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Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

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Logo der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Karte
Basisdaten
Fläche:31.887,13 km²
Leitender Geistlicher:Bischof
Christian Stäblein
Präses der Synode:Harald Geywitz
Präsidentin desKonsistoriums:Viola Vogel
PröpstinChristina-Maria Bammel
(Amtsantritt am 1. Februar 2020)
Mitgliedschaft:EKD,UEK
Sprengel:3
Kirchenkreise:25
Kirchengemeinden:694(31. Dezember 2024)[1]
Gemeindemitglieder:774.765(31. Dezember 2024)[1]
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
12,2 %(31. Dezember 2024)[2]
Offizielle Website:www.ekbo.de

DieEvangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) ist eine von 20 Gliedkirchen (Landeskirchen) derEvangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz inBerlin und ist eineKörperschaft des öffentlichen Rechts.

Im Gebiet der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz leben rund 6,3 Millionen Menschen. Davon gehörten im Jahr 2024 etwa 775.000 zur Evangelischen Kirche. Die EKBO umfasst rund 700 Kirchengemeinden mit einem Bestand von 1900 Kirchengebäuden.[3] Die EKBO repräsentiert damit die größte religiöse Gemeinschaft in der Region.

Die Landeskirche ist eine derunierten Kirchen innerhalb der EKD. Ihre derzeit gültige Grundordnung wurde 2004 in Kraft gesetzt, als die beiden bisherigen Landeskirchen, dieEvangelische Kirche in Berlin-Brandenburg und dieEvangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, zu einer neuen Landeskirche fusionierten. Die beiden Vorgängerkirchen waren Gliedkirchen derEvangelischen Kirche der Union, welche 2003 in derUnion Evangelischer Kirchen aufging.

Haupt- und Predigtkirche des Bischofs der EKBO ist dieSt.-Marien-Kirche in Berlin-Mitte.[4] Regelmäßige Predigten hält der Bischof auch in derKaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und imBerliner Dom, der unter gemeinsamer Aufsicht der Union Evangelischer Kirchen steht.[5]

Gebiet der Landeskirche

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Das Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz umfasst seit 2004 im Wesentlichen die BundesländerBerlin undBrandenburg sowie den nordöstlichen Teil des BundeslandesSachsen. Einige Gemeindeglieder der Landeskirche wohnen auch in den BundesländernSachsen-Anhalt undMecklenburg-Vorpommern.

Umgekehrt gehören auch einige Einwohner in den Grenzgebieten des Landes Brandenburg zu den LandeskirchenEvangelische Kirche in Mitteldeutschland,Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland undEvangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens.

Geschichte

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Die Geschichte der beiden Vorgängerkirchen ist untrennbar mit der Geschichte der LänderBrandenburg undSchlesien bzw. mit dem späterenKönigreich Preußen verbunden.

1500–1800

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ImKurfürstentum Brandenburg wurde ab 1539 dieReformation eingeführt. Ab 1613 war das Herrscherhaus reformiert, die große Mehrheit der Bevölkerung blieb jedoch lutherisch. Gemeinden beider Bekenntnisse existierten in der Mark Brandenburg nun für die beiden nächsten Jahrhunderte nebeneinander.

In derOberlausitz setzte sich das lutherische Bekenntnis zwischen 1521 und 1550 weitgehend durch. Aufgrund besonderer politischer Umstände kam es aber nicht zur Bildung einer Landeskirche. Nach demWiener Kongress (1815) kam die östliche Hälfte der Oberlausitz zu Preußen und wurde an dieProvinz Schlesien angeschlossen, die Kirchgemeinden entsprechend an die schlesische Provinzialkirche.

1800–1900

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St.-Thomas-Kirche, größter evangelischer Sakralbau in Berlin von 1869 bis 1905

1817 verfügte KönigFriedrich Wilhelm III. eineVerwaltungsunion beider Bekenntnisse. Somit entstand innerhalb des Staates Preußen eine einheitliche Kirche, die „Evangelische Kirche in Preußen“. Nach demErsten Weltkrieg hörte mit dem Ende der Monarchie auch das landesherrliche Kirchenregiment auf. Die preußische Landeskirche wurde durch eine neue Verfassung 1922 zurEvangelischen Kirche der altpreußischen Union, innerhalb derer die bisherigen Kirchenprovinzen (bis auf dieKirchenprovinzen Posen und Westpreußen) bestehen blieben. Nach demZweiten Weltkrieg wurden die östlich vonOder und Neiße gelegenen Teile Brandenburgs und Schlesiens von Deutschland abgetrennt und schieden aus den Provinzialkirchen aus.

1900–1950

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DieKirchenprovinz Mark Brandenburg, nunmehr von einem Bischof (Otto Dibelius) geleitet, erhielt 1948 eine neue Verfassung und hieß danach „Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg“. Sie trat 1948 derEvangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei, 1954 der als Nachfolgeeinrichtung der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union gegründetenEvangelischen Kirche der Union (EKU).

In Schlesien wurden im Zuge der Vertreibung der Deutschen die meisten evangelischen Kirchengemeinden östlich der Neiße aufgelöst. Die Mehrzahl der evangelischen Kirchen wurde von katholischen Gemeinden übernommen. Soweit in Einzelfällen evangelische Gemeinden fortbestanden, wurden sie in dieEvangelisch-Augsburgische Kirche in Polen eingegliedert. Das westlich der Neiße gelegene, bei Deutschland verbliebene Gebiet der schlesischen Provinzialkirche wurde zunächst von der Berlin-Brandenburgischen Kirche treuhänderisch verwaltet, zum 1. Mai 1947 aber unter dem Namen „Evangelische Kirche von Schlesien“ eine selbständige Landeskirche mit Sitz inGörlitz, die später ebenfalls der EKD und der EKU beitrat. Am 14. November 1951 wurde eine Verfassung verabschiedet.

1950–Gegenwart

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Hauptartikel:Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg undEvangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz

1972 wurde die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg in die Bereiche West (West-Berlin) und Ost (Ost-Berlin und Brandenburg) geteilt, 1991 wieder vereint. Die Evangelische Kirche von Schlesien musste 1968 ihren Namen in „Evangelische Kirche des Görlitzer Kirchengebiets“ ändern. Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten erhielt sie die Bezeichnung „Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz“.

Zum 1. Januar 2004 vereinigten sich beide Landeskirchen zurEvangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Ab 2005 wurden einige Sakralbauten der evangelischen Kirchen nach dem Konzept derKulturkirche eingerichtet. Insbesondere Konzerte und Musikveranstaltungen ohne traditionell kirchlichen Bezug wurden von den Gemeinden vermehrt abgehalten.

Verwaltung

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Sitz der EKBO in Berlin-Friedrichshain

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche von unten nach oben wie folgt aufgebaut: An der Basis stehen dieKirchengemeinden alsKörperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen, den „Gemeindekirchenräten“, deren Mitglieder gelegentlich „Älteste“ genannt werden. Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einenKirchenkreis, an dessen Spitze ein Superintendent steht. Die Kirchenkreise sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben als Gremium die Kreissynode, deren Mitglieder von den jeweiligen Kirchengemeinden entsandt werden. Gelegentlich gibt es einen Kreiskirchenrat als kollegiales Gremium an der Stelle des Superintendenten.

Mehrere Kirchenkreise bilden zusammen einenSprengel, an dessen Spitze ein Generalsuperintendent bzw. ein Regionalbischof (nur im Sprengel Görlitz) steht. Diese Verwaltungsebene hat kein Gremium. Die drei Sprengel bilden zusammen die Landeskirche.

Landeskirche

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Bischof

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An der Spitze der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz steht, wie schon in den beiden Vorgängerkirchen, derBischof als geistlicher Leiter der Kirche. Er wird von derLandessynode auf zehn Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Bischof in der Regel in den Ruhestand. Der Bischof ist Vorsitzender der Kirchenleitung, der Präses der Landessynode stellvertretender Vorsitzender. In geistlichen Angelegenheiten wird der Bischof durch den Propst vertreten, der zugleich der theologische Leiter im Konsistorium (der Verwaltungsbehörde der Kirche) ist.

Bischof Wolfgang Huber amtierte von 2004 bis 2009

Als Bischöfe amtier(t)en:

2004–2009:Wolfgang Huber (zuvor Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2009–2019:Markus Dröge, Bischof
seit 2019:Christian Stäblein, Bischof

Theologischer Stellvertreter des Bischofs ist derPropst bzw. die Pröpstin. Dies ist eine alte berlin-brandenburgische Tradition, die in die vereinte Landeskirche übernommen wurde. Der Propst istgeborenes Mitglied der Kirchenleitung, der Landessynode und leitender Geistlicher des Konsistoriums.

Amtsinhaber waren bzw. sind:

2004–2005:Karl-Heinrich Lütcke (schon ab 1990 Propst der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2005–2015:Friederike von Kirchbach
2015–2019:Christian Stäblein
2020–2019:Christina-Maria Bammel

Landessynode

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Als oberstes beschlussfassendes Gremium hat die Landeskirche eineLandessynode (bis 1948 „Provinzialsynode“). Deren Mitglieder, die Synodalen, werden auf sechs Jahre von den Kirchenkreisen sowie von den kirchlichen Arbeitszweigen und Werken gewählt; einige werden auch berufen.

Der Landessynode gehören im Einzelnen an:

  • der Bischof
  • die Generalsuperintendenten und der geistliche Moderator
  • der Präsident und der Propst des Konsistoriums
  • die Superintendenten
  • von den Synoden der Kirchenkreise gewählte Mitglieder
  • von kirchlichen Arbeitszweigen, Einrichtungen und Werken entsandte Mitglieder
  • ein Lehrstuhlinhaber der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
  • von der Kirchenleitung berufene Mitglieder

Zu den Aufgaben der Synode zählen die Wahl des Bischofs, des Propstes und des Konsistorialpräsidenten, das Beraten und Beschließen von Kirchengesetzen, den Haushalt und den Kollektenplan der Landeskirche zu verabschieden, sowie Beschlüsse über die strukturelle Organisation der Landeskirche. Außerdem entsendet die Synode Mitglieder in verschiedene überkirchliche Gremien, etwa in die Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen und die Synode der EKD. Die Landessynode tagt mindestens einmal pro Jahr. Vorsitzender der Synode ist der oder diePräses.

Als Präses amtier(t)en:

2004–2005: Anneliese Kaminski, Sprachwissenschaftlerin (ab 1997 bereits Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2006–2015:Andreas Böer, Bürgermeister (von 1990 bis 2003 bereits Präses der Synode der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz)
2015–2021: Sigrun Neuwerth, Agrarwissenschaftlerin
2021–0000:Harald Geywitz, Unternehmer für Telekommunikations- und Digitalwirtschaft[6]

Kirchenleitung

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Zur Kirchenleitung gehören der Bischof, der Präses der Landessynode, die Generalsuperintendenten, der Konsistorialpräsident und der Propst desEvangelischen Konsistoriums in Berlin als geborene Mitglieder. Weitere Mitglieder der Kirchenleitung werden von der Synode aus dem Kreis der Landessynodalen gewählt. Der reformierteModerator darf mit beratender Stimme an den Sitzungen des Gremiums teilnehmen, das regelmäßig im Evangelischen Zentrum Berlin zusammenkommt.

Der Bischof hat seinen Amtssitz in Berlin. Er ist Vorsitzender der auf sechs Jahre gewählten Kirchenleitung („Regierung“ der Kirche).

Konsistorium

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Hauptartikel:Evangelisches Konsistorium Berlin

Daneben gibt es dasKonsistorium, das aus festangestellten Kirchenbeamten besteht. Es ist eine Art „Exekutivbehörde“ der Kirchenleitung. Seine Mitglieder (Kollegium) bereiten Beschlüsse der Kirchenleitung vor, führen die laufenden Geschäfte der Landeskirche, sind für dieRechtsaufsicht über Gemeinden und Kirchenkreise und dieDienstaufsicht über die Pfarrer, Superintendenten und die Kirchenbeamten zuständig. Das Konsistorium unterstützt alle kirchlichen Bereiche bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Das Konsistorium ist kollegial verfasst. Dem Kollegium gehören der Präsident, der Propst und die Leiter der Abteilungen an (juristische und geistliche Oberkonsistorialräte). Das Konsistorium ist in Abteilungen und Referate gegliedert. Leiter des Konsistoriums ist der Konsistorialpräsident, meist ein Jurist. Am 22. April 2023 wurde Viola Vogel von der Landessynode gewählt. Sie folgtJörg Antoine[7], der das Amt von 2015 bis 2022 innehatte. Die theologische Leitung (Abteilung 2) obliegt dem Propst.

  • Abteilung 1: Der Präsident: Leitung des Konsistoriums, Angelegenheiten der Landessynode und der Kirchenleitung, Staatskirchenrecht u. a.
  • Abteilung 2: Theologie und kirchliches Leben
  • Abteilung 3: Personalia, Sonderseelsorge
  • Abteilung 4: Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung und Theologisches Prüfungsamt
  • Abteilung 5: Bildung, Schulen und Religionsunterricht
  • Abteilung 6: Finanzen, Vermögen, Steuern u. a.
  • Abteilung 7: Dienst- und Arbeitsrecht, staatliches Recht, Archivwesen u. a

Sprengel

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Hauptartikel:Sprengel (evangelisch)
ExpressionistischeKirche am Hohenzollernplatz im Sprengel Berlin

Nach 1945 bestanden in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg mehrere Generalsuperintendenturen (auchSprengel), deren Zuschnitt mehrmals verändert wurde.

Hauptartikel:Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg #Übersicht über die personalen Leitungsämter

Bis Ende 2003 gab es drei Sprengel mit Sitz in Berlin, Cottbus und Neuruppin. 2004 wurde das Gebiet der ehemaligen Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zu einem eigenen Sprengel mit Sitz in Görlitz, der 2010 mit dem Sprengel Cottbus vereinigt wurde. Im selben Jahr wurde der Sitz des Sprengels Neuruppin nach Potsdam verlegt.

Die Sprengel sindBerlin,Potsdam (bis 31. Dezember 2009 „Sprengel Neuruppin“) undGörlitz. (Am 1. Januar 2010 wurden der Sprengel Cottbus und der Sprengel Görlitz zum neuen „Sprengel Görlitz“ vereinigt.)

Generalsuperintendenten

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Geistliche Leiter der Evangelischen Kirche in Preußen warenGeneralsuperintendenten, von denen es in ganz Preußen insgesamt zwölf gab. Das Amt wurde kurz nach der Reformation eingeführt, später wieder abgeschafft und dann erst 1830 erneut eingeführt. Für Brandenburg waren zwei (ab 1911 drei), für Schlesien ein (ab 1904 zwei) Generalsuperintendenten tätig, die nach Wegfall des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 zusammen mit dem Präsidenten des Konsistoriums die Kirchenleitung der Provinzialkirche bildeten und später bereits den TitelBischof erhielten.

Zur Wahl des Generalsuperintendenten tritt ein Wahlkonvent zusammen, der aus den Mitgliedern der Kreis- sowie der Landessynode und den Superintendenten des jeweiligen Sprengels besteht. Die Generalsuperintendenten werden auf zehn Jahre gewählt. Auf Antrag des Wahlkonvents des jeweiligen Sprengels kann die Kirchenleitung beschließen, dass der entsprechende Generalsuperintendent den TitelRegionalbischof führt. Dies geschah bisher nur bei der Wahl des Generalsuperintendenten von Görlitz im April 2004.

Amtsinhaber waren bzw. sind:

Sprengel Berlin
2004–2008:Martin-Michael Passauer (schon ab 1996 Generalsuperintendent in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2008–2011:Ralf Meister
2011–2024:Ulrike Trautwein
seit 2025:Julia Helmke
Sprengel Cottbus
2004: Rolf Wischnath (* 1948; schon ab 1995 Generalsuperintendent in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2005–2010:Heilgard Asmus
Danach in Sprengel Görlitz aufgegangen.
Sprengel Görlitz
2004–2011:Hans-Wilhelm Pietz (mit dem TitelRegionalbischof)
2011–2018:Martin Herche
2018–0000:Theresa Rinecker
Sprengel Potsdam (bis 2010 Neuruppin)
2004–2010:Hans-Ulrich Schulz (schon ab 1997 Generalsuperintendent in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
2010–2020:Heilgard Asmus
2021–0000:Kristóf Bálint

Kirchliches Verwaltungsamt

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EinKirchliches Verwaltungsamt nimmt Verwaltungsaufgaben eines oder mehrerer Kirchenkreise sowie der ihnen angehörigen Kirchengemeinden wahr. Kirchliche Verwaltungsämter mit nur einem Kirchenkreis sind: Berlin Süd-Ost, Frankfurt (Oder) [Kirchenkreis Oderland-Spree], Kreiskirchliches Verwaltungsamt Spandau [Kirchenkreis Spandau].

Kirchenkreise

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Hauptartikel:Kirchenkreise der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Im Jahr 2024 gab es im Gebiet der EKBO 25 Kirchenkreise. Die Kirchenkreise in den Sprengeln werden meist von Superintendenten geleitet.

ImKirchenkreis Falkensee gibt es seit 1992 eineKollegiale Leitung. Die Kollegiale Leitung nimmt die Aufgaben eines Superintendenten im Team wahr. Sie wird von der Kreissynode zusammen mit dem Kreiskirchenrat gewählt und hat eine Amtszeit von 6 Jahren.[8]

DerReformierte Kirchenkreis Berlin-Brandenburg, dessen Gemeinden über das ganze Gebiet der Landeskirche verstreut sind, gehört nicht zu einem der drei Sprengel. Er wird für die geschäftlichen Belange von einem Kreiskirchenrat, für die geistlichen von einemModeramen geleitet.

Gemeinden

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Zur Ekbo gehören 533 Kirchengemeinden (Stand 31. Januar 2025). Sie werden jeweils von einemGemeindekirchenrat geleitet, zu dem der bzw. die Pfarrer der Gemeinde und gewählte Vertreter der Gemeindeglieder gehören. Für die Gemeinden wurde 2021 eine Mindestmitgliederzahl von 300 beschlossen.[9]

Kennzahlen

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Haushalt

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Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz plante für das Haushaltsjahr 2024 einen Umfang von 473 Millionen Euro.[10]

Mitglieder

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Mitglieder
ZeitpunktAnzahl
Ende 2024774.765
Ende 2023804.487
Ende 2022833.254
Ende 2021861.961
Ende 2020890.654
Ende 2019914.260
Ende 2018941.145
Ende 2017962.569

Einrichtungen

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Kirchen

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Haupt- und Predigtkirche des Bischofs der EKBO ist dieSt.-Marien-Kirche in Berlin-Mitte.[11] Regelmäßige Predigten hält der Bischof auch in derKaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und imBerliner Dom,[12] der unter gemeinsamer Aufsicht der Union Evangelischer Kirchen steht.[13]

Siehe auch:Liste von Sakralbauten in Berlin

Jugendorganisation

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Hauptartikel:Evangelische Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Die Evangelische Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EJBO) ist der Jugendverband evangelischer Kinder und Jugendlichen in der EKBO. Die Gruppen, Projekte und Arbeitszweige der EJBO und diese selbst sind als Jugendverbände Träger der freien Jugendhilfe und vertreten die Interessen evangelischer Kinder und Jugendlicher innerkirchlich und gegenüber der Gesellschaft.

Trägerschaften

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Französische Friedrichstadtkirche, Veranstaltungsort der Evangelischen Akademie zu Berlin

Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland unterhält die EKBO dieEvangelische Akademie zu Berlin.

Zudem unterhält die EKBO die aus dem Bestand der vormaligenEvangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz übernommeneEvangelische Akademie Görlitz und ist Träger derEvangelischen Hochschule Berlin. DasEvangelische Landeskirchliche Archiv in Berlin verwaltet Archivgut und führt die Fachaufsicht über die Archive der Kirchengemeinden und Kirchenkreise.

Amt für kirchliche Dienste

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Das Amt für kirchliche Dienste (AKD) ist eine übergemeindliche Einrichtung der Landeskirche. Es wurde durch Kirchengesetz am 1. Februar 2006 gegründet. Im AKD wurden das Bildungswerk, das Amt für Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Frauen- und Familienarbeit der EKBO zusammengeführt. Im AKD sind das Pastoralkolleg und die Fortbildung für Pfarrer der Landeskirche eingegliedert. Es ist zuständig für Aus-, Fort- und Weiterbildung, Beratung und Begleitung von ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeitern der Kirche. Die Angebote, wie dieÖkumenischen Jugenddienste, werden im Amt für kirchliche Dienste zentral verwaltet und zur Verfügung gestellt. Das AKD ist ein rechtlich unselbstständiges Werk.[14] Die allgemeine Aufsicht über das Amt führt das Konsistorium. Organe sind einKuratorium, die Direktorin und das Kollegium. Das Amt hat seinen Sitz in der Goethestraße 26–30 in Berlin-Charlottenburg. Seit Juni 2024 ist Kristina Augst Direktorin des AKD.[15]

Wohnungsunternehmen

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Die Hilfswerk-Siedlung GmbH (HWS) ist das Wohnungsunternehmen, an dem die EKBO knapp 84 Prozent der Unternehmensanteile hält. Weitere Gesellschafter sind das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Stiftung Kronenkreuz und die Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai inBerlin-Spandau.Ende 2024 gehörten dem Unternehmen 4827 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 312.000 Quadratmetern sowie 60 Gewerbeeinheiten. Fast alle liegen in Berlin. Die HWS gehört damit zu dem Dutzend der größten Wohnungsunternehmen in Berlin und ist deshalb vom 2021 beschlossenenBerliner Volksentscheid zur Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen betroffen.Das Gründungsdatum der HWS ist der 13. Juni 1952.[16]

Laut Geschäftsbericht 2024 gehören der HWS „Großwohnsiedlungen“ in den StadtteilenGropiusstadt (rund 1.500 Wohnungen),Zehlendorf (rund 900 Wohnungen) und Spandau (rund 500 Wohnungen). Demzufolge unterliegen 16 Prozent aller HWS-Wohnungen den Bedingungen des sozialen Wohnungsbaus. Die HWS hatte durchschnittlich 24 Vollzeit- und 15 Teilzeitbeschäftigte sowie 5 Auszubildende.

Medien

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Radio / Internet

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  • Radio Paradiso
  • Brot und Liebe, Internetseite mit persönlichen Geschichten

Zeitschriften

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  • Die Kirche, wöchentlich erscheinende evangelische Kirchenzeitung

Gesangbücher

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Die Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz singen vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, die Pommersche Evangelische Kirche, dieEvangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, Berlin/Leipzig; eingeführt am Reformationstag, 31. Oktober 1993.
  • Singt Jubilate. Lieder und Gesänge für die Gemeinde. Im Auftrag der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hg. vonGunter Kennel, Berlin 2012.

Vergebene Ehrungen

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Paul-Gerhardt-Medaille von KünstlerinAnna Franziska Schwarzbach

Seit 2001 vergibt die EKBO jährlich diePaul-Gerhardt-Medaille an besonders engagierte Christen, zum Beispiel 2001 anAndreas Kitschke und 2006 anBernd Janowski. 2024 wurden für ihr ehrenamtliches Engagement gegen Antisemitismus Lauren Leiderman (Görlitz), Gudrun O’Daniel-Elmen (Spandau) und das Jugendprojekt „Grüneberg erinnert“ ausgezeichnet.[17]

Ökumenische Beziehungen

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Die EKBO ist Mitglied in derGemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und – über die EKD – imÖkumenischen Rat der Kirchen und in derKonferenz Europäischer Kirchen.Kirchengemeinschaft besteht ferner mit der amerikanischenUnited Church of Christ. Daneben unterhält die EKBO Partnerschaften u. a. zu den DiözesenLondon undChichester der anglikanischenChurch of England, zurDiözese Breslau derEvangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und zumBistum Göteborg der lutherischenSchwedischen Kirche.[18] Über dasBerliner Missionswerk bestehen Verbindungen zu Partnerkirchen in Afrika, Asien und der Karibik, die auf Missionstätigkeit des 19. Jahrhunderts zurückgehen.[19]

Gemeinsam mit anderen Kirchen ist die EKBO Träger desÖkumenischen Rates Berlin-Brandenburg, einer regionalen Untergliederung derArbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.[20]

Siehe auch

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Literatur

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  • Ralf Hutter:Der Hausherr gibt es, der Hausherr nimmt es. Profitgier und Verdrängung im christlichen Immobiliengeschäft. Alibri, Aschaffenburg 2023,ISBN 978-3-86569-389-1.

Weblinks

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Commons: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. abwww.ekbo.de | Zahlen und Fakten. Abgerufen am 15. September 2025. 
  2. Kirchenmitgliederzahlen Stand 31.12.2024. (PDF) In: ekd.de. Abgerufen am 15. Dezember 2025. 
  3. Experte: Ungenutzte Kirchen in der EKBO sollen Gemeinschaftshäuser werden. In:Evangelische Zeitung, 1. März 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  4. marienkirche-berlin.de (Memento vom 21. Juli 2008 imInternet Archive)
  5. kkbs.de (Memento vom 20. Dezember 2008 imInternet Archive)
  6. Harald Geywitz. Abgerufen am 11. November 2021. 
  7. Jörg Antoine wurde neuer Konsistorialpräsident in Berlin – Mitteilung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz vom 14. November 2014 (Memento vom 29. November 2014 imInternet Archive)
  8. https://kirchenkreis-falkensee.de/kirchenkreis/kollegiale-leitung/
  9. https://www.kirchenrecht-ekbo.de/document/49257
  10. Haushaltsbuch für den Doppelhaushalt 2024/2025 der EKBO (PDF, 247 KB), abgerufen am 7. Oktober 2025.
  11. Kirchen & Standorte. St. Marienkirche. In:marienkirche-berlin.de, abgerufen am 7. August 2024.
  12. Domprediger und Dompredigerin. In:berlinerdom.de, abgerufen am 7. August 2024.
  13. Oberpfarr- und Domkirchengemeinde. (Memento vom 20. Dezember 2008 imInternet Archive) In:kkbs.de.
  14. Kirchengesetz über das Amt für kirchliche Dienste
  15. AKD: Amt für kirchliche Dienste in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, abgerufen am 20. Juni 2024.
  16. [1], abgerufen am 26. November 2025.
  17. EKBO verleiht Paul-Gerhardt-Preis an Ehrenamtliche für ihr Engagement gegen Antisemitismus. Pressestelle EKBO, 31. Oktober 2024.
  18. Unsere Partnerkirchen in Nordamerika und Europa, abgerufen am 12. April 2018.
  19. Partner und Projekte weltweit, abgerufen am 12. April 2018.
  20. Mitgliedskirchen des ÖRBB (Memento vom 13. April 2018 imInternet Archive), abgerufen am 12. April 2018.
Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland

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Gliedkirchen der Union Evangelischer Kirchen
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