| Flugplatz Elbląg | ||
|---|---|---|
| Kenndaten | ||
| ICAO-Code | EPEL | |
| IATA-Code | ZBG | |
| Koordinaten | 54° 8′ 28″ N,19° 25′ 20″ O54.14109722222219.4220888888893Koordinaten:54° 8′ 28″ N,19° 25′ 20″ O | |
| Höhe überMSL | 3 m (10 ft) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 2 km nordwestlich von Elbląg | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1915 | |
| Betreiber | Aeroklub Elbląski | |
| Fläche | 100ha | |
| Start- und Landebahnen | ||
| 08/26 | 913 m Gras | |
| 10/28 | 600 m Gras | |
DerFlugplatz Elbląg (polnischLotnisko Elbląg,ICAO-Code:EPEL) ist einVerkehrslandeplatz inPolen. Er befindet sich im Stadtteil Nowe Pole vonElbląg(Elbing) und wird vomAeroklub Elbląski betrieben.
Die erste belegte Landung in Elbing war 1912 die Notlandung des PilotenStiefvater auf dem Flug vonBerlin nachKönigsberg. Der Flugplatz wurde 1915 als königlich-preußische Fliegerstation auf dem Gelände des Gutshofes Eichwalde angelegt. Auf einem Areal von 1.078.322 m² wurden im Nordteil eine 76 × 36 m große Flugzeugwerft und zehn Flugzeughallen von jeweils 66,6 × 22,4 m errichtet. Nach Kriegsende sollte der Platz zivilen Luftfahrtunternehmen zur Verfügung gestellt werden, doch fand sich anfangs kein Betreiber. So wurden die Gebäude Anfang 1920 von derSicherheitspolizei Ostpreußen übernommen, die die Fliegerstation in Flugplatz Eichwalde umbenannte. 1921 übereignete die Stadt Elbing den bebauten Grund dem Reich und erhielt dafür 190.000 Mark. Die unbebaute Fläche im West- und Südteil wurde anschließend landwirtschaftlich genutzt, der Ostteil weiterhin als Start- und Landebahn instand gehalten. Vom 1. Juli 1926 bis Ende 1929 betrieb dieDeutsche Luft Hansa (DLH; Schreibweise bis 1933) die Strecke vomFlughafen Danzig-Langfuhr überMarienburg und Elbing nachAllenstein als Verkehrslandeplatz Elbing. Bis Ende der 1930er Jahre erfolgten Linienflüge nach Berlin und Stettin, aber auch internationale Flüge über die Ostsee.
Mitte der 1930er Jahre baute dieLuftwaffe der Wehrmacht ihn zum Fliegerhorst Elbing aus. Von November 1939 bis November 1943 waren verschiedene Flugzeugführerschulen untergebracht. Aktive fliegende Einheiten der Luftwaffe waren beispielsweise von Mai bis Oktober 1939 der Stab desKampfgeschwaders 3 und im September 1939 die erste Gruppe desSturzkampfgeschwaders 1. Beide Einheiten nahmen von hier aus amÜberfall auf Polen teil,[1] wobei Letztere am 1. September 1939 um 4:26 Uhr mit sechsJu 87 B der I. Gruppe den ersten Luftangriff des Zweiten Weltkrieges, der gegen dieWeichselbrücken vonDirschau geflogen wurde, durchführte. Nach dem Ende des Feldzuges wurde Elbing hauptsächlich von Schuleinheiten genutzt. Am 24. Januar 1945 verließen die hier stationierten deutschen Einheiten den Platz, der am 10. Februar des Jahres von sowjetischen Soldaten der2. Baltischen Front eingenommen wurde.
Von 1948 bis 1952 diente der Flugplatz als Luftwaffenstandort. Mit dem Umstieg auf strahlgetriebene Flugzeuge wurde der Standort aufgegeben. Seit 1957 wird der Flugplatz vomAeroklub Elbląski (Luftsportverein Elbląg) betrieben.
Am 6. Juni 1999 hielt PapstJohannes Paul II. auf seinerReise nach Polen eine Andacht auf dem Gelände des Flugplatzes.