Felines Fibrosarkom

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Katze nach der Radikalentfernung eines 860 g-Fibrosarkoms

Dasfeline Fibrosarkom stellt mit ca. 40 % aller Fälle die zweithäufigsteHautkrebsform beiKatzen dar. Hierbei wird vermutet, dass ein Zusammenhang der Tumorbildung mitInjektionen besteht.[1] Zu den Tumorbildungen kommt es oft in den Körperbereichen der Katze, die bevorzugt für das Ansetzen der Impfnadel verwendet werden, also an der seitlichen Brustwand, im Nackenbereich oder dem oberen Bereich der Hinterbeine.

Da zudem häufigHilfsstoffe desFeLV-Impfstoffes in Fibrosarkomen nachgewiesen wurden, werden Fibrosarkome oft auch als impfassoziierte Sarkome („Impfsarkom“) bezeichnet. Sie treten jedoch auch an anderen als den Impflokalisationen auf und werden vermutlich durch lokale Entzündungsreaktionen nach Hautverletzungen gefördert.[1] DiePrävalenz der Erkrankung liegt bei 0,01 bis 0,036 Prozent. Die Tumoren sind bösartig und führen unbehandelt zum Tod der Katze. Dabei neigt der Tumor weniger zur Ausbildung von Fernmetastasen; vielmehr wächst er lokal infiltrativ in das umgebende Gewebe hinein. Die Ausbildung einerPseudokapsel gibt ihm dabei häufig den Anschein einer guten Abgrenzung gegen das umliegende Gewebe. Die einzige Möglichkeit derTherapie stellt bisher diechirurgische Entfernung des Tumors dar. Bei einer alleinigen Entfernung der Pseudokapsel ergibt diese Behandlung kaum zufriedenstellende Ergebnisse, da in ca. 70 % aller Fälle der Tumor wieder nachwächst.

Wesentlich bessere Erfolge erzielt ein radikales chirurgisches Vorgehen, bei dem nach allen Seiten mindestens 3 cm Abstand zum tastbaren Tumor gehalten wird. In der Tiefe wird ebenfalls großzügig Gewebe entfernt (bei Bedarf Teile der Brustwand und sogar Rippen). Diese Form der Chirurgie ist infolge der hierbei auftretenden Gewebsdefekte recht anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden. Tritt der Tumor an Extremitäten auf, ist ihreAmputation meist die Therapie der Wahl. Als zusätzliche Therapie sindBestrahlungen und verschiedeneChemotherapie-Protokolle möglich.

  • Felines Fibrosarkom (2012)
    Felines Fibrosarkom (2012)
  • Röntgenaufnahme (2013)
    Röntgenaufnahme (2013)
  • Pseudokapsel (2014)
    Pseudokapsel (2014)
  • Nahaufnahme (2014)
    Nahaufnahme (2014)
  • Nach Entfernung (2014)
    Nach Entfernung (2014)

Literatur

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  • Marian C. Horzinek, Vera Schmidt, Hans Lutz (Hrsg.):Krankheiten der Katze. 4., überarbeitete Auflage.Enke Verlag, Stuttgart 2005,ISBN 3-8304-1049-2. 

Weblinks

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Commons: Fibrosarkom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. abMartin Kessler:Kleintieronkologie: Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen bei Hund und Katze. Georg Thieme Verlag, 2012,ISBN 978-3-8304-1207-6,S. 230– (google.com). 
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