Ettore Bastianini (*24. September1922 inSiena; †25. Januar1967 inSirmione) war einitalienischerOpernsänger (Bariton).
Geboren in Siena studierte er bei Flamio Contini in Florenz. Er debütierte 1945 alsBass (Colline) in Ravenna. 1952 begann er seine Karriere als Bariton.
1953 wurde er an dieMet berufen, an der er bis 1965 sang.1952–1962 wurde er auch an derScala gefeiert. In Wien und Salzburgsang er vielfach unterHerbert von Karajan. Vor allemVerdi war seine Domäne. Seine Lieblingspartie war der Gérard inAndrea Chénier. MitRenata Tebaldi sang er in Chicago; in Neapel wurde er als Figaro bejubelt, obwohl sein dunkel gefärbter Bariton für diese Partie eigentlich nicht leicht genug war. Als Rodrigo in VerdisDon Carlos bescheinigte ihm die Kritik 1956 nach einem Gastspiel in Florenz „höchste stimmliche Intelligenz und Musikalität“. MitMaria Callas sang er an der Mailänder Scala und zu den Festspielen in Verona; als Graf Luna inIl trovatore und alsNabucco gelten seine Leistungen als Maßstäbe für die Gegenwart.
Mit einer der imTimbre schönsten und ausdrucksstärksten Baritonstimmen der italienischen Oper begabt, reiste er durch die Welt, sang in Mailand, Rom, Wien, Salzburg, Berlin und New York, in Frankreich, Spanien, England, Ägypten und Südamerika, bis unausbleibliche Ermüdungs- und Abnutzungserscheinungen 1962 in Mailand zum Skandal führten: Anlässlich einerRigoletto-Aufführung kam es in der Scala zu einem Pfeifkonzert. Nur langsam erholte Bastianini sich von dieser Krise, fand aber dann doch wieder zu seiner Form und dem berühmten „schwarzen“ Stimmglanz zurück, der in seinen Operngesamtaufnahmen vonAndrea Chénier,La forza del Destino,Don CarlosUn ballo in Maschera undIl Trovatore zur Entfaltung kommt.
Mit 44 Jahren starb er an einer Tumorerkrankung, die zwei Jahre zuvor seine Karriere beendet hatte.
Personendaten | |
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NAME | Bastianini, Ettore |
KURZBESCHREIBUNG | italienischer Opernsänger (Bariton) |
GEBURTSDATUM | 24. September 1922 |
GEBURTSORT | Siena |
STERBEDATUM | 25. Januar 1967 |
STERBEORT | Sirmione |