DerFord Focus ist einePkw-Modellreihe des AutomobilherstellersFord in derKompaktklasse. Seine Markteinführung fand in Europa im Herbst 1998 statt, in Nord- und Südamerika im Frühjahr 2000 und in Australien im September 2002.
In den meisten Ländern war der Focus der Nachfolger desEscort, in Asien und Australien ersetzte er denLaser.
In den Jahren 2012 bis 2014 erreichte der Focus mit jeweils mehr als einer Million verkauften Exemplaren erneut den ersten Rang in den weltweiten Verkaufsstatistiken.[1][2]
Im November 2025 wurde das letzte Modell der Baureihe imWerk Saarlouis hergestellt.[3] Sinkende Nachfrage nach Kompaktwagen und Lieferengpässe werden als Gründe für die Einstellung benannt. Eines der Hauptprobleme war das SYNC4-Infotainmentsystem, das in derkriegsgebeutelten Ukraine hergestellt wurde und daher zu massiven Verzögerungen führte. Pläne eines Nachfolgermodells gibt es keine. Generell ist die Strategie von Ford, zumindest in Europa immer mehr auf Elektrofahrzeuge zu setzen.[4][5][6]
Der Ford Focus wurde vonFord of Europe entwickelt und kam im Oktober 1998 in Europa auf den Markt. Ab Frühjahr 2000 wurde er auch in Nordamerika angeboten; auch dort verkaufte er sich gut.
Innenraum
Das Fahrzeug war als drei- und fünftüriges Schrägheckmodell (Typ DBW bzw. DAW) konzipiert und zur Markteinführung mit drei verschiedenen Ottomotoren erhältlich. Im Februar 1999 kamen die viertürige Stufenheckvariante (Typ DFW), die für Europa inAlmussafes beiValencia (Spanien) gefertigt wurde, sowie die KombivarianteTurnier (Typ DNW) auf den deutschen Markt.
Der Focus unterschied sich von den Konkurrenzmodellen unter anderem durch dasNew-Edge-Design, das Ford zuerst im Herbst 1996 mit demKa eingeführt hatte. Zudem besaß der Focus eine aufwendigeEinzelradaufhängung der Hinterräder.
Die Serienausstattung der Fahrzeuge in Deutschland umfasste vier Airbags,ABS sowie elektrische Fensterheber (vorne) und bei den stärkeren Motoren eineAntriebsschlupfregelung. Die Aufpreisliste umfasste noch weitere Details wieKlimaanlage,Bordcomputer,Tempomat,Sitzheizung und späterESP.
Ab Februar 1999 gab es den Focus auch mit einemTDDi-Dieselmotor mit 1,8 Liter Hubraum, der 66 kW leistete. Ab August 1999 gab es auch einen weiteren 1,8-Liter-Diesel mit 55 kW.[7]
In den Jahren 2000 und 2001 war der Focus das weltweit meistverkaufte Auto.[9] Im Oktober 2001 erhielt er im Rahmen einerModellpflege neue Scheinwerfer mit integrierten Blinkleuchten und separatem Fern- und Abblendlicht, geänderte Stoßfänger sowie einige modifizierte Details im Innenraum (wie etwa der Mitteltunnel) und bei der Elektrik (wie insbesondere der Einbau eines Central-Control-Moduls ähnlich anderer Ford-Modelle). Das Kombimodell Turnier war nur noch mit einer Dachreling erhältlich.
Zwei neue Motoren wurden eingeführt, zum Beispiel ein ab Januar 2002 eingebauter und 127 kW (173 PS) starker 2,0-Liter-Ottomotor im Topmodell ST 170 (ST fürSports Technology). Dieses Modell hatte ein Sechsgang-Getriebe, dunkel abgesetzte Scheinwerfer, eine größere Bremsanlage und einSportfahrwerk. Weiterhin hatte es spezielle Sportsitze, auf Wunsch auch vonRecaro. Mit dem Facelift war Bi-Xenonlicht verfügbar, ebenso eine Klimaautomatik. Ab November 2002 wurde der Focus auch alsErdgasfahrzeug mit unterflur montierten Tanks angeboten.
Im Oktober 2002 wurde der FocusRS vorgestellt, dessen Zweiliter-Turbomotor 158 kW (215 PS) leistete. Er war mit zahlreichen Rennsportkomponenten ausgestattet, unter anderem 18-Zoll-OZ-Felgen,Brembo-Bremsen, Quaife-Sperrdifferenzial, Sparco-Halbschalensitzen, einemGetrag-Sportgetriebe und einer AP-Racing-Kupplung sowie mit der Optik desFocus WRC Rallyecars. Die Produktion des FocusRS war weltweit auf 4501 Exemplare beschränkt und nur in der Farbe Imperial Blau (auch Ford Racing Blue genannt) erhältlich. Außerdem war die jeweilige Seriennummer in der Mittelkonsole eingeprägt. Im November 2003 wurde die Fertigung des Focus RS beendet.
Angeboten wurde der Focus in vier Ausstattungsvarianten: in einer Sparversion ohne Bezeichnung (umgangssprachlich Basis-Focus, unter anderem ohne Zentralverriegelung und ohne elektrische Fensterheber), in der GrundausstattungAmbiente, in der SportversionTrend und in der Luxus-AusführungGhia. Darüber hinaus gab es verschiedene Sondermodelle wieViva,Viva X,Futura,Finesse,Sport TDCi und die LuxusversionenGhia X undGhia Exclusiv.
In der saarländischenPilot-plant inSaarlouis wurde im Juni 2005 der 10-millionste Wagen derKompaktklasse produziert (Focus und VorgängermodellEscort).
Im November 2004 wurde die zweite Modellgeneration des Focus eingeführt. Sie basierte auf derBodengruppe des schon seit Mitte Mai 2003 produziertenKompaktvansFocus C-MAX. Das Stufenheck und die KombiversionTurnier folgten im Februar 2005.
Ford Focus Fünftürer (2001–2004)
Optisch unterschied sich die zweite Modellgeneration vom Vorgänger insbesondere durch den sichtbaren Größenunterschied sowie die deutlich flacher stehende Heckscheibe.
DerFocus FFV (FFV =Flexible Fuel Vehicle) nutzteEthanol als Kraftstoff. Dazu wurde das Kraftstoffsystem leicht modifiziert. Benzin und Ethanol konnten in beliebigem Mischverhältnis in denselben Tank gefüllt werden.
Ausstattungsvarianten
Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich:Ambiente (Grundmodell),Trend,Sport,Ghia undTitanium. Zusätzlich gab es die EditionsmodelleFun,Style undConnection.
Ab Juli 2006 wurden zwei neue Editionsmodelle angeboten: Den FocusFun X und den FocusSport TDCi. Im Gegenzug wurde die AusstattungsvarianteSport eingestellt. Im Frühjahr 2007 ersetzte das EditionsmodellStyle den Fun X. Ab 2008 gab es die Editionsmodelle Black/Silver Magic, Sport und Rallye, ab 2009 waren die Modelle Sport und Black/Silver/White Magic auch mit Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) erhältlich.
Sicherheitsausstattung
Der Focus hatte neben dem üblichen ABS undGurtstraffern serienmäßig einen ElektronischenBremsassistenten (EBA), einESP mitASR und zusammen 6 Airbags (Fahrer-/Beifahrer, zwei Seitenairbags und Kopf-Schulterairbags vorn und hinten). Er erhielt beimEuro-NCAP-Crashtest fünf von fünf möglichen Sternen.
Im November 2007[11] wurde die Focus-Baureihe im Rahmen einerModellpflege optisch überarbeitet. Die Markteinführung mit demFord Kinetic Design vom DesignchefMartin Smith, fand am 23. Februar 2008 statt.[12]
Ab 2008 gab es ab dem neuen Facelift die Editionsmodelle Black/Silver Magic, Sport und Rallye, ab 2009 waren die Modelle Sport und Black/Silver/White Magic auch mit Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) erhältlich.
Ab diesem Zeitpunkt war einPowershift genanntesDoppelkupplungsgetriebe erhältlich (nur für die Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum) und in Verbindung mitXenonlicht auchLED-Rückleuchten lieferbar. Beide Rückleuchtenvarianten sind in heller Farbe gehalten. Im Innenraum gab es ein neues Kombiinstrument mit dem aus demFord S-MAX bekannten, moderneren Bordcomputer.
Ford Focus, vFL Stufenheck (2004–2008), vorne
Ford Focus, vFL Stufenheck (2004–2008), hinten
Ford Focus, FL Stufenheck (2008–2010), vorne
Ford Focus, FL Stufenheck (2008–2010), hinten
Im März 2010 wurde die Stufenheckversion wegen zuletzt geringer Nachfrage aus dem Programm genommen. Im November 2010 endete schließlich die Produktion der gesamten zweiten Focus-Reihe.
Sondereditionsmodelle
FocusS (Focus Sport)
Als begrenztes Sondereditionsmodell brachte Ford im Zuge der Modellpflege mit demKinetic Design den Wagen als Focus Sport Modell (FocusS) im Juli 2008 erneut auf den Markt.
Den Focus Sport gab es als 3- und 5-Türer mit quer eingebautem 5-Gang-Schaltgetriebe nur als 1,6-l-Duratec mit 74 kW (100 PS) oder 85 kW (115 PS).
Die Ausstattung des Sportpaketes enthielt ab Werk einKayaba-Sportfahrwerk (Aufhängungspaket Handling), eine Fahrzeug-Tieferlegung von 20 mm, Allrad-Scheibenbremsen, Sportsitze mit Lendenwirbelstütze, beheizbare Außenspiegel, 17"-Leichtmetallräder im 8-Speichen-Y-Design, einen elektronischen Bremsassistent, ein schlüsselloses Start-System, einen eintragungsfreien Dach-Heckspoiler, Lederlenkrad und einenTempomat.
Focus Zetec-S
In Verbindung mit der Ausstattungsvariante und dem Fahrwerk vom Focus Sport wurde dieser als Vollausstattung mit zusätzlich angebotenen Stylepaket als Focus Zetec-S vertrieben.
Das Style-Paket beinhaltete einen zusätzlichen Spoiler-Bausatz auf dem vorderen Stoßfänger, einen hinteren Heckschürzen-Bausatz, einen Seitenschweller-Bausatz und ein überarbeitetes Design des unteren Kühlergrills.
Das darauf aufbauende Sport-Paket beinhaltete 18"-Leichtmetallräder und Sichtschutzglas. Das WRC-Paket enthielt Abziehbilder derRallye-Weltmeisterschaft und WRC-Abnutzungsplatten.
Das zuerst in Großbritannien eingeführte Modell gab es diesmal unabhängig von der gewünschten Auswahl der Motorisierungen mit Hubräumen von 1,4 bis 2,0 Liter und auch als Dieselmotorisierung (1.6 TDCi) mit Dieselpartikelfilter (DPF), die alle auch mit Fords 6-Gang-PowerShift-Automatikgetriebe (Doppelkupplungsgetriebe) ausgestattet werden konnten.[13]
Heck
ECOnetic
Ab Januar 2010 wurde neu die ModellvarianteECOnetic als Fünftürer und als Turnier angeboten. Zusätzlich gab es die neu eingeführteStart-Stopp-Automatik, die mit Eco-Mode-Schaltanzeige undRückgewinnung der Bremsenergie gegen Aufpreis lieferbar war.[14] Durch eine verbesserte Feinkalibrierung der Motorsteuerung, optimierte Getriebeübersetzung, elektrohydraulische Servolenkung, 15"-Leichtlaufreifen, spezielles Getriebeöl, Sportfahrwerk mit gekürzten Sportfedern und veränderten Schürzen konnte der Verbrauch des 80 kW (109 PS) starken TDCi-Motors (Common-Rail-Diesel) auf bis zu 4,1 l/100 km Verbrauch und 115 g CO2-Ausstoß/km gesenkt werden. In Kombination mit Start-Stopp-Automatik wurden 3,8 l/100 km und 99 g CO2/km erreicht.[15]
Ford Focus Turnier (2007–2010)
Ford FocusECOnetic
FocusST
Im September 2005 kam als sportliches Top-Modell in limitierter Stückzahl der FocusST mit einem aufgeladenen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Reihenmotor mit 166 kW (225 PS) auf den Markt.
Beim FocusST wurden zahlreiche Teile von der damaligen KonzernschwesterVolvo beigesteuert, beispielsweise die Bremsanlage und der Motor, der dort in den ModellenC30,S40/V50,V70 sowieC70 zum Einsatz kam. Als einziger Ford war der FocusST gegen Aufpreis in der SondermetalliclackierungElectric Orange erhältlich; rund 30 Prozent aller in Europa bestellten Fahrzeuge wurden in dieser Lackierung gewünscht.[16] Im Gegensatz zum Vorgänger war dieser FocusST nicht als Turnier erhältlich.
Der FocusST erhielt, wie die anderen Focus-Varianten im November 2007,[11] ein Facelift. Im Spätsommer 2010 wurde die Produktion eingestellt.
In Australien und Neuseeland ist der ST auch als XR5-Turbo bekannt. Die Übernahme der Marke ST war damals Teil des ausgelaufenen „One Ford“-Mantras, sich an die europäische Namenskonvention global anpassen zu wollen. Als einzig weiterer Nachfolger in der XR-Serie entstand als Falcon der XR6-Turbo.[17][18]
Ford FocusST (2005–2007)
Heck
Ford FocusST (2007–2010)
FocusRS
Am 22. Juli 2008 stellte Ford auf der London International Motor Show erstmals die Serienversion des FocusRS vor, dessen Fertigung im Januar 2009 begann.
Der ausschließlich als Dreitürer lieferbare FocusRS unterschied sich äußerlich deutlich von den anderen Focus-Modellen: Die Kotflügel waren verbreitert, um die großen 19-Zoll-Räder mit 235er-Reifen nebst der breiteren Spur unterzubringen. Front- und Heckschürze waren komplett neu gestaltet. Der Diffusor und ein großer Heckflügel erhöhten den Abtrieb auf der Hinterachse.
Der FocusRS basierte auf der sportlichen ModellvarianteST und war mit einem Grundpreis von 33.900 Euro bei seiner Markteinführung deutlich unter den Preisen der KonkurrenzmodelleAudi S3,BMW 130i undVW Golf R32.[19]
Die speziell für den Wagen entwickelten Schalensitze boten viel Seitenhalt und gute Rückenunterstützung. Der FocusRS hatte außerdem Zusatzinstrumente und einen Tacho, der bis 280 km/h reichte.
Der bereits im FocusST verwendete 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder wurde überarbeitet und mit einem bearbeiteten Zylinderkopf mit optimierten Nockenwellen, größeremBorgWarner-„K16“-Turbolader mit höherem Ladedruck, größerem Ladeluftkühler und neuem Motormanagement ausgestattet. Die Leistung stieg dabei auf 224 kW (305 PS) bei 6500/min, das maximale Drehmoment lag bei 440 Nm bei 2300 bis 5500/min.[20]
Der FocusRS war serienmäßig mit einer neuartigen Vorderachskonstruktion („Revo-Knuckles“) ausgerüstet. Diese verringerte die Kräfte am MacPherson-Federbein. Außerdem war ein mechanischesSperrdifferential „Automatic-Torque-Biasing“ von Quaife mit sechs Stirnplanetenrädern eingebaut.[21]
Die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h wurde vom Hersteller mit 5,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit mit 263 km/h angegeben. Das Automagazinsport auto maß ein Exemplar im Sommer 2010 mit 6,1 Sekunden, in einem anderen Test 2009 schaffte ein Wagen dies erst in 6,4 Sekunden.
Als schnellster Fronttriebler schloss der FocusRS den Rennstreckentest der Zeitschrift „sport auto“ ab. Der Wagen erreichte auf derNordschleife des Nürburgrings eine Rundenzeit von 8:26 Minuten. Bei einem Test auf dem kleinen Kurs desHockenheimrings erreichte der Wagen eine Rundenzeit von 1:17,8 Minuten, die mit normaler Alltagsbereifung erzielt wurde.
Obwohl ursprünglich auf 8000 Exemplare limitiert, erhöhte Ford die Produktion des FocusRS aufgrund der unerwartet großen Nachfrage auf insgesamt 11.000 Fahrzeuge.
Ford FocusRS (2009–2010)
Heck
Interieur
FocusRS500
Im März 2010 gab Ford bekannt, auf derAuto Mobil International in Leipzig ein weltweit auf 500 Exemplare limitiertes Sondermodell FocusRS500 vorzustellen.
Wie der FocusRS, wurde derRS500 ausschließlich als Dreitürer produziert. Äußerlich unterschied er sich nur durch die Außenfarbe, er wurde ausschließlich in mattschwarz ausgeliefert. Diese Farbe war jedoch kein Lack – es handelte sich um eine Folie, die von3M entwickelt wurde. Unterhalb dieser Folie war die Karosserie in „Pantherschwarz Metallic“ lackiert.
Im Innenraum hatte derRS500 Recaro-Schalensitze, die mit einem schwarzen Alcantara-Glattleder-Mix bezogen waren. Die Aufpreisliste umfasste lediglich einTouchscreen-Navigationsgerät und rote Vollleder-Sportsitze, ebenfalls von Recaro.[22]
Als Basis diente der Motor des FocusRS, er wurde nochmals überarbeitet. Im FocusRS500 erhielt er unter anderem einen größeren Ladeluftkühler, der einen höheren Ladedruck ermöglicht, einen modifizierten Luftfilter, ein im Durchmesser vergrößertes Fallrohr der Abgasanlage und eine andere Benzinpumpe, wodurch er nun 257 kW (350 PS) leistet. Darüber hinaus stieg das Drehmoment auf 460 Newtonmeter.
Das Fahrwerk des FocusRS500 war nochmals sportlicher abgestimmt und wurde um 40 mm verbreitert, außerdem war der Wagen, wie derFocus RS, serienmäßig mit Sportreifen ausgerüstet. Die Sättel der Hochleistungsbremsanlage waren rot lackiert.
DerRS500 war deutlich schneller in der Beschleunigung als das Ausgangsmodell FocusRS. So erreichte er die 100-km/h-Marke bereits nach 5,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 265 km/h hingegen nur um 2 km/h höher.
Die bei Tests erzielte Rundenzeit auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings war mit 1:15,8 Minuten um zwei Sekunden schneller als beim Ausgangsmodell.
Ford FocusRS500 (2010)
Heck
FocusX-Road
Im April 2009 stellte Ford ein auf dem Focus Turnier „Titanium“ basierendes und mit Geländeoptik sowie leicht erhöhter Bodenfreiheit ausgerüstetes Fahrzeug mit der Bezeichnung FocusX-Road auf der AutoRAI in Amsterdam vor.
Diese Variante war offiziell allerdings nur in den Niederlanden und nur mit dem 1,8 Liter großen Aggregat als Flexifuel (Benzin mit Ethanol mischbar) erhältlich. Kennzeichen desX-Road sind breite Kotflügel, Schweller- und Schürzenverkleidungen, silber lackierte 17"-Leichtmetallfelgen und eine Front mit breitem Lufteinlass und Zusatzscheinwerfern.
Vom FocusX-Road wurden von Juli 2009 bis November 2010 nur rund 300 Fahrzeuge produziert, was ihn zu einem recht seltenen Vertreter auf den Straßen macht.[23]
Ford FocusX-Road (2009–2010)
Heck
Focus CC
Im März 2007 führte Ford eineCabrioversion des Focus unter dem NamenFocus CC (Coupé-Cabriolet) ein, die vonPininfarina inTurin montiert wurde.
Es war das erste Cabrio von Ford in Europa mit einem klappbarenHardtop. Das Stahldach ließ sich innerhalb von 29 Sekunden öffnen oder schließen. Der Wagen wurde mit dem 1,6-Liter-Ottomotor mit 74 kW (101 PS), dem 2,0-Liter-Ottomotor mit 107 kW (145 PS) sowie dem 2,0-Liter-Dieselmotor mit 100 kW (136 PS) angeboten.
Das Coupé-Cabrio wurde kurz nach den anderen Focus-Modellen im April 2008 optisch und technisch überarbeitet.
Im Juli 2010 wurde die Produktion des Focus CC eingestellt.
Die schon ab Mitte Mai 2003 produzierte, erste Modellgeneration desKompaktvans (internC214), der im Ford-Werk Saarlouis hergestellt wurde, bildete die Basis für die zweite Generation des Ford Focus. Nach einer Überarbeitung im Frühjahr 2007 hieß das Fahrzeug nur noch Ford C-MAX.
Ein weiteres Nischenmodell ist der kompakteSUV Ford Kuga auf der Basis des Focus, der in der ersten Generation von Februar 2008 bis Oktober 2012 hergestellt wurde.
Auf derDetroit Motor Show präsentierte Ford im Januar 2010 die dritte Modellgeneration des Focus. Sie basiert auf derBodengruppe der schon seit Ende 2010 erhältlichen zweiten Modellgeneration des Ford C-MAX und wird alsWeltauto angeboten und sowohl in Europa als auch in den USA und Asien gebaut. Der Produktionsbeginn für den Focus ’11 in Europa war der 6. Dezember 2010.[26]
Die Markteinführung in Europa fand in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Terminen statt, in Deutschland war es der 9. April 2011. Erhältlich waren zunächst eine fünftürige Schrägheck- und eine viertürige Stufenheckvariante, der Turnier folgte im Mai. Ein dreitüriges Schrägheckmodell oder ein Klappdach-Cabrio wie beim Vorgänger wird es nicht mehr geben.
Beim Euro-NCAP-Crashtest erhielt der Wagen mit fünf Sternen die höchste Wertung. Außerdem erhielt er als erstes Fahrzeug weltweit vierEuro NCAP Advanced Awards. Ausgezeichnet wurden hier derMüdigkeitswarner, das Auffahrwarnsystem „Forward Alert“, der Fahrspur-Assistent und „Active City Stop“, bei dem bei Geschwindigkeiten von weniger als 30 km/h über einen Laser der Abstand zu vorausfahrenden Wagen gemessen und das Fahrzeug automatisch abgebremst wird, falls sich der Abstand so schnell verringert, dass eine Kollision droht.[27]
Ford brachte im Frühjahr 2012 im Focus erstmals den neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylindermotor derEcoBoost-Motorenfamilie mit serienmäßigemStart-Stopp-System auf den Markt. Die Reichweite der mit einem 50-Liter-Tank ausgestatteten Fahrzeuge liegt laut Ford bei mehr als 1000 km, der CO2-Ausstoß bei weniger als 120 g/km.[27]
Anfangs waren folgende Ausstattungen erhältlich:Ambiente (Grundmodell),Trend,Titanium undST. Zusätzlich gab es die SondermodelleChampions Edition undSync Edition.
Ab März 2013 gab es das SondermodellEcoboost S. Verkauft wurde der Ford Focus EcoBoost S als fünftürige Limousine und Kombi mit wahlweise 1,6 Liter 110 kW oder 2.0 TDCI 103 kW. Optisch unterscheidet sich der EcoBoost S mit einem Styling-Paket, das neben Karosserieelementen auch abgedunkelte Heck- und Seitenscheiben enthält, sowie 17-Zoll große Leichtmetallräder. Der Innenraum wurde mit Sportsitzen und einem Sony-Soundsystem aufgewertet.
Ab 2014 wurden zwei neue Ausstattungsvarianten angeboten:Sport undBusiness. Den FocusSport gab es wahlweise mit 1,5-Liter-Ottomotor (110 kW oder 134 kW) sowie mit 2.0 TDCI (110 kW).
Modellpflege
Im Februar 2014 präsentierte Ford auf demMobile World Congress erstmals den überarbeiteten Focus, der in Deutschland am 29. November 2014 offiziell auf den Markt kam.
Er unterscheidet sich äußerlich vor allem durch eine neugestaltete Frontpartie mit schmaleren Scheinwerfern, einem höher positioniertem Kühlergrill und einer stärker konturierten Motorhaube vom Focus ’11.
Beim Fünftürer wurde die Heckpartie leicht umgestaltet, wobei die Rückleuchten und die Heckklappe geändert wurden. Weiterhin wurden fünf neue Motorvarianten angekündigt: Ein 1,5-Liter-EcoBoost-Motor, wahlweise mit 110 kW (150 PS) oder 132 kW (180 PS) sowie ein 1,5-Liter-Dieselmotor mit 70 kW (95 PS), 77 kW (105 PS) oder 88 kW (120 PS).[28]
Auch der Innenraum wurde neu geordnet, das zuvor oftmals als unübersichtlich beschriebene Armaturenbrett wurde aufgeräumt und verfügt nun über weniger und sinnvoller angeordnete Tasten, ein acht Zoll großes Touchscreen-Display ersetzt dort den vorherigen kleinen Bildschirm.[29] MitFord SYNC II lassen sich Navigations-, Radio-, Klimaanlagenfunktionen entweder über den Touchscreen in der Mittelkonsole oder per Sprachbefehl steuern.
Neu waren auch zahlreiche Assistenz- und Sicherheitssysteme. Die Parkautomatik konnte fortan auch in quer zur Fahrtrichtung liegende Parklücken einrangieren und wieder ausparken. „Active City Stop“ erkennt drohende Zusammenstöße bis zu 50 km/h (vorher 30 km/h).[30]
Ford Focus Fünftürer (2014–2018)
Heck
Ford Focus Turnier (2014–2018)
Innenraum
FocusElectric
Ford FocusElectric (2013–2018)
Im Dezember 2011 begann im US-amerikanischen Ford-Werk in Wayne (Michigan) die Fertigung des FocusElectric für den nordamerikanischen Markt.
Hierbei handelt es sich um das erste serienmäßigeElektroauto von Ford. Es wird von einem 107 kW starken Elektromotor angetrieben, der als permanent erregterSynchronmotor ausgeführt ist.[31] Dieser hat ein maximales Drehmoment von 250 Nm[32] und beschleunigt den Wagen bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h.[33] Die in zwei Blöcke geteilteLithium-Ionen-Akkumulator-Batterie des Fahrzeuges mit 23 kWh Speicherkapazität wiegt rund 300 kg[32] und ermöglichen eine Reichweite von bis zu 162 km.[34] Je nach Außentemperatur und Belastung wird sie entweder gekühlt oder beheizt, um stets eine möglichst große Reichweite des Fahrzeugs zu erzielen.[32] Über das integrierte 6,6-kW-Ladegerät kann die Batterie an einer 16-Ampere-Ladestation in rund sieben Stunden[34] aufgeladen werden, an einer haushaltsüblichen Steckdose dauert das Aufladen rund elf Stunden.[35][32] DurchRekuperation kann bis zu 95 Prozent der Bremsenergie zurückgewonnen werden. Der Fahrer wird hierbei vom sogenannten „Brake-Coach“ darauf hingewiesen, wie er am effizientesten bremst, um möglichst viel Energie zur Aufladung der Batterien zurückzugewinnen.[36]
Das Leergewicht des FocusElectric beträgt rund 1700 kg, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2085 kg. Serienmäßig ist er mit energiesparenden Bi-Xenon-Scheinwerfern mit integrierten LED-Tagfahrleuchten ausgestattet, außerdem unterscheidet er sich durch einen Kühlergrill und einen Armaturenträger in speziellem Design und 17-Zoll-Leichtmetallräder mit 15 Speichen von den Focus-Modellen mit konventionellen Antrieben.[32]
Die Produktion des FocusElectric in Europa startete am 12. Juni 2013 in Saarlouis,[34] wodurch sich die ursprünglich für Herbst 2012 vorgesehene Markteinführung auf Juli 2013 verspätete.[34] Außerdem bietet Ford über dieNaturstrom AG und dieRheinEnergie AG deutschlandweit allen Kunden die Belieferung mit CO2-neutral erzeugtem Strom an.[34] Ford gewährt auf das Fahrzeug und alle elektrischen Komponenten eine Garantie von 5 Jahren.[32]
Im Frühjahr 2017 wurde bekanntgegeben, dass die Batteriekapazität bei unveränderten Daten des restlichen Antriebs auf 33,5 kWh gesteigert wird, die Reichweite erhöht sich damit auf bis zu 225 Kilometer.[37]
FocusECOnetic
Ford FocusECOnetic (2012)
Wie bei der vorigen Modellgeneration brachte Ford im Frühjahr 2012 eine besonders verbrauchsarmeECOnetic-Variante auf den Markt.
Das Modell war mit einem Verbrauch von 3,5 l/100 km und einer CO2-Emission von weniger als 95 g/km angekündigt.[38] Der 1,6-Liter-Turbodiesel leistet 77 kW (105 PS).[27]
Seit April 2012 ist der FocusECOnetic in zwei verschiedenen Versionen erhältlich:
DerECOnetic 99g verfügt neben einem neuen Einspritzsystem über ein verbessertes Kühlsystem und ein überarbeitetes Motormanagement. Der Verbrauch des Modells beträgt 3,7 Liter auf 100 km, die CO2-Emissionen liegen bei 99 g/km.
Das ModellECOnetic 88g verfügt zusätzlich über einen verkleideten Unterboden und Windabweiser zur Verbesserung des Luftstroms unter dem Fahrzeug, dazu ist der Wagen mit strömungsoptimierten Radzierblenden und Leichtlaufreifen auf Stahlfelgen ausgerüstet. Hierdurch wird der Verbrauch auf 3,4 Liter auf 100 km gesenkt, die CO2-Emissionen liegen bei 88 g/km.[39]
FocusST
Seit Juni 2012 wird im Werk in Saarlouis der FocusST produziert.[40] Bei diesem arbeitet jedoch nicht mehr ein Fünfzylinder vonVolvo unter der Haube, sondern ein 2-Liter-EcoBoost-Motor. Dieser Motor leistet 184 kW (250 PS) und liefert im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500 min−1 ein Drehmoment von 360 Nm, die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. In 6,5 Sekunden beschleunigt der Wagen aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 248 km/h angegeben.[40] Als erste Sportvariante eines Ford-Fahrzeugs wird der FocusST als Weltauto in mehr als 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten angeboten.[41]
Im Gegensatz zur zweiten Modellgeneration ist der FocusST in Europa auch als Turnier erhältlich, wobei Verbrauch und Abgasemissionen im Vergleich zu diesem Modell sinken.[42] Der Verbrauch beträgt 7,2 Liter auf 100 km, dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 169 g/km.[40] Die Präsentation der „ST“-Variante fand auf der IAA im September 2011 statt.[43]
Der FocusST verfügt über ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit speziell abgestimmten Stoßdämpfern, in drei Stufen verstellbares ESP mit Traktionskontrolle und eine elektronische Differenzialsperre (Torque Vectoring Control). Die Serienausstattung ist recht umfangreich, neben einer Klimaanlage sind Recaro-Sportsitze vorn, ein CD-Audiosystem mit USB-Schnittstelle und Fernbedienung, eine Power-Startfunktion und 18 Zoll große Leichtmetallräder im „ST“-Design mit Niederquerschnittsreifen und Reifendruckkontrollsystem vorhanden. Der Kühlergrill ist schwarz glänzend gehalten, dazu verleihen ein in Wagenfarbe lackierter Dachspoiler, spezielle Seitenschweller, ein Heckdiffusor sowie eine Auspuffanlage mit einem mittig positionierten Doppel-Endrohr dem Wagen eine sportliche Optik. Das Turnier-Modell verfügt darüber hinaus über eine in Schwarz abgesetzte Dachreling. Mittels TSC (Torque Steer Compensation) reagiert die elektrische Servolenkung besonders feinfühlig auf Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang. Als einziges Fahrzeug der Modellpalette ist der FocusST in „Sunset Gelb-Metallic“ erhältlich.[44]
Im Innenraum informieren drei Zusatzinstrumente den Fahrer über Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck. Lederlenkrad und Lederschaltknauf sind ebenso serienmäßig wie die Pedalerie, alles im speziellen „ST“-Design. Der FocusST verfügt serienmäßig über ein „Sound-Symposer“ genanntes System, bei dem durch ein elektronisch gesteuertes Ventil das Motorgeräusch bei starker Beschleunigung in den Armaturenträger und damit in den Innenraum übertragen wird.[45] So soll die Sportlichkeit des Wagens im Cockpit trotz umfangreicher Geräuschdämmung auch akustisch wahrgenommen werden können.
Gegen Aufpreis sind unter anderem elektrisch einstell- und beheizbare Fahrer- und Beifahrer-Ledersitze in Windsor-Leder, 2-Zonen-Klimaautomatik sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten erhältlich.[40]
Anfang 2015[46] erhielt derST wie die anderen Varianten des Focus ein „Facelift“. Seitdem ist der FocusST auch mit einem 2,0-Liter-Turbodieselmotor mit 136 kW (185 PS) erhältlich. Der FocusST ist damit nun mit zwei verschiedenen Motorisierungen erhältlich.[47]
Ford FocusST (2012–2015)
Heck
Ford FocusST Turnier (2012–2015)
Ford FocusST (2015–2018)
FocusST-Line
Der Name „ST-Line“ steht bei Ford für eine Ausstattungslinie, die von den dynamischen „ST“-Modellen inspiriert ist, die die bisherige Ausstattungsversion „Sport“ aus der 3. Generation ersetzt. Zur serienmäßigen Ausstattung der ST-Line-Fahrzeuge zählen unter anderem in Wagenfarbe lackierte Karosserieteile wie die Front- und Heckschürze, ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk und 17"-Leichtmetallräder im Rock-Metallic-Look, Dachhimmel aus dunklem Webstoff, Einstiegszierleisten mit ST-Line-Schriftzug, Pedalerie mit Aluminium-Auflagen, 3-Speichen-Lederlenkrad und Sportsitze mit Ziernähten, trapezförmigen Kühlergrill im Wabendesign sowie dunkel eingefassten Nebelscheinwerfern. Die Einstiegspreise lagen bei 17.150 Euro für den Fiesta ST-Line und bei 23.610 Euro für den Ford Focus ST-Line.
Die ST-Line-Modellreihe wurde für Kunden konzipiert, die Wert auf ein sportliches Image legen, ohne jedoch Bedarf an der vollen Leistungs- und Ausstattungsbandbreite der reinrassigen Ford ST-Modelle zu haben. „Mit der neuen ST-Line profitieren zusätzliche Kundengruppen von sportlichen Ford-Modellen, die vom Ford Focus RS, dem Fiesta ST200 und dem Ford GT-Supersportwagen inspiriert wurden“, so Roelant de Waard, Vice President, Marketing, Sales & Service, Ford of Europe.
Die Motorenpalette für den Ford Focus ST-Line (alle drei ST-Line-Varianten) startet bei denBenzinern mit dem 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Triebwerk (Leistungsstufe: 92 kW / 125 PS) und endet mit dem 1,5-Liter-EcoBoost-Vierzylinder-Motor mit 134 kW / 182 PS. Bei allen Benzinern konnten die Kunden zwischen dem 6-Gang-Schaltgetriebe und dem auf Wunsch lieferbaren Automatikgetriebe wählen.
ImDieselbereich startete das Angebot mit dem 1,5-Liter-TDCi-Aggregat mit 88 kW (120 PS) und endete mit der 2,0-Liter-TDCi-Version mit 110 kW (150 PS). Beide Motorisierungen sind sowohl mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe als auch mit der optionalen Ford PowerShift-Automatik bestellbar. Ein Start-Stopp-System ist für alle Ford Focus ST-Line-Motorisierungen serienmäßig an Bord.
Kombinierte Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Werte (Ford Focus ST Line, 6-Gang-Schaltgetriebe, 5-Türer):
92 kW (125 PS): 4,7 l/100 km, CO2-Emissionen: 108 g/km
110 kW (150 PS): 5,5 l/100 km, CO2-Emissionen: 127 g/km
132 kW (182 PS): 5,5 l/100 km, CO2-Emissionen: 127 g/km
88 kW (120 PS)-Diesel: 3,8 l/100 km, CO2-Emissionen: 98 g/km
110 kW (150 PS)-Diesel: 4,0 l/100 km, CO2-Emissionen: 105 g/km[48]
Im FocusRS kommt ein neuerTwin-Scroll-Turbolader sowie ein größererLadeluftkühler zum Einsatz. Dadurch konnte die Motorleistung auf 257 kW (350 PS) gesteigert werden. Das maximale Drehmoment beträgt 440 Nm, mitOverboost für 15 Sekunden 470 Nm. Zusätzlich gab es bei diesem Modell einen sogenannten Driftmode,[50] welcher bis zu 100 % der Kraft an der Hinterachse (70 %) an das kurvenäußere Rad verteilen kann, um so einfache Drifts zu ermöglichen. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Wagen mit Allradantrieb ausgestattet und ausschließlich als Fünftürer lieferbar.
Der Marktstart in Europa erfolgte im März 2016.[51][52]
Die vierte Generation des Focus wurde am 10. April 2018 offiziell vorgestellt. Sie war wie das Vorgängermodell wieder als Schrägheck, Kombi und Stufenheck verfügbar. Letztere Karosserievariante wurde allerdings auf dem deutschen Markt nicht angeboten. Neu im Angebot war derFocus Active, eineCrossover-Variante auf Basis des Schrägheck-Modells. Die ersten Fahrzeuge wurden im September 2018 zu Preisen ab 18.700 Euro ausgeliefert.[54]
Heck
Innenraum
Kofferraum
Ford Focus Stufenheck (2018–2022)
Ford Focus Turnier (2018–2022)
Ausstattungsvarianten
Zum Marktstart waren folgende Ausstattungen erhältlich:Trend,Cool&Connect,ST-Line undTitanium.
Die AusstattungsreiheVignale hebt den Focus an und macht den Wagen zu einem Premium-Fahrzeug. Lederausstattung, Applikationen in Holz-Optik und auch der markante Grill mit Chrom gehören unter anderem zu Vignale.
In der Ausstattungslinie Active wird das Fahrzeug zu einem Crossover-Modell. Das wird unter anderem durch robuste Kunststoffverkleidungen und eine angehobene Bodenhöhe erreicht.
Ford Focus Active
Ford Focus Turnier Active
Heck
Ford Focus Turnier Vignale
Modellpflege
Im Oktober 2021 wurde das Facelift vorgestellt, das ab Anfang 2022 verfügbar war. Überarbeitet wurden der Kühlergrill sowie die Scheinwerfer, die nun serienmäßig mit LEDs ausgestattet sind. Halogenscheinwerfer entfielen ebenso wie die separat angebrachten Nebelscheinwerfer. Optional waren auch Matrix-LED-Scheinwerfer erhältlich. Das Display der Multimediaeinheit wächst auf 13,2 Zoll und wird mit dem neuesten Sync4-Bediensystem kombiniert. Die Steuerung der Klimaanlage erfolgt nun ausschließlich über dieses Display. Die Ausstattung „Cool und Connect“ ist seit 2023 nicht mehr erhältlich. Für die Ottomotoren bietet FordMild-Hybrid-Systeme in zwei Leistungsstufen an; die Dieselmotorisierung hat 1,5-Liter Hubraum (120 PS).[55]
Ford Focus (2022–2025)
Heck
Innenraum
Ford Focus Turnier (2022–2025)
Ford Focus Turnier Active (2022–2025)
Technische Daten
Zunächst war die vierte Generation des Focus mit dem 1,0-Liter-EcoBoost-Ottomotor in drei Leistungsstufen und einem neuen 1,5-Liter-EcoBoost-Ottomotor mit drei Zylindern in zwei Leistungsstufen bestellbar. Darüber hinaus gab es einen 1,5-Liter-EcoBlue-Dieselmotor in den Leistungsstufen 70 und 88 kW (95 und 120 PS), sowie einen 2,0-Liter-EcoBlue-Dieselmotor mit 110 kW (150 PS). Für die Ottomotoren mit 92 kW bzw. 110 kW sowie für die beiden leistungsstärksten Dieselmotoren war zudem ein neues 8-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich, welche diePowershift-Getriebe ablöst. Alle Motoren erfüllen die AbgasnormEuro 6d-Temp.[56]
Das Sportmodell FocusST kam im Juni 2019 auf den Markt und wird von einem 2,3-Liter-Ottomotor mit Turboaufladung und 206 kW (280 PS) oder einem Zweiliter-Dieselmotor mit Turbolader und 140 kW (190 PS) angetrieben.[57]
Ford Focus ST (2019–2022)
Heck
Ford Focus ST (2022–2025)
Heck
Ford Focus Turnier ST (2019–2022)
Heck
Im März 2020 verkündete Ford, dass es von der vierten Focus-Generation keinRS-Modell geben werde. Als Ursache gelten die strenger werdenden CO2-Emissions-Richtlinien der EU. Ein neuer RS würde denFlottenverbrauch steigern, was zu höheren Ausgleichszahlungen des Herstellers führen würde.[58]
Ab April 2020 war der 1,0-Liter-EcoBoost-Ottomotor auch als Mild-Hybrid mit einem 48-Volt-Bordnetz verfügbar.[59]
Ende September 2025 endete die Produktion desFocus ST. Im November 2025 wurde die Herstellung aller weiteren Varianten des Focus beendet.[3]
↑abWerte in runden Klammern „( )“ für Automatikgetriebe.
US-amerikanische Modelle
Focus (NA1, 2000–2007)
In Nordamerika war der Focus wie in Europa der direkte Nachfolger des Escort, wobei dort traditionell vor allem das Stufenheck gefragt ist.
Die erste Generation der US-Version war abgesehen von optischen Details und den angebotenen Motoren mit der europäischen Ausführung identisch und wurde wie dieser auch als drei- und fünftüriges Schrägheck und Kombi (hierWagon genannt) angeboten.
Die Markteinführung erfolgte dort allerdings erst im Frühjahr 2000, also knapp zwei Jahre nach dem Verkaufsstart Europa. Der Escort wurde als Limousine noch zwei und als Coupé ZX2 sogar drei weitere Jahre produziert.
Ford Focus ZX3 Hatchback (2000–2007)
Heck
Ford Focus Sedan (2000–2007)
Ford FocusWagon (2000–2007)
Focus (NA2, 2007–2011)
Im Herbst 2007 wurde in den USA die zweite Generation des Focus eingeführt. Im Gegensatz zum Vorgänger hatte sie nichts mit dem europäischen Modell zu tun, da es sich um einen optisch überarbeiteten Focus der ersten Generation handelte. Das Fahrzeug war nur als viertürige Stufenhecklimousine sowie als zweitüriges Coupé erhältlich und als einzige Antriebsquelle diente der 2,0-Liter-Duratec mit 104 kW (140 PS).
Der Focus belegt mit Platz zehn einen der Spitzenplätze bezogen auf Risiko des Fahrers, in seinem Fahrzeug zu sterben, wie eine Untersuchung des Verkehrssicherheitsinstituts der US-Versicherer (IIHS) ergab. Dieses wertete das Todesrisiko in häufig gekauften Autos aus den Modelljahren 2009 bis 2012 aus, wozu tatsächliche Unfalldaten herangezogen und auf jeweils eine Million zugelassener Fahrzeuge hochgerechnet wurden. Mit 70 Todesfällen pro Million zugelassener Fahrzeuge gehörte der Ford Focus zur Gruppe der zehn Automobile mit der höchsten nachgewiesenen Fahrer-Todesrate.[63]
Ford Focus Sedan (2007–2011)
Ford Focus Coupé (2007–2011)
Cockpit
Focus (NA3, 2011–2018)
Die dritte Generation wurde ab Frühjahr 2011 parallel in Europa sowie den USA vermarktet. Anders als in Europa war der Focus in Nord- und Mittelamerika zunächst nur mit einem Reihen-Vierzylinder-Ottomotor mit Ti-VCT und 2,0 Liter Hubraum erhältlich, der 119 kW leistet.
Ab Frühjahr 2012 gab es dort den rein elektrisch angetriebenen FocusElectric und ab Sommer 2012 auch den FocusST mit dem 2,0-Liter-EcoBoost-Motor.
↑Bernd-Wilfried Kießler:Fahrzeug-Design : „Ford-Autos sahen vor mir unscheinbar aus“. In:Die Welt. 20. Juni 2013 (welt.de [abgerufen am 25. November 2022]).
↑2012 Ford Focus Electric. Ford.com, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Dezember 2011; abgerufen am 27. Dezember 2011 (englisch).
↑Der neue Ford Mustang. (PDF) Ford-Werke GmbH, 15. Juni 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juli 2015; abgerufen am 17. Juli 2015 (Preisliste).
↑Ford Focus MK4 (2018): Alle Infos, alle Details, erste Fotos – Ein kleines “Wow” für den Ford Focus. In:MOTOR-TALK.de. (motor-talk.de [abgerufen am 21. August 2018]).