Fort-du-Plasne

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Fort-du-Plasne
Fort-du-Plasne (Frankreich)
Fort-du-Plasne (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionBourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.)Jura (39)
ArrondissementSaint-Claude
KantonSaint-Laurent-en-Grandvaux
GemeindeverbandLa Grandvallière
Koordinaten46° 37′ N,5° 59′ O46.6183333333335.9888888888889Koordinaten:46° 37′ N,5° 59′ O
Höhe730–970 m
Fläche12,92 km²
Einwohner478(1. Januar 2022)
Bevölkerungsdichte37 Einw./km²
Postleitzahl39150
INSEE-Code39232

Mairie Fort-du-Plasne

Fort-du-Plasne ist eineGemeinde imfranzösischenDépartementJura in derRegionBourgogne-Franche-Comté.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

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Fort-du-Plasne liegt auf887 m, etwa 16 Kilometer südlich der StadtChampagnole (Luftlinie). Das Straßenzeilendorf erstreckt sich imJura, im Nordosten des ausgedehnten Hochplateaus von Grandvaux, östlich derLemme, am Rand der Waldhöhen des Bois de Combe Noire.

Die Fläche des 12,92 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird von der Hochfläche von Grandvaux (durchschnittlich auf890 m) eingenommen. Sie zeigt nur geringe Reliefunterschiede und ist hauptsächlich von Wies- und Weideland bestanden. Große Teile des Gebietes besitzen keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im porösen kalkhaltigen Untergrund versickert. In einigen Mulden konnten sich Moorflächen entwickeln, und östlich des Dorfes befindet sich der kleineLac du Fort-du-Plasne in einer vonTonschichten abgedichteten Mulde.

Nach Westen erstreckt sich das Gemeindeareal in die rund 60 m tiefer gelegene Talniederung der Lemme. Dieser Fluss bildet die westliche Abgrenzung. Er fließt zunächst durch eine weite Talaue, um dann die Kette von Prélet und Bois de Combe Noire in einem schluchtartigen Durchbruch zu queren. Begrenzt wird die Hochfläche von Fort-du-Plasne im Süden von der bewaldeten Geländerippe des Bois du Ban (bis960 m), im Norden von der Waldhöhe des Bois de Combe Noire, auf der mit970 m die höchste Erhebung der Gemeinde erreicht wird. Das Gemeindegebiet ist Teil desRegionalen Naturparks Haut-Jura (frz.:Parc naturel régional du Haut-Jura).

Zu Fort-du-Plasne gehören neben dem eigentlichen Ort auch mehrere Weiler, Hofgruppen und Einzelhöfe, darunter:

Nachbargemeinden von Fort-du-Plasne sindEntre-Deux-Monts undLes Planches-en-Montagne im Norden,Foncine-le-Bas im Osten,Lac-des-Rouges-Truites undSaint-Laurent-en-Grandvaux im Süden sowieLa Chaumusse undLa Chaux-du-Dombief im Westen.

Geschichte

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Der Ortsname Fort leitet sich nicht von einem Befestigungswerk, sondern vom französischen Wortfour (Ofen) ab, währendplasne im regionalen Dialekt einenAhorn bezeichnet. Seit dem Mittelalter bildete Fort-du-Plasne eine eigene Herrschaft, die meist zum Herrschaftsgebiet der AbteiSaint-Claude gehörte. In der Nähe der Ortschaft besiegten die katholischen Truppen der Herrschaft Saint-Claude im Jahre 1543 die weit in den Jura hinein vorgedrungenen Truppen des reformiertenBern. Zusammen mit derFranche-Comté gelangte Fort-du-Plasne mit demFrieden von Nimwegen 1678 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten

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Kirche Sainte-Marie-Madeleine

Die Dorfkirche Sainte-Marie-Madeleine in Fort-du-Plasne wurde 1827 unter Einbezug einer ehemaligen Grabkapelle der ortsansässigen Adelsfamilie errichtet. Sie besitzt einegotische Apsis und eine reichebarockeAusstattung, darunter ein Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert, eine Altartafel aus rosa Marmor und einen bemerkenswerten Hauptaltar. Erhalten ist auch der Herrschaftssitz der Lezay, der ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Im Weiteren sind die charakteristischen Bauernhöfe des Hochjuras und die Überreste einer achtbogigen römischen Brücke zu erwähnen.

Bevölkerung

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Jahr19621968197519821990199920062017
Einwohner312302308264314397429443
Quellen: Cassini und INSEE

Mit 478 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) gehört Fort-du-Plasne zu den kleinen Gemeinden des Départements Jura. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1886 wurden noch 620 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1980er Jahre wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Fort-du-Plasne war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch dieLandwirtschaft, insbesondere Viehzucht und Milchwirtschaft, sowie durch die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Sie ist von der Hauptstraße N5, die vonGenf viaMorez nachDole führt, leicht erreichbar. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Foncine-le-Bas und Lac-des-Rouges-Truites.

Weblinks

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Commons: Fort-du-Plasne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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