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Fichous-Riumayou

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Fichous-Riumayou
Fichous-Riumayou (Frankreich)
Fichous-Riumayou (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementPau
KantonArtix et Pays de Soubestre
GemeindeverbandLuys en Béarn
Koordinaten43° 29′ N,0° 27′ W43.4858-0.446944444444Koordinaten:43° 29′ N,0° 27′ W
Höhe120–250 m
Fläche6,41 km²
Einwohner207(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte32 Einw./km²
Postleitzahl64410
INSEE-Code64226

PfarrkircheSaint-Girons von Fichous-Riumayou

Fichous-Riumayou [fiʃus ʁjymaju] ist einefranzösischeGemeinde mit 207 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zumArrondissementPau und zumKantonArtix et Pays de Soubestre (bis 2015:Kanton Arzacq-Arraziguet).

Die Einwohner werdenFichousais undFichousaises genannt.[1]

Geographie

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Fichous-Riumayou liegt auf einer Hochfläche ca. 25 km nördlich vonPau in der historischen ProvinzBéarn am nördlichen Rand des Départements.

Umgeben wird Fichous-Riumayou von den Nachbargemeinden:

GarosLouvignyMialos
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
LarreuleLonçon

Fichous-Riumayou liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Zwei Nebenflüsse desLuy de France, derRiumayou und dieRance, durchqueren das Gemeindegebiet.[2]

Geschichte

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Die erstmalige Erwähnung von Fichous erfolgte im 12. Jahrhundert, zur gleichen Zeit wurde dieromanische Kirche errichtet. Das Dorf entwickelte sich schrittweise und wurde ein wichtigerWallfahrtsort zu Ehren des heiligen Lupus, um Heilung bei Hautkrankheiten wie z. B.Lepra zu erbitten. Der Standort der Kirche und des Friedhofs auf einer erhöhten rechteckigen Fläche lässt auf eine Befestigung imMittelalter schließen. In diesem Fall existierte sicherlich auch eine Burg, die von einer Ringmauer umgeben war, hinter der die Bevölkerung Schutz suchen konnte im Fall eines Angriffs. Bis zur Schaffung des Départements Basses Pyrénées während derFranzösischen Revolution gehörte Fichous zur Chalosse, ein Gebiet, das zurGascogne, heute zumDépartement Landes, gehört.Lehnsherr von Riuamayou hingegen war derVasall desVicomtes von Béarn. Bei einemZensus im Béarn im Jahr 1385 wurden in Riuamayou 14 Haushalte gezählt und vermerkt, dass das Dorf zurBailliage von Garos gehört.[3][4]

Als 1792 die neuen Pfarrbezirke zugeschnitten wurden, wurde Fichous zur Pfarrgemeinde erhoben, mit einer Außenstelle in Larreule und einemOratorium in Lonçon. Die Gemeinde Riumayou besaß zu keiner Zeit ein eigenes Gotteshaus.[5]

Am 22. März 1842 haben sich die Gemeinden Fichous und Riumayou zur heutigen Gemeinde Fichous-Riumayou zusammengeschlossen.[3]

Toponyme und Erwähnungen von Fichous waren:

  • Fixoos (12. Jahrhundert, laut Pierre de Marcas BuchHistoire de Béarn),
  • Fixos (1513, Notare von Garos),
  • Fixous (1675,Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Fichoux (1750,Karte von Cassini),
  • Fichoux (1793, Notice Communale) und
  • Fichons undFichous (1801, Bulletin des Lois).[4][6][7]

Toponyme und Erwähnungen von Riumayou waren:

  • Arrimaior undArimaioo (1385 bzw. 12. Jahrhundert, Zensus im Béarn),
  • Arriu-Mayor (1487, Manuskripte des 15. und 16. Jahrhunderts),
  • Riumayor (1513, Notare von Garos),
  • Arriu-Mayoo undRiumayour (1546 bzw. 1675, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
  • Rui-majour (1750, Karte von Cassini),
  • Riumayou (1793, Notice Communale) und
  • Ruimayou undRiumayou (1801, Bulletin des Lois).[4][6][8]

Einwohnerentwicklung

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Nach Höchstständen der Einwohnerzahl von über 400 Einwohnern in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl bei kurzen Wachstumsphasen bis zu den 1970er Jahren insgesamt um rund 70 % gesunken. Seitdem ist die Zahl der Bewohner wieder stetig angestiegen.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner150138128128138146152159207
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Bis 1836 nur Einwohner von Fichous, ab 1841 von Fichous-Riumayou
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 2006,[7]INSEE ab 2009[9]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche von Fichous-Riumayou, gewidmet Gerontius,Bischof vonAire-sur-l’Adour im 5. Jahrhundert, der Teile der Gascognechristianisierte. Sie ist im 12. Jahrhundert im romanischen Steil errichtet worden, im 15. Jahrhundert sind die Wandöffnungen für die Fenster vergrößert worden, um mehr Licht hereinzulassen, und im 19. Jahrhundert wurde sie vollständig restauriert. Durch die verschiedene baulichen Veränderungen während der Jahrhunderte wirkt das Mauerwerk durch die Verwendung verschiedener Materialien heterogen. ZweiChristusmonogramme mit einem Durchmesser von 45 cm schmücken die Kirche, eines am südlichenEingangsportal, an anderes auf der Vorderseite desAltars im Kircheninnern. Beide Inschriften sind in derselben Arbeit in einenMolassesandstein gehauen. Es gibt zwei Annahmen bezüglich der Stelle, an der sich das Christusmonogramm am Altar ursprünglich befand. Eine besagt, dass es früher ein zweites Portal gegeben hätte, eine andere, dass es dereinst zusammen mit dem anderen das heutige Portal verziert hätte, eines auf demTürsturz, das andere im Vorbau. Altar,Tabernakel und einÖlgemälde aus dem 19. Jahrhundert als Teil des Mobiliars sind als nationale Kulturgüter registriert. Letzteres hängt an einer Seitenwand desKirchenschiffs und zeigt dengekreuzigtenChristus, zu seinen beiden SeitenMaria und denApostelJohannes. Maria hat die Hände gefaltet, Johannes hält eine Hand auf seinem Herzen. Jesus wird als noch lebend dargestellt, seine Augen auf den Himmel gerichtet. Die beiden Flügel als Teil des Bildrahmens zeigen alsRelief pflanzliche Motive in roten, blauen und goldenen Farbtönen und sind die einzigen Überbleibsel einesAltarretabels aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[10][11][12][5]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[13]
Gesamt = 8

Bildung

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Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule.[14]

Sport und Freizeit

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DerFernwanderwegGR 653“ vonToulouse nachJaca, der einem Abschnitt derVia Tolosana, dem südlichsten der vier Jakobswege, entspricht, führt durch das Ortszentrum.[15]

Ebenso der Fernwanderweg „GR 65“ vonGenf nachRoncesvalles. Er folgt abLe Puy-en-Velay derVia Podiensis, einem weiteren der vier historischenWege der Jakobspilger in Frankreich.[16][17]

Verkehr

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Fichous-Riumayou ist angeschlossen an dieRoutes départementales 32, 278 und 279.

Weblinks

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Commons: Fichous-Riumayou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  2. Ma commune : Fichous-Riumayou. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  3. abConseil régional d’Aquitaine: Eysus. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 13. September 2016; abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  4. abcPaul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 64, 142, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  5. abéglise paroissiale Saint-Girons. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  6. abDavid Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 25. Mai 2017 (englisch). 
  7. abNotice Communale Fichous-Riumayou. EHESS, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  8. Notice Communale Riumayou. EHESS, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  9. Populations légales 2014 Commune de Fichous-Riumayou (64226). INSEE, abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  10. Église Saint-Girons de Fichous-Riumayou. Visites en Aquitaine, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/visites.aquitaine.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  11. Chrisme de l’église Saint-Girons. Visites en Aquitaine, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/visites.aquitaine.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  12. Tableau du Christ en croix. Visites en Aquitaine, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/visites.aquitaine.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  13. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Fichous-Riumayou (64226). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  14. École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.education.gouv.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven) 
  15. GR® 653 - Sentier vers Saint-Jacques-de-Compostelle : Toulouse - Jaca. Comité départemental de la Randonnée pédestre des Pyrénées-Atlantiques (CDRP 64), abgerufen am 25. Mai 2017 (französisch). 
  16. Bettina Forst:Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007,ISBN 978-3-7633-4350-8 (Rother Wanderführer). S. 155
  17. GR® 65, le chemin de Compostelle via le Puy. Fédération française de la randonnée pédestre, abgerufen am 28. August 2017 (französisch). 
Jakobsweg „Via Podiensis

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Gemeinden imArrondissement Pau (L–V)

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