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Ferdinand Barlog

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Ferdinand Barlog, um 1927

Ferdinand Barlog (*14. Oktober1895 inBerlin[1] alsWladislaus Stephan Barlog; †6. Juli1955 inColumbia,South Carolina,USA) war ein deutscherKarikaturist,Comiczeichner und -autor.

Leben

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Barlog, lautAndreas C. Knigge „nebene.o.plauen der populärste deutsche Comiczeichner der Zeit vor dem II. Weltkrieg“,[2] wuchs als jüngstes von drei Kindern eines Schuhmachermeisters[3] im sogenanntenBerliner Zeitungsviertel auf und besuchte nach zehn Schuljahren, die er zum Teil auf demAskanischen Gymnasium verbrachte,[3] in Berlin von 1912 bis 1915[3] die Kunstgewerbeschule. Schon im Alter von 16 Jahren machte er, zu dessen Hobbys der Sport zählte, sich als Box- und Fußballkarikaturist einen Namen. Darüber hinaus verdingte er sich als Theaterstatist und Postgehilfe.

Als freiwilliger[3] Teilnehmer desErsten Weltkriegs geriet er 1916 in russischeKriegsgefangenschaft und wurde bis 1918 in einem Bergwerk eingesetzt. Nach Kriegsende und Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wurde Barlog, nachdem er für die Sonntagsbeilage derBerliner Zeitung undPaul Simmel gezeichnet hatte, freier Mitarbeiter des VerlagshausesUllstein. Später wurde er Mitarbeiter der ZeitschriftenUhu undDer heitere Fridolin. Bei letzterer übernahm er von Simmel die SerienLaatsch und Bommel sowieProfessor Pechmann, in der die Titelfigur mit ihren diversen skurrilen Erfindungen mehr Schaden als Nutzen anrichtete. So endete der Schlussvers meist mit „Nu blech mann. Hier ist die Rechnung, lieber Pechmann“. Sein – gemessen an den Verkaufszahlen – populärster Strip warDie 5 Schreckensteiner für dieBerliner Illustrirte Zeitung. Eine 1940 erschienene Buchausgabe dieser Geschichten, bei der fünf Angehörige einer Ahnengalerie zur Geisterstunde aus ihremBilderrahmen steigen und Unfug treiben, erreichte eine Gesamtauflage von 3,5 Millionen Exemplaren. Im Gegensatz zu den eher unpolitischen Schreckensteinern sind laut Andreas C. Knigge die KarikaturenbändeSoldatenleben,Lustige Soldatenfibel undWir in der Heimat als „kriegsverherrlichend[2] einzustufen.

In derZeit des Nationalsozialismus war Barlog obligatorisch Mitglied derReichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist jedoch lediglich seine Teilnahme an der AusstellungZeichnung, Satire und Karikatur 1940 in Dortmund bekannt. Das Berliner Adressbuch verzeichnete Barlog 1943 als Kunstmaler in der Bayerischen Straße 30.

Nach Ende desNS-Staats gelang es Barlog nicht, an seine frühere Popularität anzuknüpfen. So wurde beispielsweise 1950 der „Ohne-Worte-Strip“Pascha Bumsti für die IllustrierteQuick schon nach insgesamt 13 Folgen[4] wieder eingestellt. 1953 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, wo seine Tochter mit ihrer Familie lebte.

Werke

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  • Soldatenleben, 1937
  • Lustige Soldatenfibel, Deutscher Verlag Berlin, 1938
  • Wir in der Heimat, Zeitgeschichte Verlag Berlin, 1940
  • Die 5 Schreckensteiner,Deutscher Verlag Berlin, 1940
  • Neue Flausen von Münchhausen, 1941
  • Struwelpeter. Nach der Urfassung neu gezeichnet von Barlog, Pädagogische Verlagsgemeinschaft Ostpreußen. Königsberg 1941

Literatur

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Geburtsregister Standesamt Berlin 6, Nr. 1728/1895
  2. abAndreas C. Knigge:Comic Lexikon, Ullstein Verlag, Frankfurt am Main, Berlin und Wien 1988,ISBN 3-548-36554-X, S. 80.
  3. abcdHelmut Kronthaler:Barlog. In: Eckart Sackmann (Hrsg.):Deutsche Comicforschung 2008. Comicplus, Hildesheim 2007,ISBN 3-89474-177-5,S. 75. (PDF; 276 kB)
  4. Eckart Sackmann:Ferdinand Barlog. In:RRAAH! Neues aus der Comic-Szene. Nr. 57, Dezember 2001,ISSN 0933-601X, S. 37.
Personendaten
NAMEBarlog, Ferdinand
ALTERNATIVNAMENBarlog, Wladislaus Stephan (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Karikaturist, Comiczeichner und -autor
GEBURTSDATUM14. Oktober 1895
GEBURTSORTBerlin
STERBEDATUM6. Juli 1955
STERBEORTColumbia,South Carolina
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