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Emmerich am Rhein

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WappenDeutschlandkarte
Emmerich am Rhein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Emmerich am Rhein hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:51° 50′ N,6° 15′ O51.8302777777786.242517Koordinaten:51° 50′ N,6° 15′ O
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:Düsseldorf
Kreis:Kleve
Höhe:17 m ü. NHN
Fläche:80,4 km²
Einwohner:31.829 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:396 Einwohner je km²
Postleitzahl:46446
Vorwahlen:02822,02828Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen:KLE, GEL
Gemeindeschlüssel:05 1 54 008
LOCODE:DE EMM
Stadtgliederung:10Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Geistmarkt 1
46446 Emmerich am Rhein
Website:www.emmerich.de
Bürgermeisterin:Claudia Lindlahr (CDU)
Lage der Stadt Emmerich am Rhein im Kreis Kleve
Karte
Karte
Rheinpromenade mit Pegelhaus

Emmerich am Rhein (niederländischEmmerik [aan de Rijn],kleverländischEmmerik) ist eineHansestadt am rechtenNiederrhein imNordwesten des BundeslandesNordrhein-Westfalen. Alsmittlere kreisangehörige Stadt gehört sie zumKreis Kleve imRegierungsbezirk Düsseldorf. DieMittelstadt ist Mitglied derEuregio Rhein-Waal sowie derRheinischenHanse.

Geographie

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Geographische Lage

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Emmerich gehört geographisch zurUnteren Rheinniederung, einem Teil desNiederrheinischen Tieflands. Die Innenstadt liegt auf einer Höhe von 17 Metern überNN. Der tiefste Punkt des Stadtgebietes liegt im Rheinvorland mit 13 Metern. Der Eltenberg mit einer Höhenlage bis zu 82 Metern wird der naturräumlichen HaupteinheitEltener Höhen zugeordnet.[2][3]

Ausdehnung des Stadtgebiets

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Das Emmericher Stadtgebiet wird im Süden durch den Rhein (Rheinmitte) begrenzt, im Westen und Norden durch die Staatsgrenze zu den Niederlanden. Im Osten grenzt es an das Reeser Stadtgebiet.

Die Gesamtfläche des Stadtgebiets beträgt 8040Hektar.

Bei einer Aufteilung der Katasterfläche in der amtlichen Statistik nach der tatsächlichen Art der Nutzung ergeben sich 61,3 % landwirtschaftliche Nutzung, 8,1 % Waldfläche, 7,2 % Wasserfläche, 1,9 % Erholungs- und Friedhofsfläche, 13,8 % Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche, 7,4 % Verkehrsfläche sowie 0,4 % sonstige Flächen (Stand: 31. Dezember 2015).[4]

Ein leicht anderes Bild der Flächennutzung ergibt sich bei einer Auswertung von Satellitenbildern. Von der Gesamtfläche des Stadtgebietes werden danach 43,16 % als Wiese und Weide und 27,81 % als Acker genutzt. 14,17 % sind versiegelt (4,28 % geringer Versiegelungsgrad (< 40 %), 7,27 % mittlerer Versiegelungsgrad (40–80 %), 2,62 % hoher Versiegelungsgrad (> 80 %)). Aus Wald bestehen 10,42 % der Fläche (Nadelwald 1,38 %, Mischwald 2,93 %, Laubwald 6,11 %). 4,2 % sind Wasserflächen, 0,24 % sind Kiesgruben/Abbaugebiete oder Baustellen.[5]

Stadtgliederung

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Verwaltungsgliederung der Stadt Emmerich am Rhein

Räumlich ist das Stadtgebiet in folgende zehnOrtsteile gegliedert[6] (Einwohnerzahlen Stand: 1. Februar 2023)[7]

Die Differenz der Einwohnerzahlen zur obengenannten Gesamteinwohnerzahl beruht auf der differierenden Zählweise zwischenLDS undKRZN.

Nachbargemeinden

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Die Stadt Emmerich am Rhein grenzt im Norden an die GemeindenMontferland undOude IJsselstreek (beide in derProvinz Gelderland (NL)), im Osten an die StadtRees, im Süden in der Rheinmitte an die StädteKleve undKalkar sowie im Nordwesten an die GemeindeZevenaar (in der Provinz Gelderland (NL)).

Zevenaar (NL)Montferland (NL)Oude IJsselstreek (NL)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigtRees
KleveKalkar

Geschichte

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Christophorus-Statue auf der Rheinpromenade

Mittelalter

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Um 700 gründeteWillibrord die Missionsstation Emmerich imBistum Utrecht und weihte die ersteMartinskirche. Etwas östlich des heutigen Stadtkerns wurden 1963 einige frühmittelalterliche Gräber entdeckt, die für ihre Zeit (frühes 8. Jahrhundert) ziemlich reich ausgestattet waren.[8] Beim Martinistift entstand eineLateinschule, eine der ersten Schulen im heutigen Deutschland. Die erste urkundliche Nennung unter dem NamenVilla Embrici ist aus dem Jahr 828 überliefert.[9] Nach demNormannensturm im 9. Jahrhundert beherrschte derPropst des Kollegiatstiftes den Ort. 1040 wurde die StiftskircheSt. Martini errichtet.

Am 31. Mai 1233 erhob GrafOtto von Zutphen und Geldern mit Ermächtigung des römischen KaisersFriedrich II. und des deutschen KönigsHeinrich (VII.) (Vater und Sohn) Emmerich zur Stadt. Verfassung und Vorrechte entsprachen denen der StadtZütphen.[10] Im Jahre 1355 wurde Emmerich an GrafJohann von Kleve verpfändet und verblieb bei der Grafschaft, beziehungsweise beimHerzogtum Kleve. Zwischen 1307 und 1570 stand Emmerich in enger Verbindung zurHanse. Handel und Handwerk blühten. Neben derBrauerei begründete vor allem dieWollweberei, derenGilde in der Stadt bis in das Jahr 1299 zurückreichte, den Wohlstand. Seit dem 14. Jahrhundert war Emmerich von Mauern umgeben und mit Toren gesichert. Die Aldegundiskirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Stadtansicht 1647
(Stich vonMatthäus Merian)

Neuzeit

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Emmerich erlebte bis zum 16. Jahrhundert seine Blütezeit und wurde wegen seiner weltlichen und kirchlichen BautenEmbrica decora (= prächtiges Emmerich) genannt.[11] Im Jahre 1567 fand im Emmericher Kreuzherrenkloster derHansetag statt. Das während des Zweiten Weltkrieges gesprengte Christoffeltor zum Rheinufer war bekannt durch eine überlebensgroße, eichene Figur eines Christophorus in der Nische über dem feldseitigen Portal. Die dem MeisterDries Holthuys zugeschriebeneSkulptur vom Anfang des 16. Jahrhunderts befindet sich seit 1964 im Rheinmuseum in Emmerich. Ein Abguss dieser Christophorusfigur steht heute auf einer Stele am Christoffeltor.[12]

Der Kölner Domherr und Emmericher Propst desKollegiatstiftes St. Martin, GrafMoritz von Spiegelberg (1406/07–1483), reformierte die Lateinschule zurGelehrtenschule: Lehrer wieAlexander Hegius (1439–1498),Peter Homphaeus (1480–1556),Matthias Bredenbach (1499–1559) undHeinrich Uranius (1492–1572) lehrten dort. Von weither kamen Schüler, unter Rektor Bredenbach sollen 2000 Jungen das Gymnasium besucht haben. Nach einem starken Rückgang übernahmen 1592 dieJesuiten aus Köln den Unterricht, den sie nach einem regionalenAbzug beider Kriegsparteien im niederländisch-spanischen Krieg nach 1600 wieder für bis zu 500 Schüler gaben. Für katholische Niederländer war die Ausbildung attraktiv. 1614 besetzten die antikatholischen Niederländer unterMoritz von Oranien vonSchenkenschanz aus die Stadt erneut im Bund mitBrandenburg, dem das Herzogtum Kleve zugefallen war. 1609 wurde an der Wollenweberstraße ein neues Schulgebäude errichtet. Das alte Gebäude (seit 1505) auf dem Geistmarkt, ein länglicher, dreistöckiger Backsteinbau mit einem Dachreiter, das zwischen dem Rathaus und der Evangelischen Kirche lag, diente von 1673 bis 1715 als einefranzösisch-reformierte Kirche.[13] DasGymnasium in Kleve nahm evangelisch-reformierte Schüler auf. Daneben gab es auch eine kleine, doch angesehene jüdische Gemeinde, bekannt war dieFamilie Gomperz. DasJesuitengymnasium wurde 1788 durch dasOrdensverbot aufgelöst, darauf übernahmenKreuzherren den Unterricht. Mit Napoleons I. Verbot endete der Unterricht vorläufig im Jahr 1811.[14]

ImDreißigjährigen Krieg hatte Emmerich wegen der niederländischen Besatzung wenig zu leiden. Der Niedergang Emmerichs begann 1672 mit der Besetzung der Stadt durch französische Truppen unter KönigLudwig XIV. Kriegsverwüstungen, Überschwemmungen und Seuchen ließen die Stadt verarmen.[11] Es folgten die Drangsale im Zusammenhang mit demSpanischen Erbfolgekrieg, derSiebenjährige Krieg, die militärischen Folgen der Französischen Revolution und die napoleonischen Unterwerfungen. Nach der Annexion durch Frankreich wurde im Kanton Emmerich desDépartement Lippe nach französischem Vorbild dieMairie Emmerich eingerichtet.[15]

Erst 1815 gelangte Emmerich wieder zumKönigreich Preußen und wurde durch dieRheinschifffahrt und die Industrialisierung wirtschaftlich gestärkt. Aus der Mairie Emmerich der Franzosenzeit wurde die preußischeBürgermeisterei Emmerich, die 1816 zum neuenKreis Rees kam.[16] Im Mai 1832 ließ der König einHumanistisches Gymnasium neu eröffnen, das heutige Willibrord-Gymnasium. Am 24. August 1857 wurde der Stadt dieRheinische Städteordnung verliehen.

Am 20. Oktober 1856 wurde dieHollandstrecke derKöln-Mindener Eisenbahn eröffnet, die ursprünglich nicht über Emmerich führen sollte, doch hatte die Stadt Emmerich dagegen Einspruch erhoben. Im Jahre 1865 wurde eine Eisenbahnfähre über den Rhein in Betrieb genommen. DasTrajekt Spyck–Welle wurde bis 1912 betrieben.

Die Stadt Emmerich nahm 1857 dieRheinische Städteordnung an. Seitdem wurde zwischen der Stadtbürgermeisterei Emmerich und der Bürgermeisterei Emmerich-Land unterschieden, die die Gemeinde Klein-Netterden umfasste und weiterhin von Emmerich aus verwaltet wurde.[17][18]

Im Jahre 1890 wurde der Telefonverkehr eingerichtet.

20./21. Jahrhundert

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Im Juli 1901 hatte Emmerich erstmals über 10.000Einwohner. 1905 erzeugte das städtischeElektrizitätswerk den erstenelektrischen Strom für dieStadt.

ImErsten Weltkrieg war EmmerichGarnisonsstadt. Der Post- undEisenbahnverkehr wurde eingeschränkt, die bisher in Emmerich ausgeübtenGrenzkontrollen wurden nach Elten verlegt. Emmerich war Anfangs- und Endstation für diepreußischen Züge. Während desErsten Weltkrieges war in Emmerich die größtePostüberwachungsstelle desKaiserreiches.[19] Am 20. November 1918 wurde in Emmerich einArbeiter- und Soldatenrat gegründet. Am 17. Dezember besetztenbelgische Truppen Emmerich, sie verließen die Stadt im Jahre1921. ImRuhrkampf kam es am 13. Februar 1923 zu einer erneuten Besetzung der Stadt.

Zwischen dem 6. November 1914 und dem 24. Februar 1945 verkehrten in der StadtStraßenbahnen derKleinbahn Wesel–Rees–Emmerich und zwischen dem 4. Juni 1903 und dem 18. September 1944 die Züge derniederländischenKleinbahnStraßenbahn Zutphen–Emmerich.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

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Anfang 1933 gab es 120 Nazis in Emmerich und die Partei bekam in derReichstagswahl März 1933 nur 27,2 % der Stimmen, trotzdem geschah die NS-Machtübernahme wie überall im Deutschen Reich.[20] Zur nationalsozialistischen Verfolgung der Juden siehe unter Religionen undListe der Stolpersteine in Emmerich am Rhein. Der Pfarrer an Adelgundis, Gerhard Storm, verteilte antinazistische Flugblätter und starb 1942 im KZ.[21]

ImZweiten Weltkrieg wurde Emmerich am 7. Oktober 1944 zu 91 % durch einenLuftangriff der britischenRoyal Air Force zerstört.[22][23]

1949 wurde Elten im Rahmen derNiederländischen Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg an die Niederlande angegliedert. Die Rückgliederung an die Bundesrepublik Deutschland wurde mit Vertrag vom 8. April 1960 beschlossen und am 1. August 1963 vollzogen.[24]

Wiederaufbau nach 1945

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Bei einerKatastrophe der Binnenschifffahrt mit zwei Toten und 22 zum TeilSchwerverletzten havarierte auf dem Rhein bei Emmerich am 7. Oktober 1960 dasSchiffTina Scarlett. Zehn Schiffe brannten, der Rhein stand auf 300 Metern in Flammen.[25]

DieA 3 wurde 1962 auf dem Teilstück Zollübergangsstelle Elten bis Anschlussstelle Emmerich freigegeben. Am 27. April 1965 konnte das letzte Teilstück der Hollandlinie zwischen Emmerich undHamminkeln eröffnet werden.[26]Am 18. Juni 1965 fand an der neu errichtetenRheinbrücke Emmerich derB 220 nach dreijähriger Bauzeit das Richtfest statt, am 3. September 1965 wurde sie eröffnet.

1966 wurde dieHollandstrecke elektrifiziert.

Von 1969 bis 2008 war Emmerich wiederGarnisonsstadt. In der in den 1960er Jahren gebautenMoritz-von-Nassau-Kaserne waren zunächst das schwere Pionierbataillon 716, später das schwere Pionierbataillon 800, anschließend dasPionierbataillon 140, das Pionierausbildungszentrum 800 und das teilaktive Pionierbataillon 810[27] sowie weitere kleinere Dienststellen mit insgesamt ca. 900 Soldaten stationiert. Der Standort Emmerich wurde am 30. Juni 2008 geschlossen.

Seit dem 1. Dezember 2001 heißt die StadtEmmerich am Rhein.[28]

Eingemeindungen

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Im Jahre 1903 wurden die Orte Leegmeer undSpeelberg in die Stadt Emmericheingemeindet.[29]

Am 1. Juli 1969 wurden im Zuge desersten kommunalen Neugliederungsprogramms auf der Grundlage desGesetzes zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Rees die bis dahin selbstständigen GemeindenBorghees,Hüthum undKlein-Netterden des ehemaligenAmtes Elten sowie dieGemeindenDornick,Praest undVrasselt des ehemaligenAmtes Vrasselt mit der Stadt Emmerich zusammengeschlossen.[30]

Am 1. Januar 1975 wurde auf der Grundlage desNiederrhein-Gesetzes im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms die Gemeinde Elten in die Stadt Emmerich eingegliedert.[31]

Gleichzeitig wurde derAltkreis Rees aufgelöst und das frühere nördliche Kreisgebiet mit dem ehemaligenKreis Geldern und Teilgebieten desKreises Moers zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt. Emmerich ist seitdem einekreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve.

Einwohnerentwicklung

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Emmerich am Rhein: Einwohnerzahlen von 1532 bis 2024
Jahr  Einwohner
1532
  
3.250
1816
  
4.442
1858
  
7.397
1871
  
7.809
1880
  
8.900
1885
  
9.759
1890
  
9.622
1895
  
9.946
1900
  
10.526
1910
  
13.418
1925
  
13.647
1933
  
14.545
1939
  
16.381
1945
  
441
1946
  
7.022
1950
  
9.074
1961
  
16.822
1968
  
18.356
1970
  
24.122
1975
  
29.113
1980
  
29.343
1985
  
29.245
1987
  
27.924
1990
  
28.322
1995
  
29.285
2000
  
28.899
2005
  
29.520
2010
  
29.571
2015
  
30.968
2018
  
30.748
2022
  
31.544
2024
  
31.829

Religionen

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Der größte Teil der Emmericher iströmisch-katholisch (61,7 %), ein kleinerer Teilevangelisch (16,6 %). 21,7 % der Emmericher gehören einer sonstigen oder keiner Religion an oder machten keine Angabe zur Religionszugehörigkeit. Neben den obengenannten Gemeinden gibt es eineeritreisch-orthodoxe Gemeinde, einesunnitischeMoscheegemeinde, einejesidische Gemeinde, einealevitische Gemeinde, eineneuapostolische und eineapostolische Gemeinde. (Zahlen: Stand Volkszählung 2011)

Christentum

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Die Seelsorgeeinheit St. Christophorus und St. Johannes der Täufer deckt räumlich die Ortsteile Altstadt, Leegmeer, Speelberg, Vrasselt, Praest und Dornick ab. Am 28. November 2004 wurden die vier katholischen Stadtgemeinden St. Martini, St. Aldegundis, Heilig-Geist und Liebfrauen zur neuen Stadtpfarre St. Christophorus fusioniert.
Zur Pfarre St. Johannes der Täufer zählt die namengebende Kirche in Dornick, St. Antonius in Vrasselt, und St. Johannes Baptist in Praest.
Die Pfarre St. Vitus besteht aus den fusionierten Pfarren St. Georg in Hüthum, St. Martinus in Elten und St. Vitus in Hochelten.
Die katholischen Pfarreien von Emmerich gehören zumDekanat Emmerich im Kreisdekanat Kleve desBistums Münster.[32]
  • Die polnische katholische Gemeinde gehört zwar formal zur Stadtpfarre St. Christophorus, hat aber in der Praxis wenig Berührungspunkte mit dem deutschsprachigen Gemeindeleben. Ein polnischer Pfarrer hält sonntäglich für die größte Emmericher Immigrantengruppe eine Messe in der Aldegundiskirche.
  • DieEvangelische Kirchengemeinde Emmerich kann ihren Ursprung auf das Jahr 1574 zurückführen, als unter Beteiligung von Nachkommen geflüchteterWaldenser und holländischer Zuwanderer einereformierte Gemeinde gegründet wurde. Ca. 1609 bildete sich eineMennoniten-Gemeinde. An sie erinnert eine Straße im Stadtzentrum. Einelutherische Gemeinde bestand spätestens seit 1626. Im Jahr 1686 wurde vonhugenottischen Flüchtlingen aus Frankreich einefranzösisch-reformierte Gemeinde gegründet. 1817 erfolgte – vomKönig von Preußen verfügt – die Vereinigung der reformierten und der lutherischen Gemeinde.[33]
    Die Gemeinde gehört zumKirchenkreis Wesel derEvangelischen Kirche im Rheinland.
  • Dieneuapostolische Gemeinde Emmerich wurde 1925 gegründet und hat ca. 100 Mitglieder. Seit 1930 verfügt sie über ein eigenes Kirchengebäude. Sie gehört zum Bezirk Dinslaken.[34]
  • Dieapostolische Gemeinde Emmerich gründete sich 1955 als Abspaltung von der neuapostolischen Gemeinde. 1965 wurde ein eigenes Kirchengebäude errichtet. Die Gemeinde hat ca. 50 Mitglieder und gehört zur Region Nord.[35]
  • Dieeritreisch-orthodoxe Gemeinde hat Mitglieder aus dem gesamten Kreis Kleve sowie aus Bocholt und Wesel. Für ihre sonntäglichen Gottesdienste nutzt sie die Krypta der Martinikirche.

Judentum

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In Emmerich bestand seit dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde, die seit 1854 als Filialgemeinde zum Synagogenbezirk Rees gehörte, bevor um 1900 eine eigenständige Synagogengemeinde gebildet wurde. 1932 war Elten angeschlossen. Die Größe der Gemeinde belief sich 1816 auf 87 Personen, 1885 auf 151 und 1932 auf noch etwa 90–95 Mitglieder. Im Juni 1933 lebten im damaligen Emmericher Stadtgebiet 86 Juden.[36] Viele von ihnen wurden imHolocaustdeportiert und ermordet.[37][38] Daran erinnern 99Stolpersteine im Stadtgebiet, die 2011–2012 vonGunter Demnig unter Mitwirkung von Emmericher Schülern verlegt wurden.[39][40]

Siehe auch:Liste der Stolpersteine in Emmerich am Rhein

Ein Betsaal ist zu Beginn des 17. Jahrhunderts belegt, um 1674 wurde ein Wohnhaus zur Synagoge umgebaut, dieses wurde 1811/12 renoviert und 1926/27 erneut instand gesetzt. Die Synagoge wurde im August 1938 verkauft und während der Novemberpogrome nicht beschädigt. 1944 wurde sie durch Bomben zerstört. Die Ruine wurde ca. 1955 abgerissen. Am ehemaligen Standort in der heutigen Willibrordstraße befindet sich eine Gedenktafel.[41]

Heute gehört Emmerich zum Gebiet derJüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen. Die nächstgelegenen Synagogen befinden sich inDuisburg und Oberhausen.

Siehe auch:Jüdischer Friedhof,Jüdischer Friedhof in der Wassenbergstraße undFamilie Gomperz

Islam

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Yezidentum

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Kurdische Arbeitsmigranten und Flüchtlinge gründeten 1993 dieYezidische Kulturgemeinde Kreis Kleve und Umgebung mit Sitz in Emmerich. Hier befindet sich seit 2003 auch das Gemeindezentrum. Der Verein gehört derFöderation der yezidischen Kurden an.[44][45] Bereits 1990 wurde einjesidisches Gräberfeld auf dem Emmericher Kommunalfriedhof angelegt.[46]

Politik

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Wahl des Emmericher Stadtrats 2025[47]
Wahlbeteiligung: 45,0 %
 %
40
30
20
10
0
36,3
22,2
12,7
8,8
7,5
4,9
3,4
3,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−4,1
−6,5
+9,6
+8,8
−4,7
−5,0
+0,1
+3,2
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Stadtrat

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Sitzverteilung ab 2025 im Stadtrat von Emmerich
        
Insgesamt 46 Sitze

Neben den bundesweit vertretenen Parteien sind in der Emmericher Kommunalpolitik drei lokale Wählervereinigungen aktiv: DieBürger-Gemeinschaft Emmerich (BGE), derBund Sozialer Demokraten (BSD) und dieUnabhängigen Wähler Emmerich (UWE).

Seit derKommunalwahl am 13. September 2025 sind im Stadtrat CDU (46,3 %, 17 Sitze), SPD (22,2 %, 10 Sitze), AfD (12,7 %, 6 Sitze), Freie Wähler (8,8 %, 4 Sitze), Grüne (7,5 %, 4 Sitze), BGE (4,9 %, 2 Sitze), FDP (3,4 %, 2 Sitze) und Linke (3,2 %, 1 Sitz) vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,0 % und sank somit um 0,7 % im Vergleich zur vorherigen Wahl. Die Zahl der Briefwähler übertraf, wie bereits bei der vorherigen Wahl, die Zahl der Wähler im Wahllokal.[47]

Der Rat machte von der Möglichkeit Gebrauch, die imKommunalwahlrecht vorgesehene Größe des Stadtrates von 44 Sitzen um zwei Sitze auf 46 aufzustocken.Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre und begann am 1. November 2025.Die nächste Kommunalwahl findet voraussichtlich im Herbst 2030 statt.

Bürgermeister

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Bürgermeister der Stadt Emmerich am Rhein war von 2015 bis 2025Peter Hinze (SPD). Bei den Kommunalwahlen im September 2025 wurde in einer StichwahlClaudia Lindlahr (CDU) mit 50,65 % der Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt, womit sie sich bei einer Wahlbeteiligung von 31 % gegen Meike Schnake-Rupp (SPD) durchsetzte.[48] Peter Hinze war nicht erneut angetreten.

Siehe auch:Liste der Bürgermeister der Stadt Emmerich am Rhein

Wappen und Siegel

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  • Wappen
    Wappen
  • Siegel
    Siegel
  • Stadtbanner an der Rheinpromenade
    Stadtbanner an der Rheinpromenade
  • Banner
    Banner
  • Flagge
    Flagge

„Die Stadt führt einredendes Wappen, das schon auf städtischen Siegeln des 14. Jahrhunderts vorkommt, seit dem Mittelalter. Emmerich erhielt 1233 durch Graf Otto von GeldernStadtrecht.

In Emmerich stehen Wappen und Siegel nebeneinander.

DasWappen ist ein im rotenWappenschild stehender gehenkelter weißerEimer.

Der Duisburger StadtteilHochemmerich nutzt ein nahezu identisches Motiv, jedoch mit abweichenderTingierung.Das Bild desStadtsiegels: hinter einer zinnenbekrönten Stadtmauer erheben sich drei runde Festungstürme. Der breitere Mittelturm ist bis in halbe Höhe als zinnenbekrönter Rundturm ausgeführt, geht dann im oberen Teil aber in einen schlankeren viereckigen Turm über, der mit einer nach allen Seiten vorkragenden Brüstung und einer gefälteten Haube abschließt. Die niedrigeren Seitentürme tragen ebenfalls Faltdächer. Über ihnen, beiderseits des Mittelturms, befinden sich zwei schräg angeordnete Wappenschilde, die jeweils einen Eimer zeigen.
Umschrift Sigillum Burgentium in Embrica.“

Hauptsatzung der Stadt Emmerich am Rhein[49]

Die Umschrift bedeutetSiegel der Bürger in Emmerich. EinWappenbrief ist nicht nachgewiesen. Es ist selten, dass Wappen und Siegel einer Stadt unterschiedlich sind. Die Herkunft des Eimers auf dem Wappen konnte auch durch ein Gutachten (1910) nicht geklärt werden. Auch die Frage, ob es sich um ein redendes Wappen handelt, ist umstritten.[50]

Außerdem hat Emmerich seit 2022 einLogo mit einem stilisierten Eimer[51] und die öffentlichenAbfalleimer tragen bezugnehmend auf das Stadtwappen den AppellAlles im Eimer.

Flagge und Banner

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Die Flagge der Stadt (als Banner) ist in Längsrichtung in den Farben rot (links) und weiß (rechts) geteilt.Bei einer Hissflagge ist der obere Teil der Flagge rot und der untere Teil weiß. In der Mitte steht das Wappen in rot mit dem stehenden gehenkelten weißen Eimer.[52]

Städtepartnerschaften

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Emmerich unterhält mit folgenden StädtenStädtepartnerschaften:[53]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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PAN-Kunstforum (Plakatmuseum)

Museen

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  • Rheinmuseum
Hauptartikel:Rheinmuseum Emmerich

Im Rheinmuseum werden über 150Schiffsmodelle, eineRadaranlage, Fischpräparationen, Rheinlaufkarten, eine historischeChristophorusfigur und eine stadtgeschichtliche Sammlung gezeigt. Zu sehen sind außerdem ein Ein-Mann-U-Boot, TypBIBER aus demZweiten Weltkrieg und Ausstellungen zur Rheinschifffahrt, Stadtgeschichte und Fischerei.[56]

  • PAN-Kunstforum/Plakatmuseum
Die umfangreiche PlakatsammlungErnst Müllers wird gelegentlich in der ehemaligen Schokoladen-Fabrik Lohmann in wechselnden Ausstellungen gezeigt.[57]
  • Museum für Kaffeetechnik
Der Emmericher Röstmaschinenhersteller Probat zeigt in dem auf seinem Werksgelände befindlichen Museum die Entwicklung der Kaffeetechnik in den vergangenen eineinhalb Jahrhunderten.[58]

Bauwerke

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Siehe auch:Liste der Baudenkmäler in Emmerich am Rhein

Sakralbauten

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Christuskirche
St. Martini in Emmerich am Rhein
St.-Aldegundis-Kirche
  • Christuskirche
Hauptartikel:Christuskirche
Mitten auf dem zentralen Geistmarkt wurde von 1690 bis 1715 diese Predigtkirche mit holländischer Prägung errichtet. Sie wurde nach den Plänen derAmsterdamer Oosterkerk gebaut. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Zwischendecke eingezogen. Die evangelische Kirche ist eine der wenigen Kirchen, deren Gottesdienstraum sich im ersten Stock befindet. Im Erdgeschoss befindet sich der Gemeindesaal.
  • Heilig-Geist-Kirche
Hauptartikel:Heilig-Geist-Kirche
Im Zentrum des Ortsteils Leegmeer steht die Heilig-Geist-Kirche, ein in den 1960er Jahren errichteter modernerKirchen-Zentralbau ausBeton, mit einem großenKreuz ausSchrott undinformeller Wandgestaltung. Dieser außergewöhnlicheSakralbau vonDieter Georg Baumewerd, Kreuz und zweigeteilterAltar vonWaldemar Kuhn sowie Innenraumgestaltung und ungegenständlicherKreuzweg vonFred Thieler spiegeln die Modernisierung derkatholischen Kirche zu Zeiten desZweiten Vatikanischen Konzils wider.[59]
  • St.-Martini-Kirche
Hauptartikel:St.-Martini-Kirche
Die im 11. Jahrhundert erbaute Kirche fällt vor allem durch die romanische Choranlage, dieKrypta und den reichen Kirchenschatz auf. Die ehemalige Stiftskirche wurde aus Backstein und Tuff gemauert und besteht aus einem gotischen, unregelmäßig zweischiffigen Langhaus, dem vorgesetzten Turm und einem romanischen Hochchor über einer Krypta.
  • St.-Vitus-Kirche
Sie ist die älteste der Emmericher Kirchen. Die erste Kirche des 967 gegründeten kaiserlichen Reichsstiftes wurde im 12. Jahrhundert durch eine dreischiffige romanische Basilika ersetzt. Diese wurde 1585 durch Feuer zerstört, 1670 zweischiffig wiederaufgebaut, 1945 durch Artilleriebeschuss stark beschädigt und von 1950 bis 1965 restauriert und um das Seitenschiff erweitert.
  • St.-Aldegundis-Kirche
Hauptartikel:St.-Aldegundis-Kirche
Sie wurde 1474 geweiht. Der westliche Teil und der Turm kamen 1483 dazu. Die Kirche wurde 1854 und 1909 erneuert. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf die Wiederherstellung des erst 1870/71 aufgesetzten spitzen Turmhelmes verzichtet und der frühere flache Turmabschluss wiederhergestellt. Im Jahr 2000 wurde einCarillon mit 43 Glocken in Betrieb genommen.
  • Apostolische Kirche am Stadtgarten
Nach der Spaltung von derNeuapostolischen Kirche 1955 bestand dieApostolische Gemeinschaft zehn Jahre lang in provisorischen Räumen, ehe am 14. November 1965 nach sechsmonatiger Bauzeit die eigene Kirche eingeweiht werden konnte.

Profanbauten

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  • Rheinbrücke Emmerich
Hauptartikel:Rheinbrücke Emmerich
Die 1965 freigegebene Rheinbrücke Emmerich ist mit einer Länge von 1228 m und 500 mSpannweite die längsteHängebrücke Deutschlands. Sie wird täglich von etwa 500 Schiffen passiert. Das Brückenwappen gestalteteWaldemar Kuhn.
Emmerich – Steinstraße 15 (De wette Telder, links) und Nr. 17
  • Stadtkern
Der Stadtkern war bis zu seiner nahezu völligen Zerstörung am 7. Oktober 1944 noch zu einem großen Teil von giebelständigen Backsteinbauten bestimmt.[60] Von diesen blieben lediglich im westlichen Teil der Steinstraße einzelne Beispiele erhalten. Besonders schön ist die BaugruppeSteinstraße 15–19 mit den HäusernDe wette Telder (Nr. 15, um 1650, älteste Teile im Kern aus dem 15. Jahrhundert)[61][62] undZum goldenen Pfau (Nr. 17, wohl 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts), die zu den ältesten der Stadt gehören. Das Haus Nr. 19 mit seinem Glockengiebel soll um 1700 entstanden sein. Die Schaufensterfront wurde im 19. Jahrhundert eingebaut.[63] Zu den bedeutendsten Profanbauten zählte einst derHof von Holland, Alter Markt 3, ein viergeschossiges Backsteinhaus mit Stufengiebel, das an den Mauerankern die Jahreszahl 1650 trug. An seiner Stelle entstand bis 1957 ein Neubau, der sich formal (Stufengiebel) an den Vorgänger anlehnt. Ältere Bauteile – das Erdgeschoss mit dem Portal war erhalten geblieben – wurden nicht wiederverwendet.[60]
Schlößchen Borghees
  • Schlößchen Borghees
Hauptartikel:Schlößchen Borghees
Das heute als Kulturzentrum genutzte Herrenhaus Schlößchen Borghees wurde in seiner heutigen Form Mitte des 18. Jahrhunderts ausgebaut. Der zweigeschossige Backsteinbau ist von einem Walmdach mit Gauben abgeschlossen. Seine Hauptfassade an der Westseite besitzt fünf Achsen und ist durch sechs Pilaster vertikal gegliedert. Über dem Portal in der Mitte der Fassade findet sich das Allianzwappen der Familien Rickers und Raab aus dem Jahr 1680. An der Ostseite ist dem Gebäude mittig ein quadratischer Treppenturm mit vier Geschossen und hohem Helm vorgesetzt. Historisch bekannt wurde das Schlößchen Borghees als Heimort vonKatharina Rickers, der späteren Reichsgräfin von Wartenberg, die in Berlin eine Mätresse des PreußenkönigsFriedrich I. wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Verkehr

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Busverkehr

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Emmerich bildet das Tarifgebiet 71 desVerkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und ist aufgeteilt in drei Tarifwaben. DerBusverkehr wird von derNIAG durchgeführt. Im Auftrag der NIAG werden auch Busse der Firmen Look, ONV und von Mulert eingesetzt, so dass es weder einheitliche Standards (beispielsweise Barrierefreiheit und Komfort) noch ein einheitlichesCorporate Design gibt.

Überörtlich gibt es dreiBuslinien.[64] Im Halbstundentakt fährt ein sogenannterSchnellbus (Linie SB58) nach Kleve und im Halbstunden- bzw.Stundentakt weiter nachNimwegen. Ebenfalls im Stundentakt fährt die Buslinie nach Rees (Linie 88). Am Abend kann diese Linie nur nach Voranmeldung genutzt werden, da einTaxibus nach Bedarf eingesetzt wird. Die Linie nach’s-Heerenberg (Montferland, NL) (Linie 91, neunmal täglich) wird im Stunden- und Zweistundentakt bedient.

Buslinien überörtlich
LinieLinienwegTakt Mo–FrTakt SaTakt So
SB58Emmerich Bahnhof – Kleiner Löwe – Geistmarkt – Rheinbrücke – Warbeyen – Kellen –Kleve Bahnhof (- Donsbrüggen – Nütterden – Kranenburg – Landesgrenze – Beek – Museum Het Valkhof –Nimwegen Bahnhof)30
(30/60)
6060
(120)
88Emmerich Bahnhof – Vrasselt – Praest – Bienen – Esserden – Rees Busbahnhof60120120
91Emmerich Bahnhof – Kleiner Löwe – Geistmarkt – Amtsgericht – Kaninenfang – Gouden Handen – ’s-Heerenberg Molenpoort60/12060-

Die Emmericher NachbargemeindenOude IJsselstreek undZevenaar sind mit deutschenÖPNV-Linien nicht direkt zu erreichen.

Innerörtlich verkehren drei Buslinien.[64] Diese fahren von der Innenstadt nach Speelberg (Linie 90, Stundentakt, nachmittags Halbstundentakt), über Vrasselt und Dornick nach Praest (Linie 93, siebenmal täglich) und über Borghees und Hüthum nach Elten (Linie 94, Stundentakt, nachmittags Halbstundentakt). Auf den Linien 90 und 94 werden in Tagesrandlagen Taxibusse (mit Voranmeldung) eingesetzt.

Buslinien innerörtlich
LinieLinienwegTakt Mo–FrTakt SaTakt So
90Emmerich Bahnhof – Kleiner Löwe – Geistmarkt – Amtsgericht – Hansastr. – Helenenbusch – Liebfrauenkirche – Arbeitsagentur60/3060120
93Geistmarkt – Kleiner Löwe – Emmerich Bahnhof – Vrasselt – Dornick – Praest120120-
94Emmerich Bahnhof – Kleiner Löwe – Geistmarkt – Amtsgericht – Hansastr. – Borghees – Hüthum – Elten60/3060120

Am Wochenende, an Feiertagen und in den Schulferien sind die Busangebote ausgedünnt. Neben Fahrausweisen des VRR sind nach Anerkennungstarif auch niederländische Fahrausweise gültig.[65]

Seit dem 11. November 1986 fährt in Emmerich einBürgerbus (Linie bEm, zehnmal täglich). Der Bürgerbus verbindet die Ortsteile Leegmeer und Speelberg mit dem Stadtzentrum. Er transportiert pro Jahr etwa 11.000 Fahrgäste, Tendenz steigend.[66]

Seit dem 13. Dezember 2010 fährt ein niederländischer Bürgerbus (Buurtbus Rijnwaarden, Linie 566, Stundentakt) durch Emmericher Gebiet. Dieser Bürgerbus verbindet den Ortsteil Elten mit den niederländischen Orten Spijk, Tolkamer, Lobith, Babberich und Zevenaar. Am Bahnhof Zevenaar besteht Anschluss an das niederländische Bahnnetz.[67][68]

Bürgerbuslinien
LinieLinienwegTakt Mo–FrTakt SaTakt So
bEmEmmerich Bahnhof – Kleiner Löwe – Amtsgericht – Speelberg – Leegmeer6060-
566Spijk – Tolkamer – Lobith – Elten – Babberich – Zevenaar Bahnhof60--

Die Aufgabenträgerschaft für den Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) liegt beim Kreis Kleve.Der Kreis hat diesen für die Vergabe in zwei Bündel aufgeteilt, von denen für Emmerich das Bündel I relevant ist. Dieses wurde für zehn Jahre (bis November 2029) im Rahmen eines öffentlichen Dienstleistungsauftrages an die Fa.Look Busreisen vergeben.[69]

Schienenverkehr

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Bahnhof
Hauptartikel:Bahnhof Emmerich

Emmerich liegt an derHollandstrecke und ist mit demRhein-IJssel-Express (RE 19) im Stundentakt über denBahnhof Emmerich sowie dieHaltepunktePraest und (seit Juli 2019)Emmerich-Elten erreichbar.ICE-Züge passieren Emmerich ohne Halt.

Taxi

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Zum ÖPNV zählen auch die Taxis. In Emmerich gibt es 18 Taxis (und 17 Mietwagen) (Stand: 2017).[70] Pflichtfahrgebiet ist der gesamte Kreis Kleve. Die Taxipreise für das Pflichtfahrgebiet werden durch den Kreistag Kleve beschlossen. Die aktuelle Taxitarifordnung wurde zum 21. Januar 2019 eingeführt. Danach kostet ein Kilometer tagsüber € 2,10 bei einer Grundgebühr von € 3,90. Abends ab 22 Uhr und ganztägig am Wochenende sind € 2,20 je Kilometer zu zahlen. An nachfragestarken Terminen ist der Nachttarif bereits ab 18 Uhr zu zahlen. Dies gilt für die Karnevalswoche von Altweiberfastnacht bis Veilchendienstag, den Tanz in den Mai, Heiligabend und Silvester.[71]

Stadsregiotaxi

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DasStadsregiotaxi ist ein niederländisches nachfrageabhängiges ergänzendes ÖPNV-Angebot, das auch für Fahrten von und nach Emmerich genutzt werden kann. Nach Voranmeldung per Telefon oder Website (mindestens ein bis zwei Stunden vor der gewünschten Fahrtzeit) wird zur gewünschten Zeit (±15 Minuten) mit einem Sammeltaxi von Tür zu Tür befördert. Die Startadresse oder die Zieladresse muss im Kerngebiet des Stadsregiotaxis, derStädteregion Arnheim Nimwegen (SAN), liegen. Zu diesem Kerngebiet zählen auch die Emmericher Nachbargemeinden Zevenaar (mit Aerdt, Angerlo, Babberich, Bahr, Bevermeer, Bingerden, Giesbeek, Herwen, Lathum, Lobith, Ooy, Pannerden, Spijk, Tolkamer, Tuindorp und Alt-Zevenaar) und Montferland (mit Azewijn, Beek, Braamt, Didam, Greffelkamp, ’s-Heerenberg, Kilder, Lengel, Loerbeek, Loil, Nieuw-Dijk, Oud-Dijk, Stokkum, Wijnbergen und Zeddam).[72]

Aufgrund des Sammeltaxicharakters (sieheÖPNV-Sonderformen) kann die Fahrt länger dauern als eine Taxifahrt, da versucht wird, die Fahrtwünsche mehrerer Besteller zu kombinieren. Bei Bedarf (Theatervorstellung, Beerdigung, Hochzeit, Weiterfahrt mit dem Zug) kann eine Fahrt mit Ankunftsgarantie bestellt werden. Dann wird eine Ankunft bis zu 30 Minuten (Bahnhof: 15 Minuten) vor der abgesprochenen Zeit sichergestellt. Auf Wunsch erfolgt fünf Minuten vor dem Eintreffen des Stadsregiotaxis an der Startadresse ein Anruf oder eine Benachrichtigung per SMS, damit der Fahrgast sich rechtzeitig zur Tür begeben kann. Das Taxi wartet maximal zwei Minuten. Das Stadsregiotaxi steht täglich von 8:00 Uhr bis Mitternacht, am Wochenende bis 02:00 Uhr, zur Verfügung.Tarifiert wird nach einem Zonenmodell, bei dem jede Zone etwa vier Kilometer beträgt. Der Preis für eine bis vier Zonen (drei Reisezonen plus eine obligatorische rechnerische Einsteigezone) liegt oberhalb des Bustarifs, aber unterhalb des regulären Taxitarifs (Stand 2012: Stadsregiotaxi 2,10 Euro/Zone). Bei mehr als vier Zonen fällt für die fünfte Zone der doppelte Stadsregiotaxitarif an. Ab der sechsten Zone gilt der reguläre Taxipreis. Bezahlt wird bar beim Taxichauffeur.

Kinder bis zu vier Jahren fahren kostenlos mit (maximal zwei Kinder je zahlendem Reisenden), bei älteren Kindern fährt das erste zum halben Preis, weitere zum vollen Preis. Senioren sowie Behinderte zahlen ggf. einen stark ermäßigten Tarif (gemeindeabhängig), eine notwendige Begleitperson wird kostenlos mitgenommen. Rollatoren, (Elektro-)Rollstühle und Blindenhunde werden nach Anmeldung kostenlos mitbefördert.

Bei gemeinsamer Voranmeldung von zwei Fahrgästen mit gleicher Startadresse und gleicher Zieladresse zahlt der zweite Fahrgast den halben Tarifpreis. Weitere Mitreisende zahlen den vollen Tarif.

Seit dem 1. September 2016 heißt Stadsregiotaxi Avan.[73]

Emmericher Rheinbrücke

Straßenverkehr

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Emmerich ist durch dieBundesautobahn 3 (E 35) mit drei Abfahrten im Stadtgebiet und die Bundesstraßen8 und220 an das Fernstraßennetz angebunden.[74]

DieRheinbrücke Emmerich ist die längsteHängebrücke Deutschlands und verbindet als Teil derB 220 die Städte Emmerich undKleve.

Schiffsverkehr

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Hauptartikel:Hafen Emmerich

Der EmmericherHafen liegt beimContainerumschlag in derBinnenschifffahrt mit 92.000TEU an achter Stelle der umschlagstärkstendeutschen Häfen (Stand: 2018).[75]

Bis in die Mitte des17. Jahrhunderts reicht dieTradition des EmmericherRheinhafens zurück. EinHafenbecken wurde erstmals1640 urkundlich erwähnt. In der ersten Hälfte des19. Jahrhunderts erreichte dieDampfschifffahrt ihren Höhepunkt und verlieh dem Emmericher Hafen große Bedeutung. 1885 wurde der preußische Sicherheitshafen eingerichtet.

Heute bedeutsam ist der Industriehafen mit zweiContainerbrücken,Anschlussgleisen und Anschluss an städtische Straßen zur Ermöglichung einestrimodalen Verkehrs. Weiterhin industrierelevant sind dieSchiffsanleger derFirmen Oleon undKLK Oleo fürflüssige Güter und die Anlegestelle mit Drehkran derDeutschen Gießdraht. Daneben gibt es den fiskalischen Hafen, dreiSteiger fürFlusskreuzfahrt- und Ausflugsschiffe entlang derRheinpromenade und einen flussabwärts liegendenYachthafen.

Im StadtteilDornick liegt der ehemalsmilitärisch genutzte Hafen brach.

Luftverkehr

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Die nächstgelegenenFlughäfen befinden sich inWeeze (37 km),Düsseldorf (95 km),Eindhoven (NL) (120 km),Dortmund (125 km) undSchiphol (NL) (136 km).

In Emmerich befindet sich dasSegelfluggelände Emmerich-Palmersward.

H. von Gimborn-Logo
Katjes-Logo

Ansässige Unternehmen

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Medien

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In Emmerich erscheinen zwei Tageszeitungen mit Lokalredaktion, dieRheinische Post und dieNeue Rhein Zeitung (montags bis samstags). Die Rheinische Post übernimmt im Lokalteil einen Teil der NRZ-Artikel wortgleich, nur mit leicht veränderter Überschrift und Autorenkürzel statt vollem Autorennamen.

Es erscheinen wöchentlich zweiAnzeigenblätter mit lokalen Informationen, derStadtanzeiger Emmerich-Rees (mittwochs und samstags) und dieNiederrhein-Nachrichten (samstags).

Öffentliche Einrichtungen

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Bundesbank

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Emmerich istBankplatz der Deutschen Bundesbank mit der Bankplatz-Nummer 358. Mit diesen drei Ziffern beginnen dieBankleitzahlen der Emmericher Kreditinstitute.

Gericht

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Hauptartikel:Amtsgericht Emmerich

Emmerich ist seit 1878 Sitz des Amtsgerichts, zuständig für die Städte Emmerich am Rhein und (seit 1975) Rees. 1906 wurde es demOberlandesgericht Düsseldorf zugeteilt, die Zuteilung zumLandgericht Kleve erfolgte 1912. Seit 1914 residiert es im Gerichtsgebäude an der Seufzerallee.[77]

Gesundheit und Alter

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Das Willibrord-Spital ist das EmmericherKrankenhaus und befindet sich seit 1861 am heutigen Platz. Es ist als Stiftung organisiert und bietet 293 Betten in fünf Hauptabteilungen (Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Rheuma-Tagesklinik, Anästhesie, Intensivmedizin, Röntgen- und Nuklearmedizin). Rechnerisch gibt es 420 Vollzeitstellen, die sich auf etwa 780 Mitarbeiter verteilen. Damit ist dies Emmerichs größter Arbeitgeber.[78]

In Emmerich gibt es dreiAltenheime, die zum Teil auchSeniorenwohnungen anbieten. Die Senioreneinrichtung Willikensoord in der Altstadt bietet 83 Plätze im Heimbereich sowie 60 Seniorenwohnungen. Ebenfalls in der Altstadt befindet sich St. Augustinus mit 72 Plätzen. Das Altenzentrum St.-Martinus-Stift in Elten bietet 82 Heimplätze und 69 Seniorenwohnungen.[79][80][81]

Post

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Neben der seit 1831 auf dem Geistmarkt befindlichenPostfiliale derDeutschen Post (mitPostbank-Finanzcenter) gibt es vierPostagenturen im Einzelhandel in der Altstadt, in Speelberg und in Elten sowie vier Verkaufspunkte für Brief- und Paketmarken.Packstationen der Post-TochterfirmaDHL wurden auf den jeweiligen Parkplätzen vonAldi undPenny im Ortsteil Elten eingerichtet.[82]

Zollamt

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Das demHauptzollamt Duisburg zugeordneteZollamt Emmerich bearbeitet mit 230 Mitarbeitern die Bereiche Zollamt,Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowieVollstreckung.[83]

Weitere öffentliche Einrichtungen

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In Emmerich befinden sich diePolizeiwache und dasKriminal- und Verkehrskommissariat Emmerich am Rhein. Die Stadt Emmerich betreibt als Optionskommune das örtlicheJobcenter. Ferner sind Dienststellen derAgentur für Arbeit Wesel, desDeichverbands Bislich–Landesgrenze, desWasser- und Schifffahrtsamts Duisburg-Rhein sowie derWasserschutzpolizei ansässig.

Bildung

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In Emmerich gibt es 15Kindergärten (davon neunkatholische, einevangelischer und fünf freie), zweiKindertagesstätten, fünfGrundschulen (davon drei katholische und zweiGemeinschaftsgrundschulen), eineFörderschule, eine sechszügigeGesamtschule und das städtischeWillibrord-Gymnasium mit langer Schultradition (Stand: 2025).[84][85]Im Schuljahr 2016/2017 wurden 3178 Schüler an den 11allgemeinbildenden Schulen von 257Lehrern (davon 32 % inTeilzeit) unterrichtet. Frauen sind unter den Lehrpersonen mit insgesamt 68,5 % (an den Grundschulen mit 89,3 %) überrepräsentiert.[86]

DieGesamtschule nahm zumSchuljahr 2014/15 dem Elternwillen entsprechend alsGanztagsschule die Arbeit auf. Die letzte der drei ehemaligenHauptschulen und dieRealschule liefen sukzessive bis 2019 aus.[87]

Erwachsenenbildung wird angeboten von derVolkshochschule und zwei kirchlichen Trägern, demkatholischenHaus der Familie und derEvangelischen Familienbildungsstätte.[88]

Emmerich war vomWintersemester 2010/2011 bis zum Ende desSommersemesters 2012 Interims-Standort derHochschule Rhein-Waal. DerCampus befand sich auf einem Teil des ehemaligenKasernengeländes.

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger

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Hauptartikel:Liste der Ehrenbürger von Emmerich am Rhein

DieEhrenbürgerschaft ist die höchsteEhre, die dieStadt zu vergeben hat. Weitere möglicheEhrungen sind eine silberneEhrenplakette oder ein goldener Ehrenring. Seit 1875 wurde 13-mal dieEhrenbürgerwürde zuerkannt, davon dreimal von der damals selbständigen Gemeinde Elten. Eine Ehrenbürgerschaft – 1933/34 anHermann Göring verliehen – wurde wieder aberkannt, allerdings erst mehr als sechs Jahrzehnte später.

Söhne und Töchter der Stadt

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Hauptartikel:Söhne und Töchter der Stadt Emmerich am Rhein

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

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Hauptartikel:Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

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Siehe auch: Literatur zum Schlagwort Emmerich am Rhein imKatalog der DNB und in den BibliotheksverbündenGBV undSWB

Weblinks

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Commons: Emmerich am Rhein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Emmerich am Rhein – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Emmerich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Emmerich am Rhein – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juni 2025.  (Hilfe dazu)
  2. Wilhelm von Kürten (Bearbeiter):Geographische Landesaufnahme. Naturräumliche Gliederung Deutschlands. Blatt 95/96. Kleve, Wesel. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1977, 75 Seiten,ISBN 3-87994-323-0.
  3. Wilhelm von Kürten:Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 95/96, Kleve/Wesel. Kartenblatt, 1977 (geographie.giersbeck.de PDF, Navigation mit kompletter Naturraumliste, ca. 6,9 MB).
  4. Kommunalprofil für Emmerich am Rhein, Stadt, Langfassung (Memento vom 27. Dezember 2011 imInternet Archive), Landesdatenbank NRW, S. 3
  5. Flächennutzung Emmerich 2005@1@2Vorlage:Toter Link/www.flaechennutzung.nrw.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018.Suche in Webarchiven) flaechennutzung.nrw.de
  6. Ortsteile | Stadt Emmerich. Abgerufen am 22. November 2025. 
  7. Bevölkerungsstatistik | Stadt Emmerich. Abgerufen am 22. November 2025. 
  8. Frank Siegmund:Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen Band 34. Rheinland-Verlag, Köln 1998,ISBN 3-7927-1247-4, S. 288–292
  9. Samuel Muller, Arie Cornelis Bouman (Hrsg.):Oorkondenboek van het Sticht Utrecht tot 1301. Band 1, Utrecht 1920, Nr. 59
  10. Theodor Joseph Lacomblet, in:Urkundenbuch/Urkunde Nr. 191, 1846, Band 2, S. [138]100.Digitalisierte Ausgabe der ULB Bonn
  11. abStadtgeschichte, Stadt Emmerich
  12. Herbert Kleipaß:Emmerich in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1978,ISBN 978-90-288-4575-6
  13. Monika Hartjes: Serie Mannis Museum: Eine der ältesten Schulen des Landes. Abgerufen am 2. Februar 2020. 
  14. Städtisches Willibrord-Gymnasium Emmerich (Hrsg.):Festschrift zur 150-Jahrfeier der Wiedereröffnung 1832, Emmerich 1982.
  15. GenWiki: Kanton Emmerich
  16. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf, Bürgermeisterei Emmerich. 1836, S. 93, abgerufen am 11. November 2022 (Digitalisat). 
  17. Otto v. Mülmann: Statistik des Regierungsbezirks Düsseldorf , 1867, S. 1000
  18. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Rheinprovinz (1874)
  19. Norbert Kohnen:Die Zensur kannte in Emmerich kein Pardon (Memento vom 3. August 2014 imInternet Archive). NRZ, 30. Juli 2014
  20. Wolfgang Urbach:Der Bote: Nationalsozialismus und Gleichschaltung in Emmerich im Spiegel des „Bote vom Niederrhein“ (=Beiträge zur Geschichte der Stadt Emmerich). 2019.
  21. Widerstandskarte. Abgerufen am 12. Juli 2021. 
  22. Royal Air Force Bomber Command. Campaign Diary October 1944 (Memento vom 29. August 2006 imInternet Archive)
  23. Helmut Schnatz:Die Zerstörung der deutschen Städte und die Opfer (Memento vom 19. Juli 2011 imInternet Archive). in: Bernd Heidenreich, Sönke Neitzel, Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.):Der Bombenkrieg und seine Opfer, Polis Nr. 39, Frankfurt am Main 2004, S. 44, PDF
  24. Landesgeschichte 23. April 1949: Elten wird niederländisch (Memento vom 16. April 2014 imInternet Archive) Landtag NRW
  25. Der Rhein brennt, aus:Natur- und Brandkatastrophen. Tosa-Verlag, Wien
  26. Geschichte der Hollandlinie
  27. Chronik - Emmericher Pioniere. Abgerufen am 30. November 2018 (deutsch). 
  28. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001, Statistisches Bundesamt
  29. Stadtarchiv Emmerich am Rhein via Wayback Machine. Verwaltungszugehörigkeit (Memento vom 27. Dezember 2011 imInternet Archive)
  30. Martin Bünermann:Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970,S. 103. 
  31. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 297 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]). 
  32. Dekanat Emmerich (Memento vom 29. März 2013 imInternet Archive) Kreisdekanate im Bistum Münster
  33. Findbuch (4 KG 014 Evangelische Kirchengemeinde Emmerich) (Memento vom 23. Juni 2015 imInternet Archive) Archive NRW
  34. Gemeinde Emmerich – Bezirk Dinslaken – Neuapostolische Kirche
  35. Apostolische Gemeinschaft. Gemeinde Emmerich
  36. Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin 1936
  37. Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945 Bundesarchiv (Anm.: als WohnortEmmerich eingeben)
  38. The Central Database of Shoah Victims’ Names Yad Vashem
  39. Stolpersteine, Stadt Emmerich am Rhein
  40. Stolpersteine 2011, Stadtplan mit Stolpersteinen Stadt Emmerich am Rhein
  41. Basisinformationen Synagoge Emmerich (Memento vom 1. Dezember 2016 imInternet Archive) synagogen.info
  42. Norbert Kohnen:Abwarten und Tee trinken (Memento vom 24. Januar 2022 imInternet Archive)NRZ Emmerich, 26. Juni 2008
  43. Marco Virgillito:Ein Zentrum der offenen Arme (Memento vom 29. März 2013 imInternet Archive).Neue Rhein Zeitung, 7. Juni 2011
  44. Mala Ezdia Emmerich
  45. Jacqueline Goebel:Deutsch lernen mit türkischem Tee (Memento vom 22. Januar 2015 imInternet Archive) NRZ Emmerich, 8. März 2010
  46. Rüdiger Benninghaus:Friedhöfe als Quellen für Fragen des Kulturwandels: Grabkultur von Yeziden und Aleviten in Deutschland mit Seitenblick auf die Türkei yeziden-colloquium.de, PDF, 2,9 MB
  47. abWahlergebnisspräsentation Stadt Emmerich am Rhein Ratswahl. 14. September 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025. 
  48. Wahlergebnispräsentation Stadt Emmerich am Rhein Bürgermeisterwahl. Kommunales Rechenzentrum Niederrhein, 28. September 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025. 
  49. Hauptsatzung der Stadt Emmerich am Rhein vom 5. Juni 2001 (Memento vom 1. Januar 2020 imInternet Archive), § 2
  50. Andreas Gebbink:Eimerweisen (Memento vom 3. Juli 2015 imInternet Archive).Neue Rhein-Zeitung, Niederrhein, 1. Juni 2008
  51. Marco Virgillito:Neues Stadtlogo Emmerich: Das sind die drei Entwürfe, nrz.de, 1. Februar 2022, abgerufen am 23. Mai 2024.
  52. Hauptsatzung der Stadt Emmerich am Rhein vom 5. Juni 2001 (Memento vom 1. Januar 2020 imInternet Archive), § 2, Absatz 3.
  53. Partnerstädte, Stadt Emmerich
  54. German-American partnerships, in alphabetical order by German city (Memento vom 19. Oktober 2020 imInternet Archive), U.S. Embassy and Consulates in Germany, abgerufen am 4. Januar 2020.
  55. Gremientätigkeiten des Bürgermeisters Peter Hinze 2018. Veröffentlichung gem. § 16 Korruptionsbekämpfungsgesetz, Stadt Emmerich.
  56. Rheinmuseum
  57. PAN Kunstforum Niederrhein
  58. Museum für Kaffeetechnik, Probat
  59. Kirchenrundgang Heilig-Geist
  60. abHartwig Beseler, Niels Gutschow (Hrsg.):Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Verluste – Schäden – Wiederaufbau. Band I: Nord. Wachholtz, Neumünster 1988,ISBN 3-529-02685-9, Seite 459
  61. Markus Balser:Eine Million für den „Wette Telder“, Rheinische Post, 3. August 2017
  62. Jascha Philipp Braun:Handel im Wandel – Neue Erkenntnisse zum spätmittelalterlichen Kaufmannshaus am Unteren Niederrhein. In: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (Hrsg.):Denkmalpflege im Rheinland. 34. Jahrgang, Nr. 4/2017, S. 145–151
  63. Datierung der Gebäude nach: Christoph Dautermann:Städtischer Hausbau am unteren Niederrhein – vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Rheinland-Verlag, Köln 1992,ISBN 3-7927-1328-4, S. 124
  64. abVerkehrsinformation Emmerich (Memento vom 7. November 2011 imInternet Archive) Verkehrsinfo NRW
  65. Anerkennungstarif zwischen der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und den niederländischen Verkehrsgesellschaften Hermes, Novio und Syntus (Memento vom 12. Mai 2010 imInternet Archive) VGN Online via Wayback Machine, PDF-Datei, ca. 35 kB.
  66. Bürgerbusverein Emmerich am Rhein
  67. Buurtbus Rijnwaarden
  68. Niederländischer Bürgerbus steuert Elten an (Memento vom 29. März 2013 imInternet Archive) Der Westen, 1. Dezember 2010
  69. Ausgestaltung des Öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs im Kreis Kleve: Neuvergabe des Linienbündels Kreis Kleve I im Gebiet des Kreises Kleve mit Überschreitung der Kreisgrenzen. Referenznummer der Bekanntmachung: 2019/S 058-134181 (Memento vom 29. Dezember 2019 imInternet Archive)
  70. Taxigutachten 2017 Kreis Kleve, Kreis Kleve, PDF, ca. 1,6 MB
  71. Taxitarifordnung 2019, Kreis Kleve, PDF, ca. 223 kB
  72. Stadsregiotaxi
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  76. https://industrialsewingmachine.global.brother/de-emea/about/about-brother
  77. Amtsgericht Emmerich am Rhein. Historisches zur Justiz und zum Amtsgericht Emmerich am Rhein
  78. St. Willibrord-Spital Emmerich–Rees. Statistiken und Daten (Memento vom 13. Mai 2007 imInternet Archive)
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Städte und Gemeinden imKreis Kleve
Normdaten (Geografikum):GND:4014593-1 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:234116264
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