1971 wurde das Unternehmen unter dem NamenFederal Express vonFrederick W. Smith inLittle Rock gegründet. 1973 zog das Unternehmen nachMemphis (Tennessee) um. Der Name des Unternehmens sollte dazu beitragen, Regierungsaufträge zu erhalten.Federal Express war das erste Transportunternehmen, das moderne Jet-Flugzeuge einsetzte.Federal Express profitierte stark von der Deregulierung im US-amerikanischen Lufttransportsektor und expandierte stetig.
1989 kaufteFederal Express die international agierende LuftfrachtgesellschaftFlying Tiger Line. 1998 wurden die UnternehmenCaliber System, Inc,Roberts Express,Viking Freight undCaliber Logistics, übernommen, etwas später auchAmerican Freightways, offiziell firmierte das Unternehmen unter dem NamenFDX Corp.
2000 erhielt das Unternehmen seinen heutigen NamenFedEx Corporation, wobei man sich an der seit vielen Jahren gebräuchlichen AbkürzungFedEx orientierte und sie zur offiziellen Bezeichnung der Firma machte.
2004 kaufte FedEx die US-amerikanische KetteKinko’s, die Druck-, Kopier- und Bindedienste anbietet und benannte sie inFedEx Kinko’s um.
In einem Aufsehen erregenden Urteil vor einem US-Gericht wurden am 4. Juni 2006 zwei aus dem Libanon stammenden FedEx-Fahrern wegen Diskriminierung durch eine Vorgesetzte umgerechnet rund 47 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen.
Als erster Airbus-Kunde reagierte FedEx im November 2006 auf die anhaltenden Lieferverzögerungen beimA380 und stornierte seine Bestellung von zehn Exemplaren zugunsten einer neuen Bestellung beim RivalenBoeing von 15 Maschinen des Typs777F. Als Begründung gab CEO und PräsidentFrederick W. Smith an, dass die Entschädigungszahlungen in keiner Relation zu den entstehenden Umsatzverlusten stehen würden.[4]
FedEx wurde 2008 im jährlich erscheinenden Bericht des WirtschaftsmagazinsForbes auf Platz sieben der US-amerikanischen „most admired companies“ gewählt.[5]
Am 27. Oktober 2010 gab FedEx bekannt, das neue Umschlagzentrum für Mittel- und Osteuropa amFlughafen Köln/Bonn in Betrieb genommen zu haben, dieses hatte sich bis dahin inFrankfurt am Main befunden.[6] Ein Grund für den Umzug war das mögliche Nachtflugverbot in Frankfurt. Eine Nachtflugbeschränkung für Frachtflieger soll es in Köln bis 2030 hingegen nicht geben.
Am 7. April 2015 kündigte FedEx an, den KonkurrentenTNT Express für 4,4 MilliardenEuro übernehmen zu wollen, was einem Preis von acht Euro je Aktie entsprach. TNT Express, FedEx undPostNL (der mit einem Anteil von 15 Prozent größte Einzelaktionär von TNT Express) einigten auf eine Übernahme. Im Januar 2016 wurde diese genehmigt.[7] Seitdem wurde TNT mit FedEx verschmolzen.[8][9] Im Zuge dessen gab das Unternehmen im Jahr 2021 bekannt, bis zu 6300 Stellen europaweit in der Express-Sparte abzubauen.[10]
Am 1. Dezember 2021 gab FedEx bekannt, die Transformation erfolgreich allerdings mit Verspätung abgeschlossen zu haben, der deutsche Ableger FedEx Express Germany wurde mit zur FedEx Express Deutschland GmbH umgewandelt. TNT Express ist damit nur noch eine Marke.[11] In der Schweiz wird zusammen mit derSchweizerischen Post die FedEx Express Swiss Post GmbH betrieben. Mit Stand Juni 2022 war ein neues Paketzentrum inDällikon im Bau.[12]
Im Juni 2022 übernahmRaj Subramaniam die Leitung des Konzerns von GründerFrederick W. Smith.[13] Er leitete verschiedene Sparmaßnahmen ein. So wurden im Frühjahr 2023 rund 10 % aller Managementstellen gestrichen, verschiedene Flugrouten zusammengelegt und Flugzeuge außer Dienst gestellt. Seit dem Dienstantritt von Subramaniam wurden so insgesamt rund 12.000 Stellen abgebaut.[13]
Im Rahmen der Modernisierung der Feeder-Flotte wurden 30 ATR 72-600F bestellt sowie Optionen auf weitere 20 Stück, die ab 2020 mit je 6 Stück pro Jahr an FedEx ausgeliefert werden sollen.[16]
alle inaktiv, aufgrund einesAbsturzes einer MD-11F[21]; FedEx ist weltweit größter Betreiber der McDonnell Douglas MD-11; 22 originäre Frachter bei McDonnell Douglas/Boeing erworben.
Bei derMD-10 handelt es sich um mit neuerAvionik ausgestatteteMcDonnell Douglas DC-10. Sie werden teilweise – z. B. von FedEx – auchBoeing MD-10 genannt, daBoeing McDonnell Douglas übernommen hat und die Umrüstung von derDC- zurMD-Version verantwortet.
Am 7. April 1994 kam es an Bord einerMcDonnell Douglas DC-10-30 zu einem Entführungsversuch. Auburn Calloway, ein ehemaliger Pilot derUnited States Navy, versuchte, mit Hämmern und einer Speerpistole bewaffnet, die Flugzeugbesatzung auszuschalten und das Flugzeug abstürzen zu lassen. Dabei wollte er es wie einen Unfall aussehen lassen und sterben, um so seiner Familie ein besseres Leben durch seine Lebensversicherung zu ermöglichen. Es kam zu einem langen Kampf zwischen Calloway und der Besatzung. Einer der Piloten versuchte durch riskante Manöver, bei denen die Frachtmaschine kurzzeitig sogar die Schallgeschwindigkeit überschritt, Calloway in eine ungünstige Lage zu bringen und somit für seine Kollegen greifbar zu machen. Nach einem weiteren Kampf versuchte einer der Piloten mit schweren Kopfverletzungen und auf einem Auge blind das Flugzeug zu landen. Dabei kam es zu einem weiteren schweren Kampf, Calloway konnte schließlich am Boden fixiert werden. Es folgte die sichere Landung, bei der sich herausstellte, dass zwei der Piloten lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatten(siehe auchFederal-Express-Flug 705).
Am 31. Juli 1997 verunglückte eineMcDonnell Douglas MD-11F bei der Landung auf dem Newark International Airport, NJ (EWR) (Vereinigte Staaten) durch einen Pilotenfehler, fing dabei Feuer und brannte vollständig aus. Alle fünf Insassen konnten sich retten(siehe auchFederal-Express-Flug 14).[22]
Am 17. Oktober 1999 verunglückte die MD-11F der FedExN581FE bei der Landung auf dem Subic Bay International Airport (SFS) (Philippinen). Sie rollte über das Ende der Landebahn hinaus und landete im Meer. Alle Insassen konnten sich retten.
Am 27. Januar 2009 schlug eineATR-42-320-Frachtmaschine derEmpire Airlines im Auftrag von Federal Express(N902FX) auf demFlughafen Lubbock vor dem Aufsetzpunkt auf und rutschte von der Landebahn. Durch ein geringes Feuer wurden die beiden Piloten leicht verletzt. Trotz des Ausfalls der Landeklappen, wiederholter Warnungen vorStrömungsabriss sowie „pull up!“-Warnungen setzte der Kapitän den Anflug fort, statt wie vorgeschrieben sofort Vollgas zu geben. Nach der letzten Warnung kam es zum Strömungsabriss, die Maschine schlug mit extrem hoher Sinkgeschwindigkeit von 2000 Fuß pro Minute auf dem Boden auf und wurde irreparabel beschädigt.[23]
Am 23. März 2009 verunglückte die ausGuangzhou,China kommende MD-11F mit dem KennzeichenN526FE bei der Landung auf demFlughafen Tokio-Narita,Japan. Vorläufigen Berichten zufolge gelten starkeBöen von bis zu 72 km/h als Ursache für den Unfall, bei dem die beiden Piloten starben(siehe auchFederal-Express-Flug 80).[24]
Am 28. Oktober 2016 verunglückte eine MD-10F(N370FE) bei der Landung inFort Lauderdale. An der ausMemphis kommenden Maschine brach während des Ausrollens das linke Hauptfahrwerk, wodurch die linke Tragfläche auf dem Asphalt aufschlug und Feuer fing. Die Besatzung konnte sich unverletzt retten. Die Unfallursache ist laut dem Untersuchungsbericht der NTSB ein Riss im Fahrwerk. Dieser wurde durch das Überschreiten des Wartungsintervalles um 213 Tage nicht entdeckt(siehe auchFederal-Express-Flug 910).[25]
Im Jahr 2021 kündigten sowohl die FedEx Germany GmbH wie auch die FedEx Corporation alleHaustarifverträge, um anschließend regionaleFlächentarifverträge anzuwenden. Davon sind in der Bundesrepublik rund 1.500 Beschäftigte betroffen. Die Gewerkschaftver.di, mit der die Haustarifverträge geschlossen waren, warf dem Konzern daraufhin Tarifflucht vor.[26]
Mit über 40.000 negativen Bewertungen aufTrustpilot ist FedEx der in Deutschland am schlechtesten bewertete Paketzusteller.[27][28]
Im FedEx-Logo treffen diePunzen der Buchstaben „E“ und „x“ so aufeinander, dass sie einen nach rechts weisenden Pfeil bilden. Dieser bewusst erzeugte Effekt entzieht sich verblüffenderweise praktisch jedem Betrachter.[29]