Der Verein wurde 1881 alsWatford Rovers gegründet und schloss sich 1890 demWest Hertfordshire Sports Club an. 1898 fusionierte er mitWatford St. Mary’s zumFC Watford.
Die Vereinsfarben sind schwarz-gelb. Die Heimspielstätte ist dieVicarage Road, die von 1997 bis 2013 mit demRugbyclubSaracens geteilt wurde.
Im Jahr 1976 übernahmElton John den Verein und hatte große Pläne. Er wollte Watford, damals in der 4. Liga, in die First Division und von dort aus weiter nach Europa führen. 1977 verpflichtete erGraham Taylor als Trainer, der diese schwierige Aufgabe übernehmen sollte. Er hatte prompt Erfolg und stieg mit dem Team in die dritte Liga auf. Schließlich gelang 1982 tatsächlich der Aufstieg in dieFirst Division, als Zweitplatzierter hinter Watfords ErzrivalenLuton Town.
In derSaison 1982/83 wurde Watford als Aufsteiger auf Anhieb Tabellenzweiter hinter demFC Liverpool, damit qualifizierte sich die Mannschaft für den UEFA-Cup.
1984 erreichte der FC Watford außerdem das Endspiel imFA Cup, welches allerdings imWembley-Stadion gegen denFC Everton verloren ging.
Nach einem neunten Platz in derSaison 1986/87 verließ Graham Taylor den FC Watford in Richtung Birmingham, um dortAston Villa zu trainieren.
Die Zeit Taylors war taktisch geprägt durch ein extremesPressing und lange Bälle, bekannt alsKick and Rush. Taylor wurde später englischerNationaltrainer. Nach ihm ist heute eine Tribüne derVicarage Road benannt. Bis heute gilt die Ära Taylor als erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte.[1]
Die nächsten Jahre verliefen für den FC Watford negativ. Die verpflichteten Trainer konnten nie an die Erfolge Graham Taylors anknüpfen, und schließlich landete der Verein wieder in der Division Two, der dritten Liga.
1997 kehrteTaylor nach Watford zurück und führte das Team in die zweite Liga. Dort gelang der Durchmarsch, durch ein 2:0 über dieBolton Wanderers im Play-off-Finale kehrte Watford in die erste Liga, diePremier League zurück. Die Saison verlief jedoch enttäuschend und endete mit dem direkten Wiederabstieg, woraufhinGraham Taylor zum zweiten Mal sein Amt niederlegte.
Die folgenden Jahre verliefen schwankend. Watford hatte finanzielle Probleme, man musste sogar die Gehälter der Spieler kürzen.[2] 2005 wurdeAidy Boothroyd neuer Manager, eine sehr gute Wahl, wie sich später herausstellen sollte. Er konnte vorerst den Klassenerhalt der Hornets sichern und in der Folgesaison2005/06 gelang der Einzug in die Aufstiegs Play-offs. Watford schaffte den Sprung ins Finale und stand im Entscheidungsspiel inCardiffLeeds United gegenüber. Die Hornets behielten mit einem 3:0-Sieg die Oberhand und schafften erneut den Sprung in dieerste Liga. Wie zuvor, hatte der Klub große Probleme, mit den Erstligavereinen mitzuhalten, und fand sich meist am Tabellenende wieder. Mit nur fünf Ligasiegen stieg er sang- und klanglos wieder ab, worüber auch das Erreichen des FA-Cup-Halbfinales nicht hinwegtrösten konnte.[3]
Der Verein setzte aber trotz der enttäuschenden Saison weiter auf Kontinuität und ging mit Trainer Boothroyd in dieZweitligasaison 2007/08. Dort erreichte er wieder die Play-offs, schied dort aber gegenHull City aus.
2008 trennte man sich von Boothroyd, er wurde durchBrendan Rodgers ersetzt. Dieser blieb jedoch nur eine Saison und wechselte danach zumFC Reading. Neuer Trainer zur Saison2009/10 wurde der SchotteMalky Mackay. Dieser erreichte in den Folgesaisonen Platzierungen im Tabellenmittelfeld der Liga. Im Juni 2011 wechselte Mackay dann zuCardiff City, da er dort auch größeren finanziellen Spielraum sah.[4] Ersetzt wurde er durchSean Dyche, der im Juli 2012 trotz einer erfolgreichen Saison auf Druck der neuen italienischen Eigentümer jedoch wieder entlassen und durchGianfranco Zola ersetzt wurde.
Zola erreichte in seiner ersten Saison den dritten Platz, der zur Teilnahme an den Aufstiegs-Play-offs berechtigt. Dort traf man im Halbfinale aufLeicester City. Nachdem das Hinspiel in Leicester mit 1:0 verloren gegangen war, brauchte Watford zuhause an derVicarage Road einen Sieg, um ins Finale einzuziehen. Das Rückspiel gestaltete sich kurios. Beim Stand von 2:1 für Watford bekam Leicester einen Elfmeter zugesprochen. TorwartManuel Almunia konnte den Schuss und Nachschuss vonAnthony Knockaert jedoch parieren, und aus dem daraus folgenden Konter erzielteTroy Deeney das 3:1 für den FC Watford, woraufhin Fans vor Freude auf den Rasen liefen. Die Endphase des Spiels wurde zum Hit aufYouTube.[5] Das Play-off-Finale wurde aber danach in Wembley gegen den Südlondoner VereinCrystal Palace mit 1:0 nach Verlängerung verloren, und Watford musste eine weitere Spielzeit in der 2. englischen Liga verbringen.
2016 wurde dann der ehemalige Trainer vomSSC Neapel undInter Mailand,Walter Mazzarri, zu Flores’ Nachfolger bestimmt. Doch auch der Italiener sollte seinen Dreijahresvertrag nicht erfüllen, er war der erste von insgesamt neun Cheftrainern in den folgenden fünf Jahren.[8][9]
Ab 1976 war der inWatford aufgewachseneElton John Präsident des Vereins. 1990 verkaufte er den Klub, blieb aber zunächst Präsident.[10] 1997 kaufte er den Verein dann wieder zurück und hält bis heute noch Anteile am FC Watford. Im Dezember 2014 setzte der Club dem Sänger schließlich ein Denkmal, als eine Tribüne derVicarage Road nach ihm benannt wurde. Elton John sagte daraufhin, dies sei einer der besten Tage seines Lebens.[11]
Im Sommer 2012 übernahm die italienische UnternehmerfamiliePozzo den Verein. Die Familie ist schon seit 1986 Eigentümer vonUdinese Calcio und seit 2009 des spanischen KlubsFC Granada. Zwischen den drei Vereinen findet ein intensiver Spieleraustausch auf Leihbasis statt.