Eschbach ist einefranzösischeGemeinde mit 955 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Bas-Rhin in derRegionGrand Est (bis 2015Elsass). Sie ist Mitglied desGemeindeverbandesSauer-Pechelbronn.
Sieben Kilometer südöstlich der Gemeinde liegtHaguenau. Die Nachbargemeinden sindLaubach undHegeney.
Eschbach und Laubach sind wahrscheinlich aus dem Forst von Haguenau gerodet worden. Dafür spricht die Lage der Ortschaften südlich des Ebersbaches, und ihre damalige Zugehörigkeit zumKloster Selz, sowie auch die Struktur der Straßen und Gehöfte. In einer Urkunde von 1143 wird EschbachPraedium Loubach (lateinisch für „Landgut Loubach“) genannt und als geografische Lage wirdin sacro nemore situm („im heiligen Hain gelegen“) angegeben.[1]
Eschbach gehörte später zurReichslandvogtei vonHaguenau, was dazu führte, dass die Ortschaft imWestfälischen Frieden von 1648 alsReichsdorf bestätigt wurde. Die Reichsdörfer blieben, im Gegensatz zu den anderen elsässischen Ortschaften der Gegend, katholisch, dafür sorgte der 1561 eingesetzte Reichslandvogt Nicolas deBollwiller.[2]
Von 1871 bis zum Ende desErsten Weltkrieges gehörte Eschbach als Teil desReichslandes Elsaß-Lothringen zumDeutschen Reich und war demKreis Weißenburg imBezirk Unterelsaß zugeordnet.
Kirchenschiff undChor der Kirche Saint-Martin wurden 1767 errichtet. Von 1859 bis 1861 wurden das Kirchenschiff vergrößert und ein Glockenturm gebaut. DasPastorat wurde zwar schon 1616 erwähnt, das heutige Gebäude stammt aber aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[3]
- Lucien Deiss (1921–2007), katholischer Priester und Theologe sowie Komponist und Dichter von Kirchenliedern
- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 1627–1628.
- ↑Carl Eduard Ney:Geschichte Des Heiligen Forstes Bei Hagenau Im Elsass. BiblioBazaar, 2008,ISBN 978-0-554-54819-7,S. 9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – Nachdruck).
- ↑M. Schickelac:Etat De L'eglise D'alsace Avant La Revolution. BiblioBazaar, 2008,ISBN 978-0-554-88243-7,S. 68 f.+71 (französisch,eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche – Nachdruck).
- ↑Eschbach in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 5. Dezember 2009