Aeroporto di Rimini-Miramare “Federico Fellini” | ||
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Kenndaten | ||
ICAO-Code | LIPR | |
IATA-Code | RMI | |
Koordinaten | 44° 1′ 13″ N,12° 36′ 42″ O44.02029166666712.61174722222212Koordinaten:44° 1′ 13″ N,12° 36′ 42″ O | |
Höhe überMSL | 12 m (39 ft) | |
Verkehrsanbindung | ||
Entfernung vom Stadtzentrum | 8 km südöstlich von Rimini | |
Straße | SS 16 | |
Nahverkehr | Bus (Linie 9) | |
Basisdaten | ||
Eröffnung | 1958 (Ziviler Teil) | |
Betreiber | AiRiminum | |
Passagiere | 214.851(2022)[1] | |
Luftfracht | 29 t(2022)[1] | |
Flug- bewegungen | 3.259(2022)[1] | |
Start- und Landebahn | ||
13/31 | 2996 m × 45 m Asphalt |
DerFlughafen Rimini (italienischAeroporto internazionale di Rimini e San Marino „Federico Fellini“,IATA-Code:RMI,ICAO-Code:LIPR) ist einitalienischerVerkehrsflughafen an derAdriaküste derEmilia-Romagna beiRimini. Er ist auch der Flughafen derRepublik San Marino. Auf dem militärischen Teil sind Einheiten der italienischenHeeresflieger stationiert.
Der Flughafen befindet sich rund acht Kilometer südöstlich der Stadtmitte von Rimini bei dem Küstenort Miramare. Unmittelbar südöstlich schließt sich der UrlaubsortRiccione an. San Marino liegt etwa 20 Kilometer landeinwärts. Zwischen dem Flughafen und dem etwa einen Kilometer entferntenAdria-Strand verläuft dieStrada Statale 16 Adriatica und dieBahnstrecke Bologna–Ancona. Westlich des Flughafens verläuft parallel zur Küste, zur SS 16 und zur genannten Bahnstrecke die AutobahnA14.
Die größte Fluggesellschaft istRyanair, die acht Routen von Rimini aus bedient (Cagliari,Catania,London-Stansted,Prag,Wien,Budapest,Krakau undKaunas). Weiters bedienen auchWizz Air (Tirana),Luxair (Luxemburg) undNeos (Mersa Matruh) den Flughafen.[2]
Der Flughafen Rimini entstand 1912 alsMilitärflugplatz. Nach demZweiten Weltkrieg wurde er als zentrale Sammelstelle für in ganz Italien liegengebliebenes Kriegsmaterial genutzt. Für das Einsammeln und Ausschlachten setzten die Engländer deutsche Kriegsgefangene ein.
Die zivile Mitnutzung des Flughafens wurde 1958 gestattet. Zu diesem Zweck errichtete man in dem Bereich nordöstlich derStart- und Landebahn entsprechendeAbfertigungsanlagen, die im Lauf der Zeit mehrmals ausgebaut und modernisiert wurden. Mit der überdurchschnittlichen Entwicklung desTourismus an der Adriaküste bei Rimini verzeichnete der Flughafen in den 1960er Jahren einen für die damalige Zeit enormen Verkehrszuwachs. Mit der Verlagerung der Touristenströme flaute der kommerzielle Flugverkehr in Rimini ab Ende der 1970er Jahre ab. Die Liberalisierung desLuftverkehrs und neue Touristenströme aus Osteuropa brachten in den letzten Jahren eine Trendwende.
Während desKalten Krieges befand sich auf dem südwestlich der Start- und Landebahn gelegenen militärischen Teil einGeschwader deritalienischen Luftwaffe, das im Rahmen dernuklearen Teilhabe auch für den Einsatz vonAtombomben vorgesehen war. Die Bomben wurden in einem US-Depot gelagert. Das Geschwader zog 1995 auf den nordwestlich von Rimini gelegenenMilitärflugplatz Cervia um und wurde 2010 aufgelöst. In Rimini-Miramare ist heute einHubschrauberverband desitalienischen Heeres stationiert. 2009 übergab dasVerteidigungsministerium den Flughafen an die zivile LuftfahrtbehördeENAC, behielt sich jedoch die militärische Mitnutzung vor.
Am 1. November 2014 wurde der zivile Teil des Flughafens geschlossen, da die damalige Betreibergesellschaft des Flughafens inInsolvenz gegangen war. Fluggesellschaften wichen bis zum 31. März 2015 auf andere Flughäfen, insbesondere auf denFlughafen Ancona aus, bis die neue Betriebsgesellschaft AiRiminum die notwendigen Bewilligungen der Luftfahrtbehörde ENAC erhielt.[3]
Am 31. Juli 1960 fielen beim Anflug nacheinander beide Motoren einerConvair CV-240-4 derDeutsche Flugdienst (jetzt Condor) aus, die ausFrankfurt kam. Bei der anschließenden Notlandung einen Kilometer vor Beginn der Landebahn 13 kam einer der 30 Passagiere ums Leben. Ursache des Ausfalls des linkenTriebwerks war der Ermüdungsbruch einesZylinderkopfes, der des rechten Triebwerks die schadhafte Isolierung desZündkabels sowie die Verwendung unsachgemäß überholterZündkerzen (siehe auchFlugunfall der Deutsche Flugdienst bei Rimini).
Die Region Emilia-Romagna verfügt über vier Verkehrsflughäfen inBologna,Forlì,Parma und Rimini. Wegen mangelnderRentabilität geraten viele kleinere Verkehrsflughäfen Italiens immer wieder in die Kritik der Luftfahrtbehörde ENAC,[4] so auch die von Parma, Forlí und Rimini. Insbesondere die letzteren beiden Flughäfen gelten als kritisch, weil sie unweit voneinander nahe der Adriaküste liegen und einer von beiden zur Abdeckung dieses Einzugsgebietes genügen würde.