatur (Tagesmittel) in den Jahren 1971 bis 2000 war im Vergleich zur Landeshauptstadt Linz durchschnittlich um rund 2,5 °C niedriger und betrug für Freistadt 6,9 °C. Die mittlere Niederschlagsmenge lag bei rund 700 Millimetern jährlich. 75,5 Frosttagen und 21 Eistagen stehen 50,7 Sommertage und 8,3 heiße Tage gegenüber. An durchschnittlich 74,2 Tagen liegtSchnee; an 10,5 Tagen beträgt die Schneehöhe mehr als 20 Zentimeter, wobei die maximale Schneedecke mit 65 cm im Februar erreicht wird. Freistadt verzeichnet jährlich 1741,1 Sonnenstunden, wobei zwischen November und Jänner jeweils weniger als 50, hingegen im Juli und August mehr als 235 Sonnenstunden anfallen. Der Wind kommt meist aus west- und nordwestlicher Richtung.[8]
Freistadt ist seit 1991Klimabündnis-Partnergemeinde und verweist auf eigene Aktivitäten zur kontinuierlichen Verminderung der Treibhausgas-Emissionen, beispielsweise in den Bereichen Energie, Verkehr und Sonstige Projekte.[9]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Freistadt
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Nachbargemeinden
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Stadt Freistadt ist von sechs Gemeinden umgeben, die alle zumBezirk Freistadt gehören. FolgendeGemeinden grenzen an das Stadtgebiet (sie werden nach demUhrzeigersinn, beginnend im Norden genannt):
Im Osten reicht die Gemeinde Lasberg mit dem Ortsteil Manzenreith bis 130 Meter Luftlinie an die Altstadt heran. Im Süden ist die Gemeindegrenze zu Neumarkt im Mühlkreis rund 4,5 Kilometer Luftlinie entfernt.
Mit allen Gemeinden des Bezirks arbeitet die Stadt im VerbandInterkommunale Betriebsansiedlung Region Freistadt mit drei Standorten im gesamten Bezirk zusammen.
Geschichte
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Stadtgründung, Aufstieg und Blütezeit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Über den genauen Zeitpunkt der Entstehung der Stadt gibt es nur Vermutungen, da etwaige Urkunden entweder verloren gegangen sind oder zu wenig aussagen. Es wird angenommen, dass Freistadt um 1225 vomBabenbergerLeopold VI., dem Glorreichen (Herzog von Österreich) planmäßig angelegt wurde, indem er eine bestehende Siedlung amHandelsweg vonEnns nach Norden erweiterte und mit zahlreichenPrivilegien ausstattete, um die wirtschaftliche Existenz zu sichern. Erstmals wurde Freistadt als „Frienstat“ 1241 urkundlich erwähnt, 1277 gewährte KönigRudolf von Habsburg der „Vreinstat“ (damaliger Name der Stadt) dasNiederlags- und Stapelrecht sowie denStraßenzwang.
Durch die verliehenen Privilegien stieg Freistadt ab dem 14. Jahrhundert rasch zu einer reichen und blühenden Stadt auf und wurde das wirtschaftliche Zentrum des Mühlviertels. Die Lage an einer wichtigen Handelsstraße (Goldener Steig) war Lebensgrundlage und Quelle des Reichtums. Die Haupthandelswaren in Richtung Norden warenEisen undSalz aus dem südlichen Oberösterreich sowieFische aus Böhmen in Richtung Süden. Die alte Burg wurde im 15. Jahrhundert zum Salzlager (heutiger Salzhof) ausgebaut. In diesen Jahren konnte Freistadt seinen Reichtum stetig mehren und seine Privilegien gegenüber den Nachbarorten verteidigen.
Die erstenStadtmauern wurden zum Schutz des Reichtums am Ende des 14. Jahrhunderts und Mitte des 15. Jahrhunderts wesentlich verstärkt und es entstand die heute noch vorhandene Stadtbefestigung und dasSchloss Freistadt in der Nordostecke der Stadt. Als wichtigste Verteidigungsanlagen ließ die StadtTürme entlang der Stadtmauer anlegen. Im Mittelalter bildeten dasLinzertor im Süden und dasBöhmertor im Norden die einzige Einfahrtmöglichkeit für Pferdefuhrwerke über Zugbrücken.
In seiner gesamten Geschichte blieb Freistadt von größeren kriegerischen Zerstörungen verschont. Allerdings kam es während derHussitenkriege (1424–1432) zu einer Belagerung, bei der auch die Vorstadt und die Frauenkirche niedergebrannt wurden. 1596 und 1626 belagerten Bauernheere die Stadt und 1610 die Bayern. Größere Schäden in der Stadt verursachten jedoch Brände. Die beiden großenStadtbrände 1507 und 1516 vernichteten alle Häuser in der Stadt und die üppige Ausstattung derStadtpfarrkirche. Nur das abseits stehende Schloss und die Häuser der Vorstädte wurden verschont. Daraufhin wurden die Häuser mit heute noch sichtbaren Mantelmauern (Feuermauern) ausgestattet.
DerProtestantismus wurde in Freistadt auf Grund der Handelsbeziehungen rasch angenommen und mehr als die Hälfte der Bevölkerung bekannte sich um 1610 zu dieser Glaubensrichtung. Auch dieradikal-reformatorischeTäuferbewegung verfügte über eine Gemeinde in der Stadt, die wahrscheinlich vonHans Schlaffer begründet wurde.[10] Im Zuge derGegenreformation nach demZweiten Oberösterreichischen Bauernkrieg und demSieg von KaiserFerdinand II. über die Protestanten wurden 1627 alle Protestanten ausgewiesen; über deren spätere Wohnorte ist nichts Genaues bekannt. Diesen großen Substanzverlust konnte die Stadt lange Zeit nicht überwinden.
Wendepunkt 1627 und die Zeit bis zum Ersten Weltkrieg
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]DerDreißigjährige Krieg war ein Wendepunkt in der Geschichte der Stadt. Durch die Änderung der Grenze zu Böhmen verlor Freistadt seine Privilegien und büßte seine Bedeutung als Handelsstadt und Bollwerk (Grenzstadt) ein. Die wirtschaftliche Lage nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges war sehr schlecht. Neben dem Rückgang des Handels mindertenAbsolutismus (Verlust der politischen Selbstverwaltung) undMerkantilismus (Manufakturen verminderten die Bedeutung der Zünfte) die Bedeutung der Stadt. Der größte Vorteil der Stadt war die Lage an einer wichtigen Handelsstraße – der Salzhandel nach Böhmen nahm noch immer den Weg über Freistadt –, wodurch eine Verarmung vermieden werden konnte. Freistadt erreichte in der Folge nie wieder die Bedeutung, die es vor dem Dreißigjährigen Krieg hatte.
1777 wurde ein neues Brauhaus errichtet, nachdem dieBraucommune Freistadt 1770 gegründet wurde. Seit 1850 ist Freistadt die Hauptstadt des gleichnamigenBezirks. Die 1862 erstmals veranstaltete Freistädter Messe (heute:Messe Mühlviertel) sollte den wirtschaftlichen Aufschwung einleiten. DiePferdeeisenbahn Linz–Budweis fuhr ab 1832 weit an der Stadt vorbei. Erst mit der Eröffnung derSummerauer Bahn im November 1872 entstand in Freistadt ein Bahnhof.
DiePiaristen führten von 1761 bis 1870 eine deutsche Schule und eineLateinschule. Die Entwicklung zur Schulstadt zeigte sich daran, dass seit dem Jahr 1852 dieArmen Schulschwestern unserer lieben Frau eine Schule in der Stadt führen. Im Jahr 1900 kamen dieMarianisten und errichteten außerhalb der Stadt ein großesSchulgebäude, in dem sie bis heute eine Privatschule führen. Seit 1867 gibt es in Freistadt die Unterstufe einesGymnasiums, 1871 folgte die Oberstufe.
Vom Ersten Weltkrieg bis heute
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ImErsten Weltkrieg errichtete das Militär dasKriegsgefangenenlager Freistadt für russische Soldaten, das bis zu 20.000 Gefangene in 91 Baracken beherbergte.[11] In der Zwischenkriegszeit kam es wie im übrigen Österreich zur Radikalisierung der politischen Parteien, imBürgerkrieg 1934 fielen jedoch keine Schüsse.
Versuche, die wirtschaftliche Lage zu verbessern, führten zur Gründung neuer Unternehmen, die öffentliche Hand förderte die Wirtschaft und investierte in die Straßenpflasterung und Kanalisierung. 1937 fand die Eröffnung der „Erzherzog-Karl-Kaserne“ (heute „Tilly-Kaserne“) statt.
Nach dem Ausbruch desZweiten Weltkriegs vergrößerte dieWehrmacht die bestehendeGarnison und stationierte in der Folge mehr als 1000 Soldaten in Freistadt. Einige Freistädter schlossen sich der WiderstandsgruppeNeues freies Österreich an. Im Oktober 1944 wurden sie jedoch verraten, später zum Tode verurteilt und am 1. Mai 1945 hingerichtet.[12] EinDenkmal vor dem Linzertor erinnert an dieses Ereignis.
In den Kriegsjahren fiel keine einzigeBombe auf Freistadt, das gegen Kriegsende dreiLazarette beherbergte. Am 7. Mai 1945 erreichten amerikanische Panzer kampflos die Stadt. Am 13. Mai kam dieRote Armee dazu und teilte sich bis zum 23. Mai die Stadt mit den Amerikanern, bis diese sich südlich der Bahnlinie zurückzogen. Die sowjetischen Soldaten quartierten sich als Besatzungsmacht in den Privathäusern ein, und das Haus Hagleitner am Hauptplatz diente als Sitz der Kommandantur. Im Jahr 1945 zogen 100.000 Flüchtlinge durch die Stadt, die in mehreren Flüchtlingslagern untergebracht wurden. In der Spitze hielten sich über 12.000 Flüchtlinge gleichzeitig in der Stadt auf.[13] Der wirtschaftliche Aufschwung blieb auf Grund der fehlenden Investitionen in den ersten Nachkriegsjahren gering.
Erst nach demStaatsvertrag vom 15. Mai 1955 und dem Abzug der sowjetischen Besatzungsmacht änderte sich das Investitionsklima und auch Freistadt profitierte vom so genanntenWirtschaftswunder Österreichs. Die Bevölkerung wuchs auf rund 6000 Einwohner an, die Neugründung von Betrieben sowie die Ausweitung von Kapazitäten in bestehenden Unternehmen trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Weiters erfolgten Investitionen in den Wohnungs- und Straßenbau, die Errichtung von Wasserleitungen und Kanalisationen sowie in den Bau einerKläranlage. Die Sanierung der Altstadt sollte denTourismus fördern. Weitere Infrastrukturmaßnahmen erfolgten durch den Bau eines Krankenhauses 1947, die Erneuerung der Schwimmbäder und der Sportanlagen. Freistadt entwickelte sich immer mehr zur Schulstadt, zwischen 1956 und 1971 wurden vier neue Schulgebäude errichtet.
Im Jahr 1977 wurden mehrereEinstellungen für die 1979 ausgestrahlteTV-Miniserie „Holocaust“ in Freistadt gedreht, unter anderemSzenen, die imKZ Theresienstadt spielen.[14]
Anfang der 1990er Jahre wurde im Süden der Stadt das neue Landeskrankenhaus errichtet. Im Spätherbst 1997 fand ein Landwirt in der Nähe desGehöftsFuchsenhof beim Pflügen eines Feldes einen sehr bedeutendenSilberschatz mit 6700 Münzen und Hunderten von Silberobjekten. Erst 2004 wurde der Fund, der wahrscheinlich einem Goldschmied gehörte, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; er befindet sich seitdem imSchlossmuseum Linz.[15]
Die starken Regenfälle während desDonauhochwassers 2002 führten zu Überschwemmungen im Nahbereich derFeldaist.[16] 2003 wurden der Salzhof zum Kultur- und Veranstaltungszentrum umgebaut und die Messe- und Veranstaltungshalle errichtet. 2004 errichtete die Stadt die neue multifunktionelle Sporthalle.
Mit der Landesausstellung 2013 einher ging eine Renovierung vieler Altstadt-Häuser und die Erneuerung der Beleuchtung dieser. Mit der Eröffnung der S 10 – Umfahrung Freistadt – am 15. November 2014 wird eine verkehrsmäßige Entlastung der B 310 durch das Stadtgebiet erwartet.
Bevölkerung
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Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1541 starben etwa 230 Menschen (das war circa ein Siebentel der Freistädter Bevölkerung) an der Pest. Rechnerisch entspricht dies einer damaligen Bevölkerung von rund 1610 Einwohnern. Anfang des 19. Jahrhunderts lebten in Freistadt rund 2500 Bewohner.[17] Im Jahr 1869 wohnten im Stadtgebiet 3253 Menschen. Seitdem kann ein bis heute andauernder leichter Bevölkerungsanstieg festgestellt werden. Der höchste Bevölkerungsschub wurde zu Beginn der NS-Zeit 1939 auf Grund der vergrößerten Garnison verzeichnet. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wächst Freistadt prozentuell stärker als der gleichnamige politische Bezirk oder das Bundesland Oberösterreich. Im Jahr 1991 hatte die Stadt bei derVolkszählung 6917 Einwohner, 2001 bereits 7353, was einem Zuwachs von 6,3 % entspricht.[19] In den folgenden Jahren bewegte sich die Bevölkerungszahl in einer Bandbreite zwischen einem Maximum von 7506 Bewohnern (2002) und einem Minimum von 7437 Bewohnern (2008/2009). Zum 1. Jänner 2011 betrug die Einwohnerzahl 7482 Einwohner.[20]
Vom Mittelalter bis zum Jahr 2000 war Freistadt die bevölkerungsreichste Gemeinde des Mühlviertels (außerhalb der heutigen Stadtgrenze von Linz), bevor die Stadt von der GemeindeEngerwitzdorf abgelöst wurde.[17][19][21]
Bevölkerungsstand und -struktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Anteil der Personen an der Bevölkerung, die 60 Jahre und älter sind, ist seit Jahren im Steigen begriffen und lag im Jahr 2024 bei knapp 27 %, während es im Jahr 2002 noch knapp 18 % waren. Der Anteil der Personen zwischen 30 und 60 blieb in etwa konstant. Hingegen sinkt der Anteil der unter 30-Jährigen stetig und lag 2024 bei circa einem Drittel.[22] Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag 2024 bei 51,37 %.[23]
Von den 5952 Bewohnern Freistadts, die bei der Volkszählung 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 7,6 % eineUniversität,Fachhochschule oderAkademie abgeschlossen. Weitere 9,9 % hatten eineMatura absolviert, 35,2 % hatten einenLehrabschluss oder eineberufsbildende mittlere Schule besucht und 36,5 % aller Freistädter hatten diePflichtschule als höchsten Abschluss.[24]
Der deutsche Dialekt, der im Raum Freistadt sowie im größten Teil Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist dasOstmittelbairische oder Donaubairische. Der ostösterreichische Zweig des Mittelbairischen geht auf die Mundart des durch die bairische Ostsiedlung entstandenenbabenbergischen HerrschaftsgebietesOstarrichi zurück. 93,1 % der Freistädter gaben 2001Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 3,4 % sprachen hauptsächlichTürkisch, 0,8 %Kroatisch und 0,5 %Tschechisch.
Der Anteil der Freistädter mit ausländischerStaatsbürgerschaft lag 2011 mit 5,7 % unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. Von allen 427 Einwohnern mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft entfielen 39,3 % auftürkische Staatsbürger, 30,6 % auf Staatsbürger aus anderenEU-Ländern und 22,7 % auf Staatsbürger aus den anderen europäischen Ländern. Die restlichen 7,4 % verteilen sich auf die übrigen Kontinente.[24]
Der Anteil der Freistädter mit ausländischem Geburtsort lag 2011 bei 9,3 %, wiederum ist die Türkei mit 36,9 % vor den EU-Ländern mit 36,2 % führend. Der Rest verteilt sich analog zu den Staatsbürgerschaften auf alle Kontinente.[24]
Religion
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Freistadt war immer starkkatholisch geprägt. Nur wenige Jahre vor derGegenreformation stellten dieProtestanten die Mehrheit der Freistädter Bevölkerung. Nach deren Vertreibung lebten offiziell nur Katholiken in der Stadt; die bekehrtenProtestanten übten ihre Konfession im Verborgenen aus. Seit 1997 besteht einefreikirchliche Evangeliumsgemeinde in Freistadt, die ihre Gottesdienste im Technologiezentrum Freistadt abhält.[25] Die übrigen Mitglieder derevangelischen Kirche gehören zur evangelischen PfarrgemeindeGallneukirchen, der Gottesdienst wird in der Kapelle desMarianums gefeiert. Erst in den vergangenen Jahrzehnten siedelten sich Menschen mitislamischem Glauben an, die seit 1992 ihre Religion in einem Gebetsraum ausüben können.[26] Seit den 1990er Jahren haben dieZeugen Jehovas einen Versammlungsraum (Königreichssaal), der nordöstlich der Altstadt liegt.[27] Juden spielten in der Freistädter Geschichte keine Rolle, da ihnen die Ansiedelung verboten war, nur als Händler kamen sie in die Stadt.[28]
Ferner ist Freistadt Sitz der katholischenPfarre Freistadt, die dreiKindergärten sowie vier Kirchen in und um Freistadt betreut und 6818 Gläubige zählt.[29] DerDechanthof in Freistadt ist zudem Sitz des römisch-katholischen Dekanats Freistadt, das 15 Pfarren umfasst.[30]
Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Personen mitrömisch-katholischem Bekenntnis 85,9 %. Dahinter folgten 4,8 % mitislamischem, 0,9 % mitevangelischem Glauben und 3 % mit einer anderen Glaubensrichtung. 5,4 % der Freistädter waren ohne religiöses Bekenntnis.[24]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Stadtbefestigung, Wehrtürme und Bürgerhäuser
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die mittelalterlicheAltstadt von Freistadt mit Stadtbefestigung und Wehrtürmen ist fast vollständig erhalten; dort sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu finden. Freistadt besitzt 163 denkmalgeschützte Bauwerke (Stand: 22. Juni 2014), die meisten davon befinden sich in der Altstadt.
Freistadt gilt als ein Musterbeispiel einer planmäßig gegründeten Stadt: Der große, rechteckige Hauptplatz ist das Kernstück der Stadt. Die verhältnismäßig breiten Gassen sind parallel zu den Achsen angeordnet. Der Turm der Stadtpfarrkirche wurde auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet und steht am Schnittpunkt der beiden Hauptstraßen, derPfarrgasse und derBöhmergasse. Die Anordnung von Kirche, Freyung (heutiger Ostchor der Kirche) und Rathaus (heutiges Bezirksgericht) in unmittelbarer Nähe zueinander war wohl einmalig in Österreich. Die Altstadt innerhalb der Stadtmauern ist mit ihren Gassen, Plätzen und den rund 150 Bürgerhäusern ein gutes Beispiel für die Baukunst des Spätmittelalters mit Bausubstanz aus Gotik und Renaissance (13. bis 16. Jahrhundert). In der Barockzeit wurden die Fassaden vieler Bauwerke erneuert.
Von den ursprünglich acht Wehrtürmen sind noch sechs erhalten, die beiden anderen fielen Bränden zum Opfer. Die ältesten Türme sind dasLinzertor im Süden und dasBöhmertor im Norden, die bereits bei der Stadtgründung angelegt wurden. Nach dem Ausbau der Stadtbefestigung zwischen 1363 und 1396 (Stadtmauer sowie Weyermühlturm, Bürgerkorpsturm und Turm im Winkel) wurden 1444 die Befestigungsanlagen mit dem Scheiblingturm und dem Dechanthofturm komplettiert. Das heutige Aussehen erhielten sie zwischen 1485 und 1500, als zahlreiche Wehrtürme vom SteinmetzmeisterMathes Klayndl umgebaut wurden. Seitdem besteht die Stadtbefestigung aus äußerer Stadtgrabenmauer, Stadtgraben, äußerer Stadtmauer, Zwinger und innerer Stadtmauer mit Wehrgang. Der Stadtgraben dient heute als Park, Gehwege führen durch den öffentlich zugänglichen Teil. Anstatt der drei Zugänge zur Stadt im Mittelalter bestehen heute deren sechs.
Kirchen
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Die katholischeStadtpfarrkirche, das so genannteKatharinenmünster, ist die einzige fünfschiffigeBasilika in Österreich und die Hauptkirche der Stadt. Die erstmalige urkundliche Erwähnung war 1288. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Kirche gotisiert und in eine fünfschiffige Basilika umgebaut. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Umbau im Stil desBarocks, 1967 wurde der gotische Stil weitgehend wiederhergestellt. Der 67 Meter hohe barocke Kirchturm (1737) ist weithin sichtbar und das höchste Bauwerk der Stadt. Die Stadtpfarrkirche ist derHeiligen Katharina geweiht, die zugleich dieSchutzpatronin von Freistadt ist.
Die denkmalgeschützte katholischeLiebfrauenkirche liegt außerhalb der Stadtmauer vor dem Böhmertor und wurde 1345 erstmals erwähnt. DieHussiten brannten die Kirche 1422 nieder, die Wiedererrichtung erfolgte imgotischen Stil. Die Kirche blieb seit dem 15. Jahrhundert fast unverändert und gilt als Beispiel für den gotischen Baustil. Eine besondere Sehenswürdigkeit in dieser Kirche ist die steinerne Säule für das Ewige Licht aus dem Jahre 1484, eine spätgotische Totenleuchte. Sie ist das einzige Kunstwerk dieser Art in der Stadt. Gegenwärtig finden in dieser Kirche keine regelmäßigen Gottesdienste mehr statt.
Die katholischeJohanneskirche, eine kleine Kirche am Südrand der Stadt, stammt ausromanischer Zeit (12. Jahrhundert) und ist im Besitz der Stadt. Der Bausubstanz nach ist sie die älteste Kirche der Stadt. Nach derProfanierung der Kirche 1789 wurde sie 1857 von dem KaufmannKaspar Schwarz in Stand gesetzt und wieder geweiht. Die Kirche diente bis 2004 als Aufbahrungshalle für den rund 500 Meter südlich der Kirche liegendenFriedhof von Freistadt. Seit 2004 wird sie nicht mehr genutzt.
In der heutigen GemeindeWaldburg liegt die katholischeKirche von Sankt Peter, die bereits vor der Gründung der Stadt bestand und gegenwärtig von der Pfarre Freistadt verwaltet wird. Die Kirche, zu der ein Kreuzweg führt, liegt westlich, rund 150 Höhenmeter oberhalb von Freistadt. Die dreischiffige Hallenkirche Sankt Peter wurde um 1467 nach den Hussitenkriegen im gotischen Stil erbaut und erhielt im 17. Jahrhundert drei barocke Altäre. Zur Kirche gehört die Kalvarienbergkapelle, ein gotischer Bau aus dem Jahr 1370, die zugleich die zwölfte Station des Kreuzwegs ist.
Museen und Galerien
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DasMühlviertler Schlossmuseum im Habsburger-Schloss ist das einzige Museum in Freistadt und besitzt etwa 21.000 vorwiegend volkskundliche Exponate und Objekte aus der Stadtgeschichte. Es verfügt über eine einzigartige Sammlung vonHinterglasbildern ausSandl. Im Schlossturm (Bergfried) zeigt das Museum Ausstellungen zu Themen wie Glaube und Aberglaube, Waag- und Messwesen, Brauch und Volksfrömmigkeit. Die neunte Etage ist die ehemalige Türmerstube, sie führt auf einen äußeren Rundgang in 40 Meter Höhe mit Ausblicken auf die Stadt und das ringsum liegende Hügelland.
Der denkmalgeschützte zweite Thuryhammer imThurytal ist über 140 Jahre alt, wurde Ende des 20. Jahrhunderts renoviert und dient heute als Freiluftmuseum samt Schaubetrieb. Die anderen beiden Thuryhämmer sind nur noch Ruinen. In diesem technisch- und wirtschaftsgeschichtlich bedeutenden Bereich derFeldaist nördlich der Stadt gab es seit dem Mittelalter eisenverarbeitende Betriebe, die bis 1870 bestanden.
In der Stadt befinden sich vier Galerien, von denen die „Brauhausgalerie“ imBrauhaus die größte ist.[31]
EinPlanetenweg verläuft von der Stadt 14 km bisSandl. Die Planeten werden durch Kugeln ausGranit dargestellt.
Kultur- und Veranstaltungszentren
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2003 wurde der renovierte, denkmalgeschützteSalzhof als neues Kultur- und Veranstaltungszentrum der Stadt eröffnet und ist heute das kulturelle Zentrum der Stadt. Hier finden Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Bälle sowie einige Veranstaltungen derLocal-Bühne statt. Im Gebäude stehen mehrere Räumlichkeiten für bis zu 400 Personen zur Verfügung, die wichtigste ist der Kulturhof mit 311 Quadratmetern. Im Salzhof findet durchschnittlich eine Veranstaltung pro Tag statt.
Im Kino Freistadt ist dieLocal-Bühne untergebracht, die viele verschiedene Kulturveranstaltungen anbietet. Zu den wichtigsten zählenSunnseitn, Sommerrhythmen, Frischling und dasHeimatfilmfestival.Sunnseitn ist eine Musikveranstaltung und bringt jährlich Ende Juli authentischeVolksmusik zahlreicher Länder auf mehrere Tanzböden in Freistadt.Sommerrhythmen präsentiert eine Vielfalt von Musikrichtungen internationaler und österreichischer Musikgruppen, von Volksmusik überEthno bis zu modernen Rhythmen. DerFreistädter Frischling bietet seit 1995 an zwei Abenden Nachwuchskabarettisten Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren.
Das Kino Freistadt in der zentralen Salzgasse spielt in drei Sälen und ist imEuropa Cinemas Netzwerk.
DasFestival Der Neue Heimatfilm (auch:Heimatfilmfestival) ist ein internationales fünftägigesFilmfestival, das seit 1988 alljährlich Ende August in Freistadt stattfindet. Der Hauptpreis des Festivals ist der „Filmpreis der Stadt Freistadt“, der mit 2500 Euro dotiert ist.
In der 2003 errichteten Messehalle finden regelmäßig Ausstellungen, Messen, Bälle und Musikveranstaltungen statt. Das Zentrum derJänner-Rallye befindet sich ebenfalls dort. Die ovale Halle, die gänzlich in Holzbauweise errichtet wurde, bietet auf 3173 Quadratmetern bis zu 6000 Stehplätze oder 3000 Sitzplätze.[32]
Medien
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In Freistadt wird keine lokale Tageszeitung herausgegeben. Über die lokalen Ereignisse berichten die in Oberösterreich erscheinenden Tageszeitungen, insbesondere dieOberösterreichischen Nachrichten und dieOberösterreich-Ausgabe der Kronenzeitung.
Als regionale Wochenzeitungen erscheinen dieTips Freistadt und dieBezirksRundSchau Freistadt.
Das Amtsblatt der Stadt Freistadt wird unter dem Titel „Aktuell aus dem Rathaus“ sechsmal jährlich in unregelmäßigen Abständen herausgegeben.
In Freistadt bestehen zwei Radiosender, „Freies Radio Freistadt“ und „Radius 106,6“. Das Freie Radio Freistadt sendet seit März 2005 und ist ein gemeinnütziger, nicht gewinnorientierter Radiosender, Radius 106,6 ist das Schulradio desGymnasiums, wo es seit März 2003 sein Sendestudio hat. Die beiden Radiosender arbeiten beim Jugendprogramm zusammen. Das Freie Radio Freistadt begann als Medienprojekt im Jahr 2001 beimFestival der Regionen, das Schulradio wurde 2002 ins Leben gerufen. Zusätzlich übernimmt das Freie Radio Freistadt auch Sendungen des Jugend-InternetradiosICM ausČeský Krumlov (Krumau, Tschechien) und desTilos-Radios Budapest.
Mit „MF1plus“ existiert ein Fernsehsender in der Stadt, der vor allem über Neuigkeiten aus demMühlviertel berichtet. Dieser Fernsehsender kann im TV-Kabelnetz und über Internet empfangen werden.[33]LT1 ist ein Privat-TV-Sender, der digital-terrestrisch (DVB-T) über Antenne empfangen werden kann und mit LT1 Mühlviertel ein Regionalprogramm für das Mühlviertel anbietet. Das halbstündige Programm wird mehrmals wiederholt und täglich erneuert.
Kulturelle Traditionsvereine
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das privilegierte uniformierteBürgerkorps Freistadt diente seit der Gründung der Stadt ihrer Verteidigung und dem Schutz der Kaufleute. Das Bürgerkorps wurde 1132 gegründet und existiert mit einigen Unterbrechungen bis heute. Aktuell ist das Korps ein kultureller Verein mit 65 Aktiven und dient der Pflege der Freistädter Kulturgeschichte mit Ausrückungen zuFronleichnam, Kriegerehrung am Allerheiligentag, Teilnahme an Begräbnissen etc. Zusätzlich wird die Oster- oder Grabwache am Karfreitag und Karsamstag vor dem Rathaus und der Kirche veranstaltet. Erkennungszeichen ist ein dunkelgrünerFederbusch am Hut. Das Bürgerkorps ist im Bürgerkorpsturm (neben demLinzertor) untergebracht.
DieGoldhaubenfrauen und Kopftuchträgerinnen samt der Freistädter Festtracht (Besonderheit: ein kleiner Zacken (Spitz) nach oben am Rücken der Tracht) oder dem Goldhaubenkleid nehmen seit vielen Jahrzehnten an Veranstaltungen in Freistadt teil. Heute zählt der Verein circa 40 aktive Mitglieder einschließlich Kindern. Die Goldhaube hat sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Linz aus in ganz Oberösterreich verbreitet und war die Festtracht für den sonntäglichen Kirchgang.
Mit der akademischenFerialverbindung Ostara (seit 1894) sowie denSchülerverbindungen K.Ö.St.V. Nibelungia (seit 1924) imMittelschüler-Kartell-Verband undPennale Burschenschaft Alemannia (seit 1896) existieren drei studentische Verbindungen in Freistadt.
Musik
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Musikkapelle desKameradschaftsbundes und derBürgergarde der Stadt Freistadt ist mit derzeit 40 Musikern seit Jahrhunderten Bestandteil des Bürgerkorps. Erkennungszeichen ist ein weißer Federbusch am Hut.
Seit 1923 besteht dieStadtkapelle Freistadt. DieseBlasmusikkapelle zählt derzeit rund 55 Musiker sowie fünfMarketenderinnen, die in Tracht oder Uniform auftreten.
DieChorgemeinschaft Freistadt ist ein gemischterChor und zählt rund 40 Mitglieder. Der Ursprung der Chorgemeinschaft war derMännergesangsverein Freistadt 1849, der am 15. Oktober 1849 gegründet wurde. Von der Gründung an spielte der Chor im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt eine wichtige Rolle. Es wird Chormusik aus allen Epochen und Stilrichtungen gepflegt.
Messe Mühlviertel
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zur Förderung der Wirtschaft wurde im Jahr 1862 dieerste Ausstellung derObderennsischen Landwirtschaftsgesellschaft abgehalten. Daraus entwickelte sich die Freistädter Messe (heute:Messe Mühlviertel), die drittgrößte Messe in Oberösterreich Ende des 20. Jahrhunderts. Anfangs wurde die Messe im vierjährigen und später im zweijährlichen Rhythmus veranstaltet. Mehr als 200 Aussteller stellen zur Hochzeit ihre Produkte auf 19.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit insgesamt 8 Hallen und einem Freigelände aus. Seit 2007 findet die Messe jährlich jeweils Mitte August statt.[34][35] Seit 2014 findet die Mühlviertler Messe als Mühlviertler Wiesn wegen mangelnden Ausstellern ohne Gewerbeschau statt.[36]
Die Veranstaltung ist die größte und bedeutendste in Freistadt und zählt rund 50.000 Gäste aus dem Mühlviertel und den umliegenden Landesteilen. Das Kernstück und zugleich die größte Halle ist die 2003 errichtete Messehalle.
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Neben der Mühlviertler Messe gibt es noch zahlreiche andere Veranstaltungen. Am Beginn des Kalenderjahres steht die Jänner-Rallye, die 1969 zum ersten Mal gefahren wurde. Nach einer Pause zwischen 1986 und 2000 wird diese nun wieder regelmäßig durchgeführt. Im Sommer finden zahlreiche Veranstaltungen der Local-Bühne sowie an einigen Wochenenden Feste in der Altstadt statt, wie das Eisengassenfest oder das Altstadtfest. Das Petersfeuer am Wochenende nach derSommersonnenwende ist ebenfalls ein Fixpunkt der jährlichen Veranstaltungen. Im Dezember wird im äußeren und inneren Schlosshof derWeihnachtsmarkt abgehalten.
Zwischen Anfang April und Ende Oktober findet jeden Freitagnachmittag derFrischemarkt am Hauptplatz statt. Dieser Markt existiert seit 2003 zur Belebung der Innenstadt und dient der Nahversorgung mit musikalischer Umrahmung und Bewirtung. Jeden Samstagvormittag bietet derBauernmarkt, ebenfalls am Hauptplatz, frische Erzeugnisse und Spezialitäten direkt von Bauern aus der Umgebung an.[37] Zusätzlich zum Frische- und Bauernmarkt werden an bestimmten Kalendertagen fünf weitere Märkte wie Paulimarkt (während der ersten Februarwoche) und Josefimarkt (am 19. März) am Hauptplatz abgehalten.[38]
Landesausstellung 2013
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]2013 fand in Freistadt gemeinsam mitBad Leonfelden,Český Krumlov (Krumau) undVyšší Brod (Hohenfurth) dieLandesausstellung statt. Der Arbeitstitel der Landesausstellung war „Alte Spuren, Neue Wege“. In der Ausstellung wurden die Verbindungen der beiden Regionen aufgezeigt, die ein langes Stück ihres historischen Weges miteinander gegangen sind, bis der Eiserne Vorhang sie voneinander trennte. So werden unter anderem verbindende Elemente der Landschaften, die verkehrstechnische Erschließung im Mittelalter, die Salzstraße und Gemeinsamkeiten in Kulinarik und Brauchtum thematisiert.[39]
Für die Landesausstellung wurde das historische Gebäude derBrauerei Freistadt großzügig umgebaut und auch ein Braugasthof eröffnet. Die Brauerei war das Zentrum der Ausstellungen in Freistadt und wird heute als Galerie und Braumuseum weiterverwendet.
Sport und Freizeit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In der Stadt Freistadt sind insgesamt 45 Sportvereine aktiv, darunter Wandervereine, ein Schützenverein, Fliegerclubs und der Heeressportverein mit mehreren Sektionen.[40]
Die bedeutendsten Vereine sind:
- Der ÖTB Turnverein Freistadt 1887 ist Teil desÖsterreichischen Turnerbunds (ÖTB), besteht seit 1887 und ist somit der älteste Sportverein der Stadt. Der ÖTB gliedert sich in sechs Riegen:Aerobic,Allgemeine Gymnastik,Faustball,Turnen,Rhythmische Sportgymnastik undWandern. Die ÖTB-Turnhalle befindet sich am Stifterplatz, gegenüber der Volksschule. Fertiggestellt wurde die damals als „Hindenburghalle“ bezeichnete Turnhalle im Jahre 1929.
- DieSportunion Freistadt ist mit rund 860 Mitgliedern[41] der mitgliederstärkste Sportverein in Freistadt und hat die zehn SektionenAikidō,Badminton,Basketball,Billard,Faustball,Leichtathletik,Ski Alpin,Stockschießen,Turnen undVolleyball. Die erfolgreichste Sektion ist Faustball mit der MannschaftUnion Schick Freistadt, die zu den besten Teams Österreichs zählt und im Sommer 2004 den Staatsmeistertitel sowie 2005 den Europapokal gewann. In der Saison 2007/08 wurde die Mannschaft Vizestaatsmeister.[42] Die Nachwuchsmannschaften der Sektion Faustball konnten ebenfalls zahlreiche Staats- und Landesmeistertitel in allen Klassen gewinnen. Der Mühlviertler SlalomspezialistAlexander Koll startete für die Sektion Ski Alpin der Union Freistadt imWeltcup. Der Marianumsportplatz und die Stockhalle in der Eglsee sind die Sportstätten der Union, am Marianumsportplatz fand 2000 dieFaustball-Europameisterschaft der Männer statt.
- DerSV Freistadt, 1935 gegründet, besteht heute nur noch aus der SektionFußball. Die früheren Sektionen Schwimmen und Tischtennis wurden mittlerweile aufgelassen.[43] Der Fußballverein betreut neben der Kampfmannschaft, der U 24 und den Senioren 150 Nachwuchsspieler in sechs Klassen. Die Kampfmannschaft spielt seit 1995 in der Zweiten Landesliga Ost, der fünfthöchsten Spielklasse Österreichs. In der Saison 2009/10 errang die Mannschaft den Herbstmeistertitel. In der Saison 2011/2012 schaffte der SV Freistadt den Aufstieg in die Oberösterreich-Liga, der höchsten Spielklasse des Landes Oberösterreich.[44] Die Heimstätte liegt an der Bahnhofsstraße neben dem Hallenbad.
- Der VereinASKÖ Freistadt wurde 1920 gegründet. Bestand der Sportverein anfangs aus fünf Sektionen, vergrößerte sich das Angebot mittlerweile auf sieben Sektionen und eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Seit 2001 verfügt der ASKÖ wieder über eine erfolgreiche Volleyball- undBeachvolleyball-Sektion, diePowervolleys Freistadt, die in der Spielzeit 2007/08 zum zweiten Mal hintereinander OÖ-Landesmeister der Herren wurden und aktuell in der 2. Bundesliga West spielen.
Für weitere sportliche Aktivitäten steht eine Tennishalle samt Freiplätzen sowie einHallenbad im Winter oder dasFreibad im Sommer zur Verfügung. Bei ausreichender Schneelage im Winter werden derSkilift (500 Meter Piste samt Beschneiungsanlage) geöffnet undLanglaufloipen gespurt. Durch Freistadt führt derNordwaldkammweg, ein 144 Kilometer langerHauptwanderweg.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Beschäftigung und Einkommen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Freistadt ist das wirtschaftliche Zentrum des Bezirks Freistadt. Die Anzahl der Arbeitsstätten ist zwischen den letzten beiden Volkszählungen (1991 und 2001) um 20,9 % auf 510 gestiegen. Die Steigerung der Einnahmen aus derKommunalsteuer zwischen 2001 und 2004 um 11,5 % zeigt das Wirtschaftswachstum von Freistadt auf.[45] Im Jahr 2007 wurden in Freistadt 34 neue Betriebe gegründet.[46] Jedoch waren 64 Arbeitnehmer von der Schließung der Küchenproduktion des Haushaltsgeräte-HerstellersGorenje im August 2007 betroffen.[47]
Nach der Erhebung derVolkszählung 2001 waren von den rund 4.600 Erwerbstätigen 1,2 % in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt, 19,8 % in der Industrie, im Gewerbe und im Bauwesen und 79,0 % im Dienstleistungssektor.[48]
Etwa 25 % der Freistädter Einwohner haben ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, ein sehr hoher Anteil im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Bezirk. Die restlichen Arbeitnehmer pendeln, wobei die meisten Pendler in der rund 40 Kilometer entfernten Landeshauptstadt Linz beschäftigt sind. Auffallend ist, dass zumeist Männer pendeln, Frauen hingegen häufiger in Freistadt beschäftigt sind.
DerMedianwert des MonatsBruttoeinkommens eines unselbstständigenErwerbstätigen lag 2006 bei 1659 Euro brutto (Oberösterreich: 1.778 Euro), das 14 mal jährlich ausbezahlt wird. Der männliche Bevölkerungsanteil verdiente durchschnittlich 2.095 Euro brutto, hingegen verdienten die Frauen nur 1.191 Euro brutto. Insgesamt betrachtet liegt der Medianwert der Stadt Freistadt rund 7 % unter dem Einkommensdurchschnitt des Bezirks Freistadt (1777 Euro) und des Bundeslandes Oberösterreich (1778 Euro).[49]
DieKaufkraft in Freistadt lag 2003 zwischen 6.400 Euro und 7.100 Euro und somit im Mittelfeld Oberösterreichs. Der Saldo der Zuflüsse und Abflüsse der Kaufkraftströme liegt zwischen 50 % und 100 %.[50] Aus der Kaufkraftstromanalyse geht hervor, dass die Stadt Freistadt bei den Kaufkraft-Zuflüssen mit 67,5 Millionen Euro an achter Stelle aller oberösterreichischen Gemeinden liegt. Somit ist die Stadt ein regionaler Kaufkraftmagnet und hat mehr Kaufkraftzufluss aus den umliegenden Gemeinden als vergleichbare Bezirksstädte.[51]
Die Arbeitslosenquote des Bezirks Freistadt lag im Juli 2009 mit 3,0 % unter dem Landesdurchschnitt von 4,5 % (nur auf Bezirksebene verfügbar), womit die Wirtschaftskrise am Arbeitsmarkt nur wenig spürbar ist.[52] Der Jahresdurchschnittswert 2008 lag bei 2,9 % (OÖ 3,5 %, Österreich 5,8 %), womit in FreistadtVollbeschäftigung herrschte.[53]
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Das älteste noch aktive Unternehmen in Freistadt ist das Gasthaus Strasseder am Trölsberg, das 1723 gegründet wurde.
- DieBraucommune Freistadt, die 1777 gegründet wurde, zählt ebenfalls zu den ältesten Unternehmen der Stadt.[54] Die Braucommune ist europaweit die einzige Kommune, die als solche imFirmenbuch eingetragen ist.
- Der größteArbeitgeber der Stadt Freistadt und des gesamten Bezirks ist mit mehr als 430 Arbeitnehmern das Landeskrankenhaus Freistadt.
- Das Unternehmen A. Haberkorn GmbH, das rund 230 Arbeitnehmer beschäftigt, wurde 1925 gegründet. Es ist Erzeuger von technischen Textilien sowie Großhändler von Gartenmöbeln, Spielwaren und Kinderartikeln.
- Im Unternehmen FM Küchen (Freistädter Möbelfabrik) im Kefermarkter Ortsteil Galgenau sind ebenfalls zahlreiche Freistädter beschäftigt.[55] Dieses Unternehmen mit 184 Arbeitnehmern ist der drittgrößte Arbeitgeber des Bezirks und ging aus der Möbelfabrik Moßböck hervor, die nach dem Ersten Weltkrieg im Ortsteil Trölsberg nahe dem Bahnhof gegründet wurde. Diese beiden Betriebe sind die einzigen Freistädter Unternehmen unter den Top 500 in Oberösterreich.[56]
Weitere wichtige Unternehmen in Freistadt sind der Sozialhilfeverband Freistadt mit 140 Beschäftigten und Österreichs größter FotoversandHappyFoto, der 1978 gegründet wurde. An der Stelle der ehemaligen Textilfabrik Mäser wurde dasTechnologiezentrum Freistadt errichtet, in dem zurzeit (2008) zwölf Unternehmen ansässig sind.
AmINKOBA-Betriebsbaugebiet Freistadt-Rainbach entstanden bei derGreiner Bio-One GmbH (diagnostische und pharmazeutische Industrie) seit März 2009 rund 100 neue Arbeitsplätze im Bereich Produktion, Lager und Qualitätsmanagement, weitere 200 sind bis Ende 2011 geplant, womit der größte gewerbliche Betrieb des Bezirks entsteht.[57] 2017 kam am selben Standort die FirmaKreisel Electric (Entwicklungen in der E-Mobilität und Speicherung) mit 100 Mitarbeiter hinzu.[58]
Landwirtschaft
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Viehbestand[59][60] | ||||
---|---|---|---|---|
2007 | 2020 | |||
Rinder | 914 | 1.587 | ||
Schafe | 32 | 4 | ||
Ziegen | 4 | 351 | ||
Hühner | 241 | 116 | ||
Pferde | 16 | k. A. | ||
Schweine | 62 | 106 |
In Freistadt bestanden 1999 53 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt rund 1104 Hektar bewirtschafteten. Dabei wurden 18 Betriebe im Haupterwerb und 30 im Nebenerwerb geführt. Vier Betriebe waren im Eigentum von juristischen Personen und ein Betrieb besaß keine Fläche zum Bewirtschaften. Gegenüber 1995 hat sich der Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe insbesondere im Bereich der Nebenerwerbslandwirte fortgesetzt, während sich die Zahl der Betriebe im Haupterwerb um vier erhöhte. Insgesamt reduzierte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen 1995 und 1999 um 31,2 %, während die bewirtschaftete Fläche beinahe unverändert blieb.[61] Diese Betriebe beschäftigen 144 Arbeitskräfte, davon sind 110 Familienmitglieder.[62]
Tourismus
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Kalenderjahr 2008 wurden in der Stadt insgesamt 25.020 Nächtigungen mit durchschnittlich 2 Aufenthaltstagen verzeichnet, im darauf folgenden Jahr sanken die Nächtigungen auf etwa 21.760; 2009 entfielen 12.384 Nächtigungen (57 %) auf inländische Gäste, mit rund 24 % hatten Besucher aus Oberösterreich den höchsten Anteil. Bei den ausländischen Gästen waren die Deutschen mit rund 54 % (5059 Nächtigungen) vor den Besuchern aus Italien mit rund 17 % (1628 Nächtigungen) führend. Rund 70 % der Gäste besuchen die Stadt im Sommerhalbjahr zwischen Mai und Oktober. Seit dem Tourismusjahr 2008 verzeichnet die Stadt einen steten Rückgang der Nächtigungszahlen von rund 24.700 auf etwa 21.000 Nächtigungen im Tourismusjahr 2010.[63]
Als Unterkunft stehen in der Stadt zweiHotels (je einVier- und ein Drei-Sterne-Hotel) zur Verfügung. Daneben verfügt Freistadt noch über zwei Drei-Sterne-Pensionen, einige Vermieter von Privatzimmern, eineJugendherberge sowie einenCampingplatz mit 40 Stellplätzen. Urlaub auf dem Bauernhof ist in Freistadt ebenfalls möglich. In den elf Beherbergungsbetrieben sind rund 240 Betten in 130 Zimmern vorhanden.
Behörden, Einrichtungen und Gerichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Freistadt ist als Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks Sitz einerBezirkshauptmannschaft und einesBezirksgerichts. Zusätzlich beherbergt Freistadt eineStraßenmeisterei, die für die vormaligen Bundesstraßen im Gemeindegebiet zuständig ist. EinFinanzamt, einArbeitsmarktservicecenter sowie ein Landeskrankenhaus sind ebenfalls in der Stadt zu finden.
Freistadt ist Sitz desBezirkspolizeikommandos und einerPolizeiinspektion, die im selben Gebäude an derMühlviertler Bundesstraße (B 310) untergebracht sind. Die Betreuung der ehemaligen Bundesstraße B 310 im Stadtgebiet Freistadt wird jedoch durch dieAutobahnpolizeiNeumarkt übernommen und ist somit außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der örtlichen Polizei. Ferner verfügt die Stadt über eine eigeneStadtpolizei mit zwei Bediensteten, die im Rathaus postiert sind.[64]
Seit 1626 besteht in der Stadt einePoststation (Postamt).[65] Um 1891 übersiedelte das Amt von der Böhmergasse in die Waaggasse und seit den 1990er Jahren befindet sich das Postamt außerhalb der Stadtmauern, zwischen dem Marianum und dem Brauhaus.
In Freistadt ist seit 1879 eineGarnison ansässig, die zuerst von derk.u.k. Armee, später vomÖsterreichischen Bundesheer und zwischen 1938 und 1945 von derWehrmacht genutzt wurde. Im Jahr 1937 übersiedelte dasHeer vomSchloss Freistadt in die neu errichteteTilly-Kaserne im Süden der Stadt (rund einen Kilometer südlich des Linzertors). Nachdem in dieserKaserne lange Zeit jährlich rund 300 Grundwehrdiener ausgebildet worden waren, dient sie seit 2006 derKader-Ausbildung. Mit dem militärischen Schießplatz in der Zelletau und dem Garnisonsübungsplatz (GÜPL) Geyer in St. Peter gibt es zwei militärischeÜbungsplätze im Raum Freistadt. Ende 2015 wird die Tilly-Kaserne unter anderem aus Einsparungsgründen geschlossen. Ende Jänner 2015 sind in ein leer stehendes Gebäude am Kasernenareal etwa 50 Kriegsflüchtlinge eingezogen. Der Entscheidung für die Aufnahme der Flüchtlinge in der Kaserne ging eine kontrovers geführte Diskussion voran. Mit der Plattform „Flüchtlinge – Willkommen in Freistadt“ setzte die Zivilgesellschaft ein deutliches Zeichen für das Bemühen um die gastfreundliche Aufnahme der Flüchtlinge.
Seit 1870 besteht in Freistadt eineFreiwillige Feuerwehr, die ursprünglich im äußeren Schlosshof in der Altstadt untergebracht war. Da diese Räumlichkeiten mit der Zeit zu eng wurden, bezog die Feuerwehr 1994 das nunmehrige Gebäude nördlich der Stadt an der B 310. 2008 zählte die Feuerwehr etwa 100 Mitglieder und war im Besitz von acht Fahrzeugen sowie mehreren Anhängern für Brand- und technische Einsätze.[66] Das Unternehmen Haberkorn unterhält eine eigeneBetriebsfeuerwehr.
Die Bezirksstellen derArbeiterkammer, derLandwirtschaftskammer und derWirtschaftskammer befinden sich in Freistadt. Ferner sind auch die Bezirkssekretariate der politischen Parteien ÖVP, SPÖ, Grüne und FPÖ in Freistadt angesiedelt.
Bildung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bildung hat in Freistadt eine lange Tradition, bereits 1371 wurde in einer Urkunde einSchulmeister erwähnt. 1404 wurde ein Haus als Schulhaus bezeichnet und 1543 eineLateinschule zum ersten Mal erwähnt. Heute ist Freistadt das schulische Zentrum des Bezirks und verfügt überSchultypen der primären und sekundären Bildung. Für die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen gibt es in Freistadt zweiVolksschulen, dreiHauptschulen, einePolytechnische Schule und eineallgemeinbildende höhere Schule mit zwei Schultypen, einemgymnasialen und einemrealgymnasialen Zweig. Die dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe und dieLandwirtschaftliche Fachschule bieten in Freistadt zweiberufsbildende mittlere Schulen. Darüber hinaus befinden sich mit einerHandelsakademie, einer Höheren Technischen Lehranstalt mit Schwerpunkt Logistik und einerHöheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe dreiberufsbildende höhere Schulen mit Maturaabschluss in der Stadt. Diese Schulen werden insgesamt von 2636 Schülern besucht, 1482 (56 %) davon sind weiblich.[67]
Zusätzlich bestehen eine gewerblicheBerufsschule für Maurer, Zimmerer und Dachdecker,[68] die Landesmusikschule im Kulturzentrum Salzhof und eine Schule fürGesundheits- und Krankenpflege mit Diplomabschluss, die beim Landeskrankenhaus Freistadt angesiedelt ist.
Für dieErwachsenenbildung besteht in Freistadt eine Zweigstelle derVolkshochschule Oberösterreich sowie ein Standort desBerufsförderungsinstituts Oberösterreichs.
Von denBibliotheken in Freistadt ist die größte jene des Pfarrhofes. Das Schlossmuseum enthält eine kleine Bibliothek mit historischen Büchern und Kartografien zur Stadtgeschichte.
Energie und Infrastruktur
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Ab 1919 wurde die Stadt vom Brauhaus mit Strom versorgt.[69] Zwischen 1921 und 1927 erfolgte der Ausbau des Ortsnetzes und 1922 der Anschluss an dieHochspannungs-Stromversorgung der Linzer Tramway und Elektrizitäts Gesellschaft (TEG) (heute:Linz Strom GmbH). Die Stadt verbrauchte im Geschäftsjahr 2008 rund 34,7 GWh an elektrischer Energie, die Linz Strom AG versorgt etwa 5200 Kundenanlagen im Stadtgebiet (Stand: 30. September 2007).[70]
DieTrinkwasser-Versorgung im Stadtgebiet ist Eigentum der Gemeinde. Die Bevölkerung benötigt rund 1500 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag, davon werden drei Viertel aus demTiefbrunnenGalgenau, nahe der südlichen Gemeindegrenze, gewonnen. Im Wasserwerk Galgenau befindet sich die Zentrale der Wasserversorgung und zusätzlich eineWasseraufbereitungsanlage. Das restliche Viertel wird aus zwölf Quellfassungen nordöstlich der Stadt (GemeindeGrünbach: Ortsteile Schlag und Rauchenödt) eingespeist. Die Versorgung wird mit mehreren Hochbehältern im Graben, an der Oswalder Straße und in Galgenau gesichert. Das städtische Wasser gilt mit einerWasserhärte von 3,4° deutscher Härte als weiches Wasser, derpH-Wert beträgt in etwa 8,0, womit das Wasserbasisch ist.[71] Für die Sicherung der Wasserqualität besteht in derJaunitzsenke ein großes Grundwasserschongebiet.[72]
Die Erdgasversorgung der Stadt erfolgt durch die OÖ Ferngas GmbH. DasBiomasseheizkraftwerk verfügt seit der letzten Erweiterung 2008 über eine Leistung von 4000 kW und versorgt alle öffentlichen Gebäude und rund 600 Wohnhäuser.
Der Fernsehempfang über Antenne vomSender Lichtenberg ist, bedingt durch die Lage der Stadt in einer Talsenke, im gesamten Stadtgebiet sehr eingeschränkt. Daher unterstützt ein Sender naheGrünbach, fünf Kilometer nordöstlich der Stadt, die Versorgung. Gesendet wirdDVB-T auf Kanal 43 mit 900 Watt.[73] Durch das Freistädter UnternehmenElektro Pachner wirdKabelfernsehen im dichtbesiedelten Stadtgebiet angeboten.
In Freistadt erfolgt die Entsorgung des Abfalls über den Bezirksabfallverband Freistadt. Bio-, Plastik- und Restabfall werden regelmäßig abgeholt, zusätzlich besteht einAltstoffsammelzentrum und eine Kompostierungsanlage für Bioabfall. Der angefallene Restabfall wird zurLinz Service GmbH transportiert und dortmechanisch bzw. biologisch verarbeitet.[71]
Mit vier Nachbargemeinden (Rainbach, Grünbach, Waldburg und Lasberg) betreibt die Stadt den Reinhaltungsverband Freistadt und Umgebung. Die gemeinsameKläranlage steht auf Freistädter Gemeindegebiet nahe der Feldaist und wurde 2008 auf einenEinwohnergleichwert von 30.000 erweitert.[74]
DieWetterstation Freistadt befindet sich auf dem Gelände der Kläranlage und wird von derZAMG betrieben.[75]
Verkehr
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Seit Herbst 2015 ist Freistadt mit dem hochrangigen Straßennetz Österreichs verbunden.[76] DieASFINAG baute die autobahnähnlicheMühlviertler Schnellstraße S 10 zwischen Unterweitersdorf (Autobahnende der A 7) und Rainbach im Mühlkreis, die östlich an der Stadt vorbeigeführt wird. Im Bereich von Freistadt sind dreiAnschlussstellen vorgesehen: Freistadt Süd, Grünbach/Sandl (B 38) und Freistadt Nord. Nach dreijähriger Bauzeit erfolgte am 15. November 2014 die Verkehrsfreigabe der Umfahrung Freistadt.[77]
In Freistadt kreuzen sich mit derMühlviertler Straße B 310 und derBöhmerwald Straße B 38 zweiLandesstraßen mit Vorrang. Die B 310 (E 55) führt vonUnterweitersdorf bis zur Staatsgrenze beimehemaligen Grenzübergang Wullowitz (in der GemeindeLeopoldschlag) nachTschechien und durchquert die Stadt von Süd nach Nord. Die B 38 führt vonHorn bis zur Staatsgrenze beimehemaligen Grenzübergang Wegscheid nach Deutschland und führt von Ost nach West durch Freistadt. Überdies führen von Freistadt drei Landesstraßen weg: nachHirschbach (L 1498) im Westen, nachLasberg undKefermarkt (L 1476) im Südosten sowie nachSt. Oswald (L 579) im Osten. Im Gemeindegebiet passierten im Jahr 2009 fünf Unfälle mit Personenschaden, die meisten im gesamten Bezirk (13 Unfälle mit Personenschaden).[78]
Seit Beginn der 1990er Jahre bestehen vor allem entlang der B 310Einrichtungsradwege. Zusätzlich wurden in der Zemannstraße und in der Altstadt Radwege markiert; bei einigen Straßen ist das Fahren gegen die Einbahn erlaubt. Große Bereiche abseits der Hauptdurchgangsstrecken sind alsTempo-30-Zone verkehrsberuhigt. Dennoch hat das Radfahren in Freistadt nur eine untergeordnete Bedeutung und die Stadt liegt an keinem oberösterreichischen Radwanderweg.
Seit Anfang der 2000er Jahre werden Pläne zur Umwandlung derEisengasse und des angrenzenden Höllplatzes in eine Fußgängerzone im Gemeinderat diskutiert. Bislang wurde keine Mehrheit für die Einrichtung erzielt. Die betroffenen Gewerbetreibenden der Eisengasse sind gegen dieses Projekt.[79][80] Freistadt ist eine der vier oberösterreichischen Gemeinden, in denen die Zentrumszone, eine Mischung aus Fußgängerzone und Tempo-30-Zone, eingeführt wird.[81]
Zwischen 1832 und 1872 führte diePferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden rund vier Kilometer südwestlich an der Stadt vorbei. Freistadt hatte jedoch keine eigene Station. Erst mit dem Bau derSummerauer Bahn, die 1872 ursprünglich vonSt. Valentin nachBudweis führte, erhielt Freistadt einen Bahnanschluss. 1873 wurde die Strecke nachLinz eröffnet und Freistadt an die LandeshauptstadtLinz angeschlossen. Der Bahnhof, der heute von denÖsterreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betrieben wird, liegt rund drei Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum entfernt. Im gegenwärtigen Fahrplan (2015) bestehen direkte Verbindungen nach Linz,Prag undBudweis.
In Freistadt verkehrte ab 1994 einCitybus, der wieder eingestellt wurde. Ausgehend von Freistadt besteht ein dichtes Netz anBusverbindungen, die im Rahmen desOberösterreichischen Verkehrsverbundes von derÖBB-Postbus GmbH bedient werden. Es existieren Verbindungen in die anderen Orte desBezirkes Freistadt sowie desBezirkes Urfahr-Umgebung, nach Linz undNiederösterreich (Gmünd und Horn). Eine internationale Busverbindung besteht nachDolní Dvořiště/Unterhaid.
Freistadt gibt demFunkfeuerFRE einer internationalenLuftstraße den Namen. Das Funkfeuer selber befindet sich aber ca. 30 km weiter südwestlich in der GemeindeHerzogsdorf.
Einige Kilometer westlich liegt der 1964 erbaute, kleineFlugplatz Freistadt. Dieser verfügt über eine Graspiste mit einer Länge von 595 Metern und hat die IACO-Kennung LOLF.[82] Der nächstgelegene internationale Verkehrsflughafen ist derFlughafen Linz in Hörsching, rund 53 Kilometer in südwestlicher Richtung entfernt.
Gesundheitswesen und Soziales
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Rettungsdienst wird wie im gesamtenBezirk Freistadt vomRoten Kreuz gestellt. In Freistadt befindet sich die Bezirksstelle, von der aus das Stadtgebiet und die umliegenden Gemeinden betreut werden.
DasLandeskrankenhaus Freistadt verfügt über 176 Betten sowie zwei Institute und ist im Besitz der OberösterreichischenGesundheits- und Spitals-AG (GESPAG). Es umfasst vier Fachabteilungen:Chirurgie,Frauenheilkunde undGeburtshilfe,Innere Medizin sowieUnfallchirurgie.[83] Im August 2008 gingen eine psychiatrische Tagesklinik und eine vergrößerte Ambulanz in Betrieb.
Für die Seniorenbetreuung bietet Freistadt einBezirksseniorenheim und einmobiles Hospiz-Team. Der ambulante Hospizdienst berät zu Angeboten derPalliativversorgung und bietetTrauerbegleitung an.[84]
Ferner besteht in Freistadt eine Außenstelle derÖGK mit angeschlossenem Zahnambulatorium.
Politik
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Gemeindevertretung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Ab 1286 gab es in Freistadt einenStadtrichter, 1354 wurden der Rat und die Geschlossenheit der Bürger und 1388 Jakob Megerlein als der ersteBürgermeister der Stadt erwähnt. Wie in anderen Städten dieser Zeit gab es den Inneren Rat, den eigentlichen Stadtrat. Die acht Mitglieder waren aus dem Stand der Handelsbürger und traten zweimal wöchentlich zusammen. Später kam der Äußere Rat hinzu, das Vertretungsorgan der Gesamtbürgerschaft, in dem die Handwerker vertreten waren.
Die städtische Selbstverwaltung mit jährlichen Bürgermeister-, Richter- und Ratswahlen und regelmäßiger Erneuerung der Stadtordnung endete im Jahr 1600. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Einfluss der Landesfürsten (Habsburger) immer spürbarer, so dass letztlich die Bürgermeister, Stadtrichter und Ratsmitglieder nur mit Zustimmung desLandeshauptmanns und der von ihm berufenen Wahlkommissäre gewählt werden konnten. Mit der Magistratsverfassung von 1783 löste der Magistrat, bestehend aus Bürgermeister und Räten, den alten Stadtrat und den Stadtrichter als Behörde ab. Diese Magistratsverfassung blieb bis in das Jahr 1848/49 bestehen und wurde durch die bis heute gültigeGemeindeordnung ersetzt. Die seit 1849 frei gewählten Bürgermeister und Stadträte waren und sind Vertreter von politischen Strömungen. In den Jahren 1934 bis 1945,Ständestaat undNS-Zeit, fanden keine freien und geheimen Gemeinderatswahlen statt.
Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Im Jahr 1945 erreichte dieÖVP mit 55,7 % die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurde damals dieSPÖ mit 42,1 %, gefolgt von derKPÖ mit 2,2 %. Seit 1949 besteht der Gemeinderat aus mindestens drei Parteien, derÖVP, derSPÖ und derWdU (nachfolgend:FPÖ). 1985 wurde die BürgerlisteGruppe für Umweltschutz und Transparenz (GUT) zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt.[85] Bei den Wahlen 2009 schaffte dasBZÖ zum ersten Mal den Sprung in den Gemeinderat. Seitdem sind fünf Parteien im Freistädter Gemeinderat vertreten.
DerGemeinderat besteht aus 37 Räten, aus deren Reihen der Gemeindevorstand, bestehend aus neun geschäftsführendenStadträten, gewählt wird. Der Bürgermeister ist ebenfalls Mitglied des Stadtrates.

Die Gemeinderatswahl 2021 mit einer Wahlbeteiligung von 76,06 % ergab folgendes Ergebnis:[86]
Partei / politische Gruppierung | Stimmen- anteil | Verän- derung | Sitze im Gemeinderat | Verän- derung |
---|---|---|---|---|
ÖVP | 34,2 % | -10,3 % | 13 | -4 |
SPÖ | 27,8 % | +6,4 % | 10 | +2 |
GRÜNE | 12,8 % | +1,9 % | 5 | +1 |
FPÖ | 13,0 % | -0,3 % | 5 | +0 |
WIFF | 12,3 % | +2,4 % | 4 | +1 |
Bürgermeister
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1388 wurde Jakob Megerlein als der ersteBürgermeister Freistadts erwähnt. Seit derMärzrevolution 1848 stellten die Konservative Partei, dieChristlich-Soziale Partei (CS) und schließlich dieÖsterreichische Volkspartei (ÖVP) alle demokratisch gewählten Bürgermeister von Freistadt, wobei seit 1997 der Bürgermeister direkt gewählt wird.
Bei den Gemeinderatswahlen 2015 wurde der seit 23. Oktober 2007 amtierende BürgermeisterChristian Jachs (ÖVP) mit 57,2 % der Stimmen im Amt bestätigt. Am 16. August 2016 erlag Jachs einem Krebsleiden.[87] Am 4. Dezember 2016 wurde die bisherige Vizebürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer mit 57,7 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt. Durch ein Sondergesetz wurde es ermöglicht ausnahmsweise am selben Tag auch dieBundespräsidentenwahl (verschobene Wiederholung der Stichwahl) durchzuführen.[88] Bei der Bürgermeisterwahl 2021 erreichte die amtierendeÖVP-Bürgermeisterin Elisabeth Teufer 36,25 % und lag somit hinter Herausforderer Christian Gratzl von derSPÖ mit 32,65 %. In der Stichwahl gewann Gratzl mit 59,38 %. Teufer erhielt 40,62 % der Stimmen.[89]
Stadtfinanzen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2007 hatte Freistadt 17 Millionen Euro Einnahmen und 18,8 Millionen Euro Ausgaben; dennoch konnte eine ausgeglichene Bilanz erzielt werden, da das Land Oberösterreich einen Zuschuss gewährte. Die größten Einnahmequellen sind dieErtragsanteile aus dem Finanzausgleich mit 5 Millionen Euro und dieKommunalsteuer mit 1,7 Millionen Euro. Freistadt ist die finanzkräftigste Gemeinde des Bezirks und liegt auf Platz 77 (2006: Platz 70) in Oberösterreich (438 Gemeinden). Die Gemeindeschulden pro Kopf beliefen sich auf 1596 Euro, 80 Euro weniger als der Durchschnitt des Landes Oberösterreich und rund 450 Euro weniger als der Bezirks-Durchschnitt.[90] Die Verschuldung pro Kopf ist tendenziell rückläufig und lag 2022 bei 1.343 Euro pro Einwohner.[91]
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Freistadt unterhält eineStädtepartnerschaft mit dersüdböhmischen StadtKaplice(Kaplitz). Diese seit 1994 existierende Partnerschaft hat eine Zusammenarbeit im gesellschaftlich-kulturellen sowie im sportlichen Bereich zum Ziel.
Patenschaften
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]1982 hat Freistadt diePatenschaft über die auf Grund derBeneš-Dekrete vertriebenenDeutschböhmen der Stadt und Pfarre Rosenberg imBöhmerwald (tschechischRožmberk nad Vltavou) übernommen. Alljährlich vomFronleichnamstag bis zum darauf folgenden Sonntag (vier Tage) findet in Freistadt einRosenberger-Treffen statt.
Wappen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
OffizielleBeschreibung des Gemeindewappens:
- „In rot ein silberner Balken.“
Derrot-weiß-rote Schild ist das Zeichen der seinerzeitigen landesfürstlichen Stadtherrschaft. DerBabenberger HerzogFriedrich II. führte seit 1230 denBindenschild im Siegel, den in der Folge KönigOttokar II. Přemysl und schließlich dieHabsburger als Hauswappen kontinuierlich übernahmen, um sich damit als Nachfolger der Babenberger zu dokumentieren.
Seit 1282 wird dasStadtwappen nachweislich im Siegel mit der Umschrift SIGILLVM . CIVIVM . DE . VREIINSTAT verwendet. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Eigentum der Stadt mit dem rot-weiß-roten Schild gekennzeichnet. Auf dem Böhmertor, einem Torturm im Norden der Altstadt, ist ein solches Schild zu sehen. Ab dem 10. September 1821 wurde der kaiserlicheDoppeladler, mit dem rot-weiß-roten Stadtwappen als Brustschild, verwendet.
Auf Wunsch der Gemeindeverwaltung wurde am 10. September 1907 von KaiserFranz Josef I. das Wappen geändert. Das von blau und gold geteilte Wappen zeigte oben einenEngel mit silbernen Flügeln und goldenem Sternenkranz um das Haupt, der ein goldenes Kreuz und einen grünen Palmzweig hielt. Unten zeigte das Wappen einen schwarzen Doppeladler mit rot-weiß-rotem Brustschild. Am 24. Juli 1939 wurde vom Landeshauptmann des GauesOberdonau wieder das ursprüngliche – heutige – Wappen eingeführt.[92]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Stadt Freistadt hat bisher sechs ehemaligen Bürgermeistern nach Ende ihrer Amtszeit dieEhrenbürgerschaft verliehen. Als erstem Bürgermeister wurde Emanuel Lechner (Amtszeit 1879–1883) am 25. Juli 1900 diese Ehre zuteil. Dem Freistädter KomponistenFranz Neuhofer (1870–1949) wurde ebenfalls die Ehrenbürgerschaft verliehen. Hauptberuflich war er Chorleiter, Lehrer sowie Domorganist in Linz, wo Neuhofer auch starb.
Viele mittelalterliche Gebäude sind dem Freistädter SteinmetzmeisterMathes Klayndl (etwa 1440–1510) zu verdanken. Obwohl durch die beiden großen Stadtbrände zahlreiche Gebäude vernichtet wurden, kann seine Baukunst unter anderem am Linzertor, Böhmertor und an vielen weiteren Gebäuden in und um Freistadt bewundert werden. Mathes' BruderSteffan Klain war ebenfalls Steinmetzmeister, wurde um 1465 zum Stadtbaumeister inChur,Kanton Graubünden berufen und wurde zum Promotor des spätgotischen Baubooms in Graubünden.
Der Färbermeister und MalerAloys Zötl (1803–1887) wurde in der Stadt geboren. Jahrzehnte nach seinem Tod wiederentdeckt, wurde er vonAndré Breton in die Liste derSurrealists avant la lettre aufgenommen. Zötl ist damit der einzige „offiziell“ anerkannte österreichischeSurrealist.[93]
1846 wurdeEdward Samhaber in Freistadt geboren. Er warLiteraturhistoriker,Lyriker,Dramatiker und Gymnasiallehrer in Freistadt. Am Rathaus befindet sich eine Gedenktafel für den 1910 in Linz verstorbenen Sohn der Stadt.
Fünf Freistädter Gemeinderatsmitglieder oder Bürgermeister waren bzw. sind als Abgeordnete zumösterreichischen Nationalrat tätig. Der erste war Franz Haunschmidt von 1945 bis 1962. Später hat der BundesbeamteNorbert Kapeller (ÖVP)[94] von 20. Dezember 2002 bis 14. März 2011 und zuletztJohanna Jachs (ÖVP, seit 2017) den Wahlkreis 4E (Mühlviertel) im Nationalrat vertreten. Seit Gründung desoberösterreichischen Landtags sind regelmäßig Politiker aus Freistadt darin vertreten. Aktuell sind mitJohann Affenzeller (SPÖ)[95] undGabriele Lackner-Strauss (ÖVP)[96] zwei in Freistadt lebende Politiker sowie mitMaria Christine Jachs (ÖVP)[97] eine in Freistadt geborene Abgeordnete im Oberösterreichischen Landtag tätig.
Der LeichtathletMartin Pröll (* 1981) startet für den Linzer VereinSK VÖEST und nahm inAthen an denOlympischen Sommerspielen 2004 teil. Die Qualifikation für dieOlympischen Sommerspiele 2008 inPeking schaffte er nicht. Seine Disziplinen sind der 3000-Meter-Hindernislauf und die5000-Meter-Langstrecke. Er ist mehrmaliger österreichischer Meister über 3000 Meter Hindernis. Mit Günter Daschill stellte die Stadt einen Teilnehmer derParalympics 2004 in Athen.
Der KomponistHannes Raffaseder (* 1970) und die SchriftstellerinnenAndrea Winkler (* 1972) undBrigitte Schwaiger (1949–2010) sind in Freistadt geboren.
Ebenso der mehrfach preisgekrönte Filmemacher und AutorFritz Lehner (* 1948).
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller:Freystatt. In:Matthäus Merian (Hrsg.):Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis … (= Topographia Germaniae.Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679,S. 8 (Volltext [Wikisource]).
- Martin Zeiller:Freystatt (Anhang). In:Matthäus Merian (Hrsg.):Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis … (= Topographia Germaniae.Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679,S. 18 (Volltext [Wikisource]).
- Othmar Rappersberger:Freistadt – Schmuckkästchen des Mühlviertels. Kunstverlag Hofstetter, Ried i.I. 1992.
- Othmar Rappersberger, Peter Knoll:Freistadt einst und jetzt in Wort und Bild. Publication P No 1, 1993,ISBN 3-900878-97-8.
- Fritz Fellner, Peter Himmetsberger:In Freistadt ansässig: Ein Stück Stadtgeschichte. Publication P No 1, 1991,ISBN 3-900878-68-4.
- Herta Awecker, Franz Schober,Benno Ulm:Freistadt: Die Romantische Stadt im Mühlviertel und seine Umgebung. Plöchl-Druck, Freistadt 1955.
Periodika:
- Stadtgemeinde Freistadt (Hrsg.):Freistädter Geschichtsblätter. Plöchl-Druck, Freistadt, Band 1–11, 1950–laufend.
Quellen:
- Steueramt Freistadt, Akten, Handschriften, 1787–1871,Oberösterreichisches Landesarchiv (OÖLA).[98]
- Bundesdenkmalamt Österreich (Hrsg.):Dehio-Handbuch – Oberösterreich Mühlviertel. Verlag Berger, Horn/Wien 2003,ISBN 978-3-85028-362-5, S. 133–195.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- 40601 – Freistadt. Gemeindedaten derStatistik Austria
- Eintrag zuFreistadt imAustria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Weitere Infos über die GemeindeFreistadt auf dem Geo-Infosystem desBundeslandes Oberösterreich.
- Website der Gemeinde
- Stadtfotos
- Archivaufnahmen aus und über Freistadt im Onlinearchiv derÖsterreichischen Mediathek (Radiobeiträge, Interviews)
diverses:
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Österreichische Karte 1:50.000. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich, abgerufen am 29. Dezember 2024.
- ↑Geologische Bundesanstalt:@1@2Vorlage:Toter Link/www.geologie.ac.atBericht über geologische Aufnahmen auf Blatt 16, Freistadt (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 20. Mai 2008; PDF, 3,7 MB)
- ↑Statistik Austria:Bevölkerung am 1.1.2024 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2024), (ODS, 500 KB)
- ↑Michael Rademacher: Kreis Freistadt. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
- ↑Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945:Kreisstadt Freistadt, abgerufen am 25. Juni 2012.
- ↑DORIS:Information zu Oberösterreich (Memento desOriginals vom 11. Mai 2006 imInternet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/doris.ooe.gv.at (Stand 2. April 2008)
- ↑Grundstücksdatenbank Regionalinformation: Politische Gemeinde: Freistadt (Stand: 1. Jänner 2008)
- ↑ZAMG:Klimadaten von Österreich 1971–2000 (Stand 9. April 2008)
- ↑Klimabündnis:Freistadt, abgerufen am 31. März 2009.
- ↑Johann Loserth,Grete Mecenseffy und Robert Friedmann:Freistadt. In:Global Anabaptist Mennonite Encyclopedia Online
- ↑Fritz Fellner:Die Stadt in der Stadt. Das Kriegsgefangenenlager in Freistadt 1914–1918. In:Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1, Linz 1989, S. 12 (ooegeschichte.at [PDF]).
- ↑Neues freies Österreich – Freistädter Geschichtsblätter, Band 11, S. 5–157.
- ↑Edmund Merl: Flüchtlingsproblem im Grenzland aus dem Buch „Besatzungszeit im Mühlviertel“, OLV Verlag.
- ↑Nora Bruckmüller:Als Meryl Streep für „Holocaust“ in Freistadt spielte,nachrichten.at vom 25. Jänner 2019, abgerufen am 28. Jänner 2019.
- ↑Der Schatzfund vom Fuchsenhof:Der Fund (Memento vom 5. Juni 2008 imInternet Archive), Stand 21. Juli 2008.
- ↑Plattform Hochwasser:@1@2Vorlage:Toter Link/zenar.boku.ac.atHochwasser 2002, S. 63. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven)
- ↑abc Klein:Historisches Ortslexikon. Hrsg.: VID.Oberösterreich Teil 1,S. 64 (Onlinedokument – o.D. [aktual.]).
- ↑Statistik Austria:Bevölkerungsentwicklung 1869–2024.
- ↑abVolkszählung 2001:Bevölkerungsentwicklung (download als PDF; 35 kB)
- ↑Statistik Austria:Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (PDF; 207 kB)
- ↑Volkszählung 2001:Bevölkerungsentwicklung Engerwitzdorf (PDF; 35 kB)
- ↑Ein Blick auf die Gemeinde. Abgerufen am 22. September 2024.
- ↑Ein Blick auf die Gemeinde. Abgerufen am 22. September 2024.
- ↑abcdStatistik Austria:Bevölkerungsstand und -struktur (PDF; 203 kB)
- ↑Evangeliumsgemeinde Freistadt:Wer wir sind, Stand 20. Juli 2008.
- ↑Islamische Jugendorganisation Freistadt:Kontaktinformation, Stand 20. April 2011.
- ↑Jehovas Zeugen:Struktur (Memento desOriginals vom 23. September 2008 imInternet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jehovas-zeugen.at, Stand 22. Juli 2008.
- ↑Eveline Brugger, et al.: „Geschichte der Juden in Österreich“, Ueberreuter, 2006,ISBN 3-8000-7159-2, S. 273.
- ↑Pfarre Freistadt auf dioezese-linz.at
- ↑Dekanat Freistadt auf dioezese-linz.at
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Brauhausgaleri', abgerufen am 24. März 2009.
- ↑Messehalle Freistadt:Architektur (Memento vom 27. September 2009 imInternet Archive) (Stand 16. Mai 2008)
- ↑MF1plus:@1@2Vorlage:Toter Link/www.reimer.atBusiness (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023.Suche in Webarchiven), abgerufen am 9. Mai 2008.
- ↑Messe Mühlviertel:Geschichte (Stand 8. April 2008)
- ↑Konvers GmbH:Homepage zur Messe (Memento vom 18. Dezember 2014 imInternet Archive) (Stand 16. April 2012)
- ↑Zum Ludwig GmbH:Homepage zur Wiesn (Stand 16. November 2014)
- ↑Urlaub in Österreich:@1@2Vorlage:Toter Link/region.austria.infoWöchentliche Märkte (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 16. Juni 2008)
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Marktordnung 2006 (PDF; 68 kB)
- ↑Landesausstellung 2013:Alte Spuren, Neue Wege (Stand 1. Februar 2013)
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Sportvereine in Freistadt (Stand 20. Mai 2008)
- ↑Sport Union: Mitgliederstand bei JHV 2012
- ↑Faustball:Sportunion Freistadt – Sektion Faustball, Stand 29. April 2011
- ↑Sportverein Freistadt:Geschichte (Memento vom 1. Dezember 2015 imInternet Archive) (Stand 14. März 2011)
- ↑SV Freistadt:@1@2Vorlage:Toter Link/www.sv-freistadt.atTabelle/Ergebnisse (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) (Stand 26. Juni 2008)
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Wirtschaft (Stand 8. Mai 2008)
- ↑OÖ Nachrichten:Die meisten neuen Firmen in Freistadt (Stand 21. Februar 2008)
- ↑OÖ Nachrichten:Letzte Küche geht in Freistadt vom Fließband (Stand 16. Juli 2007)
- ↑DORIS:Allgemeine Maßzahlen (Memento vom 29. Oktober 2013 imInternet Archive) (Stand 17. April 2008)
- ↑Beitragsgrundlagenstatistik der GKK OÖ und AK OÖ (ohne Beamte, Lehrlinge und geringfügig Beschäftigte); zur Verfügung gestellt von der AK Freistadt.
- ↑Wirtschaftskammer OÖ und Land OÖ:Kaufkraftströme in Oberösterreich (Memento vom 15. Juni 2013 imInternet Archive) (PDF; 1,1 MB)
- ↑Wirtschaftskammer OÖ:@1@2Vorlage:Toter Link/portal.wko.atHandelsbrunch im Bezirk Freistadt (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) (Stand 9. Februar 2007)
- ↑Arbeiterkammer OÖ:Arbeitsmarkt-Info Juli 2009 (Memento vom 31. Dezember 2009 imInternet Archive) (PDF; 56 kB)
- ↑Arbeiterkammer OÖ:@1@2Vorlage:Toter Link/www.arbeiterkammer.comArbeitsmarkt-Info 2008 (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (PDF; 84 kB)
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Aktuell aus dem Rathaus, 02/2007, S. 2, (PDF, 2,4 MB)
- ↑Arbeiterkammer Freistadt:Daten zur Lage der Arbeitnehmer/-innen im Bezirk Freistadt, S. 6 (PDF)
- ↑TMG:Führende Unternehmen in Oberösterreich (Memento vom 10. April 2009 imInternet Archive) abgerufen am 29. April 2009
- ↑land-oberoesterreich.gv.at:100 neue Arbeitsplätze bis Oktober: Greiner Bio-One setzt mit Millioneninvestition wichtigen Wirtschaftsimpuls (Stand 4. März 2009)
- ↑INKOBA Region Freistadt. Abgerufen am 20. Mai 2020.
- ↑Schriftliche Mitteilung der Bezirkslandwirtschaftskammer Freistadt (Stand 1. April 2007)
- ↑Ein Blick auf die Gemeinde. Abgerufen am 13. September 2024.
- ↑Volkszählung 2001:Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart (PDF; 15 kB)
- ↑DORIS:@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.atAgrarstatistik (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 16. Juni 2008)
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.atTourismusstatistik (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven), abgerufen am 23. Februar 2011.
- ↑International Police Association:Die Stadtpolizei in Österreich (Memento vom 28. September 2007 imInternet Archive) (Stand 13. Mai 2008)
- ↑Hoffmann Alfred (Hrsg.) „Österreichisches Städtebuch Bd1: Oberösterreichs“. Wien, 1968, S. 143
- ↑Feuerwehr Freistadt:Startseite (Stand 12. Mai 2008)
- ↑DORIS:@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.atSchulstatistik nach Schultypen (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 17. April 2008)
- ↑Berufsschule Freistadt:Lehrberufe (Memento vom 17. Dezember 2015 imInternet Archive) (Stand 24. April 2008)
- ↑Elisabeth Kreuzwieser: Azetylenbeleuchtung – eine Alternative zum Kohlengas. In: ooegeschichte.at. Virtuelles Museum Oberösterreich, abgerufen am 8. August 2022 (verfasst 2006).
- ↑Auskunft eines Mitarbeiters der Linz Strom AG per E-Mail
- ↑abAuskunft eines städtischen Mitarbeiters per E-Mail.
- ↑Bundeskanzleramt:Gesamte Rechtsvorschrift für das Grundwasserschongebiet Jaunitztal – Freistadt, abgerufen am 26. September 2008.
- ↑Frequenzlisten:DVB-T, abgerufen am 10. August 2014.
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Aktuell aus dem Rathaus, Nr. 2, 2007, S. 7. (PDF; 2,3 MB)
- ↑Messnetz der ZAMG:Wetterstationen, abgerufen am 10. August 2014.
- ↑S 10 Mühlviertler Schnellstraße Freistadt Nord – Rainbach Nord. Website der ASFINAG, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2018; abgerufen am 23. Oktober 2017.
- ↑S10: Umfahrung Freistadt wurde eröffnet, abgerufen am 11. November 2014.
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www.land-oberoesterreich.gv.atLand Oberösterreich – Verkehr: Unfallstatistik 09 – Bezirk Freistadt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven), Jahr 2009 (PDF)
- ↑Stadtgemeinde Freistadt:Aktuell aus dem Rathaus (PDF; 1,2 MB), Nr. 03/2004, S. 4.
- ↑TIPS Freistadt:@1@2Vorlage:Toter Link/www.tips.atTIPS, Ausgabe vom 5. März 2008, S. 21. (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven)
- ↑OÖ Nachrichten:Vier Gemeinden lassen Autos bald auch in Fußgängerzonen fahren, abgerufen am 28. April 2009.
- ↑Flugplatz Freistadt:Flugplatz, abgerufen am 11. November 2014.
- ↑LKH Freistadt:Herzlich willkommen im Landeskrankenhaus Freistadt!, abgerufen am 9. Mai 2008.
- ↑Hospizbewegung Bezirk Freistadt:Startseite, abgerufen am 13. Mai 2008.
- ↑Gemeinderatswahlen Prozentanteile:@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.atGemeindewahl Freistadt (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 25. April 2008)
- ↑Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. (ZIP) Abgerufen am 13. September 2024.
- ↑Bürgermeister Christian Jachs verstorben; in nachrichten.at
- ↑Neue ÖVP-Bürgermeisterin in Freistadt orf.at, 4. Dezember 2016, abgerufen am 4. Dezember 2016.
- ↑Land Oberösterreich – Wahlen – Ergebnis. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2021; abgerufen am 21. November 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.land-oberoesterreich.gv.at
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.atGesamthaushalt 2007 für Freistadt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven), abgerufen am 5. März 2009.
- ↑Ein Blick auf die Gemeinde. Abgerufen am 22. September 2024.
- ↑Land Oberösterreich, Landesgeschichte:Wappen der Gemeinde Freistadt (Stand: 14. Juli 2008)
- ↑Buchhandlung Walther König:Aloys Zötl oder Die Animalisierung der Kunst (Memento vom 13. November 2007 imInternet Archive), Stand 17. Juli 2008
- ↑Norbert Kapeller. Österreichisches Parlament, 14. Juli 2008, abgerufen am 23. Juli 2013.
- ↑Land Oberösterreich, Landtag, Abgeordnete:@1@2Vorlage:Toter Link/www.land-oberoesterreich.gv.atJohann Affenzeller (SPÖ) (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 14. Juli 2008)
- ↑Land Oberösterreich, Landtag, Abgeordnete:Gabriele Lackner-Strauss, Kommerzialrätin (ÖVP) (Stand 14. Juli 2008)
- ↑Land Oberösterreich, Landtag, Abgeordnete:@1@2Vorlage:Toter Link/www.land-oberoesterreich.gv.atMaria Christine Jachs (ÖVP) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) (Stand 14. Juli 2008)
- ↑Johann Pammer, Oberösterreichisches Landesarchiv:Steueramtsarchiv Freistadt (Memento vom 15. Januar 2016 imInternet Archive). Linz 1996 (PDF; 30 kB).