Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Erich Brehm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Erich Brehm (*12. September1910 inBerlin; †15. November1966 ebenda) war eindeutscherKabarettautor und -leiter.

Leben und Werk

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Brehm kam aus einerNeuköllner Arbeiterfamilie. Er besuchte von 1923 bis 1929 die NeuköllnerAufbauschule, die spätereKarl-Marx-Schule. Dort führte er 1928 in der Aula eine Kabarett-Revue mit dem TitelRuck-Zuck auf, für die er als Autor, Regisseur und Darsteller agierte.

1929 trat Brehm derSPD bei. Bis 1933 studierte er Mathematik, Physik und Chemie. Danach verdingte er sich zeitweilig sich als Gelegenheitsarbeiter. 1937 und 1939 legte er ein fachwissenschaftliches und ein pädagogisches Staatsexamen ab, und er arbeitete in Neukölln als Lehrer mit dem Titel einesStudienassessors. Das Adressbuch verzeichnete ihn 1943 als Oberlehrer in der Flughafenstraße 72. Das Gebäude fiel denLuftangriffen der Alliierten auf Berlin zum Opfer. Zu Brehms Freunden gehörten einige im Untergrund tätige Kommunisten, die er mit kleinen Parodien auf Schlager und amerikanische Folksongs aufmunterte.

Nach dem Untergang desNS-Staats gehörte Brehm im Juni 1945 zu den Gründern des ersten Berliner Kabaretts der Nachkriegszeit, desKiki in der Kindl-Brauerei. Doch dann rief ihn der StadtschulratErnst Wildangel ins Berliner Hauptschulamt, und er wurde Hauptreferent und stellvertretender Stadtschulrat und war aktiv am Neuaufbau des Berliner Schulwesens beteiligt.

1948 gewann Brehms JugendfreundEmil Rudolf Greulich ihn dafür, daneben auch wieder für das Kabarett zu arbeiten, und Brehm schrieb mitHorst Heitzenröther die Texte für das KabarettFrischer Wind und nach dessen Auflösung ab 1949 für das Betriebs- und Reise-Kabarett Kleine Bühne. Dessen Leitung übernahm er nach dem Ende 1951 erfolgten Ausscheiden aus der Schulbehörde. Zudem arbeitete er freischaffend als Schriftsteller, u. a. für die ZeitschriftFrischer Wind bzw.Eulenspiegel und für den Rundfunk, auch alsDramaturg. Er leitete auch das Autorenkollektiv derDeutschenKonzert- und Gastspieldirektion.

Brehms Ziel war, in Ost-Berlin ein politisches Kabarett mit fester Spielstätte zu installieren. 1953 gründete er das KabarettDie Distel, dessen Direktor er ab 1. Juli 1953 war. Im Januar 1958 kündigte er seinen Vertrag, weil er es satthatte, mit dogmatischen Funktionären über die Programme zu diskutieren.

Danach arbeitete er freischaffend als Schriftsteller. Er wurde vor allem als satirischer Lyriker und Kabarett-Texter bekannt. Seine Vorbilder waren dabeiKurt Tucholsky undErich Weinert. Zu Brehms populären Songs gehören u. a.Unterm Mond in Kreuzberg (1954),Lied vom guten Kern (1958, mit Musik vonHanns Eisler) undMein großer Bruder (1960). Er schrieb noch einige Texte für die Distel und führte dort gelegentlich Regie. Vor allem verfasste er Szenarien für satirische Kurzfilme und die satirischeDEFA-FilmreiheStacheltier. Außerdem schrieb er einige Kurzgeschichten. Arbeiten Brehms wurden auch inAnthologien veröffentlicht.

1961 wurde Brehm für den Aufbau der Distel mit demNationalpreis der DDR geehrt.

Rezeption

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

„Erich Brehm schwor auf das Ensemblekabarett.… versuchte nie, sich anzupassen. Als überzeugter Sozialist und politischer Kabarettist waren ihm Sozialismus und Satire gleichermaßen heilig.“

Jürgen Klammer, Kabarett-Historiker

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Personendaten
NAMEBrehm, Erich
KURZBESCHREIBUNGdeutscher Kabarettautor und -leiter
GEBURTSDATUM12. September 1910
GEBURTSORTBerlin
STERBEDATUM15. November 1966
STERBEORTBerlin
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Erich_Brehm&oldid=260933608
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp