| Fléac-sur-Seugne | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Charente-Maritime (17) | |
| Arrondissement | Jonzac | |
| Kanton | Pons | |
| Gemeindeverband | Haute-Saintonge | |
| Koordinaten | 45° 32′ N,0° 32′ W45.535-0.53805555555556Koordinaten:45° 32′ N,0° 32′ W | |
| Höhe | 11–56 m | |
| Fläche | 8,28 km² | |
| Einwohner | 361(1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 44 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 17800 | |
| INSEE-Code | 17159 | |
Die Kirche Saint-Pierre | ||
Fléac-sur-Seugne ist einefranzösischeGemeinde mit 361 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementCharente-Maritime in der RegionNouvelle-Aquitaine. Sie gehört zumArrondissementJonzac, zum KantonPons und ist Mitglied des 1992 gegründeten GemeindeverbandsHaute-Saintonge. Die Bewohner nennen sichFléacais(es).
Fléac-sur-Seugne ist eine ländliche Gemeinde südlich vonPons. Ihre Gemarkung befindet sich am Ostufer derSeugne und umfasst 828Hektar. Der Ort liegt 24 km südsüdöstlich vonSaintes und 78 km nördlich vonBordeaux im Süden des Départements Charente-Maritime.
Die noch immer landwirtschaftlich geprägte Gemeinde ist seit Beginn der 1980er Jahre zunehmend auch zu einem Wohnort für in Pons beschäftigte geworden, was den Einwohnerrückgang früherer Zeiten beendet und umgekehrt hat.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2008 | 2016 |
| Einwohner | 370 | 356 | 310 | 295 | 340 | 319 | 382 | 373 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Kernort ist die große KircheSaint-Pierre mit ihrem weithin sichtbarenGlockenturm. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde im 16. Jahrhundert erweitert und vollendet. DasSchiff ist noch vomFlamboyant-Stil der französischenSpätgotik beeinflusst, was insbesondere amPortal deutlich wird, während die gewundenenSäulen und dieoktogonaleKuppel undLaterne des Kirchturms bereits aus der Zeit derRenaissance stammen.[1]


Die Reste des im 15. Jahrhundert erbauten Adelssitzes befinden sich gegenüber der Kirche hinter einer hohen Umfassungsmauer. Das Schloss bestand einst aus einem zweistöckigenCorps de Logis mit einerFreitreppe an der Frontseite und einem rückwärtigen Flügel, der mit einemPavillon von zwanzig Metern Höhe endete und über einen Treppenturm mit Wendeltreppe zugänglich war. Heute stehen nur noch das gewölbteErdgeschoss des Pavillons, die Fassade des Corps de Logis sowie die nördliche Seite der Umfassungsmauer, flankiert noch immer von einem kleinen Turm.[2]
Etwa 3 km ostsüdöstlich der Kernsiedlung und etwa 500 m südlich der Straße D 249 nachMarignac steht dasChâteau d’Ardennes, eine ehemaligeWasserburg, deren Gräben heute trocken liegen, aber noch immer von einer Brücke vor dem Torbau überspannt sind. Die Burg, wuchtig, aberarchitektonisch eher bescheiden, war lange Zeit Residenz vonPierre Dugua de Mons, dem Gründer der ersten dauerhaften Siedlung inNeufrankreich (Kanada). Er war von 1610 bis 1618Gouverneur von Pons und lebte danach bis zu seinem Tod 1628 in seinem Château d’Ardennes, das er 1618 gekauft hatte und wo er unter einem großen Baum vor dem Schlosseingang bestattet wurde. Eine kleine Burg wurde im 12. Jahrhundert vermutlich von denTemplern erbaut, im 15. Jahrhundert von ihren neuen Besitzern vergrößert und zum Schloss umgebaut. Dugua ließ die Obergeschosse noch einmal erneuern und eine große Freitreppe anlegen. In den Räumen befinden sich noch heute Kamine und Wandverkleidungen aus dem 17. Jahrhundert, teilweise auch aus dem 18. Jahrhundert. Die Wirtschaftsgebäude und die hofseitigen überdachtenGalerien wurden im späten 20. Jahrhundert restauriert. Die Anlage ist in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden.[3][4]Siehe auch:Liste der Monuments historiques in Fléac-sur-Seugne