Frankeneck

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WappenDeutschlandkarte
Frankeneck
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frankeneck hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:49° 23′ N,8° 3′ O49.3763888888898.0486111111111173Koordinaten:49° 23′ N,8° 3′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis:Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde:Lambrecht (Pfalz)
Höhe:173 m ü. NHN
Fläche:4,76 km2
Einwohner:830 (31. Dez. 2023)[1]
Bevölkerungsdichte:174 Einwohner je km2
Postleitzahl:67468
Vorwahl:06325
Kfz-Kennzeichen:DÜW
Gemeindeschlüssel:07 3 32 018
LOCODE:DE FRK
Adresse der Verbandsverwaltung:Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht (Pfalz)
Website:www.frankeneck.de
Ortsbürgermeister:Florian Seiberth
Lage der Ortsgemeinde Frankeneck im Landkreis Bad Dürkheim
Karte
Karte
Ortsbild von Frankeneck

Frankeneck ist eineOrtsgemeinde imLandkreis Bad Dürkheim inRheinland-Pfalz. Sie gehört derVerbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Lage

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Die Gemeinde liegt imMittlerenPfälzerwald imElmsteiner Tal. Nachbargemeinden sind im UhrzeigersinnNeidenfels,Deidesheim,Lambrecht,Esthal undWeidenthal.

Erhebungen und Gewässer

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Frankeneck befindet sich am Zusammenfluss vonSpeyerbach undHochspeyerbach. Im äußersten Südwesten mündet derEsthalbach in den Speyerbach. Nordwestlich des Siedlungsgebietes erstreckt sich derZigeunerkopf, derUnterstädter Berg, sowie im Gemarkungsdreieck mit Neidenfels und Weidenthal derKleine Pflasterberg und im Gemarkungsdreieck mit Esthal sowie Weidenthal der 506 Meter hoheMollenkopf.

Geschichte

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Die Gemeinde wurde im Jahr 1785 gegründet. Zunächst gehörte sie zuLeiningen-Dagsburg. Von 1798 bis 1814, als diePfalz Teil derFranzösischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil desNapoleonischen Kaiserreichs war, war Neufrankeneck – so der damalige Name – in denKanton Neustadt (Donnersberg) eingegliedert und unterstand der Mairie Esthal. 1815 wurde der OrtÖsterreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte er wie die gesamtePfalz in dasKönigreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde demLandkommissariat Neustadt an; aus diesem ging das Bezirksamt Neustadt hervor.

Ab 1939 war Frankeneck Bestandteil desLandkreises Neustadt. Nach demZweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb derfranzösischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildetenLandesRheinland-Pfalz. Im Zuge derersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1969 in den neu geschaffenenLandkreis Bad Dürkheim. Drei Jahre später wurde Frankeneck ein Bestandteil der ebenfalls neu entstandenenVerbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz).

Religionen

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2013 waren 41,0 Prozent der Einwohnerevangelisch und 29,6 Prozentkatholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder warenkonfessionslos.[2]

Politik

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Gemeinderat

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DerGemeinderat in Frankeneck besteht aus zwölfRatsmitgliedern, die bei derKommunalwahl am 9. Juni 2024 in einerpersonalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und demehrenamtlichenOrtsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUGesamt
20247512 Sitze[3]
20198412 Sitze[4]
20148412 Sitze[5]
20098412 Sitze
20048412 Sitze

Wappen

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Wappen von Frankeneck
Wappen von Frankeneck
Blasonierung: „Durch eine blaue Wellendeichsel, obenrechts in Rot ein schwebendes blaues Beil mit goldenem Stiel, oben links in Rot ein schwebender blauer Forstsichelhaken mit goldenem Stiel, unten in Silber eine blaubereifte rote Bütte mit silbernem Inhalt, davor stehend ein rotes Rührsieb.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1951 vomMainzer Innenministerium genehmigt. Die Figuren erinnern an die Gründung der Gemeinde als Holzhauerdorf.

Gemeindepartnerschaften

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MitTenbury Wells inWorcestershire,Großbritannien undLe Thuit de l’Oison (Le Thuit-Anger,Le Thuit-Signol,Le Thuit-Simer) inFrankreich werdenPartnerschaften gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Kulturdenkmäler

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Denkmalgeschütztes Haus, das bis 2021 das Papiermacher- und Heimatmuseum beherbergte

Vor Ort befinden sich insgesamtsechs Objekte, die unterDenkmalschutz stehen. Eines von ihnen ist ein Haus, in dem bis 2021 das Papiermacher- und Heimatmuseum Informationen über die Ortsgeschichte und über die Entwicklung der örtlichen Papierindustrie präsentierte.

Natur

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Die Ortsgemeinde liegt imNaturpark Pfälzerwald, der wiederum zumBiosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord gehört. Im Gemeindegebiet existierenzwei Naturdenkmale. Am nördlichen Rand der Gemeindegemarkung befindet sich derRitterstein 129; er trägt die BezeichnungAm Herrentisch und verweist auf einen Tisch aus Stein, der mutmaßlich von Förstern und Jägern frequentiert worden ist.

Vereine

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Der TV Frankeneck bietetFußball undTurnen an, außerdem gibt es seit dem Jahr 1892 den Club Freundschaft, bei dem ausschließlich Männer Mitglieder werden können, und zahlreiche andere Vereine.

Infrastruktur

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PapierfabrikJulius Glatz GmbH in Frankeneck

Wirtschaft

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Aufgrund der geographischen Gegebenheiten dominierte vor Ort zunächst die Forst- und Holzwirtschaft. In Frankeneck ist die Papierfabrik Julius Glatz GmbH ansässig. Eine weitere war die Papierfabrik Goßler, die 1925 von derPapierfabrik Scheufelen aufgekauft wurde.

Schiene

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Gegen Ende des19. Jahrhunderts wurde zwischenWeidenthal undLambrecht an derPfälzischen Ludwigsbahn der Holzverladeplatz Frankeneck eingerichtet.[7]

Haltepunkt Frankeneck

1909 wurde Frankeneck durch dasKuckucksbähnel, das vonLambrecht nachElmstein verkehrt, an das Eisenbahnnetz angebunden; der Streckenabschnitt bis zurSattelmühle entstand bereits 1902 als reine Güterbahn. 1960 wurde derPersonenverkehr eingestellt; derGüterverkehr folgte 1977. Inzwischen dient die Strecke ausschließlich alsMuseumsbahn. Der Haltepunkt und frühere Bahnhof Frankeneck befindet sich auf der Gemarkung von Lambrecht unweit des nordöstlichen Siedlungsrands der Ortsgemeinde. Während der Zeit derBayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt. Da die Platzverhältnisse im Lambrechter Bahnhof beengt waren und dieser an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt war, fungierte er jahrzehntelang ebenfalls als Güterbahnhof Lambrecht. Einige Jahre nach der Stilllegung der Nebenbahn wurde er zum Bahnhofsteil Frankeneck des Bf Lambrecht (Pfalz) umfunktioniert. Bis 2004 besaß und erneut seit 2009 besitzt die Julius Glatz GmbH einAnschlussgleis.

Mit der regulären Eröffnung der Bahnlinie von 1909 erhielt der Bahnhof als einzige Zwischenstation entlang der Strecke einEmpfangsgebäude, das wegen der eher untergeordneten Bedeutung vergleichsweise klein war. Mitte der 1970er Jahre wurde es abgebrochen und 200 Meter entfernt unweit der örtlichen Talstraße wieder errichtet. Bereits um dieJahrtausendwende war es nicht mehr bewohnt und heruntergekommen.

Straße

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DieBundesstraße 39 streift den nordöstlichen Siedlungsrand. Durch den Ort führt dieLandesstraße 499, die durch das Elmsteiner Tal bis nachWaldfischbach-Burgalben verläuft. Von dieser zweigt im äußersten Südwesten des Gemeindegebietes dieKreisstraße 23 nach Esthal ab. Diese bildet auch über eine weite Strecke die Grenze zur Gemarkung Esthals.

Tourismus

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Durch die Waldgemarkung verläuft ein Wanderweg, dermit einem grün-weißen Balken markiert ist und vonHertlingshausen bis nachSankt Martin führt sowie einmit einem gelb-roten Balken gekennzeichneter Weg, der von derBurg Lichtenberg bis nachWachenheim verläuft.

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Personen, die vor Ort gewirkt haben

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Literatur

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Weblinks

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Commons: Frankeneck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 31. Dezember 2023, Landkreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden; Fortschreibung des Zensus 2011 (Hilfe dazu).
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013.
  3. Frankeneck, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Frankeneck. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 17. August 2024. 
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Frankeneck. Abgerufen am 18. Oktober 2019. 
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. Karl Heinz Debus:Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988,ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Reiner Frank:Eisenbahn im Elmsteiner Tal einst und jetzt. 2001,S. 9. 
Städte und Gemeinden imLandkreis Bad Dürkheim
Normdaten (Geografikum):GND:4247950-2(lobid,OGND,AKS)
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