
EinFFH-Gebiet (Abkürzung fürFauna-Flora-Habitat-Gebiet) ist einSchutzgebiet in Natur- und Landschaftsschutz, das dem Schutz vonLebensraumtypen des Anhangs I derRichtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) bzw.Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie dient. FFH-Gebiete bilden gemeinsam mit denEuropäischen Vogelschutzgebieten das NetzwerkNatura 2000.
Die Gebiete werden zunächst als Vorgeschlagenes Gebiet von gemeinschaftlicher BedeutungenglischProposed Sites of Community Interest (pSCI) oderProposed Site of Community Importance an dieEuropäische Kommission gemeldet. Nimmt diese das Gebiet an, wird es zumGebiet von gemeinschaftlicher BedeutungenglischSite of Community Importance (SCI). Ist das Gebiet hinreichend durch nationales Recht in seinen Erhaltungszielen geschützt und liegen entsprechende Pläne vor, wird das Gebiet alsBesonderes ErhaltungsgebietenglischSpecial Area of Conservation (SAC) endgültig in das Schutzgebietsnetz aufgenommen.
DieFFH-Verträglichkeitsprüfung, die die Auswirkungen von Plänen und Projekten auf Natura-2000-Gebiete betrachtet, unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Stadien der Unterschutzstellung.
In Deutschland gibt es 4.544 FFH-Gebiete[1] mit insgesamt 5.451.497 ha Fläche.[2] 9,3 % der Landfläche Deutschlands sind FFH-Gebiete. 2.123.789 ha FFH-Flächen in Deutschland entfallen auf den Bodensee sowie Meeres-, Bodden- und Wattflächen (Stand Dezember 2019).[1] In Österreich sind 228 FFH-Gebiete ausgewiesen. Die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied hat entsprechend keine FFH-Gebiete.