| FaceTime | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Apple |
| Erscheinungsjahr | 24. Juni 2010, 24. Februar 2011 |
| Aktuelle Version | iOS 26.3.[1] (11. Februar 2026) |
| Betriebssystem | iOS 4 oder neuer (mind.iPhone 4,iPod touch 4G oder iPad 2), visionOS 1 oder neuer |
| Kategorie | VoIP |
| Lizenz | Freeware |
| deutschsprachig | ja |
| www.apple.com | |
| FaceTime für Mac | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Apple |
| Erscheinungsjahr | 24. Juni 2010, 24. Februar 2011 |
| Aktuelle Version | 5.0 (3080) (2021) |
| Betriebssystem | macOS ab 10.6.6 |
| Kategorie | VoIP |
| Lizenz | Proprietäre Software |
| deutschsprachig | ja |
| FaceTime für Mac FaceTime Mac App Store | |
FaceTime (deutsch sinngemäßZeit für ein persönliches Gespräch / Treffen)[2] ist ein kostenloserChat-Dienst desUS-amerikanischen UnternehmensApple.Der Dienst bietetIP-Telefonie undVideokonferenzen über eine eigeneAnwendungssoftware. Er ist auf alleniPhone-,iPod touch-,iPad-,Mac- undVision-Modellen mitiOS 4,Mac OS X Snow Leopard 10.6.6,visionOS 1 und neuer verfügbar, die eine vordere Kamera besitzen.
FaceTime wurde im Rahmen der Vorstellung desiPhone 4 am 7. Juni 2010 auf derWorldwide Developers Conference vom damaligen Apple-CEOSteve Jobs angekündigt.[3] Seit dem 8. September 2010 wird deriPod touch (4. Generation) und somit der erste iPod touch mit Kameras unterstützt.
DenMarkennamen „FaceTime“ hatte Apple der US-amerikanischen FirmaFaceTime Communications abgekauft, diese änderte ihren Namen inActiance, Inc.[4]
FaceTime für Mac OS X wurde am 20. Oktober 2010 alsBeta-Version auf dem „Back to the Mac“-Event angekündigt.Am 24. Februar 2011 verließ FaceTime das Beta-Stadium und wird seitdem imMac App Store zum Preis von 0,99US-Dollar bzw. 0,89Euro für Benutzer vonMac OS X Snow Leopard 10.6.6 (oder neuer) gelistet.[5][6] SeitMac OS X Lion ist FaceTime bereits vorinstalliert.
Am 2. März 2011 wurde angekündigt, dass das iPad 2, welches mit einer Vorder- und Hinterkamera ausgestattet ist, von Facetime unterstützt wird.[7]
Mit iOS 7 undOS X Mavericks wurdeFaceTime Audio eingeführt. Damit ist es möglich, Telefongespräche ohne Videoübertragung über das Internet zu führen.
Während desPutschversuches in der Türkei 2016 kündigte der türkische PräsidentRecep Tayyip Erdoğan zunächst an, ein Statement im türkischen Staatsfernsehen abzugeben. Nachdem das Gebäude des Senders jedoch von den Putschisten besetzt wurde, gab er es live beiCNN Türk via FaceTime ab.[8]
Ende Januar 2019 wurde einSoftwarefehler bekannt. Bei einem Gruppenanruf konnte durch eine spezielle Aktion das Mikrofon eines anderen Gesprächspartners aktiviert werden. Dieser musste dazu den Anruf nicht annehmen. Nach Bekanntwerden des Fehlers deaktivierte Apple die Funktion zum Gruppentelefonat serverseitig.[9] Kurz darauf wurde das iOS Update 12.1.4 veröffentlicht, das die Sicherheitslücke schloss.[10]
Am 2. Februar 2024 wurde FaceTime auf derWWDC 2023 auch für dieApple Vision Pro verfügbar gemacht.[11]
Zum Ausführen von FaceTime auf einem Mac wird ein Apple Account zur Identifikation benötigt. Dafür kann eine bestehende eingegeben oder eine neue beantragt werden. Es ist nicht nötig, dass diese Apple ID mit Kreditkarteninformationen verknüpft ist, es wird nur eine gültigeE-Mail-Adresse benötigt. Diese E-Mail-Adresse stellt in FaceTime dieRufnummer dar. In den Einstellungen ist es möglich, mehrere E-Mail-Adressen als Rufnummer anzugeben.
Es ist möglich, FaceTime mit derselben Apple Account auf mehreren Geräten zu betreiben, diese klingeln dann alle parallel. Jedes der Geräte reagiert nur auf die E-Mail-Adressen, die in den jeweiligen Einstellungen eingetragen sind. Es ist demnach möglich, über weitere E-Mail-Adressen die Geräte voneinander unterscheidbar zu machen.
Genau wie einTelefon eine eindeutige Rufnummer benötigt, bekommt auch jeder FaceTime-Teilnehmer eine eindeutige Identifikation. Beim iPhone ist dies stets die Mobilfunknummer, weshalb die Registrierung hier anders verläuft als beim Mac und iPod Touch. Es ist mit iOS 6 in Kombination mit OS X 10.8 nun auch möglich, auf dem Mac, dem iPod touch und dem iPad eine Mobilfunknummer für FaceTime einzutragen, wenn diese auf dem eigenen iPhone mit Facetime registriert ist. Eine Rufumleitung gibt es nicht.
Die Software arbeitet automatisch im Hintergrund. Nach dem Einrichten ist man stets über FaceTime erreichbar, sobald eine Internetverbindung besteht. Das Programm startet automatisch, wenn ein Anruf eingeht. Nach Anrufannahme startet ebenfalls eine Videoübertragung. Anschließend bietet diegrafische Benutzeroberfläche Schaltflächen für die Vollbildanzeige, das Stummschalten des Mikrofons und zum Beenden des Gesprächs.
Um einen FaceTime-Anruf zu tätigen, muss das Programm geöffnet und ein Kontakt aus der Kontaktliste ausgewählt werden. Danach stellt FaceTime über die bekannte E-Mail-Adresse oder Mobilfunknummer eine Verbindung her.
Da FaceTime auf dem iPhone seit iOS 7 zwar eine eigenständigeApp, jedoch bereits in der Telefon-, Nachrichten- und Kontakte-App integriert ist, bestehen diverse Möglichkeiten, um einen Anruf zu starten:
Das Verhalten in der FaceTime-, Nachrichten- und Kontakte-App ist auf iPad und iPod touch gleich, nur können keine klassischen Telefonanrufe getätigt werden.
Gesprächspartner mit einem iPhone bis zum Betriebssystem iOS 5.x können keine Anrufe über eine3G-Verbindung (UMTS/HSDPA) tätigen, es existieren jedoch Anwendungen aus dritter Hand, die dies einemgejailbreakten iPhone ermöglichen.[12] DieDatenmenge von 50 KB pro Anrufsekunde (3 MB pro Minute), die dabei über das mobile Netz übertragen wird, kann je nachHandytarif enthaltenes Freivolumen rasch aufbrauchen bzw. hohe Nutzungskosten verursachen.[13] Seit iOS 6 besteht die Möglichkeit, FaceTime-Anrufe über das Mobilfunknetz abzuwickeln.[14][15]
Mit der Einführung von visionOS, dem Betriebssystem für Apple Vision Pro, wurde FaceTime speziell für die Nutzung in einer immersiven, räumlichen Umgebung weiterentwickelt. FaceTime auf visionOS bietet folgende Besonderheiten:
FaceTime auf visionOS erweitert damit die klassischen Funktionen um eine immersive, räumliche Kommunikation und hebt sich durch die Nutzung von Avataren und die Integration in die 3D-Umgebung von Vision Pro von den Versionen auf anderen Apple-Plattformen ab.[16]
Das FaceTime-Kommunikationsprotokoll ist hauptsächlich aufoffenen Standards aufgebaut. Es basiert auf folgenden Technologien:[17]
Nach dem Verkaufsstart des iPhone 4 versprach Steve Jobs, dass Apple das FaceTime-Protokoll zu einem „offenen Standard“ machen würde. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist dies noch nicht geschehen; Apple hat auch keine technischen Spezifikationen für den Dienst freigegeben.Aktuell lässt sich FaceTime für eingehende Anrufe auch mit einem aufChromium basierenden Web-Browser (z. B.Google Chrome), mit einemAndroid-Smartphone,Windows-PC oderLinux-Computer betreiben.[18] Anrufe können aber weiterhin nur von Apple-Geräten aus initiiert werden.
Seit Oktober 2010 ist Facetime nicht auf Geräten, welche in denVereinigten Arabischen Emiraten,Jordanien,Saudi-Arabien,Katar undKuwait gekauft wurden, verfügbar.[19][20] Grund dafür sind möglicherweise Vorschriften in diesen Ländern, die die Nutzung von IP-basierten Kommunikationstechnologien einschränken. Außerhalb gekaufte Geräte unterstützen weiterhin Facetime.
Obwohl inÄgypten vorerst das iPhone 4 mit deaktiviertem FaceTime verkauft wurde, entschloss sichVodafone Egypt, durch ein Update der Netzbetreiber-Einstellungen die VoIP-Telefonie dennoch zu ermöglichen.[21]
Bei der Aktivierung der FaceTime-Funktion auf einem iPhone verschickt das Gerät im Hintergrund eineSMS an die Rufnummer 0044 7786205094 imVereinigten Königreich.[22] Laut Apple soll diese SMS nur einmalig verschickt und der Nutzer vorher auf mögliche Gebühren hingewiesen werden. Im Internet finden sich jedoch zahlreiche Berichte von Nutzern, dass sie die entsprechenden Hinweise nicht erhalten haben und dass diese SMS sogar mehrfach angefallen ist.[23] Dies war nicht nur nach jeder (Re-)Aktivierung des iPhone der Fall, wie von Apple angegeben, sondern auch ohne Änderungen am iPhone – einige Nutzer kannten die FaceTime-Funktion nicht einmal. Einige Mobilfunkanbieter, welche das iPhone zusammen mit einem Mobilfunkvertrag anbieten, erstatten die Kosten für diese SMS[24] – bei anderen fallen jedoch Kosten für Auslands-SMS an, die auch von sogenannten „Kosten-Airbags“ nicht abgefangen werden.